#Titel Forum / Nachlese Computer'94 in Köln #Logo gadget17:pinsel/AG.Forum #Font Losse 17 #C31 Computer '94 #Font topaz 8 Welt ohne Commodore #C21 Die Paragraphen 167a und 168 des Strafgesetzbuches stellen die Störung einer Bestattungsfeier und die Störung der Totenruhe unter Strafe. Dieses Jahr sollte das in der Geschichte wohl größte Vergehen gegen diese Straftatbestände stattfinden - die World of Commodore (von vielen hämisch in "Welt ohne Commodore" umgetauft) in Köln. Der Veranstalter, der IPC-Verlag (AmigaPlus), hatte in panischer Angst vor dem Wegbleiben der Aussteller schon seit April immer wieder verkündet, daß die Messe stattfinde - mit oder ohne Commodore. Seine Angst war unbegründet. Um es vorwegzunehmen : dieses Jahr dürften noch mehr Besucher gekommen sein als im letzten (s. AmigaGadget 13). #Seitenende Nach diesem einleitenden Geplänkel kommen wir nun zum - wie immer - völlig desinformierenden, subjektivem Messebericht..... #C31 Freitag #C21 Anfahrt. Glücklicherweise liegt Cölbe weitaus näher an Köln als Immenstaad. Nur drei Bahnstunden (Eilzug !!!) und 48 DM hin und zurück mit Bahncard. Das überlebt auch der vom Umzug geschundene AmigaGadget-Redakteur, besonders, da er wie schon im letzten Jahr vom APC&TCP einen Ausstellerausweis erhalten hat, also keinen Eintritt zahlen muß. Ein großes Dankeschön und diese kostenlose Werbung an dieser Stelle ins bayrische Übersee. Um halb 12 war dann endlich Köln Hauptbahnhof erreicht, nicht ohne daß der Zug in Deutz, also direkt an der Messe, gehalten hätte. Aber ich hatte mich ja mit Nils (Kassube) am Hbf verabredet. Klever gemacht. Nach ein paar Minuten Wartezeit kam er (Nils, nicht der Hauptbahnhof) dann auch und wir machten uns auf die Schuhe (wer läuft denn schon nur in Socken rum ?), um zur feudalen Jugendherberge zu kommen. Nach dem Check-In wollten wir nur kurz unsere Sachen verstauen und zum Messegelände marschieren. In unserem Zimmer trafen wir jedoch auf zwei sächselnde Freaks "aus der Szene", so daß wir erst ein wenig small talken mußten ;^) Der eine war wohl mal Herausgeber der "Hardreset" (hat es auf zwei Ausgaben gebracht) und hatte sogar mal ein Gadget in der Hand gehabt ("Das Anzeigeprogramm ist in AMOS, oder ?"). Knapp konnte ich Nils von einem hinterhältigen Mord abhalten und wir stiefelten zum Messegelände. Obwohl es Mittag war, tummelten sich bereits viele Menschen in den beiden Hallen 10 und 11. Für Freitag sogar sehr viele. Nach einiger erfolgloser Suche in Halle 10 und auch in Halle 11, die letztes Jahr alleiniger Messeort gewesen war, fanden wir dann endlich den APC&TCP-Stand. Diesmal deutlich ungünstiger postiert - direkt gegenüber der Messeimbißbude. Schnell die Anwesenden, Andi "APC&TCP" Magerl mit Freundin, Bernd "Diesel" Künnen (und nicht etwa Bernd "Purity" Diesel...), Jürgen "Invi" Träger, Stefan "SAT1-Videotext" Wunner, Daniel Hogrefe und Alain "YGAR" Declercq begrüßt. Den herumwuselnden Eric "Databench" Hambuch auch noch Pfötchen geben lassen ;^) Und natürlich diejenigen, die hier nicht auftauchen, da mein Gedächtnis auch nicht mehr das ist, was es noch nie war. Und dann erstmal mit Nils eine Runde gedreht. Leider gab es nicht die aufsehenserregenden Neuigkeiten, die ganze Messe war eher auf Consumer eingestellt. 4000er suchte man vergebens (bis auf einen Stand, an dem sie selbstgebastelte 4000-Tower anboten), 1200er gab es noch - allerdings nicht mehr zu den Dumingpreisen. Das einzige, was wohl die Lagerhallen noch gut füllt und auch zu recht günstigen Preisen (280 DM) unter die Leute gebracht wurde, war das CD32. Den Nachfolger am Commodore-Stand unterzogen wir selbstmurmelnd einer besonders kritischen Betrachtung. Einen Acorn-Händler ließen wir uns das sagenumwobene Risc-OS vorstellen. Vom Outfit erinnerte es stark an Ataris TOS, von den Möglichkeiten her an Kick 1.2. Lustig wurde es dann, als Nils den Händler auf die Begrenzung auf 77 Dateien pro Verzeichnis ansprach und dieser uns das ganze als wahnsinnigen Vorteil verkaufen wollte. Voller Begeisterung über diese offensichtliche Systemschwäche führte er uns auch noch die wirklich tolle Möglichkeit, bei der Anwahl eines Verzeichnisses ohne Einfluß des Anwenders Programme zu starten und Assigns ("Das kann manchmal eine Minute dauern.") durchzuführen. Da eröffnen sich für begabte Amigaprogrammierer, wie die SCA-Leute oder den Saddam-Programmierer, ja ganz ungeahnte Möglichkeiten..... Immerhin konnte der CommandLineInterpreter (meine Anfrage nach einer "Shell" hatte er nicht verstanden...) dann doch den direkten Vergleich mit AmigaBasic für sich entscheiden. Um es kurz zu sagen : die Technologie des Computers mag ja richtungsweisend sein. Für die Zeit, die er bereits am Markt ist, ist das Betriebssystem jedoch äußerst schwach. Hinzu kommt ein doch eher mageres - wenngleich voll motiviertes - Händlernetz. Nils und ich hat der Acron-Besuch zumindest von den Qualitäten eines PowerMacs überzeugt.... Nachdem wir nun noch kurz bei Gravenreuths Seminar über Raubkopieren (er hat auch eins über Viren gehalten) vorbeigesehen hatten und uns über das Interesse, das dieser mit doch eher fragwürdigen Methoden operierende Anwalt nach wie vor bei den Leuten hervorruft (offiziell war er auch für die samstägliche Coma-Party angekündigt), gewundert hatten, packte uns der Hunger. Nach einem kurzen Studium der Preise am Messeimbißstand und der enttäuschten Feststellung, daß der "Coffee Shop" trotz des verheißungsvollen Namens und der räumlichen Nähe zu den Niederlanden doch nur ein normaler Messeimbiß war, verließen wir die Halle, um draußen nach etwas Nährhaftem zu suchen. Nach gut 20 Minuten Fußmarsch, dutzendfacher Befragung der Einheimischen (Zeichensprache !) und mehreren zurückgelegten Kilometern fanden wir schließlich etwas, das Nils als "äußerst dubios" bezeichnete. Nun ja, Pommes und Pizza sind was feines - auch aus der Mikrowelle ;^) Nach unserer Rückkehr galt es dann, ein wenig was für unsere Ausstellerausweise zu tun. Abschreckend lächelnd konnten wir dann doch nicht alle Kunden davon abhalten, etwas von uns zu kaufen. Der Abend nahte und auch Sebastian Alfers, ein weiterer Magerl-Sklave. Und Schalke-Fan. Igitt. Wie schon letztes Jahr wurden wir Privilegierten zum Ausstellerempfang mit kaltem Buffet und Freikölsch eingeladen. Nach dem verzweifelten Versuch einer hungrigen Fraktion unserer Ausstellertruppe, das Buffet in Anspruch zu nehmen, der jedoch fehlschlug, durften wir uns erst die stolze Mitteilung der Veranstalter betreffs der für Freitag einmaligen Besucherzahl anhören. Doch dann ging's los und für mich heimwärts. Einmal im Jahr gibt's Freibier in Massen und gerade an dem Tag habe ich Kopfschmerzen, die die Todesstrafe zu einer freundlichen Alternative machen. Verdammt. In der JuHe warteten auf mich - neben dem schon vom letzten Jahr bekannten und geschätzten StarTrek-Convent - die beiden Freaks. Der eine auch völlig fertig, der andere laute Techno-Musik im Walkman hörend. Durchhalten. #Seitenende #C31 Samstag #C21 Nachdem wir mal wieder viel zu lange geschlafen hatten, durften wir uns am tadellosen JuHe-Frühstück (mit Mensa-Feeling !!) gütlich tun. Bei der Buchungsverlängerung hatte ich dann das Glück, direkt vor dem Acorn-Händler vom Freitag zu stehen. Ob die Commodoremanager auch in JuHes übernachten ? Nach dem Austausch einiger Beleidigungen, die mit der Zahl 77 zu tun hatten, waren die Formalitäten erledigt und wir konnten den Tag beginnen. Als erstes war Knipsen der hereinströmenden Massen angesagt. Mal wieder sehr beeindruckend, obwohl diesmal keine Tür zerquetscht wurde. Ob dem Ansturm der Massen, ging es erstmal ein wenig ans Arbeiten. Aus irgendeinem Grund verkauften wir diesmal mehr Databenches als "1990"s. Besonders ärgerlich : solange Eric am Databench-Vorführgerät stand, interessierte sich kein Mensch dafür. Sobald ich mich hinstellte, gingen die Dinger wie warme Semmeln weg (na ja, vielleicht ein Dutzend). Doch wie das mit Statistiken so ist : auch diese Verkaufsstatistik kann man natürlich logisch erklären. Da wir schon Hunderte "1990"s verkauft haben, hat es ja schon fast jeder. Kalkuliert man nun den doch eher mickrigen Verbreitungsgrad der "Databench" mit ein, wird klar, warum dieses aufgemotzte PD-Programm dennoch ein paar Mal verscherbelt wurde.... Eric hatte übrigens wieder seine stark minderjährige Freundin dabei. Aus irgendeinem Grunde behaupteten beide wiederholt, sie wären Brüder. Erfolglose Programmierer halt ;^) Die diesmalige Inspektionstour durch die Hallen brachte die Erkenntnis, daß CDs der absolute Hit der Messe waren. AmiNet4, Gold- und FreshFishs, DatenCDs, Megahits und die Spielekiste-CD. Alles war vorhanden - zumindest bis die Kunden es den Verkäufern aus den Händen rissen. Außerdem stieß man immer wieder auf mutierte Wesen wie Joker, Pumuckels, Köche, etc., die man entweder als Produkte des grauenvollen Messefraßes oder als verkleidete Werbeträger für diverse Firmen sehen konnte. Je nachdem. Für die Preisverleihung "größte Absahner der Messe" konnte man schon einige Kandidaten ausmachen. Ganz oben mit dabei waren drei FD-Händler, die zwischen 7 und 10 DM pro Diskette verlangten. Bei allen war was von mir dabei, was es bekanntermaßen auf (vollen) Disks auch bei allen großen Serien gibt. Nun ja. Um die Spannung zu verderben : am Sonntag sollte sich ein Überraschungssieger herausstellen ! Interessant waren vor allem die vielfältigen Bildbearbeitungsprogramme, z.B. COMEs "Photoworx" (die hatten auch noch eine neue Emplant-Version dabei) oder die Effektsoftware "Multiframe" von MacroSystems. Nettes für Augen und Geschwindigkeitsgefühl gab es auch am Stand von Advanced Systems & Software mit der 68060er-Cyberstorm-Karte und anderen technischen Schmankerln. Bodenständiger ging es da schon bei den verschiedenen Verlagen her. ICP verscherbelte die AmigaPlus 12/94 (mit schlechter Coverdisk - unbrauchbare Demoversion von OctaMed und FD) für 6 DM. Einige nennen das Heft nur noch "FickPlus" - angesichts solcher Schlagzeilen wie "Sex auf CD - was kann der Computer besser ?" sicher nicht ganz ungerechtfertigt. Dafür enthielt das Heft wahnsinnig kompetente Beiträge, wie das Interview mit Jesper Christensen von Commodore Skandinavien. Ein Auszug : #C10 "Christensen : [...] Der Amiga 500+ war einfach genial. Er wurde als [ (an) : Jetzt kommt's !! ] High-End-Alternative zum Amiga 500 konzipiert." "AmigaPlus : Aber würde sich ein Amiga mit eingebautem CD-ROM-Laufwerk, >MC 68EC030<-Prozessor und neuen [ (an) : Ob die Form grammatikalisch in Ordnung ist ? ] Chipsatz nicht gut verkaufen ? Christensen : [...] Viele warten auf einen solchen Computer. Dann könnte man vielleicht endlich die Dominanz der PCs brechen." #C21 Schön, daß noch nicht alle bei Commodore ihren Sinn für die Realität verloren haben. Auch bei der Konkurrenz vom Amiga-Magazin verbreitete man im ähnlich vom Umfang her ausgedünnten Heft Parolen des nahen Sieges. #C10 "Auch wenn bis zum Redaktionsschluß dieser Ausgabe (7. Oktober) noch keine offizielle Mitteilung aus London eintraf, steht fest, daß der Amiga weiterleben wird." #C21 Immerhin verscherbelte man dort auch - wie beim ICP-Stand - eine selbstgebrannte CD. An einen eigenen Verlag von ASM oder AmigaSpecial kann ich mich nicht erinnern. Das Jokerteam hatte einen DemoMac mit eintastiger Maus (goil !) aufgestellt und jede Menge Merchandisingzeug unter die Leute gebracht. Die stets tipptop gekleideten, krawattierten und schuhgewichsten Leute von Computec (die mit den bunten Spielblätter "Amiga/PC Games" und "PlayTime") hatten erneut ihr lächerliches Glashaus aufgebaut und fanden diesmal mehr Zuspruch als letztes Jahr. Nach dieser kleinen Infotour standen erstmal ein paar persönliche Treffs auf dem Programm. Die IHC-Crew schaute vorbei und ließ ein paar "Gurus" am APC&TCP-Stand - zur Freude der Vorbeigehenden, die sich vom "2.50 DM/Heft" nicht stören ließen und die Dinger einfach mitnahmen. Der Chefredakteur vom AmigaMagazin übrigens auch - allerdings mit stillschweigender Genehmigung des Standpersonals. Die IHCler waren nicht nur einfach so gut drauf, sondern auch bedingt durch die endlich geglückte Eintragung ins Vereinsregister. Glückwunsch an dieser Stelle. Dann schauten noch ein paar andere Freaks vorbei - CAT mit einem "Raybull"(RedBull-Karrikatur)-Bild, das wir gleich auf Danny Hogrefes Computer kopierten, Murphy (wie immer gut drauf - und am Abend standesgemäß Bier über die Disketten verschüttend), HannsHolger Rutz, der es tatsächlich schaffte, noch schneller zu verschwinden als im Jahr zuvor und Gerd Frank, der überhaupt nur "Servus" sagte und schon wieder verschwunden war. Der größte Treff-Flop wurde dann jedoch das "Purity-Meeting". Geschickterweise habe ich mich dann auch noch an die Hälfte des 50cm-Durchmesser-Tisches gesetzt, an der ein paar Freaks saßen, die nichts mit der Purity zu tun hatten, so daß ich mich noch nicht einmal mit den drei Puritanern, die dann doch gekommen waren, ordentlich unterhalten konnte. Klever gemacht. Um 15.30 Uhr hatte übrigens die unglaublich tolle ZDF-Sendung X-Base ("Beamen ! Beamen ! Beamen !") von der Messe live übertragen. Alle vernünftigen Personen befanden sich zu diesem Zeitpunkt am anderen Ende der Messehalle. Danach blieb noch eine Shoppingrunde über das Messegelände. Ich hatte mir ja eigentlich den "FinalWriter" zulegen wollen, aber da AmigaOberland keine Messepreise hatte, habe ich es sein gelassen. Nur eine neue Maus für 25.- DM fand den Weg in meinen imaginären Einkaufskorb. Da es Abend und somit ein wenig leerer wurde, konnte man endlich auch an ansonsten überlaufene Stände treten. So z.B. den doch eher krampfhaften RAN-Trainer von SAT1 ansehen, am ElectronicArts-Stand die Funktionsfähigkeit der DOSen testen (Nils kommt aus jedem Programm ins DOS ;^)) oder am APS electronics-Stand den guten Andi Manewaldt endlich mal persönlich kennenlernen. Eine der beeindruckendsten Präsentationen waren jedoch die Raytracinganimationen von Tobias Richter, die am Maxon-Stand auf Video liefen. Schwer beeindruckend. Im Gegensatz zur Tatsache, daß das groß promotete MaxonCinema4D mit jeder Menge "kommt noch"-Features ausgeliefert wurde. Chris Hülsbeck hatte diesmal einen eigenen Stand, an dem er prinzipiell nur sich selbst mit neuer CD präsentierte. Diese war aber - was ich davon gehört habe - nicht so toll. 08/15-Techno, zum Teil noch nicht einmal von ihm selbst geschrieben. Lustiger war dagegen schon der Stand seinem gegenüber. Die Jungs von GreenwoodEntertainment präsentierten ihr neues Spiel, "Das Amt". Laut Werbetext "unterstützt vom Bund deutscher Steuerzahler [...] mit Hilfe zweier ZDF-Reporter". Ob dieser gewaltigen Kompetenz waren denn auch die Standleute in richtig bayrischer Tracht angetreten, Bierkrüge und weißblaue Fahnen zu verscherbeln. Wer's immer noch nicht ahnt : "Das Amt" spielt in einem bayrischen Dorf. Ein weiterer Renner der Messe waren eindeutig Modems. Öde 2400er gab es bereits für 20 DM ! Und 14400er für knapp über 100. Wenn ich ja einen Telefonanschluß hätte.... Am Abend stellte sich dann leider heraus, daß in diesem Jahr IBM (die mit der lächerlichsten Präsentation) keinen Umtrunk für die Aussteller geben würde. Zum Glück fand sich ein mit dem bisherigen Ergebnis sehr zufriedener Magerl, der uns zum Futtern in die Innenstadt einlud ("Ein Essen und ein Getränk !"). Glücklicherweise fanden wir ein tolles Lokal, in dem die Bedienung fast so freundlich war, wie man es als langjähriger Bodensee-Anwohner gewohnt ist ("Wieso willst Du wissen, was für ein Kölsch das ist ? Sagt Dir sowieso nichts." "Die Tische aneinanderzuschieben ist viel zu umständlich."). Alleinunterhalter des Abends war die Person, die jeder objektive Beobachter eindeutig für Erics kleine Freundin halten mußte, die aber ständig behauptete, sein kleiner Bruder zu sein und dies auch mit menschenverachtender Gewalt deutlich machte. Ein Zitat : "Alle Kurzhaarigen sind entweder rechtsradikal oder schwul." Eric Hambuch hat kurze Haare ;-). Im weiteren Verlauf des Abends zeigte Ulrich (Ulrike ?) Hambuch dann seine eindeutigen chirurgischen Fähigkeiten, indem er (sie ?) sein (ihr ?) Steak fachmännisch sezierte. Der ihm (ihr ?) gegenüber sitzende Andi Magerl wankte bleich nach draußen. Nachdem der Großteil der APC&TCP-Crew heimwärts strömte (Immer noch keine Kölsch-Tour ! Hoffentlich gibt es nächstes Jahr wieder eine Messe in Köln, denn das müssen wir irgendwann einmal endlich nachholen.) machten auch Nils, Sebastian (auch ein JuHe-Bewohner) und ich uns ebenfalls auf in Richtung anderes Rheinufer. Dummerweise erfuhr Sebastian von der knappen und völlig ungerechtfertigten 1:3-Niederlage der Kölner gegen die gedopten Dusler aus Mönchengladbach, so daß ich mir ständige Kampfgesänge im Stil von "Alle Kölner ficken, nur der Olsen nicht, der kann das nicht." anhören dürfte. Scheiß Schalke-Fans ! Als dann auch noch Nils hüpfend und in die Hände klatschend "Wer wird Deutscher Merister ? HSV ! HSV ! HSV !" skandierte, kam mir eine Eigenschaft, die ich durch meine Erfahrung als Magazinherausgeber erworben habe, zugute - unendliche Geduld. Außerdem waren sie zu zweit.... Bevor wir die Eisenbahnbrücke überquerten, trafen wir noch einen weiteren Szenefreak, der uns in großen Leuchtbuchstaben vom Hbf entgegenstrahlte. Ein gewisser "Hauptbahn of DB". (Ich wußte, daß das ein Brüller wird...) In der JuHe angekommen, setzten wir uns noch ein wenig zusammen um die Messe zu kommentieren. Unsere fachmännischen Diskussionen ("Also der Bundesligamanager Hattrick ist echt Scheiße.") wurden immer wieder von Insassen sämtlicher StarTrek-Folgen unterbrochen, die sich auch von unseren Mutmaßungen über die Relais-Technik der Enterprise-Computer nicht beirren ließen. Als Mitternacht dann immer näher rücke, tauchte auch noch ein Typ auf, der, als er mich erblickte, "Andreas Neumann ?" rief und auf uns zugeeilt kam. Da ich ihn nie zuvor gesehen (na ja, hat bei meinem Gedächtnis nichts zu sagen) hatte, jagte mir diese Begegnung einen derartigen Schrecken ein, daß ich gegen den Rückzug zwischen die Bettlaken nichts mehr einzuwenden hatte. Ich konnte mich bereits hinknallen, während Nils von seiner Schlafstätte vertrieben wurde. Und ich hab' noch gesagt : "Nils, leg Dich in das Bett mit Deiner Nummer." Aber Nils hört ja nich. #Seitenende #C31 Sonntag #C21 Letzter Tag. Müde. Die Freaks aus unserem Zimmer erzählten uns von der völlig gefloppten Coma-Party mit ausgefallenem Präsentationscomputer und kräftigem finanziellem Verlust trotz 20 DM Eintritt für jeden der über 300 Besucher. Sind wir schadenfroh ? Frühstück am Nebentisch der Acorn-Leute. Nils und ich unterhielten uns über die Möglichkeiten, mehr als 77 Leute in den Speisesaal unterzubringen, mehr als 77 Essenstabletts gleichzeitig abzuräumen oder gar 77 Dateien in ein Verzeichnis zu bringen. Offensichtlich hatten wir das System nicht verstanden. Interessant waren an diesem Sonntag, den 06.11., auch die Verfallsdaten auf der Butter und dem "Frisch"käse : Mitte Oktober. Nils trat in unbefristeten Hungerstreik. In Halle 11 angekommen, machten wir uns auf zum Acorn-Stand für unser diesjähriges Messeinterview. Nachdem wir uns erst mit nur zwei Acorn-Vertretern unterhalten hatte, kamen später immer mehr dazu, so daß wir schließlich von fast der ganzen Crew umringt waren. Außerdem behauptete einer, schon mal was vom Gadget gehört zu haben. Allerdings wäre das was "negatives und mit dem PC" gewesen. Ah, ja. Der Tag begann ruhig und sollte auch so bleiben. Schleppender Umsatz. Nicht viel los. Auffallend jedoch, daß die jungen APC&TCP-Sklaven (jetzt werden sie mich hassen (gut so)) ständig durch die Gegend wuselten, um irgendwo irgendetwas unter dem Vorwand "Testexemplar" abzustauben. Ekelhaft. Zum Glück erwischte ich noch eins von den "Ikarion"-T-Shirts ;^) Mittags machte sich dann Nils auf den Heimweg, so daß er verpaßte, wie Fred Fish an einem Tisch direkt vor unserem Stand dinierte. Keiner der Besucher erkannte ihn, aber bei uns lebte er natürlich gefährlich. Alle APC&TCPler stürmten auf ihn zu, um ihn zu interviewen. Man darf auf die neue NoCover gespannt sein. Der Fairness halber muß ich natürlich erwähnen, daß wir das FredFish-Interview auch erst vor zwölf Monaten hatten ;----) So viel zum Thema Aktualität. Ich hatte den größten Absahner der Messe versprochen und jetzt sollte ich ihn sehen. Eine Entdeckung von einem, dessen Namen ich geschickterweise vergessen habe. Elder/Synergy oder so ähnlich. Ein InfoX-Freak. Was es nun war ? Wird noch nicht verraten. Man konnte es in Halle 10 finden. Schien sogar gebraucht zu sein. Kostete im Jahr vorher neu deutlich unter 200 DM. Und hier, dieses Jahr, gab es das 500er CD-ROM A570 für NUR 450.- DM !!!! Jaaaaaaaaa. Da macht Geldverdienen Spaß. Spaß machen sollte auch die halbstündliche Funsoft-Veranstaltung, zu der mich Invi zerrte. Die Funsoftler stellten alle halbe Stunde eins der Spiele, die sie im Angebot hatten, näher vor und dabei warfen sie allen möglichen Krimskrams - von Restposten über Neuheiten, Kugelschreibern über CDs - in die tobende Menge. Also tobten wir mit. Vorgestellt wurde der RAN-Trainer und als Gast trat Johannes B. Kerner auf, der Mann, der in der Lage ist, Redaktionstexte vom Zettel und vom Teleprompter abzulesen. Wahre Prominenz also. Was er erzählte war öde und auch nicht wichtig. Worum es ging waren die Goodies, die geworfen wurden. Dummerweise ist Invi gut 20 cm größer als ich und auch die anderen Freaks, die um mich rumstanden, waren mir (trotz 1.81 m) deutlich über den Kopf gewachsen ;^) Dennoch hieß es springen und fangen. Nachdem ein Kugelschreiber knapp vor mir zu Boden gegangen war und ich mich gerade bückte, um zu sehen, wo er war, flog mir eine CD an den gesenkten Kopf und meinem Nebenmann in die Hände. Klever gemacht. Als ich nach 10 Minuten Schmeißerei immer noch ohne jegliche Beute dastand, kam ich endlich wenigstens zu einem Kuli. Der mit CDs und Disks vollgepackte Invi schenkte ihn mir aus Mitleid..... Nachdem die Messe jetzt deutlich auf ihr Ende zudriftete und die Hallen immer leerer wurden, konnte man ein kleines Fazit ziehen. Der Markt ist noch gut, die neuen Technologien (CDs, DFÜ) stark im Kommen. Doch wenn Commodore (UK) weiterhin so ruhig bleibt, wie sie es auf der Messe waren, dürfte der Spuk sich bald selbst erledigen. Die Computer'94 war auf jeden Fall für die meisten Aussteller ein Bombenerfolg. Dann wurde es Abend und Sebsatian und ich machten uns auf den Weg zum Hauptbahnhof - per Zug von Deutz aus. Dabei stellten wir mit Genugtuung fest, daß die Bundesbahn die Türen bei Abfahrt doch nicht verriegelt - zwei Männer konnten in den bereits fahrenden Zug springen, eine Frau versuchte es, mußte aber zurückhüpfen. Wäre ja noch schöner, wenn die Bahn sicher geworden wäre.... Mit diesem optimistischen Schluß wäre dann auch dieser "Bericht" beendet. Bis zum nächsten Jahr - auf der MacWorld in Frankfurt ? #Pinsel Gadget17:pinsel/an rechts