Mammillaria Untergattung Mammillaria 14.Reihe Macrothelae Heyderi - Gruppe

239. Mammillaria meiacantha ENGELMANN
Pro.Amer.Acad.3:263.1856

Mammillaria meiacantha
Mammillaria meiacantha

Verbreitungskarte Mammillaria meiacantha
zeigt das Verbreitungsgebiet


Mammillaria melanocentra var. meiacantha (ENGELMANN)
CRAIG
Mam.Handb.:66.1945
Mammillaria heyderi var. meiacantha (ENGELMANN) BENSON
Cact.Succ.J.US47(1):40.1975

Engelmanns Lateinbeschreibungen (1856 und 1858):

11. Mammillaria meiacantha E in D. C. R. Hemisphaerica; tuberculis quadrangulato-pyramidatis compressis; aculeis paucis (5-9) rigidis s. recurvatis, inferioribus paulo longioribus, centrali sinhulo erecto s. sursum flexo et cum caeteris radiante; floribus et baccis praecedentis.

1858 Engelmanns Cactaceae of the Boundary:
9. Mammillaria meiacantha (sp. nov.). Simplex, hemisphaerica seu vertice depressa, basi obconica, lacti flua; tuberculis pyramidato-quadrangulatis compressis basi productis axilla nudis; areolis junioribus albido-villosis mox nudatis; aculeis paucis (5-9) rigdis rectis vel recurvatis albidis seu flavidis (demum cinereis) apice sphacelatis, inferioribus paullo longioribus, centrali singulo robusto breviore porrecto seu sursum flexo et cum caeteris radiante seu rarius nullo; floribus sordide albidis rubellis- que; ovario nudo; sepalis 12-14 lanceolatis; petalis 14-16, lineari-lanceolatis acutis subintegris; stigmatibus 6-7 stamina brevia vix excedentibus flavidulis; bacca elongata-clavata incurva floris rudi- menta dejiciente; seminibus minutis obovatis rugulosis fulvis (Tab. IX fig. 1-3).


Typus: wurde nicht hinterlegt
Typstandort: USA, New Mexico, ohne nähere Standortangabe

Reppenhagen berichtet, daß in seiner Sammlung Mammillaria meiacantha von 8 Standorten in New Mexico und Coahuila stehen. Zum Teil von ihm selber, zum anderen von KÜNZLER gesammelt. Der Habitus sei sehr einheitlich und deutlich von Mammillaria heyderi unterschieden. Zwischen Cuatro Cienegas und Nadadores in Coahuila fand er beide Arten an nahe beieinander gelegenen Standorten, jede typisch für ihre Art und ohne Übergänge.

Die folgende Beschreibung berücksichtigt Pflanzen aus den 8 genannten Standorten:

Wurzeln rübenartig.
Körper gedrücktkugelig bis kugelig, einzeln, blühfähige Köpfe 3-7 cm hoch, 5-8 cm breit.
Scheitel gerundet, eingesenkt, mit Wolle und Dornen mehr oder weniger geschlossen.
Warzen eher weitläufig gestellt, von sehr fester Textur, vierseitig pyramidisch, 1-1,4 cm lang, 0,8-1,2 cm breit, milchend, blaugrün.
Axillen nackt oder mit wenig Wolle.
Areolen horizontal auf den Warzen, nicht eingesenkt, kreisrund, 0,2 cm Durchmesser, anfangs mit viel weißer Wolle.
Randdornen 5-9, etwa 0,3-1 cm lang, nadelig-dick, der obere am kürzesten, gerade, glatt, strahlend vorspreizend, mit verdicktem, braunem Fuß, glasig-gelb bis grau, mit braune oder schwarzer Spitze.
Mitteldornen manchmal einer, meist jedoch fehlend, wenn vorhanden, dann stets dicker als die Randdornen, 0,3-0,8 cm lang, gerade, glatt, mit verdicktem Fuß, braun oder schwarz.

Blüten erscheinen im April/ Mai um den Scheitel, wenige öffnen sich zugleich, bauchig-trichterig, 2,5-3 cm lang und breit, bräunlich-weiß.
Fruchtknoten rundlich, deutlich abgesetzt, 0,5-0,7 cm dick, weißlich-grün.
Röhre kurz, dick, bauchig, hellbraun bis oliv.
Äußere Blütenblätter keilförmig, ganzrandig mit dornartiger Spitze, hellbraun mit weißem Saum.
Innere Blütenblätter linearlanzettlich, 1,2-1,8 cm lang, 0,2-0,4 cm breit, ganzrandig mit kurzer Spitze, rahmweiß mit bräunlichem Mittelstreifen.
Griffel fleischig-dick, 1,5-1,8 cm lang, die Staubblätter erheblich überragend, rosa.
Narbenlappen 4-8, 0,2-0,3 cm lang, hellgrün bis bräunlich.
Staubfäden über der großen Nektarkammer 0,7-1 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, weiß.
Staubbeutel hellgelb.

Früchte reifen etwa 6 Monate nach der Blüte, birnenförmig mit großem, haftendem Blütenrest, 1-1,8 cm lang, 0,8-1,2 cm dick, trübkarmin, oben grünlich.

Samen dunkelbraun, tropfen- bis nierenförmig, etwa 0,1 cm lang, 0,08 cm breit.
Testa borkenartig gerunzelt oder gegrubt.
Hilum schwarz umrandet, eher länglich, bräunlich-weiß, subbasal, fast basal.
Die Art ist selbststeril.

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Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 22ºC
                                    ø Dezember/ Januar           = 13,5ºC
                                    ø Juli                                      = 29,5ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 300 mm. Regenzeit ist von Mai bis September. Es ist ein recht warmes, semiari- des Klima, mit sehr großen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und sommerlicher Regenzeit. Doch sind auch in anderen Monaten Niederschläge möglich.
Feldnummern:      Repp.      518, 1189, 1192, 1194