Mammillaria Untergattung Mammillaria 14.Reihe Macrothelae Heyderi - Gruppe

248. Mammillaria papasquiarensis (BRAVO) REPPENHAGEN
Die Gattung Mammillaria:137.1987

Mammillaria papasquiarensis
Mammillaria papasquiarensis

Verbreitungskarte Mammillaria papasquiarensis
zeigt das Verbreitungsgebiet


Mammillaria tesopacensis var. papasquiarensis BRAVO
Cact.Suc.Mex.11:84.1966

Helia Bravos Lateindiagnose:

Mammillae maximae, 20 mm, per longitudem; axillis lanatis, sed non seta; spinis radialibus 8 ad 10, 6 ad 20 mm, rectis aut curvis; spinis centralibus 1, 4 mm, aliquanto curvatis; flores rubra, 20 mm; fructus coccineus clavaeformus, 30 mm, per longitudem; semina fusca.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Neotypus: REPPENHAGEN 1787;
Herbarium KL
Typstandort:
Mexico, Durango, Monte Blanco

Helia BRAVO gibt als Standort an: "...nahe Santiago Papasquiaro". Reppenhagen nennt jedoch nur den Standort am Monte Blanco, etwa 120 km östlich von Papasquiaro, den
Lau in den siebziger Jahren fand.

Wurzeln strangartig.
Körper gedrücktkugelig bis kugelig, später länglich, einzeln, blühfähige Köpfe 7-25 cm hoch, 10-15 cm breit.
Scheitel leicht abgeflacht, eingesenkt, mit Wolle geschlossen, von Dornen schopfartig überragt.
Warzen mitteldicht gestellt, von fester Textur, etwa pyramidisch, 0,9-1,4 cm lang, 0,8-1 cm breit, milchend, dunkelgrün.
Axillen nackt oder mit wenig Wolle.
Areolen etwa horizontal auf den Warzen, kaum eingesenkt, 0,3 cm lang, 0,2 cm breit, nur anfangs mit flockiger Wolle.
Randdornen 9-10, 0,5-4 cm lang, feinnadelig, die oberen am kürzesten, der untere am längsten, regelmäßig strahlend, verflochten, zeitweise den Körper deckend, glasig-weiß bis glasig-gelb, mit dunkler Spitze.
Mitteldornen 1-3, meist 1, 4-10 cm lang, nadelig, biegsam, gerade oder wellig gebogen, braun bis schwarz.

Blüten erscheinen im April/ Mai im Kranze nahe dem Scheitel, trichterig, 2,5-3 cm lang,
2-2,5 cm breit, bräunlich-rosa; die Art ist eher blühfaul.
Fruchtknoten rundlich, 0,6 cm dick, deutlich abgesetzt, weiß bis olivgrün.
Röhre dick, kurz, dunkelgrün.
Äußere Blütenblätter zahlreich, unten als schmale Schuppen, nach oben hin lanzettlich, ganzrandig bis schwach bewimpert, mit stumpfer Spitze, oliv mit weißem Saum.
Innere Blütenblätter zahlreich, schmallanzettlich, 1-1,2 cm lang, 0,2 cm breit, fleischig-dick, ganzrandig mit dornartiger Spitze, mattrosa mit weißem Saum.
Griffel fleischig-dick, etwa 1,6 cm lang, die Staubblätter deutlich überragend, hellrosa.
Narbenlappen 7-8, 0,3-0,4 cm lang, hellgrün.
Staubfäden zahlreich, über der Nektarkammer bis zum Ansatz der Blütenblätter hinauf entspringend, zusammengebogen, hellgelb.
Staubbeutel groß, gelb.

Früchte reifen etwa 8 Monate nach der Blüte, keulenförmig mit haftendem Blütenrest,
2-3 cm lang, 0,8-1 cm dick, sehr hart und fleischig, oben runzelig zusammengezogen, trübrot bis dunkeloliv, sie führen Milchsaft, solange sie noch grün sind.

Samen braun, tropfen- bis nierenförmig, 0,1 cm lang, 0,08 cm breit.
Testa grob gerunzelt.
Hilum dunkel umrandet, mittelgroß, länglich, weiß, subbasal.
Die Art ist selbststeril.

;
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 16ºC
                                    ø Dezember/ Januar           = 11ºC
                                    ø Juni                                     = 21,5ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 370 mm. Regenzeit ist von Juni bis September, doch weisen auch die anderen Monate im Mittel geringe Niederschläge auf. Es ist ein kühles, semiarides Klima, mit erheblichen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und kurzer sommerlicher Regenzeit.
Feldnummer:      Repp.      1787