Mammillaria Untergattung Mammillaria 13.Reihe Leucocephalae Geminispina - Gruppe

226. Mammillaria hahniana WERDERMANN
Monatsschr.DKG4:77.1929

Mammillaria hahniana
Mammillaria hahniana

Verbreitungskarte Mammillaria hahniana
zeigt das Verbreitungsgebiet


Mammillaria mendeliana WERDERMANN
in BACKEBERG,Neue Kakteen:100.1931
Neomammillaria mendeliana H. BRAVO
An.Inst.Biol.Mex.2:195.1931
Mammillaria saetigera
BOEDEKER & TIEGEL
Mam.Vergl.Schl.:49.1933
Mammillaria woodsii CRAIG
Cact.Succ.J.US15(3):33.1943
Mammillaria tarajensis n.n.
SCHMOLL Katalog (ohne Jahresangabe)

Werdermanns Lateindiagnose:

Proliferans, rarius simplex, globosa, vertice subumbilicata; mamillae conoideae, ± triangulares, parvulae, numerosis-simae, lactescentes; areolae juveniles breviter lanuginosae, dein brunneo- tomentosae, mox glabrescentes; axillae lana albida setisque albidis, numerosis, longis praedite; aculei radiales ca. 20-30, capilliformes albidi, crispati, ± horizontaliter radiantes, setis multo breviores; aculei centrales 1 (rarius 2-4), porrecti, aciculares, pungentes, albidi, apice ferru- ginei, basi incrassati; flores ignoti; fructus subclavaeformis ruber; semina pyriformia, pulla, verruginosa.

Typus: SCHMOLL (ohne Nummer); Herbarium B
Typstandort:
Mexico, Queretaro, Sierra Jalapa, 2000 Meter (es müßte wohl Sierra Jalpan heißen, denn dort wächst sie).

Reppenhagen fand sie nördlich von Jalpan am Rande der Sierra; nicht jedoch die stark sprossende, besonders langhaarige Form. Nach diesen beschreibt er sie wie folgt:

Wurzeln strangartig.
Körper kugelig, meist einzeln, blühfähige Köpfe 3,5-12 cm hoch, 5-14 cm breit.
Scheitel abgeflacht, eingesenkt, kleinräumig mit Wolle und Dornen geschlossen.
Warzen ziemlich dicht gestellt, von fester Textur, konisch, gekielt, 0,6-0,8 cm lang,
0,4-0,6 cm dick, Spitze schräg abgestutzt, milchend, hell-blaugrün.
Axillen mit kompakter Wolle und Borsten.
Areolen leicht nach unten geneigt, 0,2x0,1 cm groß, mit viel weißer Wolle.
Randdornen 23-36, 0,3-1,8 cm lang, steifborstig, die seitlichen am längsten, gerade, glatt, ungleich strahlend, verflochten, den Körper deckend, weiß.
Mitteldornen 2-4, 0,3-0,7 cm lang, nadelig, gerade, glatt, weiß mit brauner Spitze.

Blüten erscheinen im April/ Mai im Kranze nahe dem Scheitel, mehrere öffnen sich gleichzeitig, bauchig-trichterig, 1,2-1,5 cm lang und breit, karmin.
Fruchtknoten gerundet, 0,3-0,4 cm dick, erkennbar abgesetzt, gelblich.
Röhre sehr kurz, dick, etwas bauchig, gelblich, oben braunrosa.
Äußere Blütenblätter keilförmig bis lanzettlich, ganzrandig mit brauner, dornartiger Spitze, hellbraun mit weißlichem Saum.
Innere Blütenblätter lanzettlich, 0,4-0,5 cm lang, 0,1-0,2 cm breit, ganzrandig mit brauner, dornartiger Spitze, dunkelkarmin mit hellem Saum.
Griffel 0,7-0,8 cm lang, die Staubblätter kaum überragend, karmin.
Narbenlappen 4-5, weniger als 0,1 cm lang, weißlich-rot.
Staubfäden zahlreich, über der breiten Nektarkammer 0,2-0,3 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, karmin.
Staubbeutel hellgelb.

Früchte reifen etwa 8 Monate nach der Blüte, birnen- bis keulenförmig, 0,5-1,4 cm lang, 0,3-0,5 cm breit, mattkarmin.

Samen hellbraun, tropfen- bis nierenförmig, etwa 0,09 cm lang, 0,07 cm breit.
Testa gerunzelt.
Hilum dunkel umrandet, länglich, weiß, subbasal.
Sie scheint selbstfertil zu sein.

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Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 22ºC
                                    ø Dezember/ Januar           = 19ºC
                                    ø April bis Juni                     = 24ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 920 mm. Regenzeit ist von Juni bis Oktober. Es ist ein recht warmes, subhumides Klima, mit geringen jahreszeitlichen Temperaturschwan-
kungen, und mit heftigen Sommerregen, bei abnehmenden Temperaturen.
Feldnummer:      Repp.      1136