Mammillaria Untergattung Mammillaria 14.Reihe Macrothelae Heyderi - Gruppe

242. Mammillaria grusonii RUNGE
Gartenflora38:105.1889

Mammillaria grusonii
Mammillaria grusonii

Verbreitungskarte Mammillaria grusonii
zeigt das Verbreitungsgebiet


Runges Beschreibung:
1. M. grusonii Runge n. sp. Körper kugelig, in zunehmendem Alter oft länglich, bis 25 cm im Durchmesser, hellgrün, meist einfach, doch zuweilen mehrköpfig, wenn der Scheitel verletzt ist, milchend, hellgrün. Warzen vierkantig, 6-8 mm lang. Axillen nackt. Stachelpolster auf der Warzenspitze, anfänglich mit wenig weißer Wolle. Späte nackt. Randstacheln 14, 3 stärkere nach unten gerichtet, 3 nach jeder Seite und 5 nach oben, 6-8 mm lang, die oberen die kürzeren. Mittelstacheln 2, stärker und kürzer, 4-6 mm lang, einer gerade abstehend, der andere etwas nach oben gerichtet. Alle Stacheln gerade, in der Jugend rötlich, später alle schneeweiß. Blüten gelb, im Kreise um den Scheitel gestellt, 2,5 cm Durchmesser und ebenso lang. Frucht scharlach, wie von M. applanata.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Typstandort:
Mexico, Coahuila, Sierra Bola

Reppenhagen fand sie an sechs Standorten am Südrand der Pailaebene und im Gebirge südlich davon bis zur Pinaje de Leone. Alle Wuchsorte sind in Coahuila. Ihr Habitus variiert kaum.

Wurzeln strangartig.
Körper kugelig, einzeln, selten basal sprossend, blühfähige Köpfe 5-15 cm hoch und dick.
Scheitel gerundet, eingesenkt, mit Wolle und Dornen geschlossen.
Warzen ziemlich weitläufig gestellt, von fester Textur, vierseitig pyramidisch, etwa
0,8-1,4 cm lang, 0,8-1,2 cm dick, milchend, dunkelgrün.
Axillen nackt.
Areolen horizontal auf den Warzenenden, etwas eingesenkt, kreisrund bei 0,2 cm Durchmesser, anfangs mit flockiger weißer Wolle.
Randdornen 9-15, 0,5-1,2 cm lang, nadelig, die oberen meist am kürzesten, gerade, glatt, strahlend vorspreizend, weiß bis hellbraun mit dunklen Spitzen.
Mitteldornen 1-4, oft einer, 0,5-1,5 cm lang, dicker als die Randdornen, gerade, glatt, mit verdicktem Fuß, glasig-gelb bis hellgrau oder braun mit dunklen Spitzen.

Blüten erscheinen meist im April im Kranze nahe dem Scheitel, wenige öffnen sich gleichzeitig, bauchig-trichterig, 2-3 cm lang und breit, trübrosa bis bräunlich-gelb.
Fruchtknoten rundlich, 0,5-0,6 cm dick, erkennbar abgesetzt, weißlich bis grünlich.
Röhre kurz, dick, leicht bauchig, bräunlich bis grünlich.
Äußere Blütenblätter keilförmig bis lanzettlich, ganzrandig oder etwas fransig, braunrosa mit weißlichem Saum.
Innere Blütenblätter lanzettlich, 1,2-1,5 cm lang, etwa 0,3 cm breit, ganzrandig, weiß mit mattrosafarbenem oder hellbraunem bis rötlichem Mittelstreifen.
Griffel fleischig-dick, 1,6-1,9 cm lang, die Staubblätter deutlich überragend, rosa bis karmin.
Narbenlappen 5-7, 0,3-0,4 cm lang, dick, hellgrün bis bräunlich.
Staubfäden zahlreich, über der großen Nektarkammer etwa 0,6-0,7 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, etwas zusammengebogen, weiß bis hellrosa.
Staubbeutel groß, hellgelb.

Früchte reifen etwa 8 Monate nach der Blüte, birnenförmig mit großem, haftendem Blütenrest, 1,5-2,5 cm lang, 0,7-1,2 cm dick, dickhäutig, trübrosa, oben oliv.

Samen braun, tropfen- bis nierenförmig, etwa 0,1 cm lang, 0,08 cm breit.
Testa reliefartig gerunzelt.
Hilum dunkel umrandet, schmal, weiß, subbasal.
Die Art ist selbststeril.

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Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 20ºC
                                    ø Dezember/ Januar           = 13ºC
                                    ø Juni/ August                      = 27ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 230 mm. Regenzeit ist von August bis Dezember. Es ist ein ziemlich warmes, arides Klima, mit erheblichen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und herbstlicher Regenzeit.
Feldnummern:      Repp.      463, 489, 706, 1085, 1089, 2167