#Titel Hard- & Software / Software / Das Pepsi-Werbespiel #Logo gadget15:pinsel/AG.Hard&Soft #Font Losse 16 #C31 Das Pepsi-Werbespiel #Font topaz 8 #C10 Name : Das Pepsi-Spiel Vertriebsform : FD Genre : Geschicklichkeitsspiel Bezugsquelle : APC&TCP #C21 Mal wieder wirft ein Konzern ein Computerspiel auf den Markt, von dessen Verbreitung im Pool der FD er sich eine Image- und damit Umsatzverbesserung erhofft. Der amerikanische Softdrinkhersteller Pepsi nennt sein Werbespiel schlicht das "Pepsi-Spiel". Das Pepsi-Spiel kommt auf einer bootfähigen Disk daher. Eine HD-Installation ist nicht vorgesehen, ein halbwegs erfahrener DOS-User kann sie aber problemlos vornehmen. Nach Start des Programmes begrüßt den Amiganer zunächst einmal ein riesiges Pepsi-Logo. Es folgt ein kurzes Vorspann, bei dem sich der Pepsi-Kreis in eine rotierende Weltkugel verwandelt. Dazu das Motto "Pepsi - all over the world". Na ja. Nach Drücken des Joystick-Feuerknopfes gelangt man in das äußerst spärliche Hauptmenü. Hier kann man sich entscheiden, ob man lieber erst einmal die verschiedenen Wettbewerbe trainieren will - dabei sind alle drei Schwierigkeitslevel einzeln anwählbar - oder ob man das Spiel angehen möchte. Hat man sich für letzteres entschieden, wird man mit einer Weltkarte konfrontiert, auf der einige Länder farblich hervorgehoben sind. Aus diesen kann man sich jetzt per Joystick eines aussuchen und muß dann dort eine Geschicklichkeitsaufgabe bewältigen. Auf diese wird man mit einem kurzen deutschen Text eingestimmt (wobei diese teilweise blödsinnig (Japan), teilweise recht lustig sind ("Catch & Carry" beim Lachsfangen in Irland (?))). Für alle Aufgaben hat man maximal eine Minute Zeit : - In Alaska packt einen das Ölfieber. Man muß mit einem Faß das aus 4 Pipelines auslaufende Öl auffangen. Erwischt man einen Öltropfen nicht, so hinterläßt er für kurze Zeit einen glitschigen Fleck auf dem Boden über den man dann bei der Verrichtung seiner Arbeit schlittert. Diese Aufgabe beschränkt sich darauf, den Joystich nach rechts und links zu bewegen, um rechtzeitig am richtigen Platz zu sein. - In Irland geht es ums Fangen von Lachsen (Ich dachte immer, die kämen bevorzugt aus Kanada...). Dazu steht man - natürlich mit Gummistiefeln und einem Kescher ausgerüstet - in einem Fluß vor einer Stromschnelle. Aus dieser springen von Zeit zu Zeit Fische verschieden weit und aus drei verschiedenen Positionen. Nun muß man schnellstens die richtige Haltung einnehmen und den Kescher vorschnellen lassen, um die Fische zu fangen. Hierbei muß man also den Joystick nach oben und nach unten bewegen und dann zum Fangen den Feuerknopf rechtzeitig bedienen. - In Ägypten erwartet uns eine Abwandlung des Frogger-Prinzips. Es gilt, den Nil zu überqueren. Dazu muß man Krokodile, Barken, Bretter und Nilpferde als Trittbretter verwenden. Hier heißt es, den Joystick in guten Timing nach rechts, links, oben und unten zu bewegen. - In Japan dient man als Aushilfskraft in einer Küche. Geschirr kommt einem auf vier Fließbändern entgegen und man muß verhindern, daß es auf den Boden fällt. Dabei gibt es verschiedene, unterschiedlich wertvolle Geschirrarten. Am meisten Punkte bringt selbstmurmelnd eine Pepsidose, wenngleich es mir ein Rätsel ist, warum diese beim Aufprall auf den Boden zerspringt. Das Spielprinzip ist das gleiche wie beim Alaska-Öl-Auffangen, nur daß es hier ein wenig schneller zugeht. - In Australien steuert man plötzlich ein Känguruh (Pepsis Zielgruppe ?) auf dem Weg in die heimatliche Höhle. Dazu muß man es über Hindernisse springen und vor Ästen und Höhleneingängen in Deckung bringen lassen. Man hat die Strecke dank eines Scanners im Überblick, die Berührung von Hindernissen wird mit dem Abzug von Lebensenergie bestraft. In diesem Teil muß man den Joystick in alle Richtungen bewegen und zum Springen auch den Feuerknopf bewegen. Praktisch ist das Außerkraftsetzen der Physik, da das Känguruh auch in der Luft beschleunigen und abbremsen kann. Hat man alle Aufgaben gemeistert, winkt die nächste Runde. Hier werden die Etappen schwieriger, wobei es krasse Unterschiede gibt. Äußerst knifflig wird nämlich z.B. der ägyptische Frogger in Level 3, der in den beiden ersten noch die leichteste Aufgabe darstellte. Scheitert man an einer Herausforderung, so ist das Spiel vorbei. Eventuell kann man sich noch in die Highscoreliste eintragen. Das Pepsi-Game ist zwiespältig zu beurteilen. Einerseits ist die Bedienung fürchterlich unkomfortabel. So wird nach Spielende z.B. der gesamte Vorspann nochmals durchgekaut. Auch gibt es außer den kurzen Infotexten keinerlei Anleitung, so daß man z.B. nicht erfährt, wie viele Fische man denn pro Runde fangen muß. Informationen über die Programmierer und ähnliches gibt es auch nicht. Andrerseits sind die Grafiken mit viel Liebe zum Detail gezeichnet. Neben dem Spielgeschehen gibt es nette Animationen, die für FD-Niveau wirklich als gelungen anzusehen sind. So schwirren z.B. kleine Zeppeline durch die Luft (natürlich mit Pepsi-Werbung) oder die japanische Auftraggeberin kommt bei zerschellendem Geschirr schimpfend um die Ecke. Musik gibt's keine, dafür ein paar gute Sound-FX. Hier kein Plus und auch kein Minus (Werbespielmusiken waren ja bis dato in den seltensten Fällen hörenswert). Positiv ist die motivierende Schlichtheit des Spiels. Besonders in Level 3 nicht zu einfach, aber doch zu schaffen, kann das Spiel schon zwei, drei Stündchen fesseln. Und auch später kann man immer mal wieder gegen eigene und fremde Leistungen antreten. Pepsi hat ein gutes Händchen gehabt - das Werbespiel ist gelungen. Kein Muß für einen Spielefan, in FD-Sammlungen aber sicher gut aufgehoben. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß Coca Colas Produkt besser ist und beide furchtbar ungesund sind. In diesem Sinne..... #Y-20 #Pinsel gadget15:Pinsel/an rechts