So könnte es klappen!
Leider ist Amiga Int. nicht so aufgeschlossen, wie man das
eigentlich vor hatte, man erfährt zwar angeblich alles, was
passiert, aber man weiß ja nicht genau, was nun Amiga Int. vor hat.
Zur Zeit sieht alles nur danach aus, als ob man sich nur auf das
Vergeben von Lizenzen konzentrieren würde. Es ist zwar bestimmt
nicht falsch, Lizenzen zu vergeben, doch leider hat sich noch keine
Firma gefunden, welche auch wirklich genug Kapital hätte, sinnvolle
Werbung für den Amiga auf irgendwelche Weise zu betreiben. Es sind
auch viele der Meinung, daß dies angeblich nicht gut wäre, denn
Werbung für veraltete Computer wird keinen interessieren, doch ob
das wirklich so stimmt?
Klar ist der Amiga nicht auf dem neuesten Stand, aber ist das der PC
vielleicht? Der PC ist noch schlechter dran, als der Amiga. Das
einzige, was an dem PC verbessert wird, ist nur der Prozessor, sonst
ist das nur ein Kasten, an den man viele verschiedene Karten
anschließen kann, welche noch immer nicht so leicht zu installieren
sind, wie das von vielen behauptet wird. Man denke nur daran, daß
man beim PC sogar für die Maus einen speziellen Treiber braucht.
Der Amiga hat nur den Nachteil, daß man den Prozessor nicht so
einfach austauschen kann, wie bei einem PC, und daß Grafikkarten,
Soundkarten und andere Sachen viel teurer sind, weil einfach nur
kleine Stückzahlen verkauft werden. Wenn es aber eine Firma gäbe,
welche den Amiga in einen Tower mit einer Grafikkarte, Soundkarte,
CD-ROM und Festplatte stecken würde, und das alles dann zu einem
sinnvollen Preis angeboten hätte, dann könnte man sagen, daß der
Amiga besser dasteht als ein PC, natürlich müßte dieser Amiga dann
auch schon eine PowerPC Karte besitzen.
Machen wir doch einen kleinen Vergleich:
ein PC mit folgender Ausstattung:
200 Mhz
16 MB
2.1 GB
Grafikkarte 2MB Speicher
16 Fach CD-Rom
und natürlich Tastatur ohne Monitor kostet 1950,- DM
Jetzt ist es also wichtig, einen Amiga zu konstruieren, der nicht
mehr kostet, was schwierig, aber wir versuchen es einmal.
Machen wir erstmal ein Beispiel, wenn wir den Amiga von MicroniK
nehmen und den dann mit Grafikkarten und Sonstiges ausstatten:
infinitiv A1400 Tower = 1.149,- DM
Blizzard 603e 175Mhz = 799,- DM
Cybervision64 3D 4MB = 349,- DM
CD-Rom 16 Fach = 199,- DM
2.1 GB Festplatte = 399,- DM
------------
Gesamt = 2.895,- DM - da staunt Ihr was !!!!
Hier habe ich noch den Speicher und die Soundkarte weggelassen, da
ich erstmal nur eine Sounkarte in den Anzeigen finden konnte und
diese war mit über 500 DM wirklich zu teuer. Der Speicher ist jetzt
billiger geworden, deshalb wollte ich die paar Mark nicht mehr
dazuzählen. Wie wir sehen ist der Unterschied kaum größer und die
Soundkarte ist jetzt auch nicht so wichtig, weil der Sound erstmal
für Spiele ausreicht, und wenn jemand wirklich Musik professionell
machen will, der kauft sich ein Midi Interface für 49DM und kann
danach das ganze Soundstudio daran anschließen.
Wichtig ist hier, daß wir den Preis um mindestens 1000,Mark
runterschrauben können, wie, das möchte ich Euch jetzt sagen.
Erstens sind das alles Endkundenpreise von vielen verschiedenen
Anbietern. Die Anbieter wollen natürlich was daran verdienen, und
wenn die Sachen jetzt eine große Firma in hocher Stückzahl beziehen
würde, dann wäre der Preis bestimmt viel niedriger ausgefallen. Bei
dem Tower kann man auch noch Geld sparen, wenn man einfach ein
PC-Gehäuse nimmt, welches 100% an den Amiga angepaßt wurde. Ein
PC-Gehäuse bekommt man heute schon für unter 90,- DM. Festplatte muß
ja auch nicht unbedingt 2.1 GB sein, schliesslich verbrauchen die
Amiga Programme gar nicht soviel Platz wie auf den anderen
Plattformen. Als CD-ROM-Laufwerk reicht auch ein 8-faches, wer ein
schnelleres haben will, zahlt dann Aufschlag, so einfach wäre das.
Sagt mir jetzt einer, ob der Amiga noch immer mit dieser
Konfiguration zu schwach ist, um gegen den PC anzukommen. Glaubt
nicht, das der PC für 1950,- DM nur die besten Sachen drin stecken
hat, das ist meistens nicht der Fall, und an den Fernseher kann man
den immer noch nicht so einfach anschließen.
Jetzt muß sich nur noch eine Firma finden oder sogar Gateway2000 und
Amiga Int. das selber in die Hand nehmen, und es dann vermarkten.
Das ganze Paket könnte man noch mit wirklich guten Programmen
ausstatten, sogar Light Versionen reichen da völlig, und vor allem
Werbung dafür machen. So ist es möglich, sogar einen Amiga zusammen
mit einem Monitor für unter 3000,- DM anzubieten.
Als Software sollte man folgendes beilegen:
Reflections 4.1 ppc Light Version
Final Writer oder Wordworth - Light Version
PPaint oder ArtEffect - Light Version
und zu guter letzt noch ein Entwicklungspaket
z.B. StromC - Light Version
Ich denke, daß es genug Firmen gäbe, welche daran interessiert
wären, schon deswegen, weil man dann dazu noch irgendwelche Updates
anbieten könnte. Das Entwicklungspaket ist schon deshalb wichtig,
weil der Amiga möglichst schnell viele Programmierer braucht, und
ich denke das sich auch viele einen Amiga kaufen würden, die schon
sehr viel Erfahrung mit C oder C++ haben, denn auf dem PC ist C
nicht anders, als auf dem Amiga, nur mit dem Unterschied, daß man
sich ein bißchen mit dem Betriebssystem befassen müßte, aber für
einen guten Programmierer ist auch das nur ein Kinderspiel.
Das waren jetzt meine Gedanken dazu, wie man den Amiga wieder
richtig gut vermarkten könnte. Es wurden schon mehrere solcher
Vorschläge präsentiert, aber bisher war keiner in der Lage, dies zu
verwirklichen. Ich hoffe sehr, daß sich das irgendwann mal ändert,
das wäre zumindest die sinnvollste Lösung, bis ein neuer Amiga
kommt, und so müßte man sich auch gar nicht vor den anderen
verstecken, im Gegenteil, ich denke das dies sogar zu einem riesen
Erfolg werden könnte.
Vorschläge und Meinungen bitte an folgende E-Mail richten
FunTime@t-online.de
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