Mammillaria Untergattung Mammillaria 13.Reihe Leucocephalae Geminispina - Gruppe

223. Mammillaria klissingiana BOEDEKER
Zeitschr.Sukkulentenkunde3:123.1927

Mammillaria klissingiana
Mammillaria klissingiana

Verbreitungskarte Mammillaria klissingiana
zeigt das Verbreitungsgebiet


Bödekers Lateindiagnose:

Simplex, dein proliferans, globosa, ad 16 cm alta, 9 cm diam; mamillae quadrangulares vel conoideae, nitida, virides, 5 mm longae, basim versus 2 mm latae; areolae subellipticae, ad 1 mm diam, juveniles sublanatae dein glabrescentes; aculeae prope basim obscure flavidae, radiales 30-35, patentes ad 5 mm longae, ± rectae, laeves, albidae, centrales 2-4, divaricatae, crassiores, subuliformes, 2 mm longae, albidae, apicem versus pullae, axillae steriles plurimis setis albidis ad 1 cm longis praeditae, florigeres lanatae; petala lanceolata, vix ciliata rosea, marginem versus diluta, faux viridula; filamenta stylusque rosea; antherae et stigma flavidae; fructus clavaeformis subroseus, 5-6 mm longus, semina 0,5 mm longa, pulla, subnitida.

Typus: wurde nicht hinterlegt
Typstandort:
Mexico, Tamaulipas, Calebassas

Reppenhagen besuchte sieben Standorte dieser Art im Gebiet um Jaumave- Palmillas in Tamaulipas auf Höhenlagen zwischen 600 und 2000(!) Meter.

Wurzeln strangartig.
Körper gedrückt-kugelig bis leicht länglich, durch Sprossung und dichotomische Teilung manchmal größere Klumpen bildend, blühfähige Köpfe 4-12 cm hoch, 6-12 cm breit.
Scheitel gerundet, eingesenkt, mit Wolle und Dornen geschlossen.
Warzen dicht gestellt, von fester Textur, vierseitig pyramidisch, 0,6-0,9 cm lang, 0,3-0,5 cm dick, milchend, dunkel-graugrün.
Axillen mit Wolle und Borsten.
Areolen leicht nach unten geneigt, eingesenkt, 0,2x0,1 cm groß, anfangs mit weißer Wolle.
Randdornen 20-40, 0,3-1 cm lang, haarartig bis feinborstig, die seitlichen am längsten und zahlreichsten, gerade oder verbogen, glatt, strahlend verflochten, körperdeckend, weiß.
Mitteldornen 2-4, selten bis 6, 0,3-0,4 cm lang, nadelig, gerade, glatt, vorspreizend, glasig-weiß mit braunen Spitzen.

Blüten erscheinen zwischen April und Juni im Kranze nahe dem Scheitel, viele öffnen sich gleichzeitig, bauchig-glockig, 1-1,7 cm lang und breit, trübrosa oder karmin.
Fruchtknoten gerundet, nicht erkennbar abgesetzt, weißlich.
Röhre kurz, dick, bauchig, brünlich-weiß, oben hellbräunlich.
Äußere Blütenblätter keilförmig bis breitlanzettlich, gezähnt bis bewimpert, braunrot mit weißem Saum.
Innere Blütenblätter lanzettlich, 0,5-0,7 cm lang, etwa 0,15 cm breit, ganzrandig mit kurzer Spitze, karmin, zum Rand hin rosa, manchmal leicht bräunlich.
Griffel 0,7-0,9 cm lang, die Staubblätter kaum überragend, weiß, rosa oder braunrot.
Narbenlappen 3-4, 0,15 cm lang, gelblich-grün bis rosa oder rötlich.
Staubfäden über der Nektarkammer 0,3-0,5 cm ansteigend, aus der Röhrenwand entspringend, zusammengebogen, weiß, oben rosa.
Staubbeutel groß, gelb.

Früchte reifen etwa 6 Monate nach der Blüte, kurzkeulenförmig mit kleinem, haftendem Blütenrest, 0,8-1,5 cm lang, 0,3-0,5 cm dick, karminrosa; sie enthalten wenige Samen.

Samen braun, tropfen- bis etwa nierenförmig, 0,1 cm lang, 0,08 cm breit.
Testa gerunzelt.
Hilum dunkel umrandet, länglich, weiß, subbasal.
Die Art ist selbstfertil.

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Standortklima:      Temperatur im Jahres-ø      = 20ºC
Niederschlagsjahresmittel etwa 800 mm.
Feldnummern:      Repp.      384, 711, 1023, 1273, 2067, 2068, 2071