Mammillaria Untergattung Mammillaria 3.Reihe Stylothelaeae Wildii - Gruppe

87. Mammillaria wildii DIETRICH
Allg.Gartenz.4:137.1836

Mammillaria wildii
Mammillaria wildii

Verbreitungskarte Mammillaria wildii
zeigt das Verbreitungsgebiet


Mammillaria wildiana OTTO ex PFEIFFER
Enum.Cact.:37.1837

Dietrichs Lateindiagnose:
Caespitosa, mammillis teretibus oblongis obtusis, aculeis e lana brevissima, exterioribus setiformibus 9 albis horizontalibus, 4 flavis demumluridis; centrali erecto uncinato, reliquis posticis horizontali- bus, floribus subemersis albis, stigmate 5 radiato.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Typstandort:
Mexico, ohne genauere Standortangabe

Mammillaria wildii wächst in Hidalgo, wo sie in der Gegend um Metztitlan-Metzquititlan an eher feuchten, schattigen Plätzen vorkommt.

Wurzeln rübenartig.
Körper gedrücktkugelig bis länglich, bald sprossend, blühfähige Köpfe 2-9 cm hoch,
2-5 cm dick.
Scheitel etwas gerundet, kaum eingesenkt, mit wolle und Dornen meist unvollkommen geschlossen.
Warzen dicht gestellt, weichfleischig, zylindrisch, 0,6-0,9 cm lang, etwa 0,3 cm dick, nicht milchend, dunkelgrün.
Axillen mit einigen Haarborsten.
Areolen nach unten geneigt, nicht eingesenkt, kreisrund, 0,1 cm ø, anfangs mit kurzer heller Wolle.
Randdornen 8-19, 0,4-0,7 cm lang, feinborstig, glatt oder schwach flaumhaarig, durcheinander ragend, selten den Körper deckend, glasig-weiß bis gelblich-weiß.
Mitteldornen 2-4, 0,5-0,8 cm lang, der untere gehakt, feinnadelig, glatt oder schwach flaumhaarig, alle mit verdicktem Fuß, glasig-gelb bis hellbraun oder braun.

Blüten erscheinen meist von April bis September im Kranze nahe dem Scheitel, wenige öffnen sich gleichzeitig, breittrichterig, 1,4-1,8 cm lang, 1,2-1,6 cm breit, weiß oder leicht rosa getönt.
Fruchtknoten rundlich, etwa 0,2 cm dick, deutlich abgesetzt, weißlich-grün bis hellbraun.
Röhre kurz, konisch, hellgrün bis bräunlich-rosa.
Äußere Blütenblätter wenige, keilspitzig bis lanzettlich, ganzrandig bis grob gezähnt, mit dornartiger Spitze, bräunlich-rosa mit weißem Saum.
Innere Blütenblätter lanzettlich, 0,5-0,6 cm lang, 0,15-9,2 cm breit, ganzrandig, weiß, manchmal mit undeutlichem braunrotem Mittelstreifen.
Griffel dünn, 0,7-1 cm lang, die Staubblätte überragend, weiß oder grünlich.
Narbenlappen 3-4, 0,05-0,1 cm lang, hellgelb bis grünlich.
Staubfäden dünn, zahlreich, über der Nektarkammer 0,4-0,7 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, weiß.
Staubbeutel hellgelb.

Früchte reifen etwa 2-3 Monate nach der Blüte, etwa stäbchenförmig, mit kleinem haftendem Blütenrest, weich und zerbrechlich, 1-2 cm lang, 0,2-0,4 cm dick, rot; microcarpe Trockenfrüchte kommen vor.

Samen schwarz, ballonmützenförmig, etwa 0,1 cm lang, 0,09 cm dick, manchmal kleiner.
Testa weitläufig gegrubt.
Hilum groß, basal, oft mit kleinem Arillus.
Die Art ist selbstfertil.

Es hat sich herausgestellt, daß die Zahl der Randdornen an einigen Standorten größer ist, als in der Erstbeschreibung angegeben (8-10), daß sie sogar bis zu 19 betragen kann.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 20ºC
                                    ø Dezember/ Januar           = 16ºC
                                    ø Juni                                     = 22ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 520 mm. Regenzeit ist von Juni bis September. Es ist ein warmes, semiarides Klima mit geringen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und sommerlicher Regenzeit. Feldnummern:      Repp.      58, 1106, 1110, 1919, 1932

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Systematik

 
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