Sonata Arctica, die sich Anfang des Jahres mit ihrem sensationellen Debut "Ecliptica" und der anschließenden Support Tour für Stratovarius und Rhapsody in die Herzen aller Fans vom Keyboard-orientierten melodischem Power Metal gespielt haben, sind nun mit einem neuen Release namens "Successor" am Start. Dabei handelt es sich aber wohlgemerkt nicht um das nächste Langeisen der Band, sondern nur um ein Minialbum mit insgesamt 7 Tracks und einer Spielzeit von gut 30 Minuten. Neben einer Edit Version von "Full Moon", auf die man als Besitzer des Debutalbums auch verzichten kann, gibt`s mit "My Land" und "Replica" zwei weitere Tracks vom Debutalbum, die hier allerdings als Liveversionen vorliegen. Die Qualität lässt dabei aber etwas zu wünschen übrig und erreicht gerade mal besseres Bootleg Niveau und sind meiner Meinung nach nicht unbedingt stellvertretend für die ansonsten guten Live Leistungen der Band. Dann wären da noch zwei Coverversionen und zwar einmal "Still Loving You" aus dem Hause Scorpions, welches man zwar recht passabel, aber keineswegs spektakulär umgesetzt hat (und welches auch auf dem Sampler "A Tribute To Scorpions" aus dem Hause Nuclear Blast verewigt ist) sowie die Helloween Nummer "I Want Out", die man recht eigenwillig, aber sehr interessant interpretiert hat und die man als Helloween Fan unbedingt mal gehört haben sollte - zwar werden die vielen Keyboards in diesem Fall nicht unbedingt den Geschmack von jederman treffen, aber zumindest ich finde diese Interpretation schon aus dem Grunde gelungen, weil man das Original nicht einfach 1:1 umgesetzt hat. Abgerundet wird das Minialbum von zwei neuen Stücken: "San Sebastian" ist eine schnellere Komposition, die stark an das Debutalbum erinnert. "Shy", die zweite neue Nummer, ist demhingegen eine recht unspektakuläre Ballade, die als Nachfolger zu "Letter To Dana" gedacht ist, aber zu keiner Sekunde an die Klasse eben dieses Stückes herankommt. Der Eindruck dieses Mini Albums ist also recht zwiespältig: Sonata Arctica Fans können hier natürlich zugreifen, aber wer die Band nur mal kennen lernen will, dem sei lieber das famose Debutalbum "Ecliptica" an`s Herz gelegt. Nett, aber nicht wirklich notwendig...
Fazit: 5 von 10 Punkten


