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Fortsetzung Nebeln und Zerstäuben Bei kaltem, sonnenlosem Wetter soll das N. unterbleiben. In der Kakteenheimat ergeben die starken Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht eine hohe Luftfeuchtigkeit, und in den frühesten Morgenstunden sind die Pflanzen naß vom Tau. Für das Gedeihen der Kakteen ist dieser Umstand äußerst wichtig. Besonders empfänglich für das N. sind die Gattungen Buiningia und Uebelmannia, bei etwas sparsamerer Verwendung auch Islaya. Schattieren: Um Verbrennungen zu verhüten, müssen wir unsere sonst so lichthungrigen Kakteen unter Glas zuweilen vor allzu starker Sonneneinstrahlung schützen, zumal wenn sie nach mehreren trüben Wochen plötzlich in voller Intensität auftritt. Durch Spritzen oder Nebeln können wir möglichen Schäden vorbeugen, denn eine mit Feuchtigkeit angereicherte Luft läßt die schädlichen Strahlen nicht so stark durch. Wir können die Gewächshausdächer mit Farbe besprühen, die der nächste Regen nach Möglichkeit wieder abspülen sollte. Wir können aber auch vorübergehend Schattengitter oder - leinen auflegen, wobei wir durch rote oder orangerote Farbe oder Stoffe die selektive Filterwirkung für wachstumsfördernde Strahlen | ausnützen. Wir sollten aber mit dem Schattieren nicht zuviel des
Guten tun, oft genügt es nämlich auch, in den paar heißen Tagesstunden über die empfindlichen,
schwachbedornten "grünen" Kakteen weiße Papierbogen zu breiten, die dann am Nachmittag schon
wieder abgenommen werden können. Bei lebhaftem Wind kommt es selten zu starker Erhitzung und den
daraus resultierenden Verbrennungsschäden. Eine gute Luftbewegung, wie etwa in Gewächshäusern
mit der sehr bewährten Propellerlüftung, ist sehr vorteilhaft. Daß Epiphyllum (Schlumbergera),
Rhipsalis und Zygokakteen als Epiphyten einen etwas halbschattigen Platz bevorzugen, dürfte
allgemein bekannt sein. Wachstumsruhe: Verschiedene Kakteengattungen brauchen in den heißen Sommermonaten eine 4- bis 6-wöchige Ruhezeit, in der sie ziemlich trocken gehalten werden und in der der Trieb nicht angeregt wird. Höchstens daß, bei entsprechender Witterung, einmal genebelt wird. Beispielsweise die normale Luftfeuchtigkeit eines Gewächshauses reicht ihnen dann vollkommen. Bei der allgemeinen Wachstumsruhe im Winter muß diese Luftfeuchtigkeit allerdings weiter reduziert werden, denn jetzt muß der Wuchs schon infolge Lichtmangels für längere Zeit ganz aufhören. |