Abschattung
Unter einer Abschattung versteht man eine Störung des geradlinigen Ausbreitungswegs zwischen Satellit und Bodenstation. Verursacht wird eine Abschattung durch Hinternisse wie Berge, Gebäude, Bäume und ähnlichem, wobei die Sendeenergie ganz oder teilweise verloren geht.
Abschirmung
Unter der Abschirmung versteht man den Teil eines Antennenkabels, der die Einstrahlung in das Kabel und die Ausstrahlung aus dem Kabel verhindert.
Aufbereitung
Aufbereitung ist der Empfang, die Demodulation und die erneute Modulation von Hörfunk- und Fernsehsignalen zur Konvertierung in einen anderen Frequenzbereich. Bekannteste Art der Aufbereitung sind die Kabelkopfstationen, wo die über Satellit angelieferten Programme so umgesetzt werden das sie ohne einen Satellitenreceiver empfangen werden können.
Astra
Satellitensystem das von der Societe Europeenne des Satellites betrieben wird und Satelliten auf den Orbitpositionen 19,2° Ost (Astra 1) und 28,2° Ost (Astra 2) positioniert hat. Astra ist das derzeit populärste Satellitensystem für den Direktempfang in Deutschland.
Aufschalten
Unter Aufschalten versteht man das Senden von Radio- und Fernsehprogrammen zum Satelliten. Meist wird dieser Begriff in Satelliten-News verwendet wenn ein neues Programm seine Sendungen über Satellit aufnimmt.
Ausleuchtzone
Die Ausleuchtzone ist der Bereich auf der Erde, auf den ein Satellit die Ausstrahlung seiner Signale konzentriert. Die Satellitenbetreiber geben spezielle Landkarten heraus, auf denen die Ausleuchtzonen ihrer Satelliten eingezeichnet sind und die benötigte Antennengrösse angegeben ist. In der Regel besitzen Satelliten mehrere Ausleuchtzonen, damit die Betreiber flexibel auf die Wünsche ihrer Kunden reagieren können.
Ausseneinheit
Mit diesem Ausdruck bezeichnet man folgende Bestandteileeiner Satellitenanlage: Parabolspiegel, Feedhorn, Polarisator und Konverter, wobei die letzteren drei Teile in der Regel als ein Bauteil (LNB bzw. LNBF) ausgeführt sind.
Azimut
Der Azimut beschreibt den horizontalen Winkel, von dem ein Betrachter auf der Erde einen Satelliten "sieht".
Band
Unter einem Band versteht man eine Anzahl von Frequenzen, die zwischen zwei Frequenzwerten liegen. Diese Werte werden in internationalen technischen Vereinbarungen festgelegt.
Basisband
Das Basisband umfasst das ganze vom Satellitenreceiver demodulierte Signal vor der Trennung in Audio- und Videobereich. Benötigt wird dies meist zum Anschluss eines Pay-TV-Decoders. In der Regel liegt das Basisband an der mit Decoder beschrifteten Scartbuchse des Receivers an.
BSkyB
BSkyB ist eine britisches Pay-TV-Unternehmen dessen Programmangebot in Grossbritannien und Irland vermarktet wird.
BSS-Band
Frequenzbereich von 11700 bis 12500 MHz.
C-Band
Frequenbereich von 3050 bis 4200 MHz. Hat für Europa keine Bedeutung, bietet für den Freak jedoch Empfangsmöglichkeiten für viele exotische Programme.
D2-MAC
Farbfernsehsytem das ursprünglich die bestehenden Normen PAL und SECAM ablösen sollte, jedoch am Markt gescheitert ist. Lediglich in Skandinavien wird D2-Mac noch verwendet.
Datenkompression
Darunter versteht man jene Verfahren, die bei grossen Datenmengen durch spezielle Algorithmen eine Reduzierung der Datenmenge erreichen. Bewirkt wird das durch Vermeidung von redundanten Daten. Gängige Verfahren zur Datenkompression Audio, Video und Daten im Satellitenbereich sind MPEG-1 und MPEG-2.
Decoder
Gerät zur Entschlüsselung eines codierten Signals.
Downlink
Unter Downlink versteht man das Abstrahlen von Signalen, vom Satelliten zur Erde.
DSR
Das digitale Satellitenradio (DSR) ist das erste digitale Übertragungsverfahren für Radioprogramme, das aber mangels vernünftiger Marketingaktivitäten eher ein Schattendasein führt. Im Gegensatz zu ADR arbeitet es ohne Datenkompression. Ausgestrahlt wird es derzeit über den Satelliten DFS Kopernikus 1 auf 23,5° Ost (Transponder K4 12625 MHz Vertikal). Gesendet wird 1 Paket mit 16 Hörfunkprogrammen.
Dual-LNB
Bei einem Dual-LNB werden beide Polarisationsebenen getrennt verarbeitet und zum jeweiligen Ausgang ausgeführt.Verwendet wird diese LNB-Art zusammen mit einem Multiswitch in Gemeinschafts- und Mehrteilnehmeranlagen.
Einschleussbaustein
Darunter ist ein Multischalter zu verstehen, in den zusätzlich zu den Satellitensignalen auch der terrestrische Frequenzbereich (47 bis 862 MHz) eingespeist wird. Das hat den Vorteil das für die terrestrischen Signale kein zusätzliches Antennenkabel zum jeweiligen Teilnehmer gelegt werden muss. Allerdings ist dann eine Drei- bzw. Vierfachantennensteckdose mit integrierter Weiche notwendig.
Einzelempfangsanlage
Satellitenempfangsanlage an der nur ein einziger Receiver betrieben werden kann. Sinnvoll nur für den mobilen Einsatz.
EPG
EPG (Electronic Programm Guide), der elektronische Programmführer ist eine bildschirmgesteurte Menüführung zur gezielten Programmauswahl. Ein EPG wird in jedem Digitalpaket ausgestrahlt.
Feedhorn
Das Feedhorn sitzt im Brennpunkt der Satellitenantenne und hat die Aufgabe die gebündelten Signale zum LNB weiterzuleiten. In der Regel bildet das Feedhorn eine Einheit mit dem LNB.
Fernspeisespannung
Spannung die zum Betrieb eines entfernten Geräts dient. In der Satelliten-Empfangstechnik wird das LNB mit einer Fernspeisespannung betrieben.
Footprint
Die Ausleuchtzone (Footprint) ist der Bereich auf der Erde, auf den ein Satellit die Ausstrahlung seiner Signale konzentriert. Die Satellitenbetreiber geben spezielle Landkarten heraus, auf denen die Ausleuchtzonen ihrer Satelliten eingezeichnet sind und die benötigte Antennengrösse angegeben ist. In der Regel besitzen Satelliten mehrere Ausleuchtzonen, damit die Betreiber flexibel auf die Wünsche ihrer Kunden reagieren können.
FSS-Band
Frequenzbereich von 10700 MHz bis 11700 MHz.und 12500 bis 12750 MHz.
Geostationäre Umlaufbahn
Umlaufbahn in 36000 km auf der die Fernsehsatelliten positioniert sind. Dort befindliche Satelliten scheinen gegenüber dem Betrachter von der Erde aus stillzustehen, verweilt also über einem festen Punkt des Äquators.
GHz
Maßeinheit für die Frequenz. 1 GHz (Gigahertz) = 1 000 000 000 Hz
Haupttonunterträger
In der Satellitentechnik wird der Mono-Fernsehton in einem Abstand von 6,50 MHz, 6,60 MHz oder 6,65 MHz vom Fernsehbild aufmoduliert. Der Haupttonunterträger verliert jedoch zunehmend an Bedeutung da die meisten Sender inzwischen auf 7,02 & 7,20 MHz einen Stereoton ausstrahlen. Auf Astra verzichten einige Sender bereits ganz auf den Haupttonunterträger.
Hz
Maßeinheit für die Frequenz. 1 Hz (Hertz) = 1000 Hz
High-Band
Bezeichnung für den Frequenzbereich von 11700 bis 12750 MHz.
Intelsat
Weltweites ziviles Satellitensystem mit dem Ziel, allen Nationen gleichberechtigt den freien Zugang zu den verschiedenen Satellitendiensten zu gewährleisten.
Ka-Band
Frequenzband zwischen 27000 und 40000 MHz.
kHz
Maßeinheit für die Frequenz. 1 kHz (Kilohertz) = 1000 Hz
Ku-Band
Frequenzbereich zwischen 12000 bis 18000 MHz
Line-Verstärker
Ein linearer Verstärker, der von der LNB-Speisespannung versorgt wird. Wird in Antennenleitungen ab etwa 20 Meter Länge eingefügt.
Low-Band
Bezeichnung für den Frequenzbereich von 11700 bis 12750 MHz.
MPEG
Abkürzung für Moving Pictures Expert Group, einer 1988 gegründete Arbeitsgruppe des ISO/IEC. Ziel dieser Gruppe ist die Entwicklung und Standardisierung von Kompressionsverfahren für Bewegtbilder und der dazu gehörenden Audio- und Textinformationen.
Multischalter (Multiswitch)
Voraussetzung für eine Empfangsanlage mit mehreren Teilnehmern ist die gleichzeitige
Bereitstellung beider Polarisationsebenen und beider Frequenzbänder für die einzelnen
Satellitenempfänger, so daß jeder Teilnehmer sein individuelles Wunschprogramm frei wählen kann. Zu diesem Zweck wird
ein Empfangssystem mit getrennten Ausgängen für beide Polarisationsebenen und Frequenzbänder
verwendet. Die vier Ausgänge des LNB werden mit Hilfe von Koaxialkabeln mit einem Multischalter
(Multiswitch) verbunden, an dem die einzelnen Empfänger sternförmig angeschlossen sind. Jeder
einzelne Empfänger kann durch Steuerspannung und Schaltfrequenz dem Multiswitch die für das
jeweilige Programm erforderliche Polarisationsart und Frequenzband signalisieren, die dann
individuell durchgeschaltet werden. Verschiedene Hersteller bieten auch Multischalter an die das
Einschleifen eines terrestrischen Antennensignals gestatten.
Orbit
Bezeichnung für die geostationäre Umlaufbahn von Satelliten.
OSD
Unter OSD (On Screen Display) versteht man eine Bedienerführung zum Einstellen und Programmieren von Geräten über den Bildschirm von Fernsehgeräten.
PAL / PAL plus
1961 vorgestelltes Farbfernsehsystem, das in den meisten Ländern der Welt verwendet wird. PAL (Phase Alternating Line) bedeutet, daß das Farbdifferenzsignal von Zeile zu Zeile in der Phase um 180°, durch den PAL-Schalter, umgepolt wird. Dadurch werden Phasenfehler vermieden, welche sich in Farbverfälschungen äussern. Eine Weiterentwicklung von PAL, ist PAL plus mit dem Hauptmerkmal des 16:9-Breitbildformats, das in beide Richtungen vollkompatibel ist. Auch werden kleinere von PAL bekannte Bildstörungen (z.B: Crosscolor) vermieden.
Panda-Wegener
Audio-Übertragungsverfahren das beim Satellitenfernsehen im Frequenzbereich von 5 bis 9 MHz über dem Videosignal, durch zusätzliche Tonunterträger die Übertragung von Ton- und anderen Signalen ermöglicht. Dabei werden die Tonsignale senderseitig komprimiert und auf der Empfängerseite wieder dekomprimiert, wodurch sich die Aussteuerung (Frequenzhub) und dadurch der Platzbedarf des Tonunterträgers verringert.
Parabolantenne
Empfangssystem bestehend aus einem Parabolreflektor und einem LNB.
Polarisation
Unter Polarisation versteht man die Ausrichtung der von einer Sendeantenne ausgestrahlten Wellen. Im Idealfall empfangen auch nur die Antennen diese Signale, die auf gleiche Weise ausgerichtet sind. Bei Satellitenprogrammen sind die Polarisationsebenen Horizontal und Vertikal üblich. Vorteil dieses Verfahrens ist das sich so mehr Programme über einen Satelliten ausstrahlen lassen, ohne daß diese sich gegenseitig stören.
Polarizer
Hauptsächlich in drehbaren Empfangsanlagen verwendeter Umschalter zur Wahl der Polarisationsebene, der sich stufenlos regeln lässt und so auch geringe Abweichungen der Polarisationsebene ausgleichen kann. Ein Polarizer wird in der Regel dann eingesetzt wenn ältere oder spezielle LNB's, ohne 14/18 Volt-Umschaltung verwendet werden.
Polarmount
Spezielle Halterung für die Satellitenantenne in drehbaren Satellitenanlagen. Bewirkt das der Elevationswinkel der Antenne beim Drehen der Antenne automatisch richtig eingestellt wird. Drehbare Satellitenantennen mit Polarmount werden nur mit einem einfachen Hubmotor gesteuert.
Positionierer
Steuereinheit in drehbaren Empfangsanlagen, die eine Steuerelektronik für den Polarizer und den Polarmount enthält. Gibt es als Einzelgerät oder integriert im Receiver.
Prime Focus Antenna (PFA)
Die PFA ist ein runder symetrischer Parabolspiegel, dessen Brennpunkt folglich zentral vor dem Reflektor liegt, wo dann auch das LNB angebracht ist. Verwendet wird dieser Antennentyp hauptsächlich bei grösseren Antennen (ab 120 cm Durchmesser).
QPSK
Modulationsverfahren für das digitale Fernsehen über Satellit.
Scart
Geräte im TV- und Videobereich werden durch Scartkabel miteinander verbunden. Diese sollten Sie auch zur Verbindung Ihres Satellitenreceivers mit dem Fernsehgerät verwenden um Qualitätsverluste zu vermeiden.
Set-Top-Box
Bezeichnung für digitale Empfangsgeräte nach dem DVB-Standard, nach dem Motto: "Gib dem Ding einen englischen Namen, und es verkauft sich von selbst". Würde die Industrie das als Digitalen Satellitenempfänger anbieten, wüssten die Kunden ja gleich worum es geht!
Single-LNB
Ein Single-LNB ist für Einzelempfangsanlagen gedacht an denen nur ein Receiver betrieben wird. Polarisationsumschaltung erfolgt direkt im LNB durch 14/18 Volt-Schaltspannung und 22 kHz-Signal vom Receiver.
Smartcard
Chipkarte die als Zugangsberechtigung für Pay-TV und Pay-Audio dient.
Tonunterträger
In der Satellitentechnik werden bei der Übertragung von Audiosignalen bei analogen Fernsehprogrammen, oberhalb des Videosignals im Abstand von 6,12 bis 8,46 MHz verschiedene Tonunterträger aufmoduliert. Dazu wird meist das Panda-Wegener-Verfahren benutzt, lediglich wenn ein sogenannter Haupttonunterträger benutzt wird geschieht die Entzerrung auf andere Weise. Zur Übertragung von Stereoton müssen, außer bei ADR, zwei Tonunterträger verwendet werden.
Transponder
Übertragungskanal eines Satelliten.
Twin-Kabel
Antennenkabel bei dem zwei Einzelkabel in einem Gesamtkabel zusammengefasst sind. Wird verwendet für Twin-Receiver und Multifeedanlagen.
Twin-LNB
LNB mit zwei Anschlüssen, das zwei voneinander unabhängige LNB's beinhaltet. Dient der Versorgung von zwei Receivern oder eines Twin-Receivers. Kann auch zusammen mit einem Multiswitch zur Versorgung einer Mehrteilnehmeranlage eingesetzt werden, sollte aber nicht mit dem Dual-LNB verwechselt werden .
Twin-Receiver
Satellitenreceiver mit zwei voneinander unabhängigen Empfangseinheiten, ermöglicht es ein Programm anzuschauen und ein anderes gleichzeitig mit dem Videorecorder aufzunehmen. Benötigt allerdings zwei Antennenleitungen.
Universal-LNB
Seit 1995 vertriebener Typ von LNB, der zusätzlich den Empfang des High-Bands ermöglicht. Bei Single- und Twin-LNB's erfolgt die Umschaltung zwischen Low- und High-Band durch einen Schalter direkt im LNB, der mit dem 22 kHz-Signal des Receivers gesteuert wird. Auch ältere Receiver, die dieses Signal nicht erzeugen können angeschlossen werden , empfangen jedoch dann nur das Low-Band.
Für Mehrteilnehmeranlagen gibt es Universal-LNB's, welche die beiden Polarisationsebenen Vertikal und Horizontal, getrennt für High- und Low-Band zum Multiswitch führen, der mit dem 22 kHz-Signal des Receivers angesteuert wird.Dieses LNB hat also vier Anschlüsse.
Uplink
Unter Uplink versteht man das Abstrahlen von Signalen, von der Erde zum Satelliten.
Zwischenfrequenz
Satelliten senden ihre Signale mit relativ hohen Frequenzen im
Ku-Band (10,7 bis 12,75 GHz) zur Erde. Jedoch lassen sich Signale, mit derart hohen Frequenzen,
nicht mehr über die normalen Antennenkabel verteilen. Wollte man diese hohen Frequenzen direkt
an den Empfänger weiterleiten, wären dafür teure Spezialkabel notwendig, die zudem auch noch
schwierig zu verlegen sind. Kostengünstiger und technisch relativ einfach ist es, die vom
Satelliten kommenden Signale, in einen niedrigeren Frequenzbereich (950 bis 2150 MHz)
umzuwandeln. Hierfür ist an jeder Satellitenantenne der Low Noise Block Converter (LNB bzw. LNC)
angebracht. Neben der Frequenzumwandlung erfolgt im LNB auch die Polarisationsumschaltung und
die Schaltung zwischen oberen und unteren Frequenzbereich.
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