Tornado3D
Es ist schon komisch das ausgerechnet für den
Amiga jetzt soviele neue Raytracing Programme
erschienen sind oder erscheinen werden, den
immerhin gehört der Amiga noch nicht zu den
schnellsten Computern, aber mit den PowerPC
Karten wird sich auch das ändern. In kürze soll
ein neues Programm die Amiga User wie ein
Tornado überaschen. Ob es es auch für soviel
aufregung sorgen wird wie ein Tornado das wird
sich noch heraustellen müssen.
Die Benutzerschnittstelle soll font-sensitiv
sein, und veränderbare farb Icons bieten. Es
ist wohl das erste mal das die Icons so selbst
erklärend sind.
Das besondere daran ist es aber das man die
Animationen, Szenen und das Rendern innerhalb
eines Editors vornehmen kann. Wieviele Projekte
man auf einmal bearbeiten will hängt nur von dem
Speicherplatz und der Power der CPU.
Jede Aktion die aufgerufen wird, wirkt sich auf
das vollständige Objekt. Die Anzeige findet
ebenfalls in Echtzeit staat und zwar in Farbe
und den verschiedenen Ansichten wie Drahtgitter,
Solid, Flat, Gourad, Texturen und noch vieles
mehr.Alles soll relativ schnell funktionieren
wobei das natürlich auch von der CPU abhängig
ist.
Ganz neu soll der ARCBALL Kontroller sein, damit
kann man angeblich die Kamerarotation und die 3D
Objekte auf eine noch nie dagewesene weise
rotieren, skalieren, verändern und bewegen
können.
Auch bei den Animationen hat man sich was
einfallen lassen, so werden die Szenen mit einem
Videoähnlichen Interface aufgezeichnet und mit
einem Jog/Shuttle gesteuert. Für den
professionellen Einsatz kann Tornado3D sogar
einen Standard SMPTE Zeitkode aufzeichnen.
Der Material Editor wird auch so wie jeder
anderer Editor Echtzeit Vorschau bieten,
außerdem wird es möglich vier verschiedene
Materilien gleichzeitig zu bearbeiten.
Sehr beeindruckend sind die vielen neuen
Funktionen die man sonst nur in sehr teueren
Programmen finden kann. Dazu zählen auch schon
die Kraftfelder die zum Modelieren verwendet
werden können, damit kann man die Objekte sehr
einfach verformen. Bei vielen Funktionen
orientierte man sich an Programmen welche nur
für Workstation erhältlich sind. Dazu zählt
auch natürlich die Inverse Kinematik. Natürlich
dürfen auch Partikel und Partikelsysteme nicht
fehlen welche von kräften wie Erdanziehung, Wind
und Turbulenzen kontroliert werden. Sehr
nützlich sind auch die Metaballs. Metaballs
sind auch als Grundkörper verfügbar und lassen
sich auf eine einfache weise verändern, das
besondere aber ist es das die keinen Speicher
beim Rendering benötigen. Zu den weiteren
Funktionen zählen auch noch die boolschen
Schnittwerkzeuge, echte Nurbs und SuperQuadricks
(gerundete Grundkörper).
Als eine Besonderheit und in einem Programm
dieser Preisklasse kann man Metamesh bezeichnen.
Es ist ein Werkzeug mit dem auf eine sehr
einfache Weise organische Formen erzeugen kann.
Tornado3D bietet aber noch viele andere tolle
Funktionen an, so findet die 3D Ausgabe im
echtem WYSIWYG. Die Preview Ansicht zeigt alles
immer in Echtzeit an, und das angeblich tolle
ist es das die Geschwindigkeit nicht von der CPU
abhängig ist sondern von der verwendeten
Grafikkarte und der Auflösung. Jeder der sich
schon immer gefragt hat wieso die
Cybervision64/3D den 3D Chip hat wird jetzt
darauf eine Antwort bekommen. Tornado3D gehört
nämlich zu den ersten Programmen welche den
Virage3D Chip der Cybervision unterstützen, zwar
ist das noch alles experimentell aber immerhin.
Für das fotorealistische Ausshen sorgen die
verschiedenen Shader und zwar für die
Darstellung von Plastik, Metall, Wasser, Glas
und anderen Materialien. Man kann eigentlich
sagen das Tornado3D fast alles bietet was man
von einem 3D Programm dieser Preisklasse
erwartet und eigentlich noch mehr. Sogar
Volumterisches Licht ist vorhanden, somit lassen
sich auch Effekte hervorzaubern die früher nur
auf Workstation möglich waren.
Vorhanden ist auch eine Schnittstelle für
Plug-Ins, bleibt zu hoffen das die dann auch
genutzt wird. Das Programm selbst ist für die
Prozessoren 68040 und 68060 optimiert.
Natürlich ist auch eine PowerPC Version geplant,
und erst mit der wird sich schnell zeigen was
für Animationen mit dem Amiga noch möglich sind
ohne Wochenlang auf das Ende der Berechnung zu
warten.
Man sieht schon an den Funktionen das Tornado3D
das dies ein harter konkurren von Cinema4D und
Reflections4.1 sein wird. Premiere wird
wahrscheinlich auf der Computer97 sein und ob
das alles auch so toll funktionieren wird wie
beschrieben wird sich auch dann herausstellen.
Sicher kann noch ein Raytracer dem Amiga nich
schaden und der Preis ist für so ein klasse
Programm auch nicht zu hoch.
Mindestvorassetzung: Amiga OS 3.0 oder höher
68020 oder besser mit FPU, 8 MB RAM
8 MB freien Festplattenplatz, CDROM-Laufwerk
HAAGE & PARTNER Computer
Internet: http://www.haage-partner.com
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