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\begin{document}

 \title{\huge \bf Filer 2.05}
 \author{\copyright \/ von Matthias Scheler}
 \date{1989 - 1991}
 \maketitle

 \abstract{
  Filer V2.05 ist ein für Operating System 2.0 (OS 2.0) entwickelter
  File-Manager. Er unterstützt z.B. Hard-- und Softlinks, fast alle
  Bildschirmauflösungen und hat eine ``2.0--like'' Benutzeroberfläche.
  Weitere Leistungsmerkmale sind die Konfiguration über eine Textdatei,
  die Unterstützung verschiedenster Archiv-Programme und der automatische
  Verzeichnispuffer.}

 \newpage

 \tableofcontents

 \newpage

 \section{Allgemeines}

 \subsection{Copyright und Ähnliches}

 Filer ist ein Shareware-Programm, alle Rechte liegen beim Author. Er darf auf
 Public--Domain-- und Share"-ware--Disketten für höchstens 8 DM (inklusive Porto
 und Verpackung) verkauft und auf dem INTERNET über Anonymous--FTP--
 Server vertrieben und verbreitet werden. Eine Verbreitung zusammen mit
 kommerziellen Produkten darf nur mit Genehmigung des Authors erfolgen. Die
 Demo-Version darf unbegrenzt lange kostenlos benutzt werden, ihr fehlen
 allerdings einige Funktion der Vollversion.

 Für 20,- DM kann bei mir eine registrierte Version bestellt werden. Hierzu
 ist das Geld (in Bar oder als Verrechnungsscheck), eine leere Diskette und
 ein frankierter und adressierter Rückumschlag an mich zu schicken. Sie
 erhalten dann die neuste Version zugeschickt. Die registriete Version darf
 nur vom jeweiligen Besitzer benutzt werden, Weitergabe ist strengstens
 untersagt.

 Updates können für 5,-DM bei mir bezogen werden, wer einen Bug als erster
 entdeckt, bekommt ein gebührenloses Update. Die Diskette und der frankierte
 und adressierte Rückumschlag sind natürlich auch beim Update nötig.

 \begin{verbatim}
 Meine Adresse lautet:

  Matthias Scheler
  Kilianstraße 70
  D-4790 Paderborn

  INTERNET: tron@uni-paderborn.de
 \end{verbatim}

 Ich übernehme keinerlei Gewährleistung für Schäden an Soft-- und Hardware,
 die durch die Benutzung meines Programms entstehen.

 {\bf Seien Sie also vorsichtig, wenn Sie etwas Löschen wollen !}

 \subsection{Die Anleitung}

 Diese Anleitung erhebt keinen Anspruch auf Perfektion, sie enthält bestimmt
 noch genug Fehler. Auch sind meine Erfahrungen im Umgang mit \LaTeX \/ noch
 recht gering, ich bitte daher eventuelle stilistische Fehler zu
 entschuldigen. Ich hoffe allerdings, daß die Anleitung ausreicht, um alle
 Fähigkeiten und die Bedienung von Filer zu beschreiben.

 Außerdem möchte ich hier nochmal bei Georg Heßmann für sein fantastisches
 Pas\TeX \/ bedanken, ohne das diese Anleitung nicht möglich wäre.
 
 \subsection{Vorteile gegenüber anderen File-Managern}

 Der größte Vorteil (und auch Nachteil ?) von Filer ist, daß er speziell auf
 OS 2.0 zugeschnitten ist. Daher nutzt er eine Menge der neuen
 Betriebs"-system"-funk"-tionen, was zur einem kleinerem Programm führt und
 zudem die Betriebssicherheit erhöht.\\
 Auch ist er sehr gut und einfach zu konfigurieren, so daß er an jedermanns
 Wünsche anzupassen sein sollte.\\
 Nochmal zum Thema Betriebssicherheit: nehmen Sie einmal Ihren Lieblings--
 File-Manager. Laden Sie ins eine Fenster ``RAM:'' und ins andere
 ``RAM DISK:''. Löschen oder erzeugen Sie dann auf einer der beiden Seiten
 eine Datei oder ein Verzeichnis. Wird die Änderung auf beiden Seiten
 angezeigt? Nein, das kann zu üblen Problemen führen. Tatsächlich kenne ich
 nur ein anderes Programm, das sich auf diese plumpe Weise nicht überlisten
 läßt.

 \subsection{Soft-- und Hardwarevorraussetzungen}

 Filer läuft auf allen Amiga-Modellen mit mindestens 1 MB RAM unter OS 2.04
 (also V37). Es werden alle Monitortypen unterstützt.

 \subsection{Entwicklung}

 \begin{itemize}

  \item 1.00: erstes voll funktionsfähiges Release
 
  \item 1.10: erstes offizieles Release

  \item 2.00: erste ``nur 2.0''-Version

  \item 2.01: variables Anzeigeformat eingebaut, ein paar Bug-Fixes

  \item 2.02: Unterstützung von horizontalem Overscan eingebaut

  \item 2.03: Dank ``Enforcer'' ein paar schwere Bugs gefunden und beseitigt

  \item 2.04: kleinen Bug in der ``Move''-Routine beseitigt

  \item 2.05: kleinen Bug in der ``Neuaufbau''-Routine beseitigt\\
   \phantom{2.05:} Busy-Pointer in die ``Format''-Routine eingebaut

 \end{itemize}

 \subsection{Danksagungen}

 Hiermit möchte ich mich bei folgenden Leuten bedanken, die mein Programm getestet 
 und mir Tips zur Verbesserung gegeben haben:

 Mario und Carsten Kemper,
 Christian Berger,
 Björn und Tobias Kruse,
 Ralph Schmidt,
 Marcus Horstmann,
 Michael Janich,
 Martin Koch,
 Dirk Böhmer,
 Henrik Wittland,
 Robin Schneider,
 Michael Böhnisch,
 Jens Gaulke und
 Stefan Becker.

 \subsection{Installation}

 Die Installation von Filer ist denkbar einfach. Kopieren sie einfach das
 Programm incl. Piktogramm irgendwo hin, wo Sie es  gebrauchen können.
 Zusätzlich können Sie --- müssen aber nicht  --- noch die Konfigurationsdatei
 ``Filer.RC'' \ ins ``S:''--Verzeichnis kopieren.

 \subsection{Pläne für die Zukunft}

 Die Entwicklung von Filer ist noch nicht beendet. Hier einige Sachen, die ich
 noch einbauen oder ändern will :

 \begin{itemize}

 \item Das Markieren von Dateien mittels Ziehen der Maus fehlt noch.

 \item Benutzerkonfigurierbare Gadgets wären auch nicht schlecht.

 \item Der interne Textanzeiger ist noch stark überholungswert.

 \item Die internen IFF--Lader wären noch zu verbessern, vor allem der
  Sound-Lader.

 \item Eine Funktion, mit der man die Menge der in einem Verzeichnis
  gespeicherten Dateien ermitteln kann, ähnlich ``DU'' unter Un*x fehlt auch
  noch.

 \item Hier und da täte auch ein bißchen mehr ``2.0''--Design gut.

 Was ich \underline{garantiert} nicht einbaue, ist die Möglichkeit Filer in
 einem Fenster auf der Workbench laufen zu lassen. Nicht etwa weil das nicht
 möglich wäre, sondern weil mir der Gedanke nicht gefällt.

 \end{itemize}

 \newpage

 \section{Bedienung}

 \subsection{Die Verzeichnisfenster}

 Der wichtigste Teil der Benutzeroberfläche von Filer sind sie beiden großen
 Ver"-zeichnis"-fenster am linken und rechten Rand des Schirms. In ihnen
 erscheinen die in den jeweiligen Verzeichnissen enthaltenen Dateien,
 Verzeichnisse und Softlinks. Verzeichnisse und Softlinks werden dabei schwarz
 dargestellt, sofern Sie nicht an der Farbpalette rumgespielt haben,
 Dateien weiss. Ganz links wird der Name, dann die Dateiattribute
 (Protection-Flags), der Dateityp, das Datum des letzten Schreibzugriffes und
 dann die Zusatzinformationen angezeigt. Das stimmt natuerlich auch nur, wenn
 dies nicht geändert worden ist (siehe \ref{FORMAT}). Bei der Anzeige der
 Dateitypen verwendet Filer folgende Kürzel:

 \begin{itemize}

  \item DI: Verzeichnis (Directory)

  \item HL: Hardlink (auf eine Datei oder ein Verzeichnis)

  \item SL: Softlink

  \item FI: Datei (File)

 \end{itemize}

 Unter Zusatzinformationen fällt dabei der eventuell vorhandene Dateikommentar
 (in Anführungsstrichen) oder die Referenz eines Softlinks (mit führendem
 ``$\mapsto$'').

 Eins der beiden Verzeichnisfenster ist immer aktiviert, man erkennt es am
 invertierten Kopfbalken. Durch Anklicken des Kopfbalken oder eines anderen
 zum einem Verzeichnisfenster gehörenden Gadgets kann das jeweilige
 Verzeichnisfenster aktiviert werden.

 \subsection{Der Fehlerrequester}

 Wenn Filer irgendwelche Fehlermeldungen oder wichtige Informationen mitzuteilen
 hat, benutzt er diesen Requester. Er hat nur ein Gadget beschriftet, mit
 ``Weiter'' und kann durch Anklicken desselben, durch Drücken einer Taste oder
 durch Deaktivieren des Fenster quitiert werden.

 \subsection{Der Entscheidungsrequester}

 Wenn Filer eine Entscheidung vom Benutzer braucht, erscheint dieser
 Requester, er hat zwei Gadgets, beschriftet mit ``Ja'' und ``Nein''. Eine
 positive Antwort kann durch Anklicken des ``Ja''-Gadgets oder durch Drücken
 von {\bf RETURN}, {\bf J} oder {\bf Y} gegeben werden, eine negative durch
 Anklicken des ``Nein''-Gadgets oder durch Drücken von {\bf ESC} oder {\bf N}.

 \subsection{Das Protokollfenster}

 \label{Protokoll}
 Das Protokollfenster erscheint immer, wenn langfristige Operationen anstehen,
 z.B. beim Kopieren oder Löschen von Dateien. Es dient dazu, etwas mehr
 Übersicht zu ermöglichen --- andere File-Manager lassen solche Meldungen
 irgendwo durchflitzen, damit sie auch ja niemand lesen kann. Mit dem
 ``Abbruch''--Gadget am unteren Ende des Fensters oder durch Drücken der
 {\bf ESC}-Taste kann kann man die begonnene Operation abbrechen. Ist die
 ``NOASK''-Option aktiviert (siehe \ref{Options}), wird bei er\-folg\-rei\-chem
 Abschluß der Operation das Fenster sofort wieder geschlossen. Ansonsten wird
 auf eine Bestätigung durch den Benutzer --- Druck auf das ``Weiter''-Gadget
 oder eine Taste --- gewartet.

 \subsection{Verwendung von Mustern}

 Wenn irgendwo in Filer Muster (Patterns) benutzt werden, so wird das
 AmigaDOS--Format verwendet, d.h. es muß ``\#?'' statt ``$\ast$'' verwendet
 werden\footnote{Es gibt kleine Programme, die die ``dos.library''
 um"-kon"-figur"-ieren, so daß ``$\ast$'' akzeptiert wird.}.

 \subsection{Doppelklicks}

 \label{Doppelklick}
 Ist die Doppelklickoption eingeschaltet (siehe \ref{Options}), so können mit
 einem Doppelklick verschiedene Aktionen ausgelöst werden.

 Wird ein Doppelklick auf ein Unterverzeichnis gemacht, so wird in dieses in
 das jeweilige Verzeichnisfenster eingelesen. Ähnlich ist es mit einem
 Doppelklick auf einen Eintrag im Laufwerksfenster, es wird in das aktivierte
 Verzeichnisfenster das angewählte logische oder physikalische Laufwerk
 geladen.

 Wird ein Doppelklick auf eine Datei angewendet, so führt Filer automatisch
 eine für diese Datei sinnvolle Aktion aus:

 \begin{itemize}

  \item Dateien, für die mittels der ``TOOL''-Option (siehe \ref{Tool}) ein
   bestimmtes Programm festgelegt wurde, werden mit diesem gestartet.

  \item Der Inhalt von Archivdateien wird aufgelistet.

  \item IFF-Dateien werden geladen.

  \item Programme werden gestartet.

  \item ASCII-Dateien werden angezeigt.

 \end{itemize}

 Kann Filer keine sinnvolle Aktion ermitteln, so meldet er dies mittels eines
 Requesters.

 \subsection{Der interne Textanzeiger}

 Der interne Textanzeiger wird zum Anzeigen von Textdateien --- sofern nicht
 mit dem ``VIEWER''-Befehl (siehe \ref{VIEWER}) ein externer angegeben wurde
 --- und zum Anzeigen von Hexadezimal-Dumps benutzt. Er kann durch Drücken des
 linken oder rechten Mausknopfes oder einer Taste angehalten, und ebenso
 wieder fortgesetzt werden. Wird die {\bf ESC}-Taste gedrückt, so bricht der
 Textanzeiger ab.

 \subsection{Die Verzeichnis-Gadgets}

 Diese Gadgets dienen zum Verwalten der beiden Verzeichnisfenster und des
 Laufwerkfensters in der Mitte.

  \subsubsection{CD}

  Nach Aktivierung dieses Gadgets kann das Verzeichnis, das in einem der beiden
  Verzeichnisfenster, angezeigt wird, gewechselt werden, durch nochmaliges
  Anklicken des Gadgets wird die Operation abgebrochen.

  Um auf ein bestimmtes logisches oder physikalisches Laufwerk zu wechseln,
  einfach auf einen Eintrag im Laufwerksfenster klicken. Um ein Unterverzeichnis
  zu wechseln, einfach auf einen Eintrag in einem der \underline{beiden}
  Ver"-zeich"-nis"-fens"-ter klicken.

  \subsubsection{/}

  Nach Anklicken dieses Gadgets wird im jeweiligen Verzeichnisfenster ---
  sofern mög"-lich --- in das Vaterverzeichnis gewechselt. Dies entspricht dem
  CLI-Befehl ``CD~/''.

 \subsubsection{Muster}

  Nach Anklicken dieses Gadgets erscheint ein Requester, in dem ein Dateimuster
  (Pattern) eingegeben werden kann. Anschließend werden alle Einträge, die
  diesem Muster entsprechen, im jeweiligen Verzeichnisfenster markiert.

  \subsubsection{alle}

  Nach Anklicken dieses Gadgets werden alle Dateien, Verzeichnisse und
  Softlinks im jeweiligen Verzeichnisfenster markiert.

  \subsubsection{keine}

  Nach Anklicken dieses Gadgets wird die Markierung aller Dateien,
  Verzeichnisse und Softlinks im jeweiligen Verzeichnisfenster aufgehoben.

  \subsubsection{Pfeil nach links und rechts}

  Mit dem Pfeil nach links (rechts) kann das rechte (linke) Verzichnisfenster
  ins linke (rechte) kopiert werden, d.h. beide Verzeichnisfenster enthalten
  anschließend dasselbe Verzeichnis.

  \subsubsection{Neuaufbau}

  Nach Anklicken dieses Gadgets leert Filer zuerst seinen Verzeichnispuffer,
  liest dann die gerade in den Verzeichnisfenstern angezeigten Verzeichnisse
  nochmals ein und erneuert anschließend das Laufwerksfenster.

  Dies ist z.B. sinnvoll, wenn ein Verzeichnis von einem anderen Programm
  geändert wurde, oder aber ein neues Laufwerk mit ``Mount'' eingebunden
  wurde.

 \subsection{Die Kommando-Gadgets}

 Die Kommando-Gadgets sind größtenteils nach den entsprechenden CLI-Befehlen
 benannt. Der ``Doppelt''-Befehl entspricht dem ``Duplicate''-Befehl der alten 
 Workbench.

  \subsubsection{Copy}

  Nach Drücken auf dieses Gadget werden alle angewählten Dateien,
  Verzeichnisse und Softlinks aus dem aktivierten Verzeichnis ins andere
  Verzeichnis kopiert, der Verlauf dieser Aktion kann im Protokollfenster
  (siehe \ref{Protokoll}) verfolgt werden.\\
  {\bf WICHTIG: Bestehende Dateien werden ohne Warnung über"-schrieben !}

  Beim Kopieren von Softlinks wird NICHT, das worauf er zeigt kopiert, sondern
  ein neuer Softlink mit dem gleichen Verweis erzeugt --- suchen Sie mal einen
  anderen File-Manager, der das kann.

  Ob beim Kopieren von Dateien neben deren Inhalt auch die anderen
  Informationen (also Attribute, Datum und Kommentar) übernommen werden sollen,
  kann über die Konfigurationsdatei festgelegt werden (siehe \ref{Options}).

  \subsubsection{Delete}

  Nach Drücken auf dieses Gadget werden alle angewählten Dateien,
  Verzeichnisse und Softlinks aus dem aktivierten Verzeichnis gelöscht. Bei
  ausgeschalteter ``NOASK''-Option (siehe \ref{Options}) erfolgt vorher noch
  vorher eine Sicherheitsabfrage. Der Verlauf dieser Aktion kann im
  Protokollfenster (siehe \ref{Protokoll}) verfolgt werden. Trifft Filer beim
  Löschen auf eine löschgeschützte Datei, wird nachgefragt, ob diese gelöscht
  werden soll, oder ob die Operation abgebrochen werden soll. 

  \subsubsection{Rename}

  Nach Drücken auf dieses Gadget können alle angewählten Dateien,
  Verzeichnisse und Softlinks aus dem aktivierten Verzeichnis umbenannt
  werden. Für jede Datei erscheint hierbei ein Requester, in dem der Name
  geändert werden kann. Nach Bestätigung der Eingabe mittels {\bf RETURN} oder
  Anklicken des ``Los''-Gadgets wird die Datei umbenannt. Wird auf das
  ``Auslassen''-Gadget geklickt, so wird der Name der Datei nicht geändert und
  mit der nächsten Datei fortgefahren. Mit dem ``Abbruch''-Gadget schließlich
  kann die Operation ganz abgebrochen werden.

  \subsubsection{MakeDir}

  Nach Drücken auf dieses Gadget erscheint ein Requester, in dem der Name
  eines neu anzulegenden Verzeichnisses eingegeben werden kann. Nach Bestätigung
  der Eingabe mittels {\bf RETURN} oder Anklicken des ``Anlegen''-Gadgets wird
  das neue Verzeichnis angelegt. Wird auf das ``Abbruch''-Gadget geklickt, so
  wird die Operation abgebrochen. Wurde das Verzeichnis erfolgreich angelegt,
  so wird noch gefragt, ob ein Piktogramm (Icon) angelegt werden soll --- ohne
  Piktogramm wird das Verzeichnis von der Workbench nicht angezeigt.

  \subsubsection{Protect}

  Mit dieser Funktion können die Attribute (Protection-Flags) mehrerer Dateien
  und Verzeichnisse auf einmal geändert werden. Nach Anwählen des Gadgets
  erscheint ein Requester, in dem man festlegen kann, welche Attribute
  geändert werden sollen. Für jedes Attribut existiert dabei ein ``+''-Gadget
  (z.B. ``R+'' für das ``R''-Attribut) und ein ``-''-Gadget (z.B. ``R-''). Ist
  das ``+''-Gadget aktiviert, so wird das entsprechende Attribut gesetzt, bei
  aktiviertem ``-''-Gadget wird das entsprechende Attribut gelöscht. Ist
  keines der beiden Gadgets aktiviert, bleibt das Attribut unverändert. Nach
  Anklicken des ``Los''-Gadgets werden dann die Attribute aller angewählten
  Dateien und Verzeichnisse geändert, mit dem ``Abbruch''-Gadget kann die
  Operation abgebrochen werden.

  \subsubsection{Move}

  Nach Drücken auf dieses Gadget werden alle angewählten Dateien,
  Verzeichnisse und Softlinks aus dem aktivierten Verzeichnis ins andere
  Verzeichnis verschoben, der Verlauf dieser Aktion kann im Protokollfenster
  (siehe \ref{Protokoll}) verfolgt werden.\\
  {\bf WICHTIG: Bestehende Dateien werden ohne Warnung über"-schrieben !}\\
  Beim Kopieren von Softlinks wird NICHT, das worauf er zeigt verschoben,
  sondern ein neuer Softlink mit dem gleichen Verweis erzeugt.\\
  Ob beim Verschieben von Dateien neben deren Inhalt auch die anderen
  Informationen (also Attribute, Datum und Kommentar) übernommen werden sollen,
  kann über die Konfigurationsdatei festgelegt werden (siehe \ref{Options}).

  \subsubsection{Doppelt}

  Nach Drücken aus dieses Gadget erscheint für alle Dateien, Verzeichnisse und
  Softlinks ein Requester, in dem man einen Namen eingeben, unter dem Filer
  eine Kopie des jeweiligen Eintrages erzeugt. Bestätigt man die Eingabe im
  Requester mittels {\bf RETURN} oder klickt das ``Anlegen''-Gadgets an,
  beginnt Filer mit dem Kopieren. Wird auf das ``Auslassen''-Gadget geklickt,
  so wird die Datei nicht kopiert und mit der nächsten Datei fortgefahren. Mit
  dem ``Abbruch''-Gadget schließlich kann die Operation ganz abgebrochen
  werden. Der Ablauf der Operation kann im Protokollfenster (siehe
  \ref{Protokoll}) verfolgt werden.

  \subsubsection{Type}

  Nach Drücken auf dieses Gadget werden alle angewählten Dateien als
  ASCII-Datei auf dem Schirm angezeigt. Wurde mittels dem ``VIEWER''-Befehl
  ein externer Text"-an"-zeiger festgelegt, so wird dieser benutzt, ansonsten
  der Eingebaute.

  \subsubsection{Hex Dump}

  Nach Drücken auf dieses Gadget werden alle angewählten Dateien als
  Hexadezimal-Dump auf dem Schirm angezeigt. Hierfür wird immer der eingebaute
  Textanzeiger benutzt.

  \subsubsection{Edit}

  Nach Drücken auf dieses Gadget wird für alle angewählten Dateien der mittels
  des ``EDITOR''-Kommandos (siehe \ref{EDITOR}) festgelegte Editor aufgerufen.
  Nach Ablauf dieser Operation wird das Verzeichniss, sofern es sich geändert
  hat, dann neu eingelesen. Dies funktioniert natürlich nur dann korrekt, wenn 
  der verwendete Editor sich nicht von der Shell abhängt.

  \subsubsection{Info}

  Mit dieser Funktion können die Attribute (Protection-Flags) und der
  Kommentar von Dateien und Verzeichnissen --- bei Softlinks funktioniert das
  nicht --- geändert werden. Nach Anklicken des Gadgets erscheint für jeden
  angewählten Eintrag im aktivierten Verzeichnis ein Requester, in dem die
  entsprechenden Werte geändert werden können. Nach Anklicken des dortigen
  ``Sichern''-Gadgets werden die Werte zurückgeschrieben, klickt man auf das
  ``Weiter''-Gadget, so wird mit dem nächsten Eintrag fortgefahren. Mit dem
  ``Abbruch''-Gadget kann die Operation abgebrochen werden.

  \subsubsection{MakeLink}

  Mit dieser Funktion können Hard-- und Softlinks angelegt werden. Nach
  Anklicken des Gadget erscheint ein Requester, in dem der Name des neuen
  Links eingegeben werden kann. Nach Bestätigen der Eingabe mittels
  {\bf RETURN} oder Anklicken des ``Hard''-Gadgets, legt Filer einen Hardlink
  an, wird auf das ``Soft''-Gadget geklickt, so legt er einen Softlink an.
  Durch Anklicken des ``Abbruch''-Gadgets kann die Operation abgebrochen
  werden.

  Nach Anwählen des Linktyps erscheint ein normaler Filerequester, in dem die
  Datei oder das Verzeichnis, auf die oder das der neue Link zeigen soll,
  ausgewählt werden kann.

  \subsubsection{Format}

  Mit dieser Funktion können beliebige Datenträger mit beliebiger Struktur
  formatiert werden, d.h. wenn es einmal ein MSDOS-FileSystem gibt, das OS 2.0
  in vollem Umfang unterstützt, wird Filer auch MS-DOS-Disketten formatieren
  können.

  Nach Anklicken des Gadgets erscheint das ``Format''-Fenster. Links erscheint
  eine Liste der zur Verfügung stehenden Laufwerke, rechts oben das
  Informationsfeld. Bevor eine Operation ausgelößt werden kann, muß erst ein
  Laufwerk angewählt werden, eine Beschreibung seiner Struktur erscheint dann
  im Informationsfeld. Mit dem ``Prüfen''-Gadget kann --- auch während der
  Formatierung --- festgelegt werden, ob der Datenträger auf Lesefehler
  geprüft werden soll (Verify). Mit dem ``FFS''-Gadget kann sofern möglich
  zwischen normalen (OFS) oder schnellem (FFS) Dateisystem umgeschaltet
  werden. Im Einzelnen stehen folgende Operationen zur Verfügung:

  \begin{itemize}

  \item ``Formatieren'':\\
   Der Datenträger wird vollständig physikalisch formatiert, alle Daten gehen
   dabei \underline{unwiderruflich} verloren. Vor dem Beginn dieser Operation,
   erscheint daher eine nicht abschaltbare Sicherheitsabfrage, hat das
   Laufwerk eine Kapazität von mehr als 1780 Blöcken (Größe einer Diskette)
   erscheint eine zweite Sicherheitsabfrage (ein Freund von mir hat mit
   Filer nämlich mal den Inhalt einer 105-Megabyte-Festplatte vernichtet),
   um das versehentliche Formatieren von Festplatten zu verhindern.

   Der Fortgang des Vorgangs kann an Hand des Statusbalken (unter dem
   Informationsfenster) verfolgt werden. Je weiter er sich füllt, desto weiter
   ist der Vorgang fortgeschritten.

  \item ``Löschen'':\\
   Auf dem Datenträger wird ein neues Inhaltsverzeichnis angelegt, d.h. alle
   Dateien und Verzeichnisse werden gelöscht. Da diese Operation fast so
   gefährlich wie Formatieren ist, gelten die selben Sicherheitsvorkehrungen
   wie dort.

  \item ``Installieren'':\\
   Sofern möglich wird ein Bootblock auf den Datenträger geschrieben. Es wird
   dabei ein OS-2.0-Bootblock erzeugt, der von machen Virusdetektoren als
   unbekannter und daher gefährlicher Bootblock bezeichnet wird. Benutzen Sie
   am besten Filer, um diesen Virusdetektor zu löschen.

  \item ``Zurück'':\\
   Nach Anwählen diese Gadgets wird das ``Format''-Fenster wieder geschlossen.

  \end{itemize}

  Diese Funktion fehlt in der Demoversion.

  \subsubsection{Relabel}

  Nach Drücken auf dieses Gadget kann der Name des Datenträges, auf dem sich
  das aktivierte Verzeichnis befindet, geändert werden. Hierzu erscheint ein
  Requester, in dem der Name geändert werden kann. Nach Bestätigung der
  Eingabe mittels {\bf RETURN} oder Anklicken des ``Weiter''-Gadgets wird der
  Name des Datenträgers geändert, nach Anklicken des ``Abbruch''-Gadgets wird
  die Operation abgebrochen. Dieser Befehl funktioniert mit allen Laufwerken
  inclusive der RAM-Disk, es wird also nicht mittels des ``trackdisk.device''
  auf der Diskette rumgepfuscht oder ähnliches.

  \subsubsection{Run}

  Nach Anwählen dieses Gadgets werden alle angwählten Dateien im aktivierten
  Verzeichnis gestartet. Es kann sich dabei um Programme oder um Batchdateien
  handeln. Die Ausgaben der Programme werden in einem Fenster angezeigt. Nach
  Beendigung eines Programms wartet Filer auf einen Druck auf {\bf RETURN} in
  diesem Fenster. Wird stattdessen auf das Close-Gadget des Fenster geklickt,
  so wird die Operation abgebrochen.

  \subsubsection{Lade IFF}

  Nach Drücken auf dieses Gadget wird die IFF-Laderoutine auf alle angewählten
  Dateien im aktivierten Verzeichnis angewendet. Es wird dabei der Typ der
  jeweiligen IFF-Datei automatisch ermittelt, für Bilder (``ILBM''-Format) und
  Geräusche (``8SVX''-Format) hat Filer interne Ladeprogramme, für alle
  anderen Typen muß mittles des ``IFFDEF''-Befehl (siehe \ref{IFF}) ein
  Programm zum Laden derselben festgelegt werden. Stößt Filer auf einen
  unbekannten IFF-Typ oder eine nicht-``IFF''-Datei gibt er eine Fehlermeldung
  aus. Der Ablauf der Operation kann im Protokollfenster (siehe
  \ref{Protokoll}) verfolgt werden.\\
  Der interne ``ILBM''-Lader ist in dieser Version noch sehr empfindlich, d.h.
  er schluckt nicht jeden Müll (wilde Daten hinter dem ``Body''-Chunk, falsche
  Grafikmode, etc.).

  \subsubsection{Add}

  Mit dieser Funktion kann man Archivdateien erzeugen oder ergänzen. Will man
  ein neues Archiv anlegen, so selektiert man einfach die Dateien oder
  Verzeichnisse, die ins Archiv übernommen werden sollen, und klickt danach
  auf das ``Add''-Gadget. Es erscheint ein Requester, in dem man den Namen des
  neuen Archivs eingegeben werden kann, der Typ des neuen Archivs wird an Hand
  der Dateiendung erkannt.

  Will man hingegen ein Archiv erweitern, so selektiert man \underline{zuerst}
  das Archiv und dann die Dateien oder Verzeichnisse, die ins Archiv
  übernommen werden sollen, und klickt danach auf das ``Add''-Gadget.

  \subsubsection{Extract}

  Mit dieser Funktion kann man Archivdateien auspacken, d.h. die in ihnen
  ent"-halt"-enen Dateien wieder in die Orginalform bringen. Nach Anklicken
  des Gadgets, erscheint ein Requester, in dem man die Dateimuster (Patterns)
  der auszupackenden Datein eingeben kann\footnote{Da das Auswerten der Muster
  hier nicht durch Filer vorgenommen wird, hängen die unterstützten Muster vom
  Archivprogramm ab !}. Dann versucht Filer alle angewählten Dateien im
  aktivierten Verzeichnis auszupacken, trifft der dabei auf eine Datei, deren
  Archivformat er nicht erkennen kann, gibt er eine Fehlermeldung aus. Der
  Verlauf der Operation kann in einem Fenster verfolgt werden.

  \subsubsection{List}

  Nach Drücken auf diese Gadget wird der Inhalt aller angewählten
  Archivdateien im aktivierten Verzeichnis angezeigt. Handelt es sich bei
  einer Datei um kein Filer bekanntes Archivformat (siehe \ref{ARCDEF}), so
  wird eine Fehlermeldung ausgegeben. Die Ausgaben der jeweiligen
  Archivprogramme werden in einem Fenster angezeigt. Zwischen zwei Archiven
  wartet Filer auf einen Druck auf {\bf RETURN} in diesem Fenster, wird
  stattdessen auf das Close-Gadget des Fenster geklickt, so wird die Operation
  abgebrochen.

  \subsubsection{Search}

  Mit dieser Funktion kann nach Dateien, Verzeichnissen und Softlinks gesucht
  werden. Hierzu sind zuerst alle Unterverzeichnisse anzuklicken ---
  angewählte Dateien, die dem Suchmuster entsprechen, werden auch angezeigt
  --- , in denen gesucht werden soll. Nach Anwählen des Gadgets erscheint dann
  ein Requester, in dem das Suchmuster eingegeben werden kann. Nach Bestätigen
  der Eingabe mit {\bf RETURN} oder Anklicken des ``Suchen''-Gadgets wird dann
  mit der Suche begonnen. Gefun"-dene Dateien werden im Protokollfenster
  (siehe \ref{Protokoll}) angezeigt. Durch Drücken des ``Abbruch''-Gadgets
  kann der Suchvorgang abgebrochen werden.

  \subsubsection{Ende}

  Nach Anklicken dieses Gadgets kann Filer nach einer Sicher"-heits"-abfrage
  --- sofern die ``NOASK''-Option (siehe \ref{Options}) nicht aktiviert ist
  ---  verlassen werden. Ist die ``STAY''-Option (siehe \ref{Options})
  an"-ge"-schal"-tet, so bleibt Filer im Speicher und wartet auf seine
  Reaktivierung.

 \subsection{Die Menüs}

 \subsubsection{Projekt}

 \begin{itemize}

  \item {\bf Info}:\\
   Der Copyright-Requester wird nochmal angezeigt.

  \item {\bf Speicher leeren}:\\
   Filer löscht seinen Verzeichnispuffer, außerdem werden alle nicht
   benö"-tigten Libraries und Devices aus dem Speicher entfernt.

  \item {\bf Workbench}:\\
   Der Workbench-Screen wird geöffnet oder geschlossen --- sofern keine
   fremden  Fenster auf ihm geöffnet sind. Ist dieser Menü"-punkt abgehakt, so
   ist der Workbench-Screen geöffnet.

  \item {\bf Ende}:\\
   Dieser Menüpunkt entspricht dem ``Ende''-Gadget.

  \item {\bf Ende \& Raus}:\\
   Mit diesem Menüpunkt kann Filer verlassen werden, falls die ``STAY''-Option
   (siehe \ref{Options}) aktviert ist.

 \end{itemize}

 \subsubsection{Einstellungen}

 Mit den Einträgen in diesem Menü läßt sich die Konfiguration von Filer zur
 Laufzeit beeinflußen. Um die Einstellungen dauerhaft zu machen, müssen sie
 allerdings gespeichert werden.

 \begin{itemize}

  \item {\bf Im Speicher bleiben}:\\
   Mit diesem Menüpunkt kann die ``STAY''-Option an und ausgeschaltet werden
   (siehe \ref{Options}).

  \item {\bf Schweigsam}:\\
   Mit diesem Menüpunkt kann die ``NOASK''-Option an und ausgeschaltet werden
   (siehe \ref{Options}).

  \item {\bf Pfad erweitern}:\\
   Mit diesem Menüpunkt kann die ``EXTEND''-Option an und ausgeschaltet werden
   (siehe \ref{Options}).

  \item {\bf Cache}:\\
   Mit diesem Menüpunkt kann die ``CACHE''-Option an und ausgeschaltet werden
   (siehe \ref{Options}).

  \item {\bf Doppelklick}:\\
   Mit diesem Menüpunkt kann die ``DOUBLECLICK''-Option an und ausgeschaltet
   werden (siehe \ref{Options}).

  \item {\bf Entmarkieren}:\\
   Mit diesem Menüpunkt kann die ``DESELECT''-Option an und ausgeschaltet
   werden (siehe \ref{Options}).

  \item {\bf Kopieren}:

  \begin{itemize}

   \item {\bf Attribute}:\\
    Mit diesem Menüpunkt kann die ``COPYFLAGS''-Option an und ausgeschaltet
    werden (siehe \ref{Options}).

   \item {\bf Datum}:\\
    Mit diesem Menüpunkt kann die ``COPYDATE''-Option an und ausgeschaltet
    werden (siehe \ref{Options}).

   \item {\bf Kommentar}:\\
    Mit diesem Menüpunkt kann die ``COPYNOTE''-Option an und ausgeschaltet
    werden (siehe \ref{Options}).

  \end{itemize}

  \item {\bf Farben}:\\
   Nach Anwählen dieses Menüpunkts erscheint ein Farbrequester, mit dem die
   Farben, die Filer auf seinem Screen verwendet, eingestellt werden können.

  \item {\bf Anzeigeformat}:\\
   Nach Anwählen dieses Menüpunkts erscheint ein Requester, in dem das Format
   eingegeben werden kann, in dem Filer seine Anzeigefenster aufbaut. Dies
   entspricht dem ``FORMAT''-Befehl in der Konfigurationsdatei (siehe
   \ref{FORMAT}).

  \item {\bf Editor}:\\
   Nach Anwählen dieses Menüpunkts erscheint ein Requester, in dem der Name
   des Editors eingegeben werden kann, der von Filer verwendet wird. Dies
   entspricht dem ``EDITOR''-Befehl in der Konfigurationsdatei (siehe
   \ref{EDITOR}).

  \item {\bf Laden}:\\
   Nach Anwählen dieses Menüpunkts wird die Konfigurationsdatei ``S:Filer.RC''
   erneut gelesen. Eventuelle Fehler werden im Protokollfenster (siehe
   \ref{Protokoll}) angezeigt.

  \item {\bf Speichern}:\\
   Nach Anwählen dieses Menüpunkts wird die Konfigurationsdatei ``S:Filer.RC''
   gespeichert. Ist diese Operation erfolgreich, so wird das mittels eines
   Requesters gemeldet.

 \end{itemize}

 \newpage

 \section{Die Konfigurationsdatei}

 \subsection{Der Aufbau}

 Bei der Konfigurationsdatei handelt es sich um eine Textdatei. Sie kann also
 mit jedem beliebigen Editor geändert werden. Die Konfigurationsdatei wird
 beim Start von Filer automatisch geladen, eventuelle Fehler werden in einem
 Fenster angezeigt.

 Sie besteht aus Konfigurationsbefehlen, je einen pro Zeile. Kommentarzeilen
 werden mit einem ``\#'' eingeleitet. Bei der Erkennung der Befehle wird Groß-
 oder Kleinschreibung ignoriert.

 Handelt es sich bei einem Parameter um einen Befehlsaufruf, in den Dateinamen
 eingesetzt werden müssen, so werden diese Stellen mit ``\%s'' markiert. Beim
 Aufruf von Programm durch Filer ist der Suchpfad nicht gesetzt, benutzen Sie
 also besser den kompletten Pfad der zu verwendenden Programme.

 \subsection{Die Befehle}

  \subsubsection{COLOR}

  Mit dem ``COLOR''-Befehl wird die Farbpalette für den Screen von Filer
  festgelegt, er hat zwei Parameter die Farbnummer (von 0 bis 3) und den
  Farbwert als Hexadezimalzahl, also z.B. {\bf COLOR 2,FFF}. Ich empfehle
  allerdings den in Filer eingebauten Farbrequester zu benutzen.

  \subsubsection{SET}

  \label{Options}
  Mit dem ``SET''-Befehl können verschiedene Optionen ein- oder ausgeschaltet
  werden. Der Aufruf lautet {\bf SET {\it OPTION} ON} oder {\bf SET {\it OPTION}
  OFF}, z.B. {\bf SET CACHE ON}. Im einzelnen kennt Filer folgende Optionen:

  \begin{enumerate}

   \item ``EXTEND'':\\
    Ist diese Option eingeschaltet, so erweitert Filer alle Pfadnamen auf
    volle Länge, d.h. wenn z.B. das Verzeichnis ``DEVS:Printers'' geladen
    wird, so macht Filer daraus ``Workbench2.0:Devs/Printers''. Dies hat den
    Vorteil, daß die ``/''-Funktion immer funktioniert, und daß man immer
    weiß, in welchem Verzeichnis man sich wirklich befindet.\\
    Diese Option ist defaultmäßig an.

   \item ``CACHE'':\\
    Mit dieser Option wird der Verzeichnispuffer ein- oder ausgeschaltet.
    Manche Datei"-ver"-wal"-tungs"-systeme z.B. MessyDOS\footnote{Nichts gegen
    MessyDOS, es ist ein feines Programm !} und Filer's Verzeichnispuffer
    vertragen sich nicht sonderlich gut. Für diesen Fall kann man, ihn
    abschalten.\\
    Diese Option ist defaultmäßig an.\footnote{In der Demoversion können im
    Verzeichnispuffer nur zwei Verzeichnisse sein.}

   \item ``DOUBLECLICK'':\\
    Ist diese Option eingeschaltet, so kann mit einem Doppelklick das
    Verzeichnis wechseln oder eine Datei ``aufrufen'' (siehe
    \ref{Doppelklick}).\\
    Diese Option ist defaultmäßig an.

   \item ``COPYFLAGS'', ``COPYDATE'' und ``COPYNOTE'':\\
    Mit diesen Optionen wird bestimmt, ob beim Kopieren (siehe ``Copy'') oder
    Verschieben (siehe ``Move'') einer Datei die Attribute (``COPYFLAGS'), das
    Erzeugungsdatum (``COPYDATE'') und der Kommentar (``COPYNOTE'') mitkopiert
    werden sollen.\\
    Diese Optionen sind defaultmäßig alle an.

   \item ``NOASK'':\\
    Mit dieser Option kann man einige Sicherheitsabfragen abschalten, z.B.
    erscheint vor dem Löschen (''Delete'') kein Requester mehr.\\
    Diese Option ist defaultmäßig aus.

   \item ``STAY'':\\
    Ist diese Option an, so bleibt Filer, sofern nicht ``Ende \& Raus''
    benutzt wird, beim Verlassen im Speicher. Vorher schließt er alle Fenster
    und gibt allen dynamisch belegten Speicher frei. Mit LINKE-AMIGA-TASTE und
    'F' oder durch erneutes Aufrufen vom CLI oder der Workbench aus, kann
    Filer dann wieder reaktiviert werden.\\
    Diese Option ist defaultmäßig aus.    

   \item ``DESELECT'':\\
    Ist diese Option an, so werden alle Verzeichnisse und Dateien deselektiert,
    bevor ein Verzeichnis in den Verzeichnispuffer eingefügt wird. Andernfalls
    sind sie wieder angewählt, wenn das Verzeichnis aus dem Puffer geholt
    wird.\\
    Diese Option ist defaultmäßig aus.  

  \end{enumerate}

  \subsubsection{EDITOR}

  \label{EDITOR}
  Mit dem ``EDITOR''-Befehl wird der Editor festgelegt, der von der ``Edit''-
  Funktion aufgerufen wird, z.B. {\bf EDITOR ``C:MEmacs \%s}. Der Editor
  sollte sich möglichst nicht vom CLI abhängen, da ansonsten Filer versucht
  mehrere Dateien gleichzeitig zu editieren und außerdem nicht erkennt, wann
  er das Verzeichnis neu lesen muß.\\
  Defaultmäßig wird ``Ed'' aus dem ``C:''-Verzeichnis verwendet.

  \subsubsection{FORMAT}

  \label{FORMAT}
  Mit dem ``FORMAT''-Befehl wird das Format festgelegt, in dem Filer seine
  Anzeigefenster aufbaut. Es kann also festgelegt werden, welche und in
  welcher Reihenfolge die Informa"-tionen über die Dateien anzeigt werden,
  z.B. {\bf FORMAT ``NLPTDX}. Im einzelen bedeuten die  Buchstaben im
  Parameter folgendes:

  \begin{itemize}

   \item {\em ``N''}: Name der Datei bzw. des Verzeichnis

   \item {\em ``L''}: Länge der Datei

   \item {\em ``P''}: Dateiattribute (Protection-Flags)

   \item {\em ``T''}: Dateityp (Verzeichnis, Datei, Softlink, Hardlink)

   \item {\em ``D''}: Datum der letzten Änderung

   \item {\em ``X''}: Zusatzinformationen

 \end{itemize}

  Alle anderen Buchstaben werden ignoriert.

  \subsubsection{VIEWER}

  \label{VIEWER}
  Mit dem ``VIEWER''-Befehl kann ein beliebiges Textanzeigeprogramm festgelegt
  werden, das von der ``Type''-Funktion und beim Doppelklick auf ASCII-Dateien
  verwendet wird, z.B. {\bf VIEWER ``SYS:Utilities/More \%s''}.\\
  Ist kein Textanzeigeprogramm (Default) angegeben, so wird der eingebaute
  Textanzeiger benutzt.

  \subsubsection{FONT}

  Mit dem ``FONT''-Befehl kann man den von Filer verwendeten Zeichensatz
  festlegen, z.B. {\bf FONT ``clean''}. Es kann allerdings nur ein 8x8 Pixel
  Nicht-Proportional-Font verwendet werden.

  \subsubsection{ARCDEF}

  \label{ARCDEF}
  Das komplizierteste Kommando ist wohl ``ARCDEF''. Mit ihm kann fast jedes
  Archivprogramm in Filer eingebunden werden. Für ``Zoo'', ``LHArc'', das neue
  ``LHA''-Format und für das zu Pas\TeX \/ gehörende ``FLib''-Programm sind
  schon Aufrufe in der mitgelieferten Kon"-figu"-rations"-datei vorhanden.
  Wenn Sie aller"-dings statt ``LZ'' den original ``LHArc'' benutzen, müßen
  Sie diese entsprechend ändern.\\
  Das ``ARCDEF''-Kommando hat im Einzelnen folgende Parameter:

  \begin{itemize}

   \item das Muster, an dem die Archivdateien erkannt werden, z.B. ``\#?.LZH''

   \item den Aufruf zum Hinzufügen von Dateien, es werden zwei Dateinamen
    eingefügt:

    \begin{itemize}

     \item der Name einer Textdatei, in der die hinzuzufügenden Dateien stehen
     \item der Name der Archivdatei

    \end{itemize}
    z.B. ``LHArc -a -x -i\%s a \%s''

   \item der Aufruf zum Anzeigen des Inhalts von Archivdateien, z.B.
   ``LHArc -a -x l \%s''

   \item den Aufruf zum Auspacken von Dateien, es werden zwei Dateinamen
    eingefügt:

    \begin{itemize}

     \item der Name der Archivdatei

     \item das Muster der auszupackenden Dateien\footnote{Da das Auswerten der
      Muster hier nicht durch Filer vorgenommen wird, hängen die unterstützten
      Muster vom Archivprogramm ab !}

    \end{itemize}

    z.B. ``LHArc -a -x x \%s \%s''

   \end{itemize}

  Zusammen ergibt sich dann:\\
  {\bf ARCDEF ``\#?.LZH'',``LHArc -a -x -i\%s a \%s'',``LHArc -a -x l \%s'',\\
   ``LHArc -a -m -x x \%s \%s''.}

  In der Demo-Version fehlt die ``ADD''-Funktion.

  \subsubsection{IFFDEF}

  \label{IFF}
  Mit dem ``IFFDEF''-Befehl kann ein zusätzliches IFF-Lade-Programm festgelegt
  werden, standardmäßig erkennt Filer die Formate ``ILBM'' (Bilder) und
  ``8SVX'' (Digitale Ge\-räu\-sche). Wenn also jetzt z.B. für das ``ANIM''-Format
  (Animationen) das Programm ShowANIM\footnote{ShowANIM ist \copyright \/ SPARTA 
  Inc. .}
  verwendet werden soll, so ist folgender Befehl nötig:\\
  {\bf IFFDEF ``ANIM'',``ShowANIM \%s''}\\
  Der erste Parameter ist dabei die IFF-Kennung, sie muß vier Zeichen lang und
  groß"-ge"-schrie"-ben sein, der zweite Parameter ist der Aufruf für das
  Programm, hier Show\-ANIM. Auf diese Weise können auch die internen IFF-Lader
  durch externe Programme ersetzt werden. Es können beliebig viele
  ``IFFDEF''-Befehle in der Konfigurationsdatei vorkommen.

  \subsubsection{TOOL}

  \label{Tool}
  Mit dem ``TOOL''-Befehl kann für Dateien, deren Namen einem angegeben Muster
  ent"-sprechen, ein Programm festgelegt werden, das bei einem Doppel"-klick
  auf eine solche Datei benutzt wird. Was heißt das im Klartext?\\
  Wenn Sie z.B. {\bf TOOL ``\#?.dvi'',``TeX:bin/ShowDVI \%s''} in Ihrer
  Kon\-fi\-gu\-ra\-tions\-da\-tei stehen haben, wird bei einem Doppelklick 
  auf eine Datei, die auf ``.DVI'' endet, automatisch ``ShowDVI'' geladen
  und diese Datei somit angezeigt. Es können beliebig viele ``TOOL''-Befehle 
  in der Konfigurationsdatei vorkommen.\\
  Diese Funktion fehlt in der Demoversion.

\end{document}
