-----------------------------------------------------------------------------
                                                                    27.12.94
                               DosXS 2.2

                    Anleitung für den Datei-Manager

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Autor (C):                  Frank Dittmar
                            Grürmannstr. 24

                            D-58239 Schwerte

Copyright:                  SHAREWARE

Thanx to: Frank Wecke  (Disk-Tool, AutoRun),
          Jürgen Selle (Übersetzung meines IFF-Laders nach Assembler)

-----------------------------------------------------------------------------

 Dieser Text darf nur mit dem kompletten Verzeichnis DosXS der DEMO(!)-
 Version weitergegeben werden. Eine andere Art der Verwendung, auch
 Auszugsweise, ist nicht gestattet.

 Die Demoversion von DosXS 2.2 kann frei kopiert werden, WENN

    1. Das Verzeichnis <DosXS> vollständig und unverändert
       weitergegeben wird UND

    2. bei Inhaltsangaben oder Anzeigen darauf hingewiesen
       wird, daß es sich um die Demoversion 2.2 handelt UND

    3. der anteilige Abgabepreis 5 DM nicht übersteigt.
       Unter dem anteiligen Abgabepreis ist der Preis der Diskette
       bzw. CD-Rom geteilt durch die Anzahl der ausgewiesen(!)
       Programme zu verstehen.

                                                                   Der Autor

-----------------------------------------------------------------------------

 Da es mittlerweile auch auf dem AMIGA zur Mode geworden ist, sich gegen
 alles und nichts ein- und auszuschießen, bla bla:

Copyright
=========
 Das Software-Paket sowie die begleitenden Texte und Dokumentationen sind
 Eigentum von Frank Dittmar und durch die internationalen urheberrecht-
 lichen Copyright-Bestimmungen geschützt. Es gelten hierfür die grundle-
 genden Bestimmungen für Copyright-geschütztes Material.

Beschränkte Garantie
====================
 Das Programm wird in vorliegender Form geliefert, ohne jegliche Garantie
 für die Qualität und Einsatzfähigkeit für einen bestimmten Zweck, weder
 in ausdrücklicher noch in impliziter Form. Der Benutzer trägt das gesamte
 Risiko bezüglich der Qualität und der Leistung dieses Programmes.
 Ich übernehme des weiteren keine Garantie dafür, daß die Leistungsmerkmale
 des Programms individuellen Ansprüchen entsprechen oder das die Software
 unterbrechungs- und fehlerfrei arbeitet.

Beschränkte Haftung
===================
 Es wird jede Haftung ausgeschlossen. dazu gehören u.a. entgangener Gewinn,
 Datenverluste oder sonstige Begleit- bzw. Folgeschäden, die aufgrund der
 Benutzung bzw. des nicht korrekten Einsatzes dieses Produktes enstehen
 sowie Schadensersatzansprüche Dritter.

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                                 INHALT
                                 ------
1. Leistungsmerkmale.
2. Einleitung.
3. Bedienung von DosXS:
 3.1  Aufbau einer Seite
 3.2  Aktive/Inaktive Seite
 3.3  Einträge einer Seite auswählen
 3.4  Rollbalken/Pfeile
 3.5  Seiteninhalt übernehmen
 3.6  Aufbau der Zeilen
 3.7  Funktion der Aktions-Leiste
 3.8  Doppelklick
 3.9  Verknüpfungen
 3.10 Arbeitsweise bei zuzätzlich eingebundenen Programmen
 3.11 RECHTE Maustaste auf den Verzeichnis-Bereichen
 3.12 RECHTE Maustaste auf dem Verzeichnis-Rand
 3.13 RECHTE Maustaste auf Befehls-Gadgets
 3.14 Abbruch von Batch-Vorgängen
 3.15 Vordefinierte Masken
 3.16 Verändern der Bildschirmaufteilung
 3.17 Konfigurations-Datei
4. Fehler-Meldungen.
5. Konfigurierbare interne Funkionen.
6. Standard-Einstellung:
 6.1 Default-Menü
 6.2 Default-Gadgets
 6.3 Default-Verknüpfungen
 6.4 Tastenkombinationen
7. DiskTool.
8. Devices,Libraries,Handler.
9. Schlußlicht.

----------------------------------------------------------------------------

1. Leistungsmerkmale:
=====================

  - frei konfigurierbare Gadgets, Menüs und Verknüpfungen.
  - frei konfigurierbare Bildschirmaufteilung.
  - Einbindung zusätzlicher externer Befehle möglich.
  - konfigurierbare Zeichensätze für Menü, Gadgets und Anzeige.
  - zusätzliches Konfigurations-Programm DosXsPrefs (OnScreen).
  - unterstützt alle AGA-Bildschirm-Formate.
  - optionales Fenster auf der Workbench, mit Sizer.
  - nahezu unbegrenzter Verzeichnis-Puffer
  - unterstützte Standard-Formate:
     IFF-ILBM, IFF-8SVX, Icon´s, PowerPacker-Data, Fonts.
  - TextAnzeiger (HEX und ASCII).
  - 35 interne Funktionen wie Drucken, Copy, Delete, Rename, MakeDir, ...
  - DosXS und DosXsPrefs läuft auf jedem Amiga-System.( ab KICK 1.3 )
  - "superplay.library"-Unterstützung.


2. Einleitung
=============

 DosXS (DOS-ACCESS) ist ein Datei-Manager, d.h. der Benutzer hat die
 Möglichkeit, mit den Dateien und Verzeichnissen auf seinen Speichermedien
 leicht, aber dennoch komfortabel, umzugehen.
 Da DosXS allein für diesen Zweck entwickelt wurde, befindet sich im
 Programm kein Tool zum Kopieren von ganzen Disketten oder zum Anzeigen
 von EXEC-Listen oder ähnliches.
 Diese Funktionen sind zwar sehr interessant und nützlich, aber durch die
 Implementierung solcher speziellen Tools erhält der Benutzer, also Sie,
 letztendlich nur ein riesiges, unhandliches "Programm-Monster". Aus diesem
 Grunde fehlen derartige Funkionen im Programm selber.
 Bei Bedarf besteht aber durchaus die Möglichkeit, ja sogar die Absicht,
 auch solche Tools "einzukonfigurieren". Dazu jedoch erst später.
 Ein kleines Beispiel dazu: Es gibt Mittlerweile soviele Archiv-Programme
 wie "lharc","zoo","lha" .., und das in vielen Versionen. Da erscheint es
 mir fast unvernünftig, einen File-Manager zu schreiben,
 der sich auf all diese Unterschiede einstellt, und zwar so, daß es einfach
 und vor allem kurz bleibt. Zumal es so viele ausgereifte Tools gibt, die
 sich ausschließlich mit der Archivierungs-Problematik auseinandersetzen.

 Für Anwender, die diese Dinge trotzdem gerne in einem File-Manager sehen,
 habe ich dann lieber besondere Konfigurations-Möglichkeiten vorgesehen.

 Nun aber genug von dem, was DosXS nicht kann oder will, sondern zu dem,
 was es leistet:


3. Bedienung von DosXS
======================

Für die meisten sind einige Teile dieser Anleitung wahrscheinlich überflüssig,
aber für den üngeübten Anwender mit Sicherheit hilfreich.
Den Umgang mit der Maus und PullDown-Menüs darf ich dann doch voraussetzen.
Im Zweifelsfall verweise ich Sie auf Ihr Benutzerhandbuch.

3.1 Aufbau einer Seite:
-----------------------
  Eine Seite besteht aus drei Teilen (von oben nach unten):
  Laufwerksname, Verzeichnisname, Dateifeld (Verzeichnisfeld).
  Links neben dem Laufwerksnamen steht immer die Größe des freien Platzes
  auf dem Laufwerk in Bytes.
  Den Verzeichnisnamen darunter können Sie durch Anklicken verändern.
  Im Dateifeld stehen alle Einträge, die zum Verzeichnisnamen gehören.
  Durch Anklicken der ersten Zeile im Dateifeld ("/   Parent") gelangt
  man ins übergeordnete Verzeichnis.


_Verzeichnis-Gadget (akueller Pfad).
\     _Anzahl der freien Bytes.
 \    \
  \    \      _Laufwerksname.
   \   _\_____\_____________________________  _Andere Seite Übernehmen.
    \ |423658:WorkBench2.0              | /| /
     \| _______________________________ |/ |/
      \|DF0:C                          ||\ |
      |`-------------------------------'| \|
      |---------------------------------|--|
      ||/           Parent              ||
      ||Assign       3220 27.Feb,1993 10||
      ||Avail         728 27.Feb,1993 10||
      ||Colors1.3     192 18.Jun,1993 20||  _Vertikaler Schieber.
      ||Colors2.0     192 17.Oct,1992 19|| /
      ||Date         1092 27.Feb,1993 11||/
      ||Dir          3440 27.Feb,1993 10||
      ||Ed          24284  1.Aug,1993 18||
      || .                          .   ||
      || .                          .   ||
      || .                          .   ||
      || .                          .   ||
      || .                          .   |##|
      || .                          .   |##|
      || .                          .   |##|
      || .                          .   |##|
      ||                                |##|  _Seiteninhalt nach oben.
      ||                                |__| /
      ||                                |/\|/ _Seiteninhalt nach unten.
      ||                                |--| /
      ||                                |\/|/ _Seitengröße verändern.
      ||________________________________|--| /
      ||##########|<|>|<>|/
      `----\-------------------------\-\---'
            \                         \ \_Seiteninhalt nach links.
             \__Horzontaler Schieber.  \__Seiteninhalt nach rechts.



3.2 Aktive/Inaktive Seite:
--------------------------
  Eine der zwei Verzeichnis-Seiten ist immer aktiv, Sie erkennen dies am
  farbig umrandeten Names-Feld direkt über dem Verzeichnisfeld.
  Sie können eine Seite aktivieren und die andere dadurch inaktivieren,
  indem Sie deren Feld, den Rollbalken, das Namensfeld oder die Rollpfeile
  anklicken. Alternativ dazu können Sie mit der <TAB>-Taste die aktive
  Seite wechseln.
  Alle Aktionen beziehen sich dann auf die angewählten Einträge der aktiven
  Seite. Nur beim Kopieren von Dateien wird die inaktive Seite als Kopierziel
  mit einbezogen.

3.3 Einträge einer Seite auswählen:
-----------------------------------
  Sie können Einträge auswählen, indem Sie mit der linken Maustaste auf
  die entsprechenden Zeilen klicken. Diese Zeilen werden dann invertiert
  dargestellt. Wenn Sie mehrere aufeinanderfolgende Zeilen selektieren
  möchten, brauchen Sie nur die linke Maustaste gedrückt halten und
  fahren dann mit der Maus über die gewünschten Zeilen.
  Entsprechend zum Selektieren können Sie angewählte Einträge durch
  erneutes Anklicken (oder "Drüberziehen") wieder "befreien".
  Beim Auswahlvorgang und bis zur nächsten Aktion steht über dem Verzeich-
  nisnamen immer die Summe der selekierten File-Längen in Bytes.

3.4 Rollbalken/Pfeile:
----------------------
  Mit dem Rollbalken oder den Rollpfeilen Hoch/Runter können Sie bei langen
  Verzeichnissen hoch bzw. runter Scrollen.
  Der waagerechte Rollbalken (oder Schieber) bzw. Rollpfeile Links/Rechts
  dienen zum waagerechten Scrollen, falls nicht alle Informationen in die
  Breite des Verzeichnisfeldes passen. Alternativ können Sie auch die
  Cursor-Tasten benutzen.

3.5 Seiteninhalt übernehmen:
----------------------------
  Über den Rollpfeilen Hoch/Runter befindet sich auf jeder Seite ein
  Pfeil bzw. Dreieck, daß auf die Verzeichnisseite zeigt. Wenn Sie einen
  dieser Schalter anklicken, wird der Inhalt der gegenüberliegenden Seite
  übernommen. Um beide Seiteninhalte auszutauschen, betätigen Sie bitte
  den <Swap>-Schalter.

3.6 Aufbau der Zeilen:
----------------------
  Die Einträge sind alphabetisch geordnet, wobei die Unterverzeichnisse
  ( erkennbar an der schwarzen Schrift und Zusatz "DIR" )
  vor den Dateien (weiße Schrift) erscheinen. Groß/Klein-Buchstaben haben
  AmigaDOS-gemäß keinen Einfluß auf die Reihenfolge.
  Rechts neben dem Namen steht die Dateigröße in Bytes bzw. bei Größen
  über 999999 Bytes in KBytes (erkennbar am angehängten "K"),
  dann folgt Datum und Uhrzeit des letzten Schreibzugriffes,
  anschließend die Protection-Flags ( Bedeutung unter <Protect> )
  und zum Schluß, falls vorhanden, der Kommentar.
  Also etwa:

       s         DIR  1.Jan,1993 13:15 ----RWED
       Editor  54138  4.Jan,1993 22:05 ----R-E-

  Viele Datei-Manager geben immmer nur eine Information an (Entweder Datum
  oder Größe oder Kommentar oder ..). Hat natürlich den Vorteil, daß man
  nicht nach links/rechts scrollen braucht bzw. kann.
  (Interessant wird diese Art der Darstellung immer, wenn Name und z.b.
   Größe zusammen so lang sind, daß Sie nicht mehr komplett auf das Feld
   passen. In der Regel wird dann nähmlich eins von beiden einfach "gekürzt")
  Diesen Weg habe ich nicht eingeschlagen, weil man so meistens mehrere
  Informationen gleichzeitig sehen kann, ohne umschalten zu müssen.
  Letztendlich ist es aber eine reine Geschmackssache.

3.7 Funktion der Aktions-Leiste:
------------------------------
  Im unteren Rand des Fensters erscheint immer die Größe des freien
  Speichers in Bytes.
  Während der Dateibearbeitung wird in dieser Aktionsleiste immer der
  Name der gerade bearbeiteten Datei angegeben.
  Die verschiedenen Meldungen bleiben noch solange sichtbar, bis Sie
  eine neuen Aktion durchführen ( Selektieren neuer Eintrage etc.).

3.8 Doppelklick:
----------------
  Wenn Sie einen Doppelklick auf einem Unterverzeichnis ausführen, gelangen
  Sie in dieses Verzeichnis.
  Bei einem Doppelklick auf einer Datei wird zunächst mit den Verknüpfungs-
  mustern verglichen. Wird Übereinstimmung festgestellt, kommt es zu der
  in der Verknüpfung definierten Aktion. (Mehr dazu unter "Verknüpfungen")
  Trifft auf die angeklickte Datei keines der Muster zu, wird versucht,
  diese auszuführen.
  ( allerdings nur, wenn es sich wirklich um ein Programm oder um ein
    Script-File mit gesetztem S-Flag handelt. Ansonsten erscheint die
    Meldung "NOT Executeble" ).
  Beim Starten des Programms wird ein Ausgabefenster auf der Workbench
  geöffnet. Nach Beenden des gestarteten Programms wartet DosXS in diesem
  Fenster auf einen Tastendruck, bevor weitergemacht wird.
  So haben Sie beim Doppelklick auf den z.b. Avail-Befehl des
  C-Verzeichnisses die Möglichkeit, die Ausgaben in aller Ruhe anzusehen.

3.9 Verknüpfungen:
------------------
  Verknüpfungen sind Verbindungen zwischen Dateien-Gruppen und bestimmten
  Aktionen, die bei einer Selektierung durch Doppelklick automatisch
  ausgeführt werden.
  Sinnvoll sind diese Zuordnungen immer, wenn Sie in Bezug auf ihren Namen
  ähnliche Dateien häufig mit denselben Aktionen bearbeiten:
  Icon's haben immer die Endung ".info". Daher habe ich bei Doppelklick
  auf eine ".info"-Datei die Aktion "Multi-Show" vordefiniert.
  Das Muster dazu ist bei Verwendung von "*" als Joker:  *.info
  DosXS kennt schon zahlreiche solcher Verknüpfungen (siehe Default-Verknüpf-
  ungen). So wird z.b. ein Sound/ProTracker Musikstück mit dem Muster
  MOD.*  beim Doppelklick sofort mittels c:SMP abgespielt oder
  Texte, Anleitungen etc., die mit ".Dok" (Muster: *.Dok) enden, mit dem
  internen Textanzeiger dargestellt.
  Diese Technik der Bearbeitung ist sehr nützlich, denn sie erspart Ihnen
  viel Arbeit.


3.10 Arbeitsweise bei zuzätzlich eingebundenen Programmen:
----------------------------------------------------------
  Wie schon erwähnt, können Sie auch eigene Befehle oder Programme in DosXS
  aufnehmen. Diese können dann auf zwei Arten benutzt werden:
  Zum einen können die Programme einfach nur gestartet werden
  ( z.b. Virus-Checker, Imploder, PowerPacker, SuperDuper, ...).
  Desweiteren können Sie Programme als sogenannte Batch-Befehle verwenden.
  D.h. diese Befehle wirken auf alle selektierten Einträge der aktiven Seite.
  Wenn Sie also z.b. einen SoundTracker-Player auf diese Weise einbinden,
  klicken Sie einfach die abzuspielenden Files oder Verzeichnisse an, und
  betätigen diesen Befehl.
  In der Standard-Einstellung von DosXS ist ein solcher Befehl bereits
  vorhanden: immer wenn Sie auf das <Edit>-Gadget klicken, wird der Editor
  mit Namen "Ed" aus dem C-Verzeichnis gestartet mit den selektierten
  Dateien als "Übergabe".
  Um ein angenehmes Arbeiten zu ermöglichen, habe ich einige Feinheiten
  eingebaut: Sie können zusätzlich bei jedem eingebundenen Befehl getrennt
  einstellen, ob die Workbench automatisch nach vorn gebracht werden soll
  oder nicht ( beim Editor, der sein Fenster auf der Workbench öffnet, wird
  dann der Workbenchbildschirm nach vorn geholt; beim SoundTrackerPlayer, der
  gar kein Fenster benötigt, ist dies nicht nötig, eigentlich sogar nervig,
  wenn jedesmal hin- und hergeschaltet wird ).
  Die zweite Extra-Einstellung ist der "Warte-Modus". Viele Programme
  erzeugen einen eigenen Prozess, daher denkt DosXS sofort nach dem  Aufruf,
  daß das Programm schon beendet ist. Das kann natürlich fatale Folgen haben:
  Nehmen wir an, Sie selektieren mehere Texte und klicken dann auf das
  <Edit>-Gadget, Ihr "Ed" erzeugt sich einen eigenen Prozess.
  Das erste Text-File wird in den Editor geladen, der hängt sich dann ab und
  AmigaDOS kehrt zu DosXS zurück. DosXS würde sofort wieder den Editor mit
  dem nächsten Text starten und so weiter.
  Um dieses zu vermeiden, stellen Sie einfach bei solchen Befehlen mit dem
  Konfig-Tool DosXsPrefs den Warte-Modus ein. Nach dem Ausführen des Befehls
  wartet DosXS dann nicht auf das AmigaDOS sondern auf Sie:
  Es erscheint ein Fenster auf dem DosXS-Schirm, und es wird erst weiter-
  gearbeitet, wenn Sie in dieses Fenster klicken.
  Und schließlich können Sie noch einstellen, ob DosXS während der Aus-
  führung des externen Befehls den Screen oder das Fenster schließen soll.
  Dies ist bei komplexen Anwendungen, die viel Speicher benötigen, oft
  sinnvoll.

3.11 RECHTE Maustaste auf den Verzeichnis-Bereichen:
----------------------------------------------------
  Wenn Sie auf einer Verzeichnis-Seite mit der rechten Maustaste klicken,
  erscheint die aktuelle Device-Liste, d.h. die zur Zeit vorhandenen bzw.
  gemounteten Volumes, Devices und Assigns.
  Durch Doppelklick mit der linken Maustaste wird das Verzeichnis der
  entsprechenden Zeile eingelesen.
  Durch erneutes Klicken mit der rechten Maustaste verschwindet die
  Device-Liste wieder und der ursprüngliche Inhalt erscheint.


3.12 RECHTE Maustaste auf dem Verzeichnis-Rand:
-----------------------------------------------
  Im äusseren Rand der Verzeichnisfelder ist nun ein <Parent>-Schalter
  (unsichtbar) integriert (wie bei DirOpus), d.h. in der linken Seite ganz
  links und in der rechten Seite ganz rechts.


3.13 RECHTE Maustaste auf Befehls-Gadgets:
------------------------------------------
  Wie aus anderen File-Managern gewohnt, sind einige Gadgets doppelt belegt.
  Ein doppelt belegtes Gadgets erkennen Sie an dem "Knubbel" in der linken
  oberen Ecke. Wenn Sie also auf so ein Gadget mit der Rechten anstatt der
  Linken Maustaste drücken, erscheint der zweite Befehl auf dem Gadget.
  Bei erneutem Klicken mit der rechten Maustaste erscheint wieder die erste
  Belegung.
  Bei der Standard-Einstellung liegt z.b. "unter" dem <Read>-Befehl der
  <HexRead>-Befehl. Sie sehen, die Doppelbelegung macht immer dann Sinn,
  wenn man zwei ähnlichen Befehle hat. Dadurch vermeiden Sie eine Flut von
  ähnlichen Befehls-Gadgets und erhöhen die Übersicht.
  Eine kleine Ausnahme bei der Doppelbelegung bilden die Pfadnamen
  (z.b. "DF0:", "C:", "RAD:") : Wenn Sie auf ein doppelt belegtes
  Pfad-Gadget klicken, werden ALLE Pfad-Gadget "umgedreht" ( Grund:
   es hat sich einfach als praktisch erwiesen ).

  Schon ein kleiner Vorgeschmack auf die Konfigurierbarkeit:
  Da es sich bei Pfad-Gadgets um den internen Befehl <ReadDir> handelt,
  können Sie so viele Pfad-Gadgets einstellen, wie Sie es wünschen. Selbst
  die Positionen sind völlig egal. Sie müssen also nicht dem Muster folgen:
  "oben eine feste Anzahl von Pfad-Gadgets, dann die feste Anzahl der
  internen Funktionen und zuletzt die Eingebundenen". Wenn Sie es möchten,
  könnten Sie die Doppelbelegung "internes <Show>/ externer Bild-Viewer"
  konfigurieren.

3.14 Abbruch von Batch-Vorgängen:
---------------------------------
  Batch-Vorgang heißt, Sie führen einen Befehl im Zusammenhang mit
  selektierten Einträgen aus.
  Nun, um solch einen Vorgang zu unterbrechen, drücken Sie die ESC-Taste.

3.15 Vordefinierte Masken:
--------------------------
  DosXS bietet Ihnen 5 verschiedene Masken für die Bildschirmaufteilung.
  In der Standardeinstellung können Sie die Masken über das Menü "Maske"
  oder <Amiga-rechts 1> bis <Amiga-rechts 5> erreichen. Probieren Sie ein-
  fach ein wenig mit den verschiedene Möglichkeiten. Jede Maske hat ihre
  eigenen Vorzüge: Mal hat man mehr Gadgets, mal breitere oder höhere
  Verzeichnisbereiche.

3.16 Verändern der Bildschirmaufteilung:
----------------------------------------
  Zusätzlich zu den bereits vordefinierten Masken können Sie ab DosXS 2.2
  die Bildschirmaufteilung Ihren individuellen Ansprüchen anpassen.
  Dazu werden die Schalter neben den "Links-Rechts"-Pfeilen der Verzeich-
  nisfelder verwendet.

  Der Schalter im rechten Verzeichnisfeld (rechts neben dem "Rechts"-Pfeil)
  dient zum Verändern der Verzeichnisfeldgröße. Er funktioniert wie die
  üblichen Größen-Schalter von Fenstern: Klicken Sie auf den Schalter und
  halten Sie die Maustaste gedrückt. Es erscheint ein Fadenkreuz entlang
  des aktuellen Feldrandes. Bewegen Sie nun die Maus (mit weiter gedrückter
  Maustaste) an die gewünschte Position und lassen Sie dann die Maustaste
  wieder los. Sie können sowohl die Breite (und damit das Verhältnis) der
  Verzeichnisfelder verändern als auch deren Höhe (und damit die Anzahl der
  darunter aufgeführten Funktions-Schalter) veränder.

  Der Schalter im linken Verzeichnisfeld (links neben dem "Links"-Pfeil)
  aktiviert bzw. deaktiviert die mittlere, vertikale Funtions-Schalterleiste.

  Wenn die Breiten der Verzeichnisfelder "ungefähr" übereinstimmen, wird
  das Verhaltnis automatisch zentriert, d.h. beim Übergang zu einem
  größeren oder kleinern Fenster bleibt die "mittige" Aufteilung erhalten.
  Wenn Sie Ihre individuelle Bildschirmaufteilung immer verwenden möchten,
  starten Sie einfach zusätzlich DosXsPrefs und sichern dann die Konfigu-
  ration.

3.17 Konfigurations-Datei:
--------------------------
  Falls Sie DosXS mit anderen Einstellungen (Farben, Monitor, zusätzliche
  Befehle, ..) starten möchten, sollten Sie mit dem Konfig-Tool eine
  KonfigurationsDatei erstellen, welche unter dem Namen "S:DosXS.Config"
  gesichert wird. Sie können aber während des Betriebs von DosXS andere
  Konfigurations-Dateien durch Doppelklick auf den Datei-Namen nachladen.

4. FehlerMeldungen:
===================

  Auftretende Fehler werden in einem kleinen Requester ausgeben. Sie müssen
  mit <Resume> bestätigt werden. Kann der Requester nicht geöffnet werden,
  erscheint ein Recoverble Alert mit derselben Meldung.
  Ein besonders harter Fehler ist z.b. "Very low Memory". Nach Ausgabe dieses
  Fehlers wird DosXS automatisch verlassen. (Meist ist dann eh nichts mehr zu
  retten)

5. Konfigurierbare interne Funkionen:
=====================================

Die folgenden Funktionen sind alle schon in DosXS untergebracht, sind aber
trotzdem konfigurierbar, d.h. Sie legen fest, wo sich die Funktionen
befinden, oder ob sie überhaupt auftauchen. Wenn Ihnen z.b. der SamplePlayer
absolut nicht zusagt, können Sie ihn einfach weglassen. Auch die Namen der
Funktionen sind nicht zwingend.
Sie können z.b. dem <Copy>-Befehl den Namen "kopiere" geben.
( Näheres dazu in der Beschreibung von DosXsPrefs )

Hier nun die Beschreibung der schon vorhandenen Funktionen (alphabetisch):


Funktion Comment:

    Klar, Sie können mit dieser Funktion alle angewählten Einträge
    mit einem Kommentar versehen, einen vorhandenen ändern oder
    entfernen. Die Bedienung des Requesters ist dieselbe wie bei
    Rename.


Funktion Copy:

     Alle ausgewählten Verzeichnisse bzw. Files der aktiven Seite
     werden in das Verzeichnis der gegenüberliegenden Seite kopiert,
     inklusive Kommentare und Protection-Flags.
     Befindet sich auf beiden Seiten dasselbe Verzeichnis, so werden
     Back-Up´s angelegt, d.h. Sie erhalten eine Kopie mit dem Zusatz
     ".bak".
     Wenn die Ziel-Datei bereits existiert UND in DosXsPrefs die
     Sicherheitsabfrage für den Kopiervorgang eingestellt wurde,
     wird nochmal nachgefragt, ob die Datei überschrieben werden
     soll. Der Requester funktioniert wie beim Delete.


Funktion CopyAs:

     Wie Copy, nur können Sie hier noch den Namen der Ziel-Datei
     in einem Requester verändern.


Funktion Delete:

     Alle selektierten Verzeichnisse bzw. Files der aktiven Seite
     werden gelöscht.
     Befinden sich in einem Verzeichnis noch Files, so werden
     diese vorher gelöscht. Lösch-geschützte Dateien oder
     Verzeichnisse werden nicht gelöscht. Der Löschvorgang wird
     dann abgebrochen. Wenn Sie diese Einträge trotzdem löschen
     wollen, müssen vorher mit <Protect> das Deletable-Flag
     setzen.
     Wenn in DosXsPrefs die Sicherheitsabfrage für den Löschvorgang
     eingestellt wurde, wird nochmal nachgefragt, ob die Datei wirk-
     lich gelöscht werden soll. Sie können in dem entsprechenden
     Requester die einzelne Datei <Löschen> bzw. <Nicht Löschen>
     lassen oder für den gesamten Löschvorgang die Sicherheitsab-
     frage mit <Alle Löschen> abschalten. <Abbrechen> bricht denn
     Vorgang ab. Am Ende des Löschvorganges ist die Sicherheitsab-
     frage natürlich wieder aktiv.


Funktion DirCache Clear:

    Der Dir-Puffer wird bis auf die gerade angezeigten Verzeichnisse
    gelöscht. Der Puffer wird dann im Gegensatz zu <Turn OFF> ganz
    normal weiter benutzt. Wenn Sie z.b. bis jetzt Verzeichnisse
    eingelesen haben, die Sie auf absehbare Zeit nicht mehr benötigen,
    können Sie den belegten Speicher wieder freigeben.


Funktion DirCache OFF:

    Der DosXS-interne Verzeichnis-Puffer wird gelöscht und
    abgeschaltet, d.h. die Verzeichnisse werden immer wieder neu
    eingelesen. Sinnvoll bei extrem knappen Speicher.


Funktion DirCache ON:

    Der interne Dir-Puffer wird wieder benutzt. Alle weiter eingelesenen
    Verzeichnisse werden zwischengespeichert.


  Noch eine Bemerkung zum Verzeichnis-Puffer:
  Gerade wenn man viele verschiedene Disketten bearbeitet, bläht sich
  dieser Puffer sehr auf. Daher ist in der Dir-Verwaltung von DosXS
  ein "Not-Stop" eingebaut. Dieser führt immer dann ein "Zwangslöschen"
  aus, wenn eine Diskette nach 5 aufeinanderfolgenden Disketten-Wechseln
  nicht wieder eingelegt wurde.
  D.h. Sie lesen z.b. das Verzeichnis der WorkBench-Disk ein und ent-
  fernen diese dann. Wenn Sie nun immer weitere Disketten einlegen
  und einlesen, ohne zwischendurch die WorkBench-Disk einzulegen,
  so werden die gepufferten Verzeichnisse der WorkBench-Disk nach 5
  Disketten-Wechseln gelöscht.
  Der Wert 5 ist von mir willkürlich gewählt, hat sich in der Praxis
  allerdings äußerst bewährt.
  Durch diese Einrichtung ist es normalerweise immer möglich, ohne
  Rücksicht auf den Speicher Verzeichnisse einzulesen.


Funktion DiskInfo:

     Mit dieser Funktion erhalten Sie nähere Informationen über das
     Laufwerke der aktiven Seite. Da wäre Name des Laufwerks, GesamtAnzahl
     der verfügbaren  Blocks auf dem Laufwerk, Größe der Blöcke in Bytes,
     Anzahl der belegten Blöcke, Zustand des Schreibschutzes und Datum
     der letzten Änderung. Im einzelnen:


     Volume   : Bezeichnug des Laufwerkes.
     Name     : Name des Laufwerkes.
     Date     : Datum der letzten Änderung.
     Size     : Anzahl der erfügbaren Blöcke,
     Used     : davon benutzt.
     Blocksize: Größe der Datenblöcke.
     Errors   : Anzahl Software-Fehler.
     Status   : Read_Only bzw. Read/Write.
     Disk-Type: benutztes File-System: OldFilingSystem, FastFilingSystem, ..


     Durch Klicken auf das <OK>-Feld verschwindet diese Information
     wieder.


Funktion Iconify:

     Diese Funktion friert DosXS ein. Der eigene Screen bzw. das
     Fenster auf der Workbench wird geschlossen.
     Links-Oben auf Ihrer Workbench erscheint ein kleines Icon mit
     der Aufschrift "DosXS-Icon". Sie können es beliebig verschieben.
     Wenn Sie DosXS wieder aktivieren wollen, führen Sie auf dem Icon
     einen Doppelklick mit der linken Maustaste oder einen einfachen
     Klick mit der rechten Maustaste aus.


Funktion MakeDir:

    Auf der aktiven Seite wird ein Verzeichnis hinzugefügt.
    Es wird derselbe Requester benützt wie bei "Rename".
    Ein neues Verzeichnis kann nur angelegt werden, wenn kein
    Verzeichnis oder File mit demselben Namen existierte.


Funktion Maske 1-5:

    Fünf zum Teil völlig verschiedene vordefinierte Masken. Damit
    können Sie DosXS auf Ihre Bedürfnisse anpassen. Diese Masken
    dienen lediglich als schnelle Vorgabe. Sie können diese
    "Grundmasken" mit DosXS beliebig ändern. Wenn Sie Ihre indi-
    viduelle Maskeneinstellung immer benutzen möchten, sollten Sie
    während DosXS läuft, DosXsPrefs starten und die Konfiguration
    mit <Sichern> oder <Sichern als> speichern.


Funktion Move:

     Alle angeklickten Einträge der aktiven Seite werden in die
     passive Seite "bewegt". Dieser Befehl sollte eigentlich nur
     auf ein und demselben Laufwerk funktionieren, da in diesem
     Fall einfach nur ein paar Pfade in den Directories neu
     gesetzt werden, d.h. es wird nichts kopiert.
     Da es sich aber wohl zum Standard entwickelt hat, auch von
     einem Laufwerk auf ein anderes zu "Moven", habe ich auch
     diese Möglichkeit aufgegriffen. In diesem Fall werden dann
     zunächst alle Verzeichnisse bzw. Files auf die passive Seite
     kopiert und danach auf der aktiven Seite gelöscht.


Funktion MultiShow:

    Diese Funktion beinhaltet eigentlich drei:

(ShowIcon)

    Zuerst wird versucht die angewählten Files (bzw. die Files eines
    Verzeichnisses) als Icon zu interpretieren. Wenn es sich also
    um ein Icon handelt, wird dies im einem Fenster angezeigt. Sie
    können es ruhig anklicken:
    Handelt es sich um ein Icon mit zwei Bildern, wird durch
    Anklicken das zweite Bild dargestellt.
    Durch Klicken in das <OK>-Feld verschwindet das Icon wieder.
    War's kein Icon, d.h. kein ".info"-File, folgt die zweite
    Funktion:

(ShowFont)

    Wenn es sich um einen ZeichenSatz handelt, wird dieser
    mit einigen Informationen angezeigt.
    Die angewählten Dateien müssen sich nicht im Fonts-Verzeichnis
    befinden.
    Wenn es kein Font war,
    wird geprüft, ob es sich um ein IFF-ILBM Bild handelt.

(ShowIFF)

    Ist dies der Fall, so wird es geladen und angezeigt. Während des
    Ladens werden in der Titelleiste Informationen angegeben:
    Breite * Höhe , Anzahl der Farben bzw. HAM oder Extra-HalfBrite.
    Zusätzlich erscheint der Hinweis "NOT PACKED", wenn das Bild
    nicht kompremiert ist. Dies bedeutet immer Speicherverschwendung
    auf dem Laufwerk. Sie sollten dann dieses Bild kompremieren
    (etwa: Laden und wieder Speichern mit einem Malprogramm).
    Das Bild wird schon während des Ladens konvertiert und daher ist
    es möglich, auch bei wenig freiem RAM-Speicher, noch Bilder
    anzuzeigen. Aus diesem Grund ist es allerdings nicht möglich,
    Bilder zu laden, die mit dem PowerPacker gecruncht wurden.
    Das angezeigte Bild verschwindet, sobald Sie eine Taste auf der
    Tastatur oder die linke Maustaste betätigen.
    An dieser Stelle möchte ich noch erwähnen, daß die Konvertierung
    Pascal->Assembler des IFF-Laders von

                         Jürgen Selle

    übernommen wurde.

    Der Bildanzeiger kann jedoch nur "alte" Bildformate darstellen,
    d.h. HiRes (interlace), LoRes (interlace), Extrahalfbrite und
    HAM6. Die neuen Bildschirmformate (HAM8, ..) sind mittlerweile
    so komplex in der Auswertung und Monitorzuordnung, daß es nicht
    sinnvoll ist, DosXS mit diesen Möglichkeiten "aufzublähen".
    Hier ist es sicher wesentlich sinnvoller, externe Bildanzeiger
    wie "Multiview" oder den genialen Anzeiger "FastJPG" einzusetzen.


Funktion Parent:

     das nächste, übergeordnete Verzeichnis wird ausgelesen.


Funktion PlaySample:

    Funktion: naja, spielt die angewählten Files/Dirs als Sample
    ab. Das macht natürlich nur Sinn, wenn es sich um ein solches
    handelt. Erkannt wird IFF-8SVX. Da aber viele (die meisten ?)
    Samples nicht im 8SVX Format vorliegen (z.b. die Millionen
    SoundTracker-Samples) werden auch Files ohne dieses Format
    auf die Boxen "gejagt".
    Auch hier können PowerPacker Data-Files leider nicht
    berücksichtigt werden, da das Sample, ähnlich wie bei den
    Bildern, schon während des Ladens gespielt wird.
    (Bei Samples von z.b. 400 KBytes Länge gehts nicht anders)


Funktion Print:

    Ausdrucken von selektierten Dateien oder Verzeichnis-Listen.

    Print-Mode   : Hier können Sie wählen, ob die selektierten Dateien
                   (Files) oder nur deren Verzeichnis-Daten (Directory)
                   gedruckt werden sollen. Wenn Sie Files drucken lassen
                   und Sie ein Unterverzeichnis selektieren, werden alle
                   Files des Verzeichnisses gedruckt.
    Dir/File-Name: Ausdruck des Verzeichnis- bzw. Dateinamens Ja/Nein.
    Time and Date: Ausdruck des Datums Ja/Nein.
    Quality      : Druckqualität Draft oder NLQ.


Funktion Protect:

     Hiermit können Sie alle angewählten Verzeichnisse bzw. Files der
     aktiven Seite mit neuen Protection-Flags versehen. Nach anwählen
     des Gadgets erscheint ein Fenster, mit dem Sie die Protection-
     Flags ändern können.

     Die einzelnen Flags haben folgende Bedeutungen:

     H: HIDDEN 	die Datei soll nicht angezeigt werden.
     S: SCRIPT 	das File wird beim Aufruf als Batch-Datei ausgeführt.
               	(Nur im Zusammenhang mit der SHELL)
     P: PURE   	das File wird beim ersten Aufruf resident in den
               	Speicher eingelagert.
     A: ARCHIVE	dieses Flag hält bis zum nächsten Schreibzugriff
               	auf die Datei.
     R: READ   	die Datei ist lesbar.
     W: WRITE  	die Datei darf verändert werden.
     E: EXECUTE	die Datei ist ein ausführbares Programm.
     D: DELETE 	die Datei darf gelöscht werden.

     Ist ein Flags nicht gesetzt, so gilt immer das Gegenteil.


Funktion ReadASCII:

     Diese Funktion lädt nacheinander alle angewählten Files
     und alle Files eines angewählten Verzeichnisses in den Speicher
     und zeigt diese dann als ASCII-Textdateien.
     Die Dateien können auch mit dem PowerPacker als Data-File
     gecruncht sein. Sie werden Mithilfe der PowerPacker-Library,
     die in "LIBS:" sein sollte, entpackt und angezeigt.

     Im Textanzeiger haben Sie dann folgende Möglichkeiten:

     Cursor-Up,
     Cursor-Down      : Im Text Hoch- bzw. Runterscrollen.
                        Dabei gibt der Balken im rechten Fensterrand
                        die aktuelle Position im Text an.
     Shift-Cursor-Up,
     Shift-Cursor-Down: Seitenblättern vor- bzw. rückwärts.

     t,T : Top of Text, d.h. Sprung zum Textanfang.
     b,B : Bottom of Text, d.h. Sprung zum TextEnde.
     h   : Wechseln zwischen HEX- oder ASCII-Darstellung.
     f   : Sezten des Such-Strings.
     w,n : Suchvorgang wiederholen.
     x,q : Exit : Reader verlassen.
     Esc : Abort: Reader verlassen und Vorgang abbrechen.
     Help: Anzeigen der Help-Seite.

     Alternativ dazu können Sie auch den Ziffern-Block benutzen:

      8 : eine Zeile zurück
      2 : eine Zeile vor
      9 : eine Seite zurück (PgUp)
      3 : eine Seite vor    (PgDn)
      7 : zum TextAnfang    (Home)
      1 : zum TextEnde      (End )

     Mit <Find> können Sie nach einer Zeichenfolge suchen lassen.
     Um die Textanzeige zu beenden, klicken Sie einfach auf das
     <EXIT>-Gadget. Oder auf <Abort> um den Gesamtvorgang abzu-
     brechen.


Funktion ReadHEX:

     Wie beim Befehl ReadASCII werden Daten angezeigt,
     allerdings als Hex-Dumps. Aufbau der Anzeige

      Links : Adresse der entsprechenden Zeile relativ zum Dateianfang
      Mitte : Long-Staffeln im Hexadezimal-Format.
      Rechts: Nochmal als ASCII-Zeichen.

     Die Bedienung ist identisch zum normalen ASCII-Textanzeiger.
    (klar: es ist ja auch derselbe Anzeiger)


Funktion Read Dir:

     diese Funktion bewirkt, daß der Name (z.b. "DF0:" )
     als Pfad benutzt und dessen Verzeichnis in die aktive Seite
     eingelesen wird.


Funktion Rename:

     Alle angewählten Verzeichnisse bzw. Files können mit einem
     neuen Namen versehen werden. Ein kleiner Requester gibt Ihnen
     die Möglichkeit, den Namen zu ändern ( <OK> ) , den Namen
     unverändert zu lassen (einfach <Return> oder <CANCEL>) oder
     den gesamten Umbennungsvorgang abzubrechen ( <ABORT> ).
     Wenn Sie den Namen nicht verändert haben, wird dieser natürlich
     auch nicht auf das Laufwerk übertragen, d.h. es werden keine
     unnötigen Schreibzugriffe ausgeführt.


Funktion ReRead Dir:

    Das Verzeichnis der aktiven Seite wird neu eingelesen, und zwar
    ohne vorher im Puffer zu suchen.
    Diese Funktion ist immer dann sinnvoll, wenn das Verzeichnis
    von einem anderen Programm (z.b. Anlegen einer neuen Datei
    mit einem Editor) verändert wurde. Diese Änderung bekommt der
    Puffer von DosXS nicht mit.
    (DosXS registriert nur die Änderung an sich, nicht aber die
    Art der Änderung, daher werden alle "von außen" geänderten
    Verzeichnisse im Puffer gelöscht.)


Funktion Reset Config:

    Falls Sie DosXS mit einem Config-File gestartet haben, können
    mittels dieser Funktion wieder die Grundwerte einstellt werden.
    Dies gilt für all die Werte, die Sie mit dem Konfigurations-
    programm verändert haben.


Funktion Select All:

    Alle Einträge der aktiven Seite werden angewählt. Im Kopfteil
    der aktiven Seite wird die Gesamtzahl der angewählten Bytes
    angezeigt.


Funktion Select Clear:

    Das Gegenstück zu <Select All>. Alle angewählten Einträge der
    aktiven Seite werden wieder freigegeben.


Funktion Select Invert:

    Alle Einträge der aktiven Seite werden bezüglich ihres
    Selektierzustandes invertiert.
    Also: Alle nicht angewählten Einträge werden automatisch
          selektiert und umgekehrt.


Funktion Select Pattern:

     Manchmal ist es notwendig, viele gleichartige Einträge zu
     selektieren. Mit PatternSelect haben Sie die Möglichkeit, Einträge,
     die einem bestimmten Muster genügen, automatisch selektiern zu
     lassen. Nachdem Sie <Select Pattern> anwählen, erscheint ein kleiner
     Requester ( Bedienung wie bei Rename ), der Sie
     auffordert, ein Muster einzugeben.
     Voreingestellt ist "*.info" .  "*" steht immer für Joker.
     AmigaDos-Standard wäre zwar "#?". Aber in diesem Fall habe ich
     den sinnvolleren MS-Dos-Joker "*" verwendet.
     Wenn Sie also z.b. nach dem Muster "*.info" selektieren lassen,
     werden alle Einträge mit der Endung ".info" der aktiven Seite
     ausgewählt. Sie können auch mehrere Joker verwenden:
     z.b. "*.*" selektiert alle Einträge, die ein "." im Namen haben.
     ( z.b. "Disk.info" , ".info" , "MOD.Song" , "Bild.IFF" ).
     Zwischen Groß/Kleinbuchstaben wird Standardgemäß kein Unter-
     schied gemacht, d.h. das Muster "*.info" würde auch z.b. den
     Eintrag "Test.InFo" selektieren.


Funktion ShowDeviceList:

    Die zur Zeit aktuelle Device-Liste wird aufgebaut und angezeigt.
    Dazu gehören alle Laufwerke, Datenträger und Assign's. Diese
    Funktion kann z.b. druch einen Klick mit der rechten Maustaste
    auf ein Verzeichnisfeld ausgelöst werden.


Funktion ShowCacheList:

    Alle Verzeichnisse des DosXS-internen Cache's werden in der aktiven
    Seite aufgelistet. Mit einen Doppelklick gelangt man dann direkt ins
    gewünschte Verzeichnis.

Funktion SuperPlay:

    Mit dieser Funktion können Sie Sound/ProTracker-Stücke, Samples, etc.
    abspielen. DosXS öffnet für diesen Zweck die "superplay.library" aus
    Ihrem "LIBS:"-Verzeichnis. Ich habe mich aus zwei Gründen für die
    Einbindung einer Library entschieden: Zum einen würde ein DosXS-
    interner Player das Programm sehr aufblähen, zum anderen entfällt
    durch das Abspielen über einen Library das ständige Nachladen eines
    externen Players.

    Die "superplay.library" ist von Andreas R. Kleinert entwickelt worden.
    Zitat der Dokumentation:

       "Das Programm superplay.library V1.3
        und seine Dokumentations-Dateien sind
        (C)opyright 1994 by Andreas R. Kleinert. Alle Rechte vorbehalten.

        Die Verwendung der "superplay.library" für eigene Programme, ob
        kommerziell oder nicht-kommerziell, ist uneingeschränkt gestattet."

    Die superplay.library unterstützt viele Standardformate, wie SoundTracker,
    ProTracker, MED, IFF-8SVX, VOC und WAV. Die Player-Units (SPObjects)
    müssen im Verzeichnis "LIBS:SPObjects/" vorliegen.


    ACHTUNG:
        Diese Funktion benötigt die superplay.library . Diese ist NICHT
        im DosXS-Paket enthalten. Die superplay.library ist FREEWARE.
        Man findet sie z.b. auf der PD-Disk "BerndsPD 133".


    Siehe auch: SuperPlaySTOP .


Funktion SuperPlaySTOP:

    Stoppt ein mit SuperPlay gestartetes Musikstück oder Sample.

    ACHTUNG:
        Diese Funktion benötigt die superplay.library . Diese ist NICHT
        im DosXS-Paket enthalten. Die superplay.library ist FREEWARE.
        Man findet sie z.b. auf der PD-Disk "BerndsPD 133".


Funktion Swap:

    Die Verzeichnisse auf beiden Seiten werden getauscht, d.h.
    was vorher auf der linken Seite stand, steht nun rechts und
    umgekehrt.


Funktion Quit_DosXS:

    Das Programm DosXS wird verlassen. Es erfolgt KEINE Sicherheits-
    abfrage, denn ich hasse überfüssige Sicherheitsabfragen.


Funktion Reload Config:

    Diese Funktion lädt eine entsprechendes Konfig-File ein und setzt
    es um. In der Standard-Einstellung liegt diese Funktion auf dem
    Doppelklick mit *.Config-Dateien, d.h. ein Doppelklick auf eine
    andere Konfiguration - und DosXS nimmt schon eine neue Gestallt an.
    Im Verzeichnis Config-Archive befinden sich schon ein paar
    unterschiedliche Konfigurationen.
    Sie können sie ja einfach mal von DosXS aus nachladen. Diese
    Funktion ist nur für Verknüpfungen sinnvoll und daher auch nur
    dort verfügbar.


6. Die Standard-Einstellungen:
==============================

 Die Standard- bzw. Default-Einstellung erhalten Sie immer dann, wenn
 DosXS ohne Konfig-File gestartet wird, oder wenn Sie die Funktion
 "Reset Config" auslösen. Im einzelnen sind dies:
 Eigener PAL-HiRes-Schirm, 8 Farben mit Größenanpassung, OS2-Schiebern,
 OS2-Grundfarben, Dir-Cache aktiv, Topaz 8 für Schirm und Verzeichnisse,
 DosXS.font 8 als Zeichensatz für Gadgets.

6.1 Das Default-Menü:
---------------------
 Config
  -Reset Config
  -DosXsPrefs..       "DosXS:DosXsPrefs" starten.
  -Maske      »
   --Maske 1          Maske Nr. 1
   --Maske 2           .
   --Maske 3           .
   --Maske 4           .
   --Maske 5          Maske Nr. 5
  -Iconify            Ikonifizieren.
  -Quit               DosXS verlassen.
 Puffer
  -Zeige DEV-Liste    Liste der verfügbaren Laufwerke, Devices, .. anzeigen.
  -Zeige DIR-Puffer   internen Verzeichnispuffer anzeigen.
  -Lösche Puffer      internen Verzeichnispuffer löschen.
  -DIR-Puffer      »
   --ON               Verzeichnispuffer ermöglichen.
   --OFF              Verzeichnispuffer verbieten.
 Tools'",10
  -Editor..           "c:Ed" starten.
  -Disk-Tool..        "DosXS:tools/DiskTool" starten.
  -Print..            Druck-Requester beginnen.
 Archive
  -Lha UnPack         selekierte Datei(en) in inaktive Seite mit c:Lha
                      entpacken.
  -Lha Inhalt         den Inhalt der selektierten Lha-Dateien anzeigen.
 User
  -Icon erzeugen »
   --Schublade        Für angewählte Verzeichnisse Icons erzeugen.
   --Programm         Für angewählte Dateien Programm-Symbole erzeugen.
   --Text             Für angewählte Text-Dateien "Lese"-Symbol erzeugen.

6.2 Die Default-Gadgets:
------------------------
 Hier ist eigentlich nichts besonderes zu sagen, außer vielleicht, daß die
 Anordnung auf Maske 2 und PAL-HIRES abgestimmt ist. Es kann daher gut sein,
 daß die Aufteilung gerade bei anderen Masken (z.b. Nr 3) nur wenig erfreut.
 Die Namen der Gadgets entsprechen weitgehend den Funktionen. Für die
 Schalter <SuperPlay> und <SPlaySTOP> wird die superplay.library benötigt.

6.3 Die Default-Verknüpfungen:
------------------------------
 Bei Doppelklick auf Dateien sind folgende Muster vordefiniert:

 *.PIC     : ist wahrscheinlich ein Bild, daher mit MultiShow anzeigen.
 *.SND     : mit PlaySample abspielen.
 *.Info    : in der Hoffnung auf ein Icon anzeigen (MultiShow).
 *.Config  : Testen auf DosXS-Config und einladen  (Reload Config).
 *.asm     ,
 *.inc     ,
 *.p       ,
 *.Dok     ,
 *.TXT     ,
 *.Doc     : alles mit internem Reader anzeigen.
 Contents  : So heißen die Inhaltsangaben bei Fred FISH. Daher Anzeigen(Read)
 *ReadMe*  : Mit internem Read anzeigen.
 *.lha     : Inhalt des LHA-Files mit "c:Lha" anzeigen.
 *.Guide   : Datei mit "sys:Utilities/MultiView" anzeigen.
 MOD.*     : Sound/ProTracker-Module mit SuperPlay abspielen, benötigt
             die superplay.library (z.b. auf BerndsPD Nr. 133).
 *.MOD     : Vom PC "re-importiertes" Module, wie oben.
 *.GIF     : CompuServe-GIF-Bild, mit "sys:Utilities/Multiview" anzeigen.
 *.JPG     : JPEG-Bild, mit "c:FJPEG" anzeigen. FJPEG (FastJPEG) ist ein
             suuper JPG-Anzeiger, leider weiß ich nicht, auf welcher Serie
             es zu haben ist.

6.4 Tastenkombinationen:
------------------------
 Tab          :  Aktive/Inaktive Seite wechseln.
 Cursor-Tasten:  Aktive Seite scrollen.
 Amiga-P      :  Drucken.
 Amiga-I      :  Iconify.
 Amiga-Q      :  DosXS verlassen.
 Amiga-1      :  Maske Nr. 1.
  .                .
  .                .
 Amiga-5      :  Maske Nr. 5.
 Esc          :  laufenden Batch-Vorgang abbrechen.
 Space        :  Anzeigen des internen Verzeichnis-Puffers.


7. DiskTool:
============

 Ab der 2.0 Version ist das DiskTool aus Platzgründen als selbständiges
 Programm ausgelagert. Das DiskTool unterstützt lediglich Old-Filing-System
 auf DD-Laufwerken. Es bietet nur die notwendigsten Möglichkeiten:

 Mit dem Disketten-Schalter links neben dem Namen können Sie einstellen,
 welches Laufwerk (DF0: DF1: DF2:) betroffen werden soll. Folgende Aktionen
 stehen zur Auswahl (Die Aktionen werden erst ausgeführt, wenn Sie den
 Schalter <Start Work> betätigen) :

 Format : die Diskette wird Track-weise formatiert.
 Clear  : lediglich Root-Block und BAM werden neu initialisiert.
            ( auch bekannt als "Quick-Format" )
 Relabel: die Diskette wird umbenannt.
 Install: der Boot-Block der Diskette wird installiert.

 Bei den Aktionen Format, Clear und Relabel wird der Name des Namensfeldes
 auf die Diskette übertragen.

 Die internen Routinen des Disk-Tools stammen übrigens aus der Feder von

                        Frank Wecke,

 den ich an dieser Stelle lobend erwähnen möchte.


8. Devices,Libraries,Handler:
=============================

 DosXS paßt sich, wie fast alle Programme, Ihrer Systemumgebung an, d.h.
 Ausdrucke werden mit dem von Ihnen eingestellten Druckertreiber vorgenommen
 etc. .
 Dies setzt natürlich voraus, daß sich die entsprechenden System-Libraries
 und Devices in Ihren System-Verzeichnissen befinden. Kurz zusammengefaßt
 sind dies:

   devs:printer.device
   devs:parallel.device
   l:Port-Handler             diese 3 fürs Drucken.

   libs:icon.library          zum Anzeigen von Icons (nur unter KICK 1.3).

   libs:diskfont.library      fürs Anzeigen von Fonts.

   libs:powerpacker.library   zum Anzeigen von PP-Data Files.

   libs:superplay.library     zum Abspielen von MOD, MED, 8SVX, VOC, WAV.



9. Schlußlicht:
===============

 DosXS ist in KICK-Pascal und teilweise in Assembler geschrieben. Es erzeugt
 sich einen eigenen Task, braucht also im CLI oder SHELL nicht mit "run"
 gestartet werden.
 Falls Sie über ein Pack-Programm verfügen, können Sie DosXS problemlos
 packen. Das ohnehin recht kurze Programm verkürzt sich dann auf gut die
 Hälfte. (Aber ohne Hunk-Merging !!)


 Dies ist das Ende der Anleitung. Ich hoffe, Sie kommen damit zurecht.
 Zusätzlich zu diesem Teil existiert noch eine Anleitung zum Konfig-Tool
 für DosXS. Dort wird ausführlich erklärt, wie Sie DosXS konfigurieren
 und eigene Befehle aufnehmen können.

