Mammillaria Untergattung Dolichothele

6. Mammillaria melaleuca KARWINSKY ex SALM-DYCK
Cact.Hort.Dyck.:19.1933

Mammillaria melaleuca
Mammillaria melaleuca

Verbreitungskarte Mammillaria melaleuca
zeigt das Verbreitungsgebiet

Dolichothele melaleuca (KARWINSKI) BOEDECKER
Mam.Vergl.Schl.:19.1933

Erstbeschreibung:

M. caule globoso, axillis nudis, mamillis crassis validis ovato-obtusis perviridibus nitidis, pulvillis sub apice mammillarum immersis parvulis rotundatis albo-tomentosis mox nudis, aculeis exterioribus 8-9 regulariter radiantibus recurvulo patentibus, summis 4 brunneis paulum longioribus, inferioribus albis, centrali 1 (interdum deficiente) brunneo, omnibus gracilibus rigidis. (Nob.) Sub hoc nomine recenter in hortis culta est haec praeclara species, quam Dom. Karwinsky tulit e provincia Mexicana Oaxaca, et quae, adhuc novella hucusque non floruit. Aculei exteriores 9, peculiari modo discolores sunt; superioribus 4 cum centrali purpureo brunneis, et 5 inferioribus albis.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Neotypus: REPPENHAGEN 1020, 21.10.175,
Herbarium ZSS
Typstandort:
Mexico, Tamaulipas, Palmillas

REPPENHAGEN sammelte die Art, von der bekannt war, daß sie KARWINSKY entgegen den Angaben SALM-DYCKs nicht in Oaxaca, sondern in Tamaulipas gefunden hatte, in letzterem Staat an zwei Standorten in der Gegend um Palmillas.

Wurzeln rübenartig;
Körper flach bis gedrücktkugelig, später sprossend, blühfähige Pflanzen 2-4,5cm hoch, 4-5,5cm dick;
Scheitel abgeflacht, kaum eingesenkt, recht offen;
Warzen weit spreizend, eher weichfleischig, ovoid, 1,2-2cm lang, 0,8-1cm dick, die Spitze gerundet, nicht milchend, dunkelgrün;
Axillen nackt oder mit ganz wenig Wolle;
Areolen etwas unter der Warzenspitze, nicht eingesenkt, kreisrund, 0,15cm breit, mit kurzer heller Wolle;
Randdornen 9-13, 0,5-1,2cm lang, borstig bis feinnadelig, die unteren am kürzesten und dünnsten, die oberen länger, dicker und am dunkelsten, alle glatt, gerade, fast horizontal strahlend, weiß mit brauner Spitze bis schwarz;
Mitteldornen 1, 0,7-1,1cm lang, nadelig, gerade oder leicht nach unten gebogen, glatt, braun bis schwarz.

Blüten erscheinen im Mai/ Juni nahe dem Scheitel, breittrichterig bis radförmig, 2,5-3cm lang, 3,5-4,5cm breit, dottergelb;
Fruchtknoten rundlich, 0,4-0,5cm dick, deutlich abgesetzt, weiß bis hellgrün;
Röhre ziemlich schlank, helloliv bis bräunlich-gelb;
äußere Blütenblätter breitlanzettlich, ganzrandig, rotbraun mit gelbem Saum;
innere Blütenblätter zahlreich, breitlanzettlich mit schmaler Basis, 1-1,5cm lang, 0,3-0,5cm breit, ganzrandig, gelb, die Spitze manchmal rosa getönt;
Griffel dick, 1,4-1,5cm lang, die Staubblätter erheblich überragend, grünlich-gelb;
Narbenlappen 4-6, 0,3-0,4cm lang, gelblich-grün;
Staubfäden zahlreich, über der Nektarkammer 0,8-0,9cm ansteigend aus der Röhrenwand entspringend, die äußeren am kürzesten, rahmweiß bis hellgelb;
Staubbeutel dottergelb;

Früchte reifen etwa 12 Monate nach der Blüte, ovoid bis länglich, mit großem Blütenrest, 1,2-2cm lang, 0,6-1,2cm dick, grünlich bis bräunlich-rot;

Samen schwarzbraun, tropfen- bis nierenförmig, 0,1cm lang, 0,09cm breit;
Testa klein gegrubt;
Hilum mittelgroß, weißlich, seitlich bis subbasal. Die Art ist selbststeril.

Sie steht im System zwischen Mammillaria sphaerica und Mammillaria baumii, die ebenfalls aus Tamaulipas kommen.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 22ºC
                                   ø im Dezember/ Januar      = 15ºC
                                   ø im Mai- September           = 25ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 510mm;
Regenzeit ist von April bis Oktober. Es ist ein semiarides, recht warmes Klima mit erheblichen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und langer Sommerregenzeit.

Feldnummern:      REPP.      1020, 1275

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