Mammillaria Untergattung Mammillaria 13.Reihe Leucocephalae Sempervivi - Gruppe

Sempervivi - Gruppe

228. Mammillaria ritteriana
BOEDEKER
Monatsschr.DKG1(9):173.1929

Mammillaria ritteriana
Mammillaria ritteriana

Verbreitungskarte Mammillaria ritteriana
zeigt das Verbreitungsgebiet


Bödekers Lateindiagnose:

Simplex globosa vertice lanuginoso aculeisque superato; mamillae ad 13 et 21 series ordinatae, ± quadrangulares, pyramidatae; areolae orbiculares albido-lanuginosae mox glabrescentes; aculei radiales ca. 18-20, 5-7 mm longi, horizontaliter radiantes, albi, tenuissimi, subcapilliformes; centrali 1-2, ca.10 mm longi, porrecti, basi paullo incrassati, aut albidi aut flavidi aut rubescentes aut pulli, semper areolam et apicem versus obscuriores; axillae primo glabrae demum lana albida setisque capilliformibus volubilibus praeditae; flores campanulato-infundibuliformes, sepalis roseis, petala albidis linea media rosea; stylus stamina superans, stigmatibus 4-5; fructus clavaeformis, ruber, 10-12 mm longus, seminibus opacis rubiginosis, piriformibus.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Lectotypus: Abbildung Monatsschr.DKG1(9):174.1929
Typstandort:
Mexico, Coahuila, bei Higueras

Reppenhagen sah sie nur bei Los Muertos, in Nuevo Leon:

Wurzeln strangartig.
Körper etwa kugelig, einzeln, blühfähige Köpfe 2-7 cm hoch, 3-7 cm dick.
Scheitel leicht gerundet, kaum eingesenkt, mit Wolle geschlossen, von Dornen überragt.
Warzen dicht gestellt, von feste Textur, pyramidisch, 0,5 cm lang, 0,4 cm breit, milchend, dunkelgrün.
Axillen mit viel weißer Wolle.
Areolen leicht nach unten geneigt, 0,1x0,15 cm groß, mit etwas Wolle.
Randdornen 22-26, 0,2-0,7 cm lang, borstenartig, die seitlichen am zahlreichsten und längsten, unregelmäßig strahlend, glatt, verbogen, verflochten, glasig-weiß.
Mitteldornen 1-2, 1-2 cm lang, nadelig, gerade, glatt, vorspreizend, braun bis schwarz, unten heller.

Blüten erscheinen im März/ April im Kranze nahe dem Scheitel, viele öffnen sich zugleich, breittrichterig, 1,5-1,6cm lang und breit, weiß, selten rosa.
Fruchtknoten gerundet, 0,3-0,4 cm dick, deutlich abgesetzt, grünlich-weiß.
Röhre kurz, grünlich bis bräunlich.
Äußere Blütenblätter keilförmig bis lanzettlich, ganzrandig mit kurzer Spitze, weiß mit hellbraunem Mittelstreifen.
Innere Blütenblätter lanzettlich, 0,6-0,7 cm lang, 0,15 cm breit, ganzrandig, weiß, manchmal mit rosafarbenem Mittelstreifen.
Griffel 0,8-0,9 cm lang, die Staubblätter kaum überragend, weiß, oben rosa.
Narbenlappen dick, 3-4, 0,15-0,2 cm lang, hellgelb.
Staubfäden über der Nektarkammer 0,3-0,4 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, weiß oder rosa.
Staubbeutel hellgelb bis rosa-gelb.

Früchte reifen 8-10 Monate nach der Blüte, keulenförmig mit kleinem, haftendem Blütenrest, 1,5-3 cm lang, 0,4-0,5 cm dick, trübrot, unten heller; microcarpe Trockenfrüchte kommen vor.

Samen dunkelbraun bis schwarz, unregelmäßig tropfenförmig, etwa 0,11 cm lang, 0,08 cm breit.
Testa gerunzelt.
Hilum mittelgroß, weiß, subbasal.
Sie ist selbstfertil.

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Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 20ºC
                                    ø Dezember/ Januar           = 15,5ºC
                                    ø Juni/ August                      = 25ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 250 mm, ohne ausgesprochene Regenzeit. August und September bringen mit 30-40 mm die höchsten Monatsmittel, alle anderen Monate nur zwischen 2 und 20 mm Niederschläge. Es ist ein ziemlich heißes, arides Klima, mit erheblichen jahreszeitlichen Temperaturschwankungen und gelegentlichen Minustemperaturen im Winter.
Feldnummer:      Repp.      1218