Mammillaria Untergattung Mammillaria 13.Reihe Leucocephalae Geminispina - Gruppe

225. Mammillaria morganiana TIEGEL
Möllers Deutsche Gärtnerzeitung48:397.1933

Mammillaria morganiana
Mammillaria morganiana

Verbreitungskarte Mammillaria morganiana
zeigt das Verbreitungsgebiet


Tiegels Beschreibung:
Diese Art teilt sich dichotomisch und bildet gruppen von vielen Köpfen. Der einzelne Körper ist kugelrund mit eingedrücktem Scheitel, welcher ganz von aufrecht stehenden Stacheln und wirren Borsten verdeckt ist. Die Größe beträgt 8 cm im Durchmesser. Warzen pyramidal, leicht vierkantig, 10 mm lang und am Grunde 5 mm breit, stark milchend und von hellgrünbläulicher Farbe. Randstacheln zahlreich, etwa 12 mm lang, gewellt und haarartig wirr um den Körper gelegt. Mittelstacheln 4-5, 10 mm lang, nadelförmig, braungespitzt und nach vorn spreizend. Alle Stacheln sind weiß, am Grunde etwas verdickt und hier dottergelb, sodaß die rundliche, auch in der Jugend fast kahle Areole goldig durch die haarpelzartige Bestachelung leuchtet. Die Axillen sind stark behaart und in der Nähe des Scheitels auch wollig, namentlich an ausgewachsenen Pflanzen. Die Axillenhaare sind weiß, oft bis 2 cm lang und über die Stachelpolster hinausragend. Blüten sind mir noch unbekannt. Heimat Mexico, im Staat Guanajuato.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Typstandort:
Mexico, Guanajuato, ohne nähere Angaben

Im Staat Guanajuato, wie TIEGEL angibt, wurde sie seither niemals gefunden. Die Standortangabe ist irreführend. Sie kommt nur bei Bucareli in
Queretaro, in einer Meereshöhe um 1500 Meter vor.
Nach diesen Pflanzen beschreibt
Reppenhagen sie wie folgt:

Wurzeln strangartig.
Körper gedrückt-kugelig, bald dichotomisch teilend und große Polster bildend, blühfähige Köpfe 3-6 cm hoch, 4-9 cm breit.
Scheitel schwach gerundet, stark eingesenkt und mit Dornen geschlossen.
Warzen dicht gestellt, pyramidisch, gekielt, 0,6-1 cm lang, 0,4-0,5 cm breit, milchend, hell-graugrün.
Axillen mit wolle und Borsten, die die Warzen erheblich überragen.
Areolen nach unten geneigt, eingesenkt, 0,1x0,15 cm groß, bereits anfangs fast kahl.
Randdornen 25-35, 0,2-0,7 cm lang, haarartig fein, die seitlichen am längsten und mehr oder weniger verbogen, unregelmäßig strahlend, verflochten, den Körper deckend, weiß.
Mitteldornen 4-6, 0,2-0,7 cm lang, dicknadelig, gerade, glatt, mit verdicktem, gelbem Fuß, weiß mit brauner Spitze.

Blüten erscheinen im Habitat im Januar, in Kultur im April/ Mai im lockeren Kranze unter dem Scheitel, wenige öffnen sich gleichzeitig, bauchig-trichterig, 1,5-1,7 cm lang,
1,2-1,5 cm breit, gelblich bis rosa.
Fruchtknoten gerundet, 0,4 cm dick, kaum erkennbar abgesetzt, weiß.
Röhre kurz, dick, bauchig, weißlich.
Äußere Blütenblätter lanzettlich, bewimpert, mit dornartiger Spitze, braunoliv mit hellem Saum.
Innere Blütenblätter breitlanzettlich, 0,7-0,8 cm lang, 0,2 cm breit, ganzrandig, hellgelb mit mehr oder weniger deutlichem bräunlich-rosafarbenem Mittelstreifen.
Griffel 0,8-0,9 cm lang, dick, die Staubblätter deutlich überragend, rosa, unten weiß.
Narbenlappen 4-5, 0,1-0,2 cm lang, hellgelb oder rosa.
Staubfäden kurz, über der Nektarkammer etwa 0,4 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, weiß bis rosa.
Staubbeutel klein, hellgelb.

Früchte reifen 4-6 Monate nach der Blüte, keulenförmig mit kleinem, haftendem Blütenrest, 1,5-2,5 cm lang, 0,3-0,5 cm dick, scharlachrot.

Samen braun, länglich bis nierenförmig, etwa 0,1 cm lang, 0,08 cm breit.
Testa fein gerunzelt.
Hilum mittelgroß, schmalelliptisch, weiß, subbasal.
Die Art ist selbstfertil und eher blühfaul.

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Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 20ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 700 mm.
Feldnummer:      Repp.      1722