Mammillaria Untergattung Mammillaria 3.Reihe Stylothelaeae Wildii - Gruppe

Wildii - Gruppe

75. Mammillaria erythrosperma
BOEDEKER
Monatsschr.Kakteenkunde28:101.1918

Mammillaria erythrosperma
Mammillaria erythrosperma

Verbreitungskarte Mammillaria erythrosperma
zeigt das Verbreitungsgebiet


Neomammillaria multiformis BRITTON & ROSE
TheCactaceae4:148.1920
Mammillaria multiformis (BRITTON & ROSE) BOEDEKER
Mam.Vergl.Schl.:26.1933

Bödekers Lateindiagnose:

Caespitosa, mamillae ad 8 et 13 series ordinatae cylindricae; aculei radiales 15-20, albi, recti, centrales 1-3, raro 4; lutei, apice sensim obscure fusci, infimus hamatus; flores kermesini; semina atro-kermesina.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Neotypus:
REPPENHAGEN 1239; Herbarium KL
Typstandort:
Mexico, San Luis Potosi, San Francisco, Sierra Alvarez

Die folgende Beschreibung von REPPENHAGEN berücksichtigt viele Standortpflanzen von drei verschiedenen Örtlichkeiten in der Sierra Alvarez. Sie variieren in der Randdornenzahl erheblich, sind aber deutlich als Mammillaria erythrosperma zu erkennen.
Bei
BRITTON & ROSEs Mammillaria multiformis handelt es sich um dieselbe Art. Die beschriebenen langen Schattenformen wandeln sich bei sonnigem Stand in die Kugelform zurück.

Wurzeln strangartig.
Körper kugelig (im feuchten Schatten des Eichenwaldes oft wurstartig verlängert), stark sprossend und breite Rasen bildend, blühfähige Köpfe 2-6 cm hoch, 2-5 cm dick.
Scheitel gerundet, nicht eingesenkt, mit Wolle und Dornen unvollkommen geschlossen.
Warzen ziemlich dicht gestellt, weichfleischig, etwa zylindrisch, 0,8-1,4 cm lang, 0,4-0,5 cm dick, nicht milchend, glänzend laubgrün.
Axillen mit wenigen kurzen Haarborsten.
Areolen nach unten geneigt, leicht ablösend, etwa 0,2 cm lang, 0,15 cm breit, mit kurzer gelber oder weißer Wolle.
Randdornen 15-32, 0,5-1 cm lang, feinborstig, die seitlichen am längsten, gerade, glatt, wenig vorspreizend, zeitweise den Körper deckend, glasig-weiß.
Mitteldornen 1-4, 0,4-1,5 cm lang, dicker al die Randdornen, einer gehakt, wenn mehrere vorhanden sind, der untere glasig-weiß bis rotbraun, unten heller.

Blüten erscheinen April bis Juni nahe dem Scheitel, wenige öffnen sich zugleich, trichterig, 1,5-2 cm lang, 1,2-1,5 cm ø, magentarot, bei Calera rosa.
Fruchtknoten rundlich, 0,2-0,3 cm dick, deutlich abgesetzt, hellgrün.
Röhre gestreckt-konisch, braunrosa.
Äußere Blütenblätter wenige, lanzettlich, schwach gezähnt bis ganzrandig, rotbraun mit hellem Saum.
Innere Blütenblätter lanzettlich, 0,6-0,7 cm lang, 0,2 cm breit, ganzrandig mit dornartiger Spitze, rosa, meist mit breitem rotem Mittelstreifen.
Griffel 1-1,1cm lang, die Staubblätter überragend, rosa.
Narbenlappen 2-4, 0,1 cm lang, rosa bis orange.
Staubfäden über der Nektarkammer 0,4-0,5 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, karminrosa.
Staubbeutel hellgelb.

Früchte reifen etwa 4 Monate nach der Blüte, keulenförmig mit kleinem haftendem Blütenrest, 1-2 cm lang, 0,2-0,5 cm dick, weich, karmin bis trübrot.

Samen schwarzbraun, tropfen- bis nierenförmig, 0,1 cm lang, 0,08 cm dick.
Testa klein gegrubt.
Hilum klein, schmal, weiß, subbasal.
Die Art ist selbststeril.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 19ºC
Das Gebiet liegt im Bereich zwischen den 18- und 20ºC- Isothermen und den 400 und
600 mm Niederschlagslinien. Es scheint ein kühles, subhumides Klima vorzuherrschen.

Feldnummern:      Repp.      1239, 1417, 1420

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