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In der letzten Ausgabe baten wir um eure Statements zum Verkauf der AMIGA- Rechte an Bill McEwen und Fleecy Moss. Hier sind sie:
Lars Wache meint: »Ich sehe der Sache mit Bill McEwen und Fleecy Moss eher optimistisch entgegen. Wir sind zwar so oft von anderen Firmen enttäuscht worden - nicht zuletzt auch von Gateway, so dass ich eigentlich nur sagen kann: Abwarten und Tee trinken. Mal sehen, was das neue Team aus unserer Freundin macht. Wenn sich dem auch noch Jim Collas hinzugesellen würde, dann kann alles nur noch besser werden.«
Wolf Zimmer sieht den Verkauf der Rechte als »die einzig verbliebene Hoffnung« an.
Auch Hans Happe ist positiv gestimmt:
»Ihr fragt nach der Meinung der Amiga-User zur Übernahme.
Nun, ich sehe darin eine große Chance, daß diese uns vertraute Plattform nicht ganz untergeht. Wir, die User, wissen, was wir an unserem Computersystem haben, daß es immer noch Spaß macht, damit zu arbeiten, auch wenn die Leistung des Prozessors nicht mehr uptodate ist. Also, liebe Herren McEwen und Moss, baut endlich den Amiga mit stärkerer Prozessorleistung zu einem vernünftigen Preis, unter Beibehaltung des Amiga-Konzepts, was nicht unbedingt heißt, daß das Betriebssystem sich nicht ändern darf. Es muß sich sogar ändern, um aktuellen Anforderungen (DVD, Digitalschnitt usw.) gerecht werden zu können. Ob das mit Linux geschieht oder anderen Komponenten ist egal: Hauptsache, das Amiga-Feeling bleibt dabei nicht auf der Strecke.
Und wir, die Amiga User, sollten noch offensiver für das Amiga-Konzept werben, damit endlich auch neue Märkte erschlossen werden.«
Wolfgang Münch reagiert dagegen eher abwartend:
»Anknüpfend an meinen Kommentar zur Meinungsfrage 12/99 kann ich den Verkauf fast nur positiv werten! Hier haben zwei Leute zugegiffen, die im Gegensatz zu Gateway Wissen um das Potential des Amigas haben. Die Frage ist nur, wie sie den Amigamarkt wieder ankurbeln wollen. Nach dem was man bis jetzt hört, wollen sie das NG-Konzept fortführen. Ich habe aber meine Bedenken, ob dieses System mit dem Amiga-look-and-feel noch was gemeinsam hat. Mal abwarten. Als gebranntes Kind setzte ich jedenfalls keine allzu hohen Erwartungen in Amino.
Sie sollten vor allem Haage & Partner die Lizenz für die Portierung des OS auf CHRP erteilen (auch wenn ich von WarpUP nicht viel halte); erste Kontakte hat es da wohl schon gegeben. Ich persönlich finde die Entwicklung zum PowerPC interessanter, da hier kein so harter Bruch mit dem ClassicAmiga entsteht und es eine offene Plattform darstellt, die jeder bauen darf. Diese Strategie hat auch den IBM-Kompatiblen zum Erfolg verholfen. Dazu kommt, daß diese Plattform bis jetzt nur MacOS hat. Überzeugt hier ein schnelles, sicheres Amiga-OS, könnte das die Verbreitung des Amigas wieder erhöhen. Ich hoffe, Amino bezieht diese Entwicklung zumindest in ihre Überlegungen mit ein.
Sollte der NG-Amiga (wenn er je kommt) so ein Hammer sein wie damals der A 1000, so werde ich mich dieser Technik jedenfalls nicht verschließen! Ich habe mittlerweile einige Erfahrung mit MacOS und WinDOS, sowie erste Schritte mit Linux gemacht. An das jetzige Amiga-System kommen sie aber alle nicht heran. Da muß auch der NG-Amiga wirklich revolutionär sein.«
Nils Goers ist die AMIGA-Übernahme »ziemlich egal.«
Markus Lunk sieht die Sache dagegen »eher positiv, wenn nur die Finanzlage nicht so unklar wäre. Hoffen wir, dass Jim so schnell wie möglich mit an Bord kommt! Die Finanzen sind meine einzige Sorge, dass Bill und Fleecy zwei von uns sind und es drauf haben, steht außer Frage.«
Gerd Engelmann äußert sich wie folgt:
»Ich bin sehr erfreut über die Entwicklung seit Anfang diesen Jahres. Nachdem ich meine Hoffnungen auf einen würdigen Amiga-Nachfolger schon begraben hatte und mich damit abfand, das ich bis zum technischen Versagen meines A 2000 weiter mit ihm arbeiten werde, rückt nun ein neuer Rechner wieder in den Bereich des möglichen. Und zwar mehr denn je.
Denn jetzt liegen die Rechte bei Leuten, die zu schätzen wissen, was der Amiga war und immer noch ist.
Die Ankündigungen der letzten Tage hören sich sehr vielversprechend an, auch die Zusammenarbeit mit der TAO-Gruppe finde ich sehr positiv, auch wenn man nicht sehr viel über deren Projekte weiß.
Ich wünsche mir allerdings auch, das man die Firma Haage & Partner nicht vergisst, denn sie haben einen grossen Anteil daran, das nicht noch mehr User dem Amiga den Rücken kehren.«
Fritz Trampnau schreibt:
»Ich muß sagen, daß mir im Augenblich überhaupt nichts zum neuen AMIGA-Verkauf einfällt! Sicher, B. McEwen, hat in in der Vergangenheit schon einiges - auch zum AMIGA - geäußert, und er wird gewiß weitere Erklärungen abgeben - doch nun ist der Punkt erreicht, wo nichts mehr geglaubt, aber auch nichts mehr erhofft wird - WHITE OUT - Horizont und Landschaft sind eins geworden - in welche Richtung man auch immer geht, man sieht stets dasselbe - so gehen wir voran - und drehen uns bald schon im Kreis - und - um uns selbst herum.
ABER: Spätestens im Frühling hat sich das WHITE OUT aufgelöst, und im Sommer gibt's die neuen AMIGAs! Also, wacker voran - die Todgeweihten leben länger, als sie es selbst für möglich hielten! In diesem Sinne -
AMIGA forever!!«
Dieter Schoo ist optimistisch:
»Man spricht von 5 Mio Dollar, die für Amiga gezahlt wurden. So viel Geld konnte sicher nicht aus der Hosentasche gezahlt werden, sondern dahinter stehen Geldgeber. Und die wollen ihr Geld wiedersehen, möglichst bald und möglichst um vieles vermehrt. Also schauen sie genau, wofür sie Geld geben.
Folgerung: Die Aminos haben ein Konzept vorgelegt, das überzeugt!
Ich hoffe jetzt, dass
| 1. | der Kauf von Amiga wirklich aus Interesse am "Amiga" stattfand (könnte |
| man bei Bill McEven und Fleecy Moss sehr stark annehmen) und | |
| 2. | das Geld ausreicht, ihre Vorstellungen zu verwirklichen, und |
| 3. | sie nicht aus den Augen verlieren, wohin die Entwicklung geht, damit |
| der Amiga immer up-to-date sein kann. | |
Dann werden wir ein neues System bekommen, das auch die jetzigen Amiga- Freaks begeistern wird (natürlich erst nach gehörigem Meckern und verteufeln, wie es sich für richtige Amiganer gehört! ;-) ).«