Mammillaria Untergattung Mammillaria 2.Reihe Ancistrocanthae

23. Mammillaria barbata ENGELMANN
in Wislizenus, A Tour to Northern Mexico:105.1846-1847

Mammillaria barbata
Mammillaria barbata

Verbreitungskarte Mammillaria
zeigt das Verbreitungsgebiet


Neomammillaria viridiflora
BRITTON & ROSE
TheCactaceae4:153.1923
Mammillaria viridiflora (BRITTON& ROSE)
BOEDECKER
Mam.Vergl.Schl.:36.1933
Mammillaria chavezei COWPER
Nat.Cact.Succ.J.18:8.1963
Mammillaria orestera BENSON
CactiAriz.3.Aufl.:22 und 155.1969
Mammillaria morricalii COWPER
Cact.Succ.J.US41(5):208.1969
Mammillaria garesii COWPER
Cact.Succ.J.US42(1):14.1970

Engelmanns Lateindiagnose:

Mammillaria barbata n.sp., simplex globoso-depressa; tuberculorum axillis nudis; aculeis radialibus numerosissimis pluriserialibus, exterioribus piliformibus albis sub. 40; interioribus paullo robustioribus fulvis 10-15, centrali singulo robusto, uncinato, fusco, erecto; baccis oblongis, viridibus, apice floris rudimento coronatis.

Typus: nicht bekannt; Herbarium MO
Typstandort:
Mexico, Chihuahua, Cosihuirachi

Die seit 1923 beschriebenen Mammillarien dieses Kreises betrachtet
Reppenhagen als wenig abweichende Standortvarianten von Mammillaria barbata , die in Chihuahua, Arizona und New-Mexico weit verbreitet ist. Sie wachsen in Höhenlagen zwischen 1800 und 2300 Metern. Die folgende Beschreibung berücksichtigt Pflanzen, die Minnich bei Cosihuirachi sammelte, und wie Reppenhagen sie im etwas entfernten Sahuirichi fand:

Wurzeln strangartig.
Körper gedrücktkugelig bis kugelig, einzeln oder sprossend, blühfähige 3-7 cm hoch, 3,5-5 cm dick.
Scheitel gerundet, kaum eingesenkt, mit Wolle und Dornen unvollkommen geschlossen.
Warzen mitteldicht gestellt, weichfleischig, schlankkonisch, 1-1,2 cm lang, 0,4-0,6 cm dick, nicht milchend.
Axillen nackt.
Areolen horizontal auf den Warzenenden, kaum eingesenkt, fast kreisrund, 0,15-0,2 cm breit, mit kurzer weißlicher Wolle.
Randdornen 28-52, 0,4-1cm lang, in mehreren Serien, die äußeren borstenartig, die mehr zentralgestellten nadelig, alle glatt, unregelmäßig strahlend, zeitweise den Körper deckend, glasig-weiß oder gelblich, mit verdicktem dunklem Fuß.
Mitteldornen 5-10, 0,8-2cm lang, steifborstig bis feinnadelig, der oder die 1-3 unteren am längsten, dicksten und gehakt, die übrigen gerade, alle glatt, mit verdicktem hellen Fuß, vorspreizend, weißlich, gelblich oder braun, der untere dunkelbraun bis schwarz.

Blüten von Mai bis August, im Kranze um den Scheitel, mehrere öffnen sich gleichzeitig, trichterig, 2-2,4cm lang, 1,8-2,2 cm breit, grünlich bis gelblich oder bräunlich.
Fruchtknoten länglich, 0,3-0,4cm dick, erkennbar abgesetzt, hellgrün.
Röhre eher kurz, grünlich.
Äußere Blütenblätter keilförmig bis lanzettlich, lang bewimpert, mit dornartiger Spitze, oliv bis gelblich-grün, mit hellem Saum.
Innere Blütenblätter lanzettlich, zahlreich, 1-1,2 cm lang, 0,2 cm breit, ganzrandig mit langer dornartiger Spitze, grünlich-weiß bis bräunlich, oft mit dunklem Mittelstreifen.
Griffel 1-1,1 cm lang, die Staubblätter überragend, weiß bis gelb.
Narbenlappen 4-5, 0,15 cm lang, hellgelb bis grün.
Staubfäden zahlreich, über der Nektarkammer 0,4-0,5 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, stark zu- sammengekrümmt, weiß.
Staubbeutel dottergelb.

Früchte reifen 4-7 Monate nach der Blüte, eiförmig mit großem haftenden Blütenrest, 1-2 cm lang, 0,7-1 cm dick, dünnhäutig, sehr saftig, weißlich-grün bis bräunlich.

Samen schwarzbraun bis schwarz, rundlich bis dicklich-nierenförmig, etwa 0,12 cm lang und 0,1 cm breit.
Testa tief und dicht gegrubt.
Hilum in tiefer seitlicher Einbuchtung, das Micropilarloch ist erkennbar, mittelgroß, rundlich, weißlich, subbasal oder seitlich.

Pflege 7
Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø     = 16,5ºC
                                    ø im Dezember- Januar    = 6ºC
                                    ø im Juni                              = 23ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 490mm. Regenzeit ist von Juli bis Oktober. Es ist ein temperiertes, semiarides Klima mit großen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und kurzen Sommerregen.

Feldnummern:      REPP.      1533, 1559a, 1569, 1570, 1573, 1575, 1577, 1592

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