Mammillaria Untergattung Dolichothele

5. Mammillaria sphaerica DIETRICH
Allg.Gartenz.21:94.1853

Mammillaria sphaerica
Mammillaria sphaerica

Verbreitungskarte Mammillaria sphaerica
zeigt das Verbreitungsgebiet

Mammillaria longimamma var. sphaerica K.BRANDEGEE ex BAILEY
Cyclo.Am.Hort.2:975.1900
Dolichothele sphaerica (DIETRICH) BRITTON & ROSE
TheCactaceae4:61.1923

Dietrichs Erstbeschreibung:

Mammillaria subsphaerica diametro bipollicari laetevirens, mamillis crassis 6-8 lin. longis, axillis lanatis, areolis subnudis oblique affixis, aculeis radiantibus 12-14 albidis 3-4 lin. longis, centrali uno flavescente, breviori, flore maximo luteo.
Fast kugelrund, 2 Zoll im Durchmesser; später durch Vertrocknen der unteren Warzen einen kleinen Stamm bildend, hellgrün; Warzen fleischig, 6-8 lin. lang. Axillen wenig wollig, Areolen fast nackt, schief aufgesetzt, Randstacheln 12-14, weißlich, 3-4 lin. lang; Centralstachel 1, gelblich, kürzer als die Randstacheln; Blumen sehr groß, gelb, blüht sehr leicht.


Typus: wurde nicht hinterlegt
Neotypus: REPPENHAGEN 414; 3.9.1971,
Herbarium ZSS
Typstandort:
Mexico, Tamaulipas, Nuevo Guerrero.
Nachdem der von DIETRICH angegebene Standort bei Corpus Christi in Texas offenbar erloschen ist, wählt
REPPENHAGEN einen Neotypus aus Nuevo Guerrero am Rio Grande. Mammillaria sphaerica ist die nördlichste Art der Untergattung Dolichothele. Das Vorkommen beginnt bei Ciudad Victoria im südlichen Tamaulipas und reicht nach N durch den ganzen Staat bis nach Del Rio in Texas, wo PRIESSNITZ sie 1981 fand.

Wurzeln rübenartig;
Körper gedrücktkugelig oder flach, sprossend und breite Fladenpolster bildend, blühfähige 1,5-4cm hoch, 3-5cm breit;
Scheitel eher abgeflacht,eingesenkt und ziemlich offen;
Warzen breit spreizend, weichfleischig, etwa eiförmig, 1,5-2cm lang, 0,6-0,8cm dick, die Spitze etwas abgestutzt, nicht milchend, hellgrün;
Axillen mit wenig heller Wolle;
Areolen schief nach unten geneigt, kreisrund, 0,2cm breit, anfangs mit kurzer weißlicher Wolle;
Randdornen 12-18, 0,5-1,2cm lang, feinnadelig oder steifborstig, horizontal strahlend, gerade, glatt, glasig- weiß bis glasig-gelb;
Mitteldornen 1, 0,2-1,2cm lang, kaum dicker als die Randdornen, gerade, glatt, mit braunem verdicktem Fuß, glasig-gelb bis braun;

Blüten erscheinen im Juli/August nahe dem Scheitel, wenige öffnen sich gleichzeitig, breittrichterig, 3-4cm lang, 4-6cm breit, gelb;
Fruchtknoten rundlich bis ovoid, 0,4-0,6cm lang, erkennbar abgesetzt, weiß bis braunoliv;
Röhre 1,5-2cm lang, weißlich bis bräunlich-rosa;
äußere Blütenblätter wenige, lanzettlich, ganzrandig mit stumpfer Spitze, bräunlich-rosa mit schmalem gelbem Saum;
innere Blütenblätter lanzettlich, an der Basis schmal 2-3cm lang, 0,4-1cm breit, ganzrandig mit dornartiger Spitze, gelb, am Grunde weißlich;
Griffel fleischig-dick, nicht mit der Röhre verwachsen, 2,2-3cm lang, die Staubblätter erheblich überragend, gelblich-grün;
Narbenlappen 6-8, 0,5-0,6cm lang, dick, hellgelb bis hellgrün;
Staubfäden zahlreich, ziemlich dick, über der Nektarkammer 0,6-0,8cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, gelb bis rosa;
Staubbeutel klein, dottergelb;

Früchte reifen etwa 10 Monate nach der Blüte, eiförmig bis länglich mit großem Blütenrest, 1-2cm lang, 0,6-1cm dick, weißlich-grün bis bräunlich-rosa;

Samen schwarzbraun bis schwarz, nierenförmig, 0,11cm lang, 0,09cm breit;
Testa klein, gegrubt;
Hilum klein, weißlich, subbasal.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 24ºC
                                    ø im Dezember/ Januar     = 15ºC
                                    ø im Juli/August                   = 29,5ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 450mm;
Regenzeit ist von Mai bis Oktober. Es ist ein semiarides, recht warmes Klima mit großen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und Sommerregen. Die Regenzeit ist geteilt und hat ihre Höhepunkte im Mai und September.

Feldnummern:      REPP.      394, 414, 1015, 1280

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