HammerFall: Renegade

In den letzten Wochen und Monaten wurden wir mit zahlreichen True Metal Releases überhäuft, die sich nicht selten an HammerFall, die 1997 mit ihrem Debutalbum "Glory To The Brave" den True Metal wieder salonfähig gemacht haben, orientierten, allerdings nicht immer überzeugen konnten. Nicht wenige werden dem dritten Album der True Metal Könige entgegengefiebert haben, welches stilistisch natürlich den eingeschlagenen Weg von "Glory To The Brave" bzw. "Legacy Of Kings" weiterverfolgt. Allerdings macht sich schon nach dem ersten Durchlauf eine gewisse Ernüchterrung beim Zuhörer breit: HammerFall schreiben zwar nach wie vor gute Songs mit Killermelodien, aber so richtig spektakulär ist das neue Songmaterial auch nicht geworden. Nicht das ihr mi ch jetzt falsch versteht: Songs wie "Keep The Flame Burning", eine fulminante Speed Metal Nummer im Stile des Debutalbums, "Renegade" oder auch die Midtempokeule und der gleichzeitige Opener "Templars Of Steel" werden sicherlich keinen HammerFall Fan der ersten Stunde enttäuschen, aber das waren dann auch schon die Highlights der Scheibe. So ist die einzige Ballade "Always Will Be" zwar nett gemacht, kann aus meiner Sicht aber nicht mit Balladen der Marke "Remember Yesterday" oder "Glory To The Brave" von den bisherigen Alben mithalten. Auch die kommerzielle Hymne "The Champion" und das zwar nett gemachte, aber im Endeffekt doch belanglose Instrumental "Raise The Hammer" sind nicht unbedingt Songs, die mich vom Hocker hauen. Wirklich schlecht ist zwar kein Songs auf "Renegade", aber gemessen mit den bisherigen Alben aus dem Hause HammerFall fällt "Renegade", welches zumindest mit einer astreinen Produktion aufwarten kann, deutlich ab und kann mich bei weitem nicht so mitreißen wie die Vorgänger. Alles wirkt irgendwie so kalkuliert und mir persönlich fehlt die Frische und Spontanität, die insbesondere auf dem Debutalbum bei jedem Song zu merken war. HammerFall Fans können (und sollten) natürlich bei "Renegade" zugreifen und auch alle anderen True Metal Maniacs werden sicherlich nicht gnadenlos von "Renegade" enttäuscht sein, aber selbst nach dem zehnten Durchlauf bleibt zumindest bei mir immer noch ein fader Beigeschmack. Sorry, aber meiner Meinung nach ist "Renegade" nicht der erhoffte Killer geworden - ein nettes Album, aber sicherlich nicht mehr!

Fazit: 7 von 10 Punkten

Zurück zur Hauptseite