Kurzanleitung zu Gadseq V2: Als Grundstruktur hat man 32 Parts, von dem immer eins dargestellt wird. Die dargestellte Partnr. kann oben links eingestellt werden (die ganze Bedienung läuft nur über Gadgets, zugegeben nicht der beste Bedienkomfort). Ein Part ist ähnlich wie ein Analogsequenzer mit 7 Lanes a 16 Steps aufgebaut. Davon sind 6 Lanes in ihrer Bedeutung festgelegt, die siebte steuert einen Controller, der links unter Cntr. angegeben wird und bei jedem Part unterschiedlich sein kann. Die anderen Lanes geben (von links nach rechts) die Tonhöhe, den Velocity-Wert, die (relative) Länge des Tones und seinen Midikanal an, danach der Pitch-Bend Wert für den Midikanal, ein polyphones Aftertouch (wird also auf der aktuellen Tonhöhe gesendet) und den oben erwähnten ausgewählten Controller (auch Midikanal gebunden). Jedes Lane kann in seiner Länge auf n Steps verkürzt werden, indem man den n+1 Step ganz nach rechts schiebt (wenn Text angezeigt wird, erscheint da dann auch END). Sind Lanes unterschiedlich lang gibt es entsprechende Verschiebungen (und für die habe ich eigentlich dieses Programm geschrieben, das ist seine Stärke). Bei der Notelane kann man Pausen (bzw. längere Noten, die Len-Angabe ist relativ und durch die Pause wird bei gleichen Len-Wert die Note doppelt so lang) erreichen, in dem man den Step ganz nach links schiebt, es erscheint dann ein --- Ein kleines Bsp. Note Vel Len Midi Pitch Polypress Cntr. D 2 70 40% 1 +00 20 00 --- 30 10% 1 END 10 30 A 2 END 90% 1 END 50 END 20% 2 END END END Produziert als Midiausgabe: Step 1: Note on: Kanal 1 Note D 2 Vel 70 Pitchbend: Kanal 1 auf Mitte Polypress: Kanal 1 Note D 2 Wert 20 Controller: Kanal 1 Wert 00 40% zwischen 1. und 3. Step (da beim 2. Step bei Note eine Pause ist): Note off: Kanal 1 Note D 2 Step 2: Pitchbend: Kanal 1 auf Mitte Controller: Kanal 1 Wert 30 Step 3: Note on: Kanal 1 Note A 2 Vel 70 Pitchbend: Kanal 1 auf Mitte Polypress: Kanal 1 Note A 2 Wert 20 Controller: Kanal 1 Wert 50 90% zwischen 3. und 4. Step: Note off: Kanal 1 Note A 2 Step 4: Note on: Kanal 2 Note D 2 Vel 30 Pitchbend: Kanal 2 auf Mitte Polypress: Kanal 2 Note D 2 Wert 10 Controller: Kanal 2 Wert 00 etc. Nun muss jedem Part noch gesagt werden, wann er starten soll, wie lang ein einzelner Step sein soll (pro Part einzeln einstellbar!), und wie häufig er gespielt werden soll. Diese ganzen Sachen stehen links unter Part-Info: Ticks: Gibt an nach wieviel Ticks (dabei sind 24 Ticks im Midistandard eine Viertel-Note, die Ticks werden auch als Midi-Clock ausgegeben, damit man das Ergebnis mit einem externen Sequenzer aufnehmen kann) zu einem naechsten Step gegangen werden soll. Length: Da jede Lane eine eigene Länge haben kann, man aber einstellen soll, wie oft ein Part gespielt werden soll, braucht der Sequenzer eine Information, was der Benutzer eigentlich sich als Partlänge denkt. Im Normalfall ist das die Länge der Note-Lane. Ist wichtig für Repeat und After Rep. Repeat: Die Anzahl der Wiederholungen des Parts, er werden also Repeat*Length Steps von dem Part gespielt. Steht Repeat auf 0, ist und wird der Part nicht aktiv. Delay: Mit welcher Verzögerung in Ticks der Part beginnen soll. Braucht man z.B. 32 Steps im 1/8 Tempo, dann kann man dafür zwei Parts mit einem Tempo von 24 Ticks geben und den zweiten Part mit 12 Ticks Delay starten. Zum Arrangieren braucht man aber: Mother: Gibt an nach welchen Part sich der Part zum Starten richten soll. (Bei 0 und After Rep 0 beginnt der Part beim Songanfang). Ist dieser Part After Rep: mal gespielt worden beginnt der aktuelle Part. Desweiteren gibt es den Tempo-Regler, der das Gesamt-Tempo bestimmt (auch Rechnerabhängig). Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich den Bug behoben habe, daß dieser Regler nicht ganz links stehen darf (sonst Absturz!). Man kann Parts kopieren, indem man den Part auf dem kopiert werden soll zum aktuellen Part macht und den Part von dem kopiert werden soll als Mother wählt. Dann drückt man auf Copy. Load und Save ist wohl klar, man muß allerdings vorher den Dateinamen eingetragen haben (nichts mit File-Selector-Box). Und zum Schluß: Das ganze wird mit der Space-Taste gestartet bzw. gestoppt. (Auch nicht gerade schick, aber es geht immer von vorne los) Ein kleines Beispiel (mal eben schnell gestrickt) zum anschauen und testen ist begefügt (beispiel.g2). Noch ein Bemerkungen zu diesem Programm: Das Programm krankt ein wenig an der Timing-Genauigkeit, ich habe leider nicht herausgefunden, wie ich beim Amiga eine gutes Timing hinbekomme, die genauste Information, die ich aus ihm herausbekomme sind 1/50 Sec. und das ist deutlich zu wenig. Vor allem bei komplexen Sachen geht mein Rechner Amiga500 28Mhz ziemlich in die Knie (Mit einem nicht Grundausstattungs Amiga500 ist es nie gerade berauschent). Allerdings zeichne ich die Ergebnisse auch mit Cubase auf, das Programm ist eh nicht dafür gemacht worden, um komplette Stücke damit zu bauen. Trotzdem werde ich wahrscheinlich demnächst eine Version machen die von aussen syncronisiert werden kann und bei der einzelne Parts von aussen gestartet und gestoppt werden können. Bei Interesse einfach nachfragen (so in einem Monat). Und das Programm ist PD, kann also beliebig weitergegeben werden. Ich würde mich aber freuen, wenn Leute die es benutzen sich mal melden. Darmstadt, 24.7.97 (zwei Jahre nachdem das Programm geschrieben wurde) Steffen Fürst Parcusstr. 11 64293 Darmstadt 06151/293626 fuerst@mathematik.tu-darmstadt.de