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Olofight

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Es ist wirklich zur Seltenheit geworden. Wann gab es das zuletzt, daß ein Newcomer ein Spiel für den Amiga präsentiert, welches eine 30 seitige gedruckte Anleitung (farbig) in 3 Sprachen enthält! Für viele Firmen ist dies schon einfach zu teuer geworden, stattdessen gibt es nur ein trostloses Onlineguide mit den wichtigsten Info`s, daß teilweise sogar noch in irgendwelchen Unterverzeichnissen versteckt ist. Das 10 Disketten umfassende Spiel Olofight wird komplett auf die Festplatte installiert, wobei ca. 10 MB freier Festplattenspeicher erforderlich sind. Nach der Installation kann man Olofight auch sofortstarten. Bevor man aber seinen Feinden das Fürchten lehren kann, gibt es noch einen Kopierschutz, der ein bestimmtes Wort, auf einer bestimmten Seite und in einer bestimmten Zeile verlangt. Dazu benötigt man also das Handbuch. Ist auch dies erledigt kann man seinen Namen, sowie die Nummer der Registrierungskarte eingeben. Danach erscheint auch gleich das Hauptmenü. Hier kann man zwischen dem "Story Mode", dem "Survival Mode", einem "Time Attakt Mode", dem "Single Battle", wie auch dem "vs. Battle" wählen.

Doch bevor ich zu den einzelnen Modi`s etwas sage, möchte ich Euch kurz die Geschichte zu Olofight erläutern. Ja auch Beat`em Up`s haben eine Hintergrundgeschichte, die im Grunde zwar keinen interessieren, aber für ein bestimmtes Flair sorgen. Auf 8 künstlichen Planeten leben die letzten Nachkommen der Menschen. Nachdem sie die Erde verließen und auf den Planet Kobaia umsiedelten, dauerte es nicht lange und dieser Planet wurde durch jahrtausendlange Kriege fast in eine Wüste verwandelt. Also beschloßen die acht Rassen auch diesen Planten zu verlassen, um auf die acht Planeten zu flüchten die sie selbst geschaffen hatten. Jedoch waren sie immernoch Feinde. Der ehemalige Anführer des Planeten Karn, Thitan, entdeckte, daß von Kobaia eine gewaltige Energie ausgeht und nun schließen sich die acht Rassen doch zusammen um zu verhindern, daß Thitan sich diese Energie zu nutze macht. Damit dies gelingt, gibt es insgesamt 8 (wie sollte es auch anders sein - gibt es in Olofight überhaupt eine wichtige Zahl, die nicht die 8 ist?) mutige Kämpfer, die aber nichts menschliches an sich haben. Genau definieren lassen sich Axis, Arghos, Orks, Necter, Nubium, Hamala, Tychor und Rauger leider nicht und es würde zu weit gehen, sie mit irgendwelchen Tieren oder...äh... Subjekten zuvergleichen weshalb ist es auch gleich lasse. Alle warten mit jeweils 4 Special Moves auf, die meist etwas mit Feuerschlägen oder Feuerbällen zu tun haben oder blitzartig den Kämpfer verschwinden und wieder auftauchen lassen.

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Die Modi
Im "Story Mode" spielt man praktisch die erzählte Geschichte weiter, man kämpft gegen alle Feinde und das in einer bestimmten (nicht veränderbaren) Zeitspanne. Der "Survival Mode" zeigt einem, wieviele Computergegner man besiegen kann, bevor die Energie ausgeht, vernichtet man einen Feind, so bekommt man als Preis eine kleine Menge an Energie dazu. Der "Time Attak Mode" ist ein normaler Kampf auf Zeit. "Single Battle" steht für einen einfachen Kampf gegen den Computer. Bei "vs. Battle" spielt man zu zweit und kann sich mit Freunden gegenseitg spannende Kämpfe bieten, jedoch gibt es kein Turniermodus, daß heißt maximal zwei Spieler können teilnehmen und nach einem Kampf ist auch gleich wieder Schluß und das Hauptmenü erwartet einen.

Gameplay
Das wohl allerwichtigste an einem Prügelspiel ist die Steuerung. Von ihr hängt ab, ob ein Spiel Top oder Flop ist. Aus diesem Grund gibt es oftmals Firmen, die auf besondere Special-Moves oder grafische Leckerbissen verzichten, um sich mehr dem Gameplay zu witmen. Während unseres Testes, ging schon erstmal kein Joystick kaputt oder flog gegen die Wand, was soviel heißen soll, daß man nach ein wenig Übung schnell mit der Steuerung klar kommt. Ab uns zu traten aber auch Zeitverzögerungen auf, die ich mir nicht erklären konnte, so könnte man annehmen, in Zeitlupe zu schlagen oder zu springen. Woran das lag habe ich nicht rausbekommen. Im Einspielermodus wird man einem Nervenzusammenbruch des öfteren sehr nah sein, hier ist jedes Prügelspiel gleich, viel zu schwere Computergegner veranlaßen auch hartgesottene Spieler zum vorläufigen Ende eines Kampfes. Olofight ist hier keine Ausnahme, wenn man sich sicher ist seinen Feind besiegt zu haben, kommt dieser noch mit einem Special-Move und man ist erledigt. Nach 5.-6. Mal geht es einem doch sehr auf den Geist und wer keine Ausdauer hat wird schnell zum Zweispielermodus umsteigen. Hier kann man sich richtig austoben und alle Moves in Ruhe ausprobieren, Sprünge, Salti und Tritte genaustens studieren und dann im Zweikampf anwenden.

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Grafik & Animation
Olofight benötigt einen AGA Amiga, jedoch gibt es keine Grafikkartenunterstützung, und präsentiert sich in vollen 256 Farben. Die Animationen während des Intro`s sind toll geraten, jedoch sehr kurz. Im Spiel selbst, bekommt man teils gute teils auch sehr pixelige Bilder zusehen. Der Hintergrund wurde ebenfalls animiert, so sieht man es funkeln oder irgendetwas fliegt vorbei, wenn man also während der Kämpfe auch mal Zeit hat sich den Background anzusehen, wird man keine "toten" Bilder vorfinden. Die Figuren wurden auch gut animiert, Sprünge, Special-Moves, Schläge, Tritte und die Tatsache am Boden zu rutschen/kriechen hat man in Olofight in vernünftiger Qualität umgesetzt. Den härtesten Konkurrenten Capital Punishment kann Olofight leider weder durch die Grafik oder die Animationen überbieten. Aber alles in allem kann man zufrieden sein und bekommt als Spieler grafisch gute Kost für sein Geld geboten!

Sound
Soundtechnisch zeigt sich Olofight von einer besten Seiten, neben melodischen Tracks gibt es auch schnelle Rhytmen und abwechslungsreiche Musikkompositionen zu hören, die sich dem Geschehen anpassen. Die Geräuschkulisse ist dagegen von normaler Natur, dumpfe Schläge, sowie Knalleffekte bei Special- Moves sind eigentlich alles, was man da zu hören bekommt. Da die Musik aber im Hintergrund läuft, macht sie dieses kleine Manko wieder weg.

Fazit:
The Real Ologram haben ein gutes Beat`em Up als ihr Debütspiel auf den Markt gebracht. Man merkt schon das man sich hier sehr viel Mühe gegeben hat und grafisch hat das Spiel auch einiges zu bieten, doch die Steuerung ist etwas hakelich und gewöhnungsbedürftig. Allein leider unspielbar, es sei denn, man ist Profi bei Beat`em Up`s und zockt kaum andere Spiele. Doch für normale Spieler, die Prügelspiele nur so nebenbei auf dem Bildschirm laufen haben, ist es nicht gerade empfehlenswert. Zu zweit kommt schon mehr zu stande und heiße Kämpfe um die Powerleiste des Gegners sind auch vorhanden, aber Olofight ist nicht der Knaller. Dem bisher ungeschlagenen Beat`em Up Capital Punishment kann Olofight leider nicht die Show stehlen, trotzdem ist es allen zum Kauf empfohlen, die sich an Capital Punishment satt gespielt haben oder eh Fan`s des Genre`s sind. - Gut -

-mn-

Quelle:
The Real Ologram
di Fabrizio Stoduto
Via Epitaffio n°100 P.co Nuovo Mondo
80014 Giugliano
Italy
eMial: ologram@ologram.com
URL: http://www.ologram.com

 

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