#Titel Forum / Quantum - Problem & Lösung #Logo gadget20:pinsel/AG.Forum #Font topaz 8 #C21 Problem bei Verwendung zweier Quantum-SCSI-Harddisks an einem PC mit einem Adaptec-PCI-Controller #C10 ------------------------------------------------------------------------------- #C21 Hardware: #C10 Vobis Skytower ZE 90 (Pentium 90) interne Bootplatte WD 730 MB E-IDE Laufwerk C: (ID#0) interne Zweitplatte Quantum Empire 1080 SCSI2, Laufwerk D: (ID#0) angesteuert über Adaptec 2940 PCI-SCSI2-Interface (ID#7) #C21 Extern daran angeschlossen SCSI-Box: #C10 mit zweiter Quantum Empire 1080 SCSI2 (ID#1 oder #6 versucht) SyQuest 44/88 MB Wechselplatte, Laufwerk E: (ID#2) HP DAT-Streamer 4 GB (ID#4) Toshiba CD-Rom, Laufwerk F: (ID#5) #C21 Alle Geräte mit korrekt eingestellten Terminators,also: Adaptec not terminated, weil "in der Mitte" der internen/externen Kette (lt. Anleitung).Interne Empire- Platte terminiert, weil letzte am internen Kabel.DAT-Streamer nicht terminiert, da erstes Gerät der externen Kette. SyQuest 44/88 nicht terminiert, da in der Mitte der externen Kette.Externe Empire 1080 nicht terminiert, da vorletzte in der externen Kette. Toshiba CD-Rom terminiert, da letztes Laufwerk in der externen Kette. Sämtliche Laufwerke haben auch (wenn vorhanden) die Terminator- Jumpers dort inaktiv, wo keine Terminierung gewählt, und dort gesetzt, wo Terminierung erforderlich ist. Außerdem sind alle Units mit aktivem Parity- Check gejumpert und dies ist auch im Adaptec-BIOS angemeldet. Einzige Frage in dem Zusammenhang war, wie der Parity-Check am DAT-Streamer einzustellen wäre, da kein Jumper vorhanden. Von Werk her müßte das Gerät mit aktivem Parity- Check geliefert werden, da das auch bei Harddisk so üblich ist. Folgendes Problem ergibt sich: Solange die zweite (also externe) Quantum Empire in der SCSI-Box nicht am Bus hängt, bootet der PC ohne Probleme hoch. Er erkennt dabei neben der internen PC-Festplatte (Western Digital WD 730 MB) als Laufwerk C: sofort das zweite, angemeldete Laufwerk Empire 1080 als Laufwerk D: am SCSI-Bus, sowie die dann in der SCSI-Box laufenden Geräte ID#2 SyQuest, ID#4 HP-DAT-Streamer und ID#5 Toshiba-CD-Rom. Sobald man das zweite 1080-Laufwerk an den Bus hängt, bleibt der Scann-Vorgang des Adaptec-Controllers bei diesem Laufwerk hängen. Nach einer Wartezeit wird logischerweise ein "time out error" gemeldet.Danach kommt das System auch nicht weiter. Zunächst wurde versucht, mit der ID#6 hochzufahren, da das aus anderen Gründen (die SCSI-Box wird noch an einem Amiga verwendet) praktischer war. Wenn der Bus-Scann bei #6 angekommen ist, bleibt der Adaptec hängen. Auch ein Ändern der externen Empire 1080 auf ID#1 (lt.Handbuch werden für SCSI-Harddisks die IDs #0 und #1 empfohlen) brachte nur das Ergebnis, daß schon bei #1 die Sache hängen blieb. Selbstverständlich dachte ich zunächst an einen Defekt des Kabels bzw. Steckers am Laufwerk, und sogar an einen Defekt des Laufwerks selbst. Aber: Die gleiche Konfiguration der SCSI-Box funktioniert am Amiga angeschlossen einwandfrei. Das heißt, egal, ob die externe Empire 1080 auf ID#6 steht, oder auf einer anderen, der Bus-Scann läuft ohne Probleme ab, und das Laufwerk ist einwandfrei ansprechbar! Nun dachte ich als nächstes an die Möglichkeit, daß vielleicht zwei absolut gleiche Quantums dem Adaptec ein Problem bereiten. Zwar melden sich die beiden Laufwerke ja mit unterschiedlichen IDs, was ja auch der Sinn ist. Aber sie melden den gleichen Namen "Quantum Empire 1080". So versuchte ich es mit einem anderen Laufwerk von Quantum, dem Empire 1.4 GB. Gleiches Resultat! Da noch ein altes Seagate-Laufwerk mit 48 MB rumlag, testete ich das Phänomen an Hand dieser Harddisk. Sie wurde genauso auf ID#6 gejumpert, wie zuvor die Quantum und wurde im Bus-Scann einwandfrei erkannt. Da ich das Laufwerk jedoch zuvor in einem Atari ST verwendete, dachte ich an eine andere Möglichkeit als Ursache für das Quantum-Problem: Die Seagate wurde erkannt, weil kein Amiga-RDB-Block auf der Harddisk in die Bootspur geschrieben wurde. Die beiden ausprobierten externen Quantum-Platten waren im Amiga formatiert und partitioniert. Dennoch müßten sie sich aber mit ihren Firmware-Daten beim Adaptec melden. Möglicherweise aber verhindert dies irgendeine Information im RDB (Rigid Disk Block) der Platte. So formatierte ich die Seagate kurzerhand auf dem Amiga und hing sie wieder an den PC. Aber auch in diesem Zustand wurde sie ordnungsgemäß erkannt. Da die zweite (externe) Quantum-Platte generell nicht erkannt wird, kann sie so auch nicht am PC formatiert werden. Somit ergibt sich das Phänomen, daß sich generell zwei Quantum Platten am Adaptec-Controller angeschlossen (beide intern angeschlossen schlug auch fehl!) nicht vertragen und die zweite sich nicht meldet. Wird die zuvor sich nicht meldende alleine an den Bus gehängt (also die interne gegen die externe ausgetauscht), ist das Laufwerk erkennbar, was ein weiterer Test ergab. Es spielt keine Rolle, ob es zwei absolut gleiche Platten sind, oder welche mit verschiedener Kapazität. Wenn beide von Quantum sind, dann geht nix. Das erstaunliche ist nur, daß die Sache aber am Amiga (GVP-Controller) ohne Probleme abläuft. Es war einmal in dem Zusammenhang (Steuersoftware des GVP-Controllers am Amiga) zu lesen, daß GVP für das Controller-BIOS ein Work-Around für Quantums älterer Bauart erstellte, weil die einen Firmware-Bug hatten. Möglicherweise ist dies der Grund für das Fehlverhalten am Adaptec, wenngleich die beiden Empire-Platten von neuester Bauart sind. #Seitenende #C31 Und die Lösung : #C21 An alle, die sich wegen meiner Fragen im CF6/95 wegen meines SCSI-Problems den Kopf zerbrochen haben! Ich konnte die Sache lösen! Und zwar typisch nach Murphy's Gesetz durch probieren. Also: Ich hatte das Problem, daß ich eine zweite SCSI-Festplatte, die sich außerhalb des PCs in einer externen SCSI-Box zusammen mit drei anderen SCSI-Units befand, nicht ansprechen konnte. Und das, obwohl alle Jumper, die ID, Parity oder Terminierung betrafen, korrekt eingestellt waren. Die Festplatten waren beide von Quantum (Empire), der Hostadapter war ein Adaptec 2940 SCSI2 mit PCI-Bus. Das merkwürdige war, daß die Konfiguration der externen Box an einem Amiga einwandfrei lief. Am PC war beim SCSI-Bus-Scan bei dem entsprechenden externen Laufwerk Schluß. Der Bootvorhang hing fest, das Laufwerk mußte vom Bus abgesteckt werden. Das allermerkwürdigste: Eine anstelle der Quantum in die SCSI-Box gesteckte Seagate-Platte lief! So nahm ich zunächst an, es würde wohl an einer Unverträglichkeit zweier Festplatten von Quantum am Adaptec liegen. Auch wenn diese am Amiga funktionierten. So müßte das Problem also eigentlich am Adaptec liegen. Auch eine gegen die Anleitung sprechende Terminierung des Adaptec, obwohl noch externe Units folgten, brachte nichts. Richtigerweise haben mich einige Bekannte darauf hingewiesen, daß es doch wohl nicht sein könnte, daß genau zwei gleiche Quantums nicht funktionieren könnten! Was würden alle Anwender von Diskarrays dann machen?! Ich probierte es auch aus mit zwei Quantums verschiedener Kapazität. Das gleiche Resultat! Dann ging ich zu guter Letzt in die Steuersoftware des Adaptec, um dort nochmals etwas herumzupfuschen. Wen es interessiert, hier meine Einstellungen, bezogen auf den Adaptec 2940 PCI: Alle Units mit "no parity check" und "term power by drive" gejumpert. Auf dem Adaptec "parity check = disabled", "host scsi termination = disabled". Und nun der springende Punkt: Beide SCSI-Harddisks (die interne und die externe) waren so eingestellt, daß ein "yes" bei "initiate sync negotiation" in der Setup-Tabelle stand. Das ist die Adaptec-Grundkonfiguration. Stelle ich nun beim externen Drive auf "no", geht die Sache! Wer weiß, was diese Einstellung genau bewirkt? Es geht zwar nun alles, aber ich würde gerne wissen, warum... Geht dadurch die Performance des zweiten oder beider Drives runter? Hat es was mit der "asynchronen Übertragung" zu tun?