Reflections 3.05 Workshop
Teil 4
Wir gehen wieder mal an die Arbeit in unserem Teil 4 des Reflections
Workshops. Letzten Monat mußte der Workshof leider ausfallen, aber
heute geht es wieder weiter. In der letzten Folge haben wir ein
Objekte für unser Zimmer konstruiert, und damit werden wir auch in
dieser Folge fortfahren. Heute konstruieren wir erstmal eine Lampe
mit der dazugehörigen Glühbirne. Es wird nichts besonders Komplexes
sein, es muß einfach nur gut aussehen.
Unsere Lampe ist eher für Küchen gedacht, und völlig aus Metall. Die
Form wird schlicht sein, und die Farbe natürlich weiß. Das Metall
soll das Licht reflektieren aber nicht zu stark. Die Glühbirne wird
natürlich aus Glas sein, mit dem dazugehörigen Metallkontakt. Unsere
Glühbirne soll natürlich auch leuchten, und das muß man in
Reflections 3.05 auf eine ganz besondere Weise konstruieren. Genauer
gesagt, wir werden Reflections austricksen, da diese Version leider
noch nicht in der Lage ist, sichtbares Licht und glühende Objekte zu
erstellen. Damit wir aber fast den gleichen Effekt bekommen, werden
wir uns da mit dem Nebelobjekt aushelfen, damit kann man ähnliche
Ergebnisse erzeugen.
Die Lampe
Zuerst wählen wir aus dem Menü erzeugen/Polygon/Neu. Vergeßt aber
nicht, vorher in die Oben-->Unten Ansicht zu schalten, das geht am
leichtesten, wenn Ihr die Taste "o" drückt. Wie man selber Objekte
erstellen kann, habe ich Euch schon in den früheren Folgen gezeigt,
deshalb spare ich mir hier die Erklärung. Sollte jemand die ersten
Folgen noch nicht gelesen haben, kann er mir eine Diskette mit
Rückporto schicken, dann kopiere ich Euch die ersten Folgen und die
dazugehörigen Extras.
So, meine Lampe hat wie gesagt eine sehr schlichte Form, und eignet
sich am besten in der Küche. So sieht die bei mir aus. Die runde
Form habe ich natürlich mit der Spline Funktion erschaffen, dazu
wählt Ihr erstmal die Funktion (vierter Schalter links von oben),
danach wird der erste Punkt markiert und der letzte. Die Linie, die
dazwischen verläuft, wird dann von alleine eine runde Form annehmen,
ihr müßt aber noch die Anzahl der Punkte eingeben, welche die Linie
bilden sollen.
Gefällt Euch die Form dann drückt einfach auf Ok und fertig. Um das
2D-Objekt in ein 3D zu verwandeln, wenden wir hier die
Rotationsfunktion an. Die befindet sich in den Tools1
(Rotationskoerper). Jetzt seht Euch das Ganze mal in der 3D-Ansicht
an, seid Ihr mit dem Objekt zufrieden, so könnt Ihr es so stehen
lassen. Jetzt braucht Ihr erstmal das Stromkabel, es gibt
verschiedene Arten. Einmal haben wir da das Spiralkabel, mit dem man
eine Lampe rauf und runter ziehen kann, und dann gibt es da noch die
Stahlrohre, in welchen sich meistens das Kabel befindet. Ich habe
mich für das Stahlrohr entschieden, möchte Euch aber auch zeigen,
wie man ein Spiralkabel sehr einfach erzeugen kann.
Spiralkabel
Um ein Spiralkabel erzeugen zu können, brauchen wir erstmal eine
3D-Linie. Geht dafür einfach in das Menü Erzeugen/3D Linie und wählt
die Spirale. Dort könnt Ihr unter #Kreise die Anzahl der Kreise
eingeben, die später erscheinen sollen. Unter P/Kreis werden die
Punkte für einen Kreis eingestellt, der Wert 10 sollte am besten so
bleiben. Bei Höhe wird einfach die Höhe der Spirale eingetragen,
solltet Ihr selber entscheiden und entsprechend Eurem Objekt auch
eintragen. Bei Radius wird natürlich die Größe der Kreise
eingetragen. Danach wird noch auf Erzeuge gedrückt und fertig wäre
hier erstmal die Rohkonstruktion. Natürlich sind wir noch lange
nicht fertig, denn bisher haben wir nur die Spirale, die sieht schon
zwar sehr gut aus, aber es erinnert noch nicht so an ein Stromkabel.
Damit wir auch das fertig bekommen, gehen wir wieder in das Tools1
Menü, und wählen die Schlauch Funktion.
Unsere Spirale wird mit einem Schlauch überzogen, und sieht schon
wesentlich besser aus. In dem Fenster können wir diesmal wieder den
Radius eingeben und die NSeq einstellen, damit wird nur die Qualität
eingestellt, d.h. je größer der Wert desto glatter wird auch der
Schlauch sein, doch Vorsicht, diese Funktion verbraucht natürlich
auch sehr viel Speicher, da mehr Punkte erzeugt werden müssen. Wie
immer solltet Ihr alles am besten auch selber ausprobieren, denn nur
so kann man auch alles schneller lernen. Es war nicht so schwierig
oder?
Stahlrohr
Jetzt werde ich die andere Variante erstellen, die viel einfacher
ist, da wir nur einen Zylinder erzeugen werden, welcher die nötigen
Maße auch hat. Einen Zylinder erzeugt man mit dem Menüpunkt
Erzeugen/Dreieck/Zylinder. Viel muß man hier nicht mehr machen, denn
damit wäre das schon fertig, nur die Größe usw. müßt Ihr selber
einstellen, aber das ist sehr einfach und wurde auch mehrmals im
Laufe des Workshops erklärt.
Material
Wie man Material vergibt und erstellt, habe ich auch schon erklärt,
hierfür nehmen wir ein metallähnliches Material, und die Farbe am
besten weiß. Texturen sind hier eigentlich ungeeignet, die
Oberfläche sollte sich nicht zu sehr spiegeln, denn die Farbe hat
eine mehr oder weniger ähnliche Mattoberfläche.
Habt Ihr schon alles, dann berechnet es erstmal und seht Euch das
Resultat an. Es ist zwar noch nichts Bewegendes, aber es zeigt
schon, wie einfach und schnell man zu guten Ergebnissen mit
Reflections kommen kann. Diese Lampe könnt Ihr Euch dann speichern
und in anderen Szenen benutzen. Was jetzt noch fehlt, ist die
Glühbirne. Die Glühbirne ist schon ein bißchen aufwendiger, doch wir
werden jetzt hier nicht eine perfekte Nachbildung einer Glübirne
erstellen, sondern etwas, das ihr schon sehr ähnlich aussieht. Eine
perfekte Abbildung kann man nur dann erreichen, wenn man auch sehr
viel Zeit investiert und es lohnt sich auch nur dann, wenn das
Objekt im Mittelpunkt der Szene steht und noch groß im Bild zu sehen
ist. Unsere Glübirne wird aber sehr klein sein und deshalb lohnt es
sich nicht, alles perfekt nachzubilden, da dies noch zusätzlich viel
mehr Speicher frißt.
Die Glübirne
Bei der Glühbirne gehen wir fast genauso vor, wie bei unserer Lampe,
nur daß wir stattdessen die Form einer Glübirne nachbilden werden.
Auch die runden Linien werden auf dieselbe Weise erstellt, mit Hilfe
der Spline Funktion.
Die Glühbirne wird bei uns aus zwei Teilen erstellt, dem Glasteil
und dem Metallteil. Die inneren Teile werden weggelassen, weil wir
die Birne mit Nebel ausfüllen werden, um einen leuchtenden Effekt zu
erzeugen.
Die Form der Glühbirne muß man natürlich wieder mit der
Rotationsfunktion erstellen. Ich denke, daß Ihr das schon mal
schaffen werdet, die Form und alles seht Ihr ja, und das Erstellen
funktioniert doch genauso. Jetzt müßt Ihr noch die Glühbirne zum
Leuchten bekommen und das geht sehr einfach. Ihr müßt einfach in das
Menü Erzeugen gehen, und aus dem Untermenü das Material Nebel
auswählen. Die Farbe stellt Ihr auf weiß und die Leucht-Funktion am
besten auf den größten Wert.
Dieses Material wird dann in dem Material-Fenster auf oder besser
gesagt in die Glühbirne gesteckt. Natürlich sollt Ihr nicht nur das
Nebel-Material dem Teil aus Glas vergeben, sondern auch noch das
Glas-Material, denn sonst würde das Ganze ein bißchen komisch
aussehen, nicht das es falsch wäre. Nebel habt Ihr jetzt um den
Nebel, aber um es noch schön zum Leuchten zu bringen, sollte man ein
lokales Licht erzeugen, und es genau in die Mitte der Glühbirne
stellen. Das Licht wirkt sich natürlich sehr auf das Nebel-Material
aus, und das führt dann endlich zu dem gewünschten Effekt.
Das wäre wieder alles für heute, viel kann man dazu nicht mehr
sagen, denn das meiste wurde schon in den früheren Folgen gesagt.
Nächstes Mal werden wir uns ein schönes Logo erstellen, möglichst
professionell. Für Vorschläge und Anregungen bin ich immer dankbar.
Vielleicht wollt Ihr selber mal etwas beschreiben, was Ihr schon so
gemacht habt. Also bis zur nächsten Folge.
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