Mammillaria Untergattung Mammillaria 2.Reihe Ancistrocanthae Schumannii - Gruppe

41. Mammillaria louisae LINDSAY
Cact.Succ.J.US32(6);169.1960

Mammillaria louisae
Mammillaria louisae

Verbreitungskarte Mammillaria louisae
zeigt das Verbreitungsgebiet


Simplex interdum parce proliferans; mamillae breviter conoidae; areolae orbiculares, juventute parce lanuginosae, mox glabrae; aculei radiales ca. 11, horizontaliter divaricati, aciculares; centrales 4, infimo porrecto, ceteris radialibus subaequalibus; axillae parce tomentosae pilis saetisque deficientibus; flores singulares ca. 25 mm diam., infundibuliformes, petalis oblanceolatis, roseo-carminibus; fructus clavaeformis; semina nigra, punctata.

Typus: LINDSAY 2022; Herbarium SD
Typstandort:
Mexico, Baja California, südlich Socorro

Sie kommt zwischen El Rosario und der Gegend südlich Socorro in niedrigen Lagen vor. Die Beschreibung stützt sich auf Pflanzen, die
Reppenhagen bei El Rosario fand.

Wurzeln strangartig.
Körper gedrücktkugekig, im Alter länglich, 2-8 cm hoch, 2,5-4 cm dick, einzeln oder sprossend.
Scheitel leicht gerundet, kaum eingesenkt, mit Dornen unvollkommen geschlossen.
Warzen mitteldicht gestellt, eher weichfleischig, stumpf-konisch, 0,7-0,8 cm lang,
0,6-0,7 cm breit, die Spitze schief abgestutzt, nicht milchend, matt-dunkelgrün bis rötlich.
Axillen nackt.
Areolen nach unten geneigt, eingesenkt, 0,1-0,2 cm lang, 0,1-0,15 cm breit, mit kurzer weißer Wolle.
Randdornen 11-17, 0,3-0,7 cm lang, feinnadelig, gerade oder gebogen, glatt, die nach oben gerichteten am längsten und dicksten, horizontal strahlend, zeitweise den Körper bedeckend, weiß mit braunen Spitzen, die oberen braun bis schwarz.
Mitteldornen 1, 0,4-0,8 cm lang, nadelig, gehakt, vertikal vorstehend oder nach unten gerichtet, braun bis schwarz.

Blüten erscheinen im Juli/ August, einzeln oder zu wenigen nahe dem Scheitel, breittrichterig, 2,5-3,5 cm lang und breit, weißlich-rosa.
Fruchtknoten länglich, 0,3 cm lang, 0,2 cm dick, deutlich abgesetzt, olivgrün.
Röhre sehr kurz, bräunlich-rot.
Äußere Blütenblätter schuppenförmig bis spatelig, gezähnt, trübweiß mit verwaschen-braunrotem Mittelstreifen.
Innere Blütenblätter lanzettlich, 1,5-2 cm lang, 0,5-0,6 cm breit, ganzrandig mit langer Spitze, weiß mit mehr oder weniger deutlichem karminrosa Mittelstreifen.
Griffel 1,2-1,4 cm lang, die Staubblätter deutlich überragend, weiß.
Narbenlappen 7-8, 0,5-0,8 cm lang, braunoliv.
Staubfäden nahe dem Blütenboden entspringend, gerade, weiß.
Staubbeutel klein, dottergelb.

Früchte reifen 2 Monate nach der Blüte (bei Socorro erst nach 10 Monaten), birnenförmig mit großem haftenden Blütenrest, der aber bei den Socorro-Pflanzen leicht abfällt, 0,8-2 cm lang, 0,4-1,2 cm dick, zinnober- bis scharlachrot. Es ist die einzige Art, bei der so verschiedene, standortabhängige Fruchtreifezeiten beobachtet werden kann.

Samenschwarz, kugelig bid ovoid, 0,09-0,11 cm.
Testa klein und tief gegrubt.
Hilum groß, schmal, braun, basal.
Die Art ist selbstfertil.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 17ºC
                                    ø im Dezember/ Januar     = 13ºC
                                    ø im August                          = 22,5ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 70 mm. Eine ausgesprochene Regenzeit ist eigentlich nicht zu erkennen. Der große Teil der Niederschläge fällt offenbar im Winter, zum Teil als Tau. Es ist ein mäßig warmes Trockenklima mit erheblichen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen.

Feldnummer:      Repp.      250

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