Mammillaria Untergattung Mammillaria 3.Reihe Stylothelaeae Bombycina - Gruppe

70. Mammillaria pennispinosa KRAINZ
Sukkulentenkunde(SKG)2:20.1948

Mammillaria pennispinosa
Mammillaria pennispinosa

Verbreitungskarte Mammillaria pennispinosa
zeigt das Verbreitungsgebiet


Erstbeschreibung von Krainz:

Caullis plane-globosus, non lacifer, radice primaria crassa, non prolifer, pars caulis aculeata ca. 3,5 cm lata, ca. 3 cm alta; vertex non impressus aculeis crebis patentibustextus, mammillae cylindra- ceae basi ca. 3 mm crassae, ca. 5-7 mm longae, atro-virides; epidermis flocculis tenuissime lanatis obtecta, mammillae verticem versus brevi-lanuginosae, serius glabrae; areolae rotundae, glabrae; a- culei exteriores 16-20, 5-8 mm longi, aequaliter tenues, recti, cani, superiores a media ad apicem gradatim fuscecentes valde pinnate pilosi, in statu juvenili oblique patentes deinde lateraliter tex- ti; aculeus centralis 1, raro 3 quorum unus tantum ca. 10-12 mm longus, hamatus, pinnatus usque ad ha- mulum recte divaricatus basi nodosus, flavus superne albus, laetius rubiginosus, superiores tantum sicut aculei exteriores robusti (sine hamulis); flores campanulati-infundibuliformes, 12 mm lati, 15mm longi; phylla perigonii 5 mm longa, 2 mm lata linea media kermesinestriata; faux laete kermesina-rosea; filamenta pallide-flavida; antherae flavae stylus 10 mm longus pallide flavivirens, stigmata (3-)4, flavida. Fructus ovalis, ca. 6 mm longus, viridis; semina atronitentia-scrobiculate-punctatula, ca. 3/4 mm ø, hilo semigloboso. Patria, Mexico, Coahuila (F. Schwarz).

Typus: KRAINZ 729, lebend in Herbarium ZSS; anscheinend nicht herbarisiert;
Typstandort:
Mexico, Südwest- Coahuila, zwischen rotbraunen Steinen;

Im Südwesten von Coahuila, wo SCHWARZ die Typuspflanzen sammelte, ist die Art niemals wiedergefunden worden. Der heute bekannte Wuchsort liegt bei Mapimi in
Durango, wo REPPENHAGEN sie fand und wie folgt beschreibt:

Wurzeln rübenartig.
Körper flach bis gedrücktkugelig, einzeln oder basal sprossend, 2,5-4 cm hoch, 3-4 cm dick.
Scheitel gerundet, nicht eingesenkt, mit Dornen geschlossen.
Warzen dicht gestellt, weichfleischig, konisch, 0,4-0,6 cm lang, 0,3-0,5 cm dick, nicht milchend, graugrün.
Axillen nackt.
Areolen ins Warzenende leicht eingesenkt, kreisrund, 0,1 cm ø, ohne Wolle.
Randdornen 12-18, 0,2-0,8 cm lang, die oberen am längsten, feinnadelig, weich und biegsam, nicht stechend, mit feinen langen Haaren besetzt, vorspreizend, glasig-gelb, die Fiederhaare weißlich.
Mitteldornen 1, 0,6-1,2 cm lang, nadelig, gehakt, biegsam, mit weniger Haaren als die Randdornen, mit schwach verdicktem Fuß, glasig-gelb bis braun, unten heller.

Blüten erscheinen März- April im Kranze nahe dem Scheitel, wenige öffnen sich gleichzeitig, trichterig, 1,6-1,8 cm lang, 1,4-1,6 cm ø, weißlich-rosa.
Fruchtknoten konisch, etwa 0,2 cm dick, nicht erkennbar abgesetzt, glasig-weiß.
Röhre sehr kurz, gelblich.
Äußere Blütenblätter schmallanzettlich, ganzrandig, mattrosa mit hellem Saum.
Innere Blütenblätter lanzettlich bis spatelig, etwa 1 cm lang, 0,2 cm breit, ganzrandig, blaßrosa mit kräftigerem Mittelstreifen.
Griffel dünn, 1 cm lang, die Staubblätter deutlich überragend, hellgelb.
Narbenlappen 3-4, etwa 0,15 cm lang, dünn, hellgelb.
Staubfäden zahlreich, dünn, gerade, weiß.
Staubbeutel hellgelb.

Früchte reifen etwa 6 Monate nach der Blüte, schlankkeulenförmig mit haftendem Blütenrest, 2-4 cm lang, 0,4-0,5 cm dick, weich, rot.

Samen schwarz, ballonmützenförmig, 0,15 cm lang, 0,1 cm dick.
Testa netzartig strukturiert.
Hilum mit großem basalem Anhang (Arillus).
Die Art ist selbststeril.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 20ºC
                                    ø Dezember/ Januar           = 13ºC
                                    ø Juni/ Juli                             = 28ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 250 mm. Es gibt keine feste Regenzeit. Die geringen Niederschläge fallen über das ganze Jahr verteilt. Am trockensten ist der März, mit einem langjährigen Mittel von 8 mm, am feuchtesten ist der August mit 40 mm im Mittel. Es ist ein Trockenklima mit großen Temperaturschwankungen.

Feldnummern:      Repp.      1205

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