-----------------------------------------------------------------------------
                                                                    25.04.94
                               DosXS 2.1

                    Anleitung für den Datei-Manager

-----------------------------------------------------------------------------

Autor:                      Frank Dittmar
(Copyrights)                Grürmannstr. 24

                            D-58239 Schwerte

Copyright:                  SHAREWARE

Thanx to: Frank Wecke  (Disk-Tool, AutoRun),
          Jürgen Selle (Übersetzung meines IFF-Laders nach Assembler)

-----------------------------------------------------------------------------

 Dieser Text darf nur auf der DosXS-Vollversion-Disk und den folgenden
 PD-Serien veröffentlicht werden:

                              APS-TIME ,
                              Bernds-PD,
                              NORDLICHT.

 Eine andere Art der Verwendung, auch Auszugsweise, ist nicht gestattet. Die
 Programme  DosXS  und  DosXsPrefs dürfen ohne meine ausdrückliche, schrift-
 liche  Erlaubnis weder in Zusammenstellungen, Mailboxen oder anderen Serien
 erscheinen.
                                                                   Der Autor
------------------------------------------------------------------------------

                                 INHALT
                                 ------
1. Leistungsmerkmale.
2. Einleitung.
3. Bedienung von DosXS:
 3.1 Aufbau einer Seite
 3.2 Aktive/Inaktive Seite
 3.3 Einträge einer Seite auswählen
 3.4 Rollbalken/Pfeile
 3.5 Seiteninhalt übernehmen
 3.6 Aufbau der Zeilen
 3.7 Funktion der Aktions-Leiste
 3.8 Doppelklick
 3.9 Verknüpfungen
 3.10 Arbeitsweise bei zuzätzlich eingebundenen Programmen
 3.11 RECHTE Maustaste auf den Verzeichnis-Bereichen
 3.12 RECHTE Maustaste auf Befehls-Gadgets
 3.13 Abbruch von Batch-Vorgängen
 3.14 Vordefinierte Masken
 3.15 Konfigurations-Datei
4. Fehler-Meldungen.
5. Konfigurierbare interne Funkionen.
6. Standard-Einstellung:
 6.1 Default-Menü
 6.2 Default-Gadgets
 6.3 Default-Verknüpfungen
 6.4 Tastenkombinationen
7. DiskTool.
8. Devices,Libraries,Handler.
9. Schlußlicht.

----------------------------------------------------------------------------

1. Leistungsmerkmale:
=====================

  - frei konfigurierbare Gadgets, Menüs und Verknüpfungen.
  - Einbindung zusätzlicher externer Befehle möglich.
  - konfigurierbare Zeichensätze für Menü, Gadgets und Anzeige.
  - zusätzliches Konfigurations-Programm DosXsPrefs.
  - unterstützt alle AA-Bildschirm-Formate.
  - optionales Fenster auf der Workbench, mit Sizer.
  - nahezu unbegrenzter Verzeichniss-Puffer
  - unterstützte Standard-Formate:
     IFF-ILBM, IFF-8SVX, Icon´s, PowerPacker-Data, Fonts.
  - TextAnzeiger (HEX und ASCII).
  - 35 interne Funktionen wie Drucken, Copy, Delete, Rename, MakeDir, ...
  - DosXS und DosXsPrefs läuft auf jedem Amiga-System.( ab KICK 1.3 )



2. Einleitung
=============

 DosXS (DOS-ACCESS) ist ein File-Manager, d.h. der Benutzer hat die
 Möglichkeit, mit den Dateien und Verzeichnissen auf seinen Speichermedien
 leicht, aber dennoch komfortabel, umzugehen.
 Da DosXS allein für diesen Zweck entwickelt wurde, befindet sich im
 Programm kein Tool zum Kopieren von ganzen Disketten oder zum Anzeigen
 von EXEC-Listen oder ähnliches.
 Diese Funktionen sind zwar sehr interessant und nützlich, aber durch die
 Implementierung solcher speziellen Tools erhält der Benutzer, also Sie,
 letztendlich nur ein riesiges, unhandliches "Programm-Monster". Aus diesem
 Grunde fehlen derartige Funkionen im Programm selber.
 Bei Bedarf besteht aber durchaus die Möglichkeit, ja sogar die Absicht,
 auch solche Tools "einzukonfigurieren". Dazu jedoch erst später.
 Ein kleines Beispiel dazu: Es gibt Mittlerweile soviele Archiv-Programme
 wie "lharc","zoo","lha" .., und das in vielen Versionen. Da erscheint es
 mir fast unvernünftig, einen File-Manager zu schreiben,
 der sich auf all diese Unterschiede einstellt, und zwar so, daß es einfach
 und vor allem kurz bleibt. Zumal es so viele ausgereifte Tools gibt, die
 sich ausschließlich mit der Archivierungs-Problematik auseinandersetzen.

 Für Anwender, die diese Dinge trotzdem gerne in einem File-Manager sehen,
 habe ich dann lieber besondere Konfigurations-Möglichkeiten vorgesehen.

 Nun aber genug von dem, was DosXS nicht kann oder will, sondern zu dem,
 was es leistet:


3. Bedienung von DosXS
======================

Für die meisten sind einige Teile dieser Anleitung wahrscheinlich überflüssig,
aber für den üngeübten Anwender mit Sicherheit hilfreich.
Den Umgang mit der Maus und PullDown-Menüs darf ich dann doch voraussetzen.
Im Zweifelsfall verweise ich Sie auf Ihr Benutzerhandbuch.

Ab der 2.0-Version verzichte ich auf den <Flip>-Schalter, der in vorherigen
Versionen zwischen zwei Bildschirmaufteilungen umschaltete. An dessen Stelle
treten 5 vordefinierte Masken, Maske 1 und 2 sind die alten
Varianten von <Flip> ON/OFF.
Außerdem können für den Bildschirm (Titel, Menü), für die Gadgets und für
den Verzeichnisbereich drei verschiedene Zeichensätze eingestellt werden.

3.1 Aufbau einer Seite:
-----------------------
  Eine Seite besteht aus drei Teilen (von oben nach unten):
  Laufwerksname, Verzeichnisname, Dateifeld (Verzeichnisfeld).
  Links neben dem Laufwerksnamen steht immer die Größe des freien Platzes
  auf dem Laufwerk in Bytes.
  Den Verzeichnisnamen darunter können Sie durch Anklicken verändern.
  Im Dateifeld stehen alle Einträge, die zum Verzeichnisnamen gehören.
  Durch Anklicken der ersten Zeile im Dateifeld ("/   Parent") gelangt
  man ins übergeordnete Verzeichnis.


__Verzeichnis-Gadget (akueller Pfad).
\     __Anzahl der freien Bytes.
 \    \      __Laufwerksname.
  \    \     \
   \   _\_____\_____________________________  __Andere Seite Übernehmen.
    \ |423658:WorkBench2.0              |  | /
     \| _______________________________ | /|/
      \|DF0:C                          || \|  __Seiteninhalt nach oben.
      |`-------------------------------'|__| /
      |---------------------------------|/\|/ __Seiteninhalt nach unten.
      ||/           Parent              |--| /
      ||Assign       3220 27.Feb,1993 10|\/|/
      ||Avail         728 27.Feb,1993 10|--|
      ||Colors1.3     192 18.Jun,1993 20||  __Vertikaler Schieber.
      ||Colors2.0     192 17.Oct,1992 19|| /
      ||Date         1092 27.Feb,1993 11||/
      ||Dir          3440 27.Feb,1993 10||
      ||Ed          24284  1.Aug,1993 18||
      || .                          .   ||
      || .                          .   ||
      || .                          .   ||
      || .                          .   ||
      || .                          .   |##|
      || .                          .   |##|
      || .                          .   |##|
      || .                          .   |##|
      ||LoadWB        764 27.Feb,1993 10|##|
      ||________________________________|__|
      | ##########|<|>|  |
      `----\-------------------------\-\---'
            \                         \ \_Seiteninhalt nach links.
             \__Horzontaler Schieber.  \__Seiteninhalt nach rechts.



3.2 Aktive/Inaktive Seite:
--------------------------
  Eine der zwei Verzeichnis-Seiten ist immer aktiv, Sie erkennen dies am
  blau umrandeten Names-Feld direkt über dem Verzeichnisfeld.
  Sie können eine Seite aktivieren und die andere dadurch inaktivieren,
  indem Sie deren Feld, den Rollbalken, das Namensfeld oder die Rollpfeile
  anklicken. Alternativ dazu können Sie mit der <TAB>-Taste die aktive
  Seite wechseln.
  Alle Aktionen beziehen sich dann auf die angewählten Einträge der aktiven
  Seite. Nur beim Kopieren von Dateien wird die inaktive Seite als Kopierziel
  mit einbezogen.

3.3 Einträge einer Seite auswählen:
-----------------------------------
  Sie können Einträge auswählen, indem Sie mit der linken Maustaste auf
  die entsprechenden Zeilen klicken. Diese Zeilen werden dann invertiert
  dargestellt. Wenn Sie mehrere aufeinanderfolgende Zeilen selektieren
  möchten, brauchen Sie nur die linke Maustaste gedrückt halten und
  fahren dann mit der Maus über die gewünschten Zeilen.
  Entsprechend zum Selektieren können Sie angewählte Einträge durch
  erneutes Anklicken (oder "Drüberziehen") wieder "befreien".
  Beim Auswahlvorgang und bis zur nächsten Aktion steht über dem Verzeich-
  nisnamen immer die Summe der selekierten File-Längen in Bytes.

3.4 Rollbalken/Pfeile:
----------------------
  Mit dem Rollbalken oder den Rollpfeilen Hoch/Runter können Sie bei langen
  Verzeichnissen hoch bzw. runter Scrollen.
  Der waagerechte Rollbalken (oder Schieber) bzw. Rollpfeile Links/Rechts
  dienen zum waagerechten Scrollen, falls nicht alle Informationen in die
  Breite des Verzeichnisfeldes passen. Alternativ können Sie auch die
  Cursor-Tasten benutzen.

3.5 Seiteninhalt übernehmen:
----------------------------
  Über den Rollpfeilen Hoch/Runter befindet sich auf jeder Seite ein
  Pfeil bzw. Dreieck, daß auf die Verzeichnisseite zeigt. Wenn Sie einen
  dieser Schalter anklicken, wird der Inhalt der gegenüberliegenden Seite
  übernommen. Um beide Seiteninhalte auszutauschen, betätigen Sie bitte
  den <Swap>-Schalter.

3.6 Aufbau der Zeilen:
----------------------
  Die Einträge sind alphabetisch geordnet, wobei die Unterverzeichnisse
  ( erkennbar an der schwarzen Schrift und Zusatz "DIR" )
  vor den Dateien (weiße Schrift) erscheinen. Groß/Klein-Buchstaben haben
  AmigaDOS-gemäß keinen Einfluß auf die Reihenfolge.
  Rechts neben dem Namen steht die Dateigröße in Bytes bzw. bei Größen
  über 999999 Bytes in KBytes (erkennbar am angehängten "K"),
  dann folgt Datum und Uhrzeit des letzten Schreibzugriffes,
  anschließend die Protection-Flags ( Bedeutung unter <Protect> )
  und zum Schluß, falls vorhanden, der Kommentar.
  Also etwa:

       s         DIR  1.Jan,1993 13:15 ----RWED
       Editor  54138  4.Jan,1993 22:05 ----R-E-

  Viele File-Manager geben immmer nur eine Information an (Entweder Datum
  oder Größe oder Kommentar oder ..). Hat natürlich den Vorteil, daß man
  nicht nach links/rechts scrollen braucht bzw. kann.
  (Interessant wird diese Art der Darstellung immer, wenn Name und z.b.
   Größe zusammen so lang sind, daß Sie nicht mehr komplett auf das Feld
   passen. In der Regel wird dann nähmlich eins von beiden einfach "gekürzt")
  Diesen Weg habe ich nicht eingeschlagen, weil man so meistens mehrere
  Informationen gleichzeitig sehen kann, ohne umschalten zu müssen.
  Letztendlich ist es aber eine reine Geschmackssache.

3.7 Funktion der Aktions-Leiste:
------------------------------
  Im unteren Rand des Fensters erscheint immer die Größe des freien
  Speichers in Bytes.
  Während der Dateibearbeitung wird in dieser Aktionsleiste immer der
  Name der gerade bearbeiteten Datei angegeben.
  Die verschiedenen Meldungen bleiben noch solange sichtbar, bis Sie
  eine neuen Aktion durchführen ( Selektieren neuer Eintrage etc.).

3.8 Doppelklick:
----------------
  Wenn Sie einen Doppelklick auf einem Unterverzeichnis ausführen, gelangen
  Sie in dieses Verzeichnis.
  Bei einem Doppelklick auf einer Datei wird zunächst mit den Verknüpfungs-
  mustern verglichen. Wird Übereinstimmung festgestellt, kommt es zu der
  in der Verknüpfung definierten Aktion. (Mehr dazu unter "Verknüpfungen")
  Trifft auf die angeklickte Datei keines der Muster zu, wird versucht,
  diese auszuführen.
  ( allerdings nur, wenn es sich wirklich um ein Programm oder um ein
    Script-File mit gesetztem S-Flag handelt. Ansonsten erscheint die
    Meldung "NOT Executeble" ).
  Beim Starten des Programms wird ein Ausgabefenster auf der Workbench
  geöffnet. Nach Beenden des gestarteten Programms wartet DosXS in diesem
  Fenster auf einen Tastendruck, bevor weitergemacht wird.
  So haben Sie beim Doppelklick auf den z.b. Avail-Befehl des
  C-Verzeichnisses die Möglichkeit, die Ausgaben in aller Ruhe anzusehen.

3.9 Verknüpfungen:
------------------
  Verknüpfungen sind Verbindungen zwischen Dateien-Gruppen und bestimmten
  Aktionen, die bei einer Selektierung durch Doppelklick automatisch
  ausgeführt werden.
  Sinnvoll sind diese Zuordnungen immer, wenn Sie in Bezug auf ihren Namen
  ähnliche Dateien häufig mit denselben Aktionen bearbeiten:
  Icon's haben immer die Endung ".info". Daher habe ich bei Doppelklick
  auf eine ".info"-Datei die Aktion "Multi-Show" vordefiniert.
  Das Muster dazu ist bei Verwendung von "*" als Joker:  *.info
  DosXS kennt schon zahlreiche solcher Verknüpfungen (siehe Default-Verknüpf-
  ungen). So wird z.b. ein Sound/ProTracker Musikstück mit dem Muster
  MOD.*  beim Doppelklick sofort mittels c:SMP abgespielt oder
  Texte, Anleitungen etc., die mit ".Dok" (Muster: *.Dok) enden, mit dem
  internen Textanzeiger dargestellt.
  Diese Technik der Bearbeitung ist sehr nützlich, denn sie erspart Ihnen
  viel Arbeit.


3.10 Arbeitsweise bei zuzätzlich eingebundenen Programmen:
----------------------------------------------------------
  Wie schon erwähnt, können Sie auch eigene Befehle oder Programme in DosXS
  aufnehmen. Diese können dann auf zwei Arten benutzt werden:
  Zum einen können die Programme einfach nur gestartet werden
  ( z.b. Virus-Checker, Imploder, PowerPacker, SuperDuper, ...).
  Desweiteren können Sie Programme als sogenannte Batch-Befehle verwenden.
  D.h. diese Befehle wirken auf alle selektierten Einträge der aktiven Seite.
  Wenn Sie also z.b. einen SoundTracker-Player auf diese Weise einbinden,
  klicken Sie einfach die abzuspielenden Files oder Verzeichnisse an, und
  betätigen diesen Befehl.
  In der Standard-Einstellung von DosXS ist ein solcher Befehl bereits
  vorhanden: immer wenn Sie auf das <Edit>-Gadget klicken, wird der Editor
  mit Namen "Ed" aus dem C-Verzeichnis gestartet mit den selektierten
  Dateien als "Übergabe".
  Um ein angenehmes Arbeiten zu ermöglichen, habe ich einige Feinheiten
  eingebaut: Sie können zusätzlich bei jedem eingebundenen Befehl getrennt
  einstellen, ob die Workbench automatisch nach vorn gebracht werden soll
  oder nicht ( beim Editor, der sein Fenster auf der Workbench öffnet, wird
  dann der Workbenchbildschirm nach vorn geholt; beim SoundTrackerPlayer, der
  gar kein Fenster benötigt, ist dies nicht nötig, eigentlich sogar nervig,
  wenn jedesmal hin- und hergeschaltet wird ).
  Die zweite Extra-Einstellung ist der "Warte-Modus". Viele Programme
  erzeugen einen eigenen Prozess, daher denkt DosXS sofort nach dem  Aufruf,
  daß das Programm schon beendet ist. Das kann natürlich fatale Folgen haben:
  Nehmen wir an, Sie selektieren mehere Texte und klicken dann auf das
  <Edit>-Gadget, Ihr "Ed" erzeugt sich einen eigenen Prozess.
  Das erste Text-File wird in den Editor geladen, der hängt sich dann ab und
  AmigaDOS kehrt zu DosXS zurück. DosXS würde sofort wieder den Editor mit
  dem nächsten Text starten und so weiter.
  Um dieses zu vermeiden, stellen Sie einfach bei solchen Befehlen mit dem
  Konfig-Tool DosXsPrefs den Warte-Modus ein. Nach dem Ausführen des Befehls
  wartet DosXS dann nicht auf das AmigaDOS sondern auf Sie:
  Es erscheint ein Fenster auf dem DosXS-Schirm, und es wird erst weiter-
  gearbeitet, wenn Sie in dieses Fenster klicken.
  Und schließlich können Sie noch einstellen, ob DosXS während der Aus-
  führung des externen Befehls den Screen oder das Fenster schließen soll.
  Dies ist bei komplexen Anwendungen, die viel Speicher benötigen, oft
  sinnvoll.

3.11 RECHTE Maustaste auf den Verzeichnis-Bereichen:
----------------------------------------------------
  Wenn Sie auf einer Verzeichnis-Seite mit der rechten Maustaste klicken,
  erscheint die aktuelle Device-Liste, d.h. die zur Zeit vorhandenen bzw.
  gemounteten Volumes, Devices und Assigns.
  Durch Doppelklick mit der linken Maustaste wird das Verzeichnis der
  entsprechenden Zeile eingelesen.
  Durch erneutes Klicken mit der rechten Maustaste verschwindet die
  Device-Liste wieder und der ursprüngliche Inhalt erscheint.


3.12 RECHTE Maustaste auf Befehls-Gadgets:
------------------------------------------
  Wie aus anderen File-Managern gewohnt, sind einige Gadgets doppelt belegt.
  Ein doppelt belegtes Gadgets erkennen Sie an dem "Knubbel" in der linken
  oberen Ecke. Wenn Sie also auf so ein Gadget mit der Rechten anstatt der
  Linken Maustaste drücken, erscheint der zweite Befehl auf dem Gadget.
  Bei erneutem Klicken mit der rechten Maustaste erscheint wieder die erste
  Belegung.
  Bei der Standard-Einstellung liegt z.b. "unter" dem <Read>-Befehl der
  <HexRead>-Befehl. Sie sehen, die Doppelbelegung macht immer dann Sinn,
  wenn man zwei ähnlichen Befehle hat. Dadurch vermeiden Sie eine Flut von
  ähnlichen Befehls-Gadgets und erhöhen die Übersicht.
  Eine kleine Ausnahme bei der Doppelbelegung bilden die Pfadnamen
  (z.b. "DF0:", "C:", "RAD:") : Wenn Sie auf ein doppelt belegtes
  Pfad-Gadget klicken, werden ALLE Pfad-Gadget "umgedreht" ( Grund:
   es hat sich einfach als praktisch erwiesen ).

  Schon ein kleiner Vorgeschmack auf die Konfigurierbarkeit:
  Da es sich bei Pfad-Gadgets um den internen Befehl <ReadDir> handelt,
  können Sie so viele Pfad-Gadgets einstellen, wie Sie es wünschen. Selbst
  die Positionen sind völlig egal. Sie müssen also nicht dem Muster folgen:
  "oben eine feste Anzahl von Pfad-Gadgets, dann die feste Anzahl der
  internen Funktionen und zuletzt die Eingebundenen". Wenn Sie es möchten,
  könnten Sie die Doppelbelegung "internes <Show>/ externer Bild-Viewer"
  konfigurieren.

3.13 Abbruch von Batch-Vorgängen:
---------------------------------
  Batch-Vorgang heißt, Sie führen einen Befehl im Zusammenhang mit
  selektierten Einträgen aus.
  Nun, um solch einen Vorgang zu unterbrechen, drücken Sie die ESC-Taste.

3.14 Vordefinierte Masken:
--------------------------
  DosXS bietet Ihnen 5 verschiedene Masken für die Bildschirmaufteilung.
  In der Standardeinstellung können Sie die Masken über das Menü "Maske"
  oder <Amiga-rechts 1> bis <Amiga-rechts 5> erreichen. Probieren Sie ein-
  fach ein wenig mit den verschiedene Möglichkeiten. Jede Maske hat ihre
  eigenen Vorzüge: Mal hat man mehr Gadgets, mal breitere oder höhere
  Verzeichnisbereiche.

3.15 Konfigurations-Datei:
--------------------------
  Falls Sie DosXS mit anderen Einstellungen (Farben, Monitor, zusätzliche
  Befehle, ..) starten möchten, sollten Sie mit dem Konfig-Tool eine
  KonfigurationsDatei erstellen, welche unter dem Namen "S:DosXS.Config"
  gesichert wird.

4. FehlerMeldungen:
===================

  Auftretende Fehler werden in einem kleinen Requester ausgeben. Sie müssen
  mit <Resume> bestätigt werden. Kann der Requester nicht geöffnet werden,
  erscheint ein Recoverble Alert mit derselben Meldung.
  Ein besonders harter Fehler ist z.b. "Very low Memory". Nach Ausgabe dieses
  Fehlers wird DosXS automatisch verlassen. (Meist ist dann eh nichts mehr zu
  retten)

5. Konfigurierbare interne Funkionen:
=====================================

Die folgenden Funktionen sind alle schon in DosXS untergebracht, sind aber
trotzdem konfigurierbar, d.h. Sie legen fest, wo sich die Funktionen
befinden, oder ob sie überhaupt auftauchen. Wenn Ihnen z.b. der SamplePlayer
absolut nicht zusagt, können Sie ihn einfach weglassen. Auch die Namen der
Funktionen sind nicht zwingend.
Sie können z.b. dem <Copy>-Befehl den Namen "kopiere" geben.
( Näheres dazu in der Beschreibung von DosXsPrefs )

Hier nun die Beschreibung der schon vorhandenen 35 Funktionen:

ReadDir:     diese Funktion bewirkt, daß der Name (z.b. "DF0:" )
             als Pfad benutzt und dessen Verzeichnis in die aktive Seite
             eingelesen wird.

Parent:      das nächste, übergeordnete Verzeichnis wird ausgelesen.

Delete:      Alle selektierten Verzeichnisse bzw. Files der aktiven Seite
             werden gelöscht.
             Befinden sich in einem Verzeichniss noch Files, so werden
             diese vorher gelöscht. Lösch-geschützte Dateien oder
             Verzeichnisse werden nicht gelöscht. Der Löschvorgang wird
             dann abgebrochen. Wenn Sie diese Einträge trotzdem löschen
             wollen, müssen vorher mit <Protect> das Deletable-Flag
             setzen.
             Wenn in DosXsPrefs die Sicherheitsabfrage für den Löschvorgang
             eingestellt wurde, wird nochmal nachgefragt, ob die Datei wirk-
             lich gelöscht werden soll. Sie können in dem entsprechenden
             Requester die einzelne Datei <Löschen> bzw. <Nicht Löschen>
             lassen oder für den gesamten Löschvorgang die Sicherheitsab-
             frage mit <Alle Löschen> abschalten. <Abbrechen> bricht denn
             Vorgang ab. Am Ende des Löschvorganges ist die Sicherheitsab-
             frage natürlich wieder aktiv.

Copy:        Alle ausgewählten Verzeichnisse bzw. Files der aktiven Seite
             werden in das Verzeichniss der gegenüberliegenden Seite kopiert,
             inklusive Kommentare und Protection-Flags.
             Befindet sich auf beiden Seiten dasselbe Verzeichnis, so werden
             Back-Up´s angelegt, d.h. Sie erhalten eine Kopie mit dem Zusatz
             ".bak".
             Wenn die Ziel-Datei bereits existiert UND in DosXsPrefs die
             Sicherheitsabfrage für den Kopiervorgang eingestellt wurde,
             wird nochmal nachgefragt, ob die Datei überschrieben werden
             soll. Der Requester funktioniert wie bei <Delete>.

Copy As:     Wie Copy, nur können Sie hier noch den Namen der Ziel-Datei
             in einem Requester verändern.

Rename:      Alle angewählten Verzeichnisse bzw. Files können mit einem
             neuem Namen versehen werden. Ein kleiner Requester gibt Ihnen
             die Möglichkeit, den Namen zu ändern ( <OK> ) , den Namen
             unverändert zu lassen (einfach <Return> oder <CANCEL>) oder
             den gesamten Umbennungsvorgang abzubrechen ( <ABORT> ).
             Wenn Sie den Namen nicht verändert haben, wird dieser natürlich
             auch nicht auf das Laufwerk übertragen, d.h. es werden keine
             unnötigen Schreibzugriffe ausgeführt.

Move:        Alle angeklickten Einträge der aktiven Seite werden in die
             passive Seite "bewegt". Dieser Befehl sollte eigentlich nur
             auf ein und demselben Laufwerk funktionieren, da in diesem
             Fall einfach nur ein paar Pfade in den Directories neu
             gesetzt werden, d.h. es wird nichts kopiert.
             Da es sich aber wohl zum Standard entwickelt hat, auch von
             einem Laufwerk auf ein anderes zu "Moven", habe ich auch
             diese Möglichkeit aufgegriffen. In diesem Fall werden dann
             zunächst alle Verzeichnisse bzw. Files auf die passive Seite
             kopiert und danach auf der aktiven Seite gelöscht.

Comment:     Klar, Sie können mit dieser Funktion alle angewählten Einträge
             mit einem Kommentar versehen, einen vorhandenen ändern oder
             entfernen. Die Bedienung des Requesters ist dieselbe wie bei
             (4) Rename.

Protect:     Hiermit können Sie alle angewählten Verzeichnisse bzw. Files
             der aktiven Seite mit neuen Protection-Flags versehen.
             Nach anwählen des Gadgets erscheint ein Fenster, mit
             dem Sie die Protection-Flags ändern können.

             Die einzelnen Flags haben folgende Bedeutungen:

             H: HIDDEN  die Datei soll nicht angezeigt werden.
             S: SCRIPT  das File wird beim Aufruf als Batch-Datei ausgeführt.
                        (Nur im Zusammenhang mit der SHELL)
             P: PURE    das File wird beim ersten Aufruf resident in den
                        Speicher eingelagert.
             A: ARCHIVE dieses Flag hält bis zum nächsten Schreibzugriff
                        auf die Datei.
             R: READ    die Datei ist lesbar.
             W: WRITE   die Datei darf verändert werden.
             E: EXECUTE die Datei ist ein ausführbares Programm.
             D: DELETE  die Datei darf gelöscht werden.

             Ist ein Flags nicht gesetzt, so gilt immer das Gegenteil.


Read:        Diese Funktion lädt nacheinander alle angewählten Files
             und alle Files eines angewählten Verzeichnisses in den Speicher
             und zeigt diese dann als ASCII-Textdateien.
             Die Dateien können auch mit dem PowerPacker als Data-File
             gecruncht sein. Sie werden Mithilfe der PowerPacker-Library,
             die in "LIBS:" sein sollte, entpackt und angezeigt.
             Im Textanzeiger haben Sie dann folgende Möglichkeiten:
             Cursor-Up,
             Cursor-Down : Im Text Hoch- bzw. Runterscrollen.
                           Dabei gibt Ihnen die Prozent-Zahl Oben-Rechts
                           immer die Position im Text an (100% = TextEnde)
             Shift-Cursor-Up,
             Shift-Cursor-Down : Seitenblättern vor- bzw. rückwärts.
             t,T : Top of Text, d.h. Sprung zum Textanfang.
             b,B : Bottom of Text, d.h. Sprung zum TextEnde.
             h   : Wechseln zwischen HEX- oder ASCII-Darstellung.
             f   : Sezten des Such-Strings.
             w,n : Suchvorgang wiederholen.
             x,q : Exit : Reader verlassen.
             Esc : Abort: Reader verlassen und Vorgang abbrechen.
             Space: AutoScroll an/ausschalten.
             Help : Anzeigen der Help-Seite.

             Alternativ dazu können Sie auch den Ziffern-Block benutzen:
              8 : eine Zeile zurück
              2 : eine Zeile vor
              9 : eine Seite zurück (PgUp)
              3 : eine Seite vor    (PgDn)
              7 : zum TextAnfang    (Home)
              1 : zum TextEnde      (End )

             Um die Textanzeige zu beenden, klicken Sie einfach auf das
             <EXIT>-Gadget. Oder auf <Abort> um den Gesamtvorgang abzu-
             brechen.

HexRead:     Dasselbe in grün. Hier werden die Files als Hex-Dumps gezeigt
             Linke  Seite: Long-Staffeln im Hexadezimal-Format.
             Rechte Seite: Nochmal als ASCII-Zeichen.
             Die Bedienung ist identisch zum normalen ASCII-Textanzeiger.
             (klar: es ist ja auch derselbe Anzeiger)

MultiShow:   Diese Funktion beinhaltet eigentlich drei:
             Zuerst wird versucht die angewählten Files (bzw. die Files eines
   (Icon)    Verzeichnisses) als Icon zu interpretieren.
             Wenn es sich also um ein Icon handelt, wird dies im einem
             Window angezeigt. Sie können es ruhig anklicken:
             Handelt es sich um ein Icon mit zwei Bildern, wird durch
             Anklicken das zweite Bild dargestellt.
             (Die Meldung "Klick Icon to Flip" zeigt dies an)
             Durch Klicken in das <OK>-Feld verschwindet das Icon wieder.
             Wars kein Icon, d.h. kein ".info"-File, folgt die zweite
             Funktion:
   (Font)    Wenn es sich um einen ZeichenSatz handelt, wird dieser
             mit einigen Informationen angezeigt.
             Die angewählten Dateien müssen sich nicht im Fonts-Verzeichnis
             befinden.
             Wenn es kein Font war,
             wird geprüft, ob es sich um ein IFF-ILBM Bild handelt.
   (IFF)     Ist dies der Fall, so wird es geladen und angezeigt. Während des
             Ladens werden in der Titelleiste Informationen angegeben:
             Breite * Höhe , Anzahl der Farben bzw. HAM oder Extra-HalfBrite.
             Zusätzlich erscheint der Hinweis "NOT PACKED", wenn das Bild
             nicht kompremiert ist. Dies bedeutet immer Speicherverschwendung
             auf dem Laufwerk. Sie sollten dann dieses Bild kompremieren
             (etwa: Laden und wieder Speichern mit einem Malprogramm).
             Das Bild wird schon während des Ladens konvertiert und daher ist
             es möglich, auch bei wenig freiem RAM-Speicher, noch Bilder
             anzuzeigen. Aus diesem Grund ist es allerdings nicht möglich,
             Bilder zu laden, die mit dem PowerPacker gecruncht wurden.
             Das angezeigte Bild verschwindet, sobald Sie eine Taste auf der
             Tastatur oder die linke Maustaste betätigen.
             An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, daß die Konvertierung
             Pascal->Assembler des IFF-Laders von

                                Jürgen Selle

             übernommen wurde. Es hat zwar einige Anläufe gebraucht, aber
             am Ende zählt ja bekanntlich nur das Ergebnis.

PlaySample:  Funktion: naja, spielt die angewählten Files/Dirs als Sample
             ab. Das macht natürlich nur Sinn, wenn es sich um ein solches
             handelt. Erkannt wird IFF-8SVX. Da aber viele (die meisten ?)
             Samples nicht im 8SVX Format vorliegen (z.b. die Millionen
             SoundTracker-Samples) werden auch Files ohne dieses Format
             auf die Boxen "gejagt".
             Auch hier können PowerPacker Data-Files leider nicht
             berücksichtigt werden, da das Sample, ähnlich wie bei den
             Bildern, schon während des Ladens gespielt wird.
              (Bei Samples von z.b. 400 KBytes Länge gehts nicht anders)

PSelect:     PatternSelect. Manchmal ist es notwendig, viele gleichartige
             Einträge zu selektieren. Mit PatternSelect haben Sie die
             Möglichkeit, Einträge, die einem bestimmten Muster genügen,
             automatisch selektiern zu lassen. Nachdem Sie <PSelect> anwählen,
             erscheint ein kleiner Requester ( Bedienung wie in "Rename" ), der
             Sie auffordert, ein Muster einzugeben.
             Voreingestellt ist "*.info" .  "*" steht immer für Joker.
             AmigaDos-Standard wäre zwar "#?". Aber in diesem Fall habe ich
             den sinnvolleren MS-Dos-Joker "*" verwendet.
             Wenn Sie also z.b. nach dem Muster "*.info" selektieren lassen,
             werden alle Einträge mit der Endung ".info" der aktiven Seite
             ausgewählt. Sie können auch mehrere Joker verwenden:
             z.b. "*.*" selektiert alle Einträge, die ein "." im Namen haben.
             ( z.b. "Disk.info" , ".info" , "MOD.Song" , "Bild.IFF" ).
             Zwischen Groß/Kleinbuchstaben wird Standardgemäß kein Unter-
             schied gemacht, d.h. das Muster "*.info" würde auch z.b. den
             Eintrag "Test.InFo" selektieren.

All:         Ah, schön kurz: Alle Einträge der aktiven Seite werden
             angewählt.

Clear:       Das Gegenteil zu <ALL>. Alle angewählten Einträge der aktiven
             Seite werden wieder freigegeben.

DiskInfo:    Mit dieser Funktion erhalten Sie nähere Informationen über die
             Laufwerke auf der linken bzw. rechten Seite. Da wäre Name des
             Laufwerks, GesamtAnzahl der verfügbaren  Blocks auf dem Laufwerk,
             Größe der Blöcke in Bytes, Anzahl der belegten Blöcke, Zustand
             des Schreibschutzes und Datum der letzten Änderung.
             Durch Klicken auf das <OK>-Feld verschwindet diese Information
             wieder.

MakeDir:     Auf der aktiven Seite wird ein Verzeichnis hinzugefügt.
             Es wird derselbe Requester benützt wie bei "Rename".
             Ein neues Verzeichniss kann nur angelegt werden, wenn kein
             Verzeichniss oder File mit demselben Namen existierte.

ReRead:      Das Verzeichniss der aktiven Seite wird neu eingelesen, und
             zwar ohne vorher im Puffer zu suchen.
             Diese Funktion ist immer dann sinnvoll, wenn das Verzeichniss
             von einem anderen Programm (z.b. Anlegen einer neuen Datei
             mit einem Editor) verändert wurde. Diese Änderung bekommt der
             Puffer von DosXS nicht mit.
             (DosXS registriert nur die Änderung an sich, nicht aber die
              Art der Änderung, daher werden alle "von außen" geänderten
              Verzeichnisse im Puffer gelöscht.)

Invert:      Alle Einträge der aktiven Seite werden bezüglich ihres
             Selektierzustandes invertiert.
             Also: Alle nicht angewählten Einträge werden automatisch
                   selektiert und umgekehrt.

Swap:        Die Verzeichnisse auf beiden Seiten werden getauscht, d.h.
             was vorher auf der linken Seite stand, steht nun rechts und
             umgekehrt.

Maske 1-5:   Fünf zum Teil völlig verschiedene vordefinierte Masken.
             Damit können Sie DosXS auf Ihre Bedürfnisse anpassen.
             Es besteht zur Zeit keine Möglichkeit, eine völlig benutzer-
             definierbare Maske zu erzeugen. Ich bin mir noch nicht sicher,
             ob der Aufwand wirklich lohnt, denn es gibt nur wenige
             sinnvolle (!) Masken-Varianten. Jede interne Voreinstellung
             verbraucht nur 56 (!!) Bytes, daher ist es egal, ob ich 4,
             5 oder 7 Masken anbiete.

CUSTOM/WB:   Sie können DosXS wahlweise mit einem eigenen Screen betreiben
             (CUSTOM), oder mit einem Fenster auf dem Workbench-Screen (WB).
             Wenn Sie im Workbench-Modus arbeiten, haben Sie zusätzlich die
             Möglichkeit die Größe des Fenters mit dem Sizer-Gadget in
             rechten unteren Fensterecke zu verändern.

Iconify:     Diese Funktion friert DosXS ein. Der eigene Screen bzw. das
             Fenster auf der Workbench wird geschlossen.
             Links-Oben auf Ihrer Workbench erscheint ein kleines Icon mit
             der Aufschrift "DosXS-Icon". Sie können es beliebig verschieben.
             Wenn Sie DosXS wieder aktivieren wollen, führen Sie auf dem Icon
             einen Doppelklick mit der linken Maustaste oder einen einfachen
             Klick mit der rechten Maustaste aus.

Quit:        Das Programm DosXS wird verlassen.

Reset Config:Falls Sie DosXS mit einem Config-File gestartet haben, können
             mittels dieser Funktion wieder die Grundwerte einstellt werden.
             Dies gilt für all die Werte, die Sie mit dem Konfigurations-
             programm verändert haben.

Reload Config: Diese Funktion lädt eine entsprechendes Konfig-File ein und
             setzt es um. In der Standard-Einstellung liegt diese Funktion
             auf dem Doppelklick mit *.Config-Dateien, d.h. ein Doppelklick
             auf eine andere Konfiguration - und DosXS nimmt schon eine
             neue Gestallt an. Im Verzeichnis Config-Archive befinden sich
             schon ein paar unterschiedliche Konfigurationen.
             Sie können sie ja einfach mal von DosXS aus nachladen.

Print: Ausdrucken von selektierten Dateien oder Verzeichnis-Listen.
       Print-Mode   : Hier können Sie wählen, ob die selektierten Dateien
                      (Files) oder nur deren Verzeichnis-Daten (Directory)
                      gedruckt werden sollen. Wenn Sie Files drucken lassen
                      und Sie ein Unterverzeichnis selektieren, werden alle
                      Files des Verzeichnisses gedruckt.
       Dir/File-Name: Ausdruck des Verzeichnis- bzw. Dateinamens Ja/Nein.
       Time and Date: Ausdruck des Datums Ja/Nein.
       Quality      : Druckqualität Draft oder NLQ.

DirCache OFF:Der DosXS-interne Verzeichnis-Puffer wird gelöscht und
             abgeschaltet, d.h. die Verzeichnisse werden immer wieder neu
             eingelesen. Sinnvoll bei extrem knappen Speicher.

DirCache ON: Der interne Dir-Puffer wird wieder benutzt.

Clear Cache: Der Dir-Puffer wird bis auf die gerade angezeigten Verzeichnisse
             gelöscht. Der Puffer wird dann im Gegensatz zu <Turn OFF> ganz
             normal weiter benutzt. Wenn Sie z.b. bis jetzt Verzeichnisse
             eingelesen haben, die Sie auf absehbare Zeit nicht mehr benöti-
             gen, können Sie den belegten Speicher wieder freigeben.

  Noch eine Bemerkung zum Verzeichnis-Puffer:
  Gerade wenn man viele verschiedene Disketten bearbeitet, bläht sich
  dieser Puffer sehr auf. Daher ist in der Dir-Verwaltung von DosXS
  ein "Not-Stop" eingebaut. Dieser führt immer dann ein "Zwangslöschen"
  aus, wenn eine Diskette nach 5 aufeinanderfolgenden Disketten-Wechseln
  nicht wieder eingelegt wurde.
  D.h. Sie lesen z.b. das Verzeichnis der WorkBench-Disk ein und ent-
  fernen diese dann. Wenn Sie nun immer weitere Disketten einlegen
  und einlesen, ohne zwischendurch die WorkBench-Disk einzulegen,
  so werden die gepufferten Verzeichnisse der WorkBench-Disk nach 5
  Disketten-Wechseln gelöscht.
  Der Wert 5 ist von mir willkürlich gewählt, hat sich in der Praxis
  allerdings äußerst bewährt.
  Durch diese Einrichtung ist es normalerweise immer möglich, ohne
  Rücksicht auf den Speicher Verzeichnisse einzulesen.


6. Die Standard-Einstellungen:
==============================

 Die Standard- bzw. Default-Einstellung erhalten Sie immer dann, wenn
 DosXS ohne Konfig-File gestartet wird, oder wenn Sie die Funktion
 "Reset Config" auslösen. Im einzelnen sind dies:
 Eigener Schirm mit neuen OS2-Schiebern, Maske 2, non-interlaced, OS2-Farben,
 Dir-Cache aktiv, Topaz 8 für Schirm und Verzeichnisse und:

6.1 Das Default-Menü:
---------------------
 Config
  -Reset Config       Konfiguration auf Standardwerte zurücksetzen
  -DosXsPrefs         "sys:utilities/DosXsPrefs" starten.
  -CUSTOM/WB          Umschalten Eigener Schirm oder Workbench-Fenster
  -Iconify            Ikonifizieren
  -Quit               DosXS verlassen
 Maske
  -Maske 1            Maske Nr. 1
  -Maske 2             .
  -Maske 3             .
  -Maske 4             .
  -Maske 5            Maske Nr. 5
 Cache
  -Clear Cache        Verzeichnispuffer löschen
  -Dir-Cache ON       Verzeichnispuffer ermöglichen
  -Dir-Cache OFF      Verzeichnispuffer verbieten
 Tools
  -Editor..           "c:Ed" starten
  -Disk-Tool..        "sys:Utilities/DiskTool" starten
  -Print..            Druck-Requester beginnen.
 Archive,',10
  -Lha UnPack         selekierte Datei(en) in inaktive Seite mit c:Lha
                      entpacken.

6.2 Die Default-Gadgets:
------------------------
 Hier ist eigentlich nichts besonderes zu sagen, außer vielleicht, daß die
 Anordnung auf Maske 2 und PAL-HIRES abgestimmt ist. Es kann daher gut sein,
 daß die Aufteilung gerade bei anderen Masken (z.b. Nr 3) nur wenig erfreut.
 Die Namen der Gadgets entsprechen weitgehend den Funktionen.

6.3 Die Default-Verknüpfungen:
------------------------------
 Bei Doppelklick auf Dateien sind folgende Muster vordefiniert:

 Contents  : So heißen die Inhaltsangaben bei Fred FISH. Daher Anzeigen(Read)
 *.PIC     : ist wahrscheinlich ein Bild, daher mit MultiShow anzeigen.
 *.SND     : mit PlaySample abspielen.
 *.Info    : in der Hoffnung auf ein Icon anzeigen (MultiShow).
 *.Config  : Testen auf DosXS-Config und einladen  (Reload Config).
 *.asm     , (Assembler-Dateien)
 *.inc     , (Include-Dateien  )
 *.p       , (Pascal-Programme )
 *.Dok     ,
 *.TXT     ,
 *ReadMe*  ,
 *.Doc     , alles mit internem Reader anzeigen.
 *.lha     : Inhalt des LHA-Files mit c:Lha anzeigen.
 *.Guide   : Datei mit sys:Utilities/AmigaGuide anzeigen. Mit Iconify.
 MOD.*     : Sound/ProTracker-Module mit c:SMP abspielen.

6.4 Tastenkombinationen:
------------------------
 Tab          :  Aktive/Inaktive Seite wechseln.
 Cursor-Tasten:  Aktive Seite scrollen.
 Amiga-P      :  Drucken.
 Amiga-I      :  Iconify.
 Amiga-Q      :  DosXS verlassen.
 Amiga-1      :  Maske Nr. 1.
  .                .
  .                .
 Amiga-5      :  Maske Nr. 5.
 Esc          :  laufenden Batch-Vorgang abbrechen.


7. DiskTool:
============

 Ab der 2.0 Version ist das DiskTool aus Platzgründen als selbständiges
 Programm ausgelagert. Es bietet nur die notwendigsten Möglichkeiten:

 Mit dem Disketten-Schalter links neben dem Namen können Sie einstellen,
 welches Laufwerk (DF0: DF1: DF2:) betroffen werden soll. Folgende Aktionen
 stehen zur Auswahl (Die Aktionen werden erst ausgeführt, wenn Sie den
 Schalter <Start Work> betätigen) :

 Format : die Diskette wird Track-weise formatiert.
 Clear  : lediglich Root-Block und BAM werden neu initialisiert.
            ( auch bekannt als "Quick-Format" )
 Relabel: die Diskette wird umbenannt.
 Install: der Boot-Block der Diskette wird installiert.

 Bei den Aktionen Format, Clear und Relabel wird der Name des Namensfeldes
 auf die Diskette übertragen.

 Die internen Routinen des Disk-Tools stammen übrigens aus der Feder von

                        Frank Wecke,

 den ich an dieser Stelle lobend erwähnen möchte.


8. Devices,Libraries,Handler:
=============================

 DosXS paßt sich, wie fast alle Programme, Ihrer Systemumgebung an,
 d.h. Ausdrucke werden mit dem von Ihnen eingestellten Druckertreiber
 vorgenommen etc.
 Dies setzt natürlich voraus, daß sich die entsprechenden System-Libraries
 und Devices in Ihren System-Verzeichnissen befinden.
 Kurz zusammengefaßt sind dies:

   devs:printer.device
   devs:parallel.device
   l:Port-Handler             diese 3 fürs Drucken

   libs:icon.library          zum Anzeigen von Icons (nur unter KICK 1.3)

   libs:diskfont.library      fürs Anzeigen von Fonts

   libs:powerpacker.library   zum Anzeigen von PP-Data Files



9. Schlußlicht:
===============

 DosXS ist in KICK-Pascal und teilweise in Assembler geschrieben. Es erzeugt
 sich einen eigenen Task, braucht also im CLI oder SHELL nicht mit "run"
 gestartet werden.
 Falls Sie über ein Pack-Programm verfügen, können Sie DosXS problemlos
 packen. Das ohnehin recht kurze Programm verkürzt sich dann auf gut die
 Hälfte. (Aber ohne Hunk-Merging !!)


 Dies ist das Ende der Anleitung. Ich hoffe, Sie kommen damit zurecht.
 Zusätzlich zu diesem Teil existiert noch eine Anleitung zum
 Konfig-Tool für DosXS. Dort wird ausführlich erklärt, wie Sie DosXS
 konfigurieren und eigene Befehle aufnehmen können.

