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System: (Botanisches System der Kakteen); Linné unterteilte in seinem 1753 erschienen Werk Species plantarum die von ihm aufgestellte Gattung Cactus in 4 Sektionen: 1. die runden Echinomelocacti 2. die aufrechtstehenden gestreckten Cerei erecti 3. die kriechenden gestreckten Cerei repentes 4. die gedrücktgliedrigen Opuntiales. HAWORTH erhob die Sektion zu Gattungen und stellte neu Mammillaria und Epiphyllum auf. 1827 wurde von LINK & OTTO die Gattung Cactus in Melocactus umbenannt und auch die Gattung Echinocactus begründet. 1837 veröffentlichte der Arzt Dr. Louis PFEIFFER ein System der Kakteen aus den zehn Gattungen: Mammillaria, Melocactus, Echinocactus, Cereus, Epiphyllum, Rhipsalis, Lepismium, Hatiora, Opuntia und Perskia (Enumeratio diagnostica Cactacearum). PFEIFFERs Einteilung wurde in erweiterter Form von Fürst Salm-Dyck-Reifferscheidt übernommen und auf folgende 20 Gattungen erweitert: Anhalonium, Pelecyphora, Mammillaria, Melocactus, Disocactus, Malacocarpus, Echinocactus, Leuchtenbergia, Echinopsis, Pilocereus, Cereus, | Phyllocactus, Epiphyllum, Discocactus, Rhipsalis, Pfeiffera, Lepismium(?), Nopalea, Opuntia, Pereskia (Cacteae in horto dyckensi cultae anno 1849,
Bonn 1850). Das ständige Anwachsen der bekannten Arten ließ auch dieses System schnell reformbedürftig werden. Das zu Beginn unseres Jahrhunderts vorliegende System, wie es von K.SCHUMANN in seiner Monographie Gesamtbeschreibung der Kakteen gegründet wurde hatte immer noch den Nachteil, dass die Einteilung der Gattungen nach äußerlichen und vorwiegend vegetativen Merkmalen vorgenommen wurde. In den großen Sammelgattungen, wie etwa Cereus, Echinocactus, Pilocereus usw. bestanden z.T. keine echten verwandtschaftlichen Zusammengehörigkeiten. Die US-Amerikaner BRITTON & ROSE legten 1923 nach ihren Expeditionen ein vierbändiges Werk The Cactaceae vor, das eine Umwälzung des bisherigen Kakteen- systems bedeutete. Sie lösten die Sammelgattungen auf und schufen insbesondere auf der Grundlage areal- geographischer Untersuchungen eine größere Anzahl von "Kleingattungen". Dieses System, in welchem 1235 bis dahin beschriebene Arten in 124 Gattungen untergebracht wurden, stieß zunächst auf den Widerstand der Liebhaber und nicht zuletzt auch einiger Wissenschaftler. |
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