Mammillaria Untergattung Mammillaria 14.Reihe Macrothelae Heyderi - Gruppe

251. Mammillaria roseoalba BOEDEKER
Monatsschr.DKG1(4):87.1929

Mammillaria roseoalba
Mammillaria roseoalba

Verbreitungskarte Mammillaria roseoalba
zeigt das Verbreitungsgebiet


Bödekers Lateindiagnose:

Simplex, subdepresso-globosa; mamillae ad 8 et 13 series laxe ordinatae, tetragonae, apice paullulo truncatae; areolae juveniles albido-lanuginosae dein glabrescentes; aculei 4-5 (6), inaequilongi, plus minus horizontaliter divaricati, aciculares vel subuliformes, albidi, basim versus obscure roseotincti; axillae primum glabrae, dein dense albido-lanuginosae; flores solitarii, campanulato-infundibuliformes, 30 mm longi, sepalis lanceolata-linearibus, acuminatis subfimbriatis, roseofuscis, petalis angustioribus integris, mucronatis, albidis; stylus roseus, stigmatibus 6-7; fructus 1,5 cm longus, clavatus, ruber; semina ad 1 mm longa, opaca, flavido-fusca, pyriformia.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Typstandort:
Mexico, Tamaulipas, Progresso bei Victoria

Mammillaria roseoalba findet sich in Tamaulipas zwischen Ciudad Victoria und Jaumave in Höhenlagen zwischen 450 und 600 Meter.
Reppenhagen sah sechs Standorte. In Hochlagen über 1000 Meter fand er eine Varietät, die schon in Richtung Mammillaria rubrograndis tendiert.
Sie ist in der folgenden Beschreibung nicht berücksichtigt.

Wurzeln strangartig.
Körper gedrücktkugelig, einzeln, blühfähige Köpfe 2-5 cm hoch, 5-8 cm breit.
Scheitel gerundet, eingesenkt, mit Wolle und Dornen unvollkommen geschlossen.
Warzen weitläufig gestellt, von fester Textur, vierseitig pyramidisch, 0,9-1,2 cm lang,
0,8-1 cm breit, milchend, dunkelgrün, manchmal rötlich überlaufen.
Axillen nackt oder mit wenig Wolle.
Areolen am Warzenende, vertieft eingesenkt, kreisrund mit 0,2 cm Durchmesser, anfangs mit kurzer weißer Wolle.
Randdornen 4-6, oft 4, 0,2-1 cm lang, nadelig, der obere meist am kürzesten, gerade oder leicht körperwärts gebogen, glatt, glasig-gelb mit braunen Spitzen und braunem Grund.
Mitteldornen fehlen zumeist, doch manchmal 1 nahe dem Überrand der Areole, 0,3 cm lang.

Blüten erscheinen im März/ April im Kranze nahe dem Scheitel, mehrere öffnen sich gleichzeitig, bauchig-trichterig, 2-2,5 cm lang und breit, bräunlich bis trübrosa.
Fruchtknoten rundlich, 0,4-0,5 cm dick, deutlich abgesetzt, grünlich-weiß.
Röhre kurz, dick, bauchig, braunoliv.
Äußere Blütenblätter zahlreich, breitlanzettlich, schwach gezähnt bis fransig bewimpert, braunoliv mit weißem Saum.
Innere Blütenblätter zahlreich, lanzettlich, 1-1,4 cm lang, 0,2-0,4 cm breit, ganzrandig mit dornartiger Spitze, weiß mit bräunlichem oder altrosafarbenem Mittelstreifen.
Griffel 1-1,3 cm lang, die Staubblätter deutlich überragend, rosa oder braun.
Narbenlappen 4-6, etwa 0,2 cm lang, dick, gelb bis rotbraun.
Staubfäden zahlreich, über der Nektarkammer 0,6 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, weiß, rosa oder hellgelb.
Staubbeutel hellgelb.

Früchte reifen etwa 5-6 Monate nach der Blüte, birnen- bis kurzkeulenförmig mit haftendem Blütenrest, 1-1,5 cm lang, 0,4-0,7cm dick, mattrot.

Samen braun, tropfen- bis nierenförmig, etwa 0,1 cm lang, 0,08 cm breit.
Testa netzartig strukturiert.
Hilum mittelgroß, schmal, weiß, subbasal.
Die Art ist selbststeril.

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Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 22ºC
                                    ø Dezember/ Januar           = 15,5ºC
                                    ø August                                = 28,5ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 760 mm. Regenzeit ist von Mai bis Oktober, doch sind auch in den anderen Monaten Niederschläge möglich. Im September ist mit etwa 220 mm Monatsmittel der meiste Regen zu erwarten. Es ist ein sehr warmes, subhumides Klima, mit reichlich Sommerregen und großen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen.
Feldnummern:      Repp.      389, 713, 1010, 1013, 1279, 1432a