Der große Protracker Workshop


                                  Teil 4

  Diesmal  werden  wir  langsam  mit  der musikalischen Seite des
  Protrackers  beginnen, und zwar mit den ganzen Effekten die uns
  Protracker  zur  verfügung  stellt.   Anfänger komponieren Ihre
  Module  am  Ansfang fast immer ohne der Effekte, das liegt auch
  oft  daran  das dem Protracker tatsächlich noco nie eine genaue
  Anleitung  beilag  welche die ganzen Befehle ganz genau erklärt
  hat.

  Doch  man  sollte  jetzt nicht davon überzeut sein, das man nur
  dann  richtig gute Werke bringen wird wenn man auch die Effekte
  perfekt  beherscht.   Es gilt immer noch der Satz, die Qualität
  ist wichtig und nicht die menge an Effekten die man einsetzt.

  Der Protracker bietet sehr viele Effekte mit denen man wirklich
  erstaunliche  Dinge  zaubern kann.  Die sind meistens dann sehr
  hilfreich  wenn  man  eine  Gitarre so echt wie möglich klingen
  lassen  will,  ein Sample hört sich meistens sehr künstlich an,
  und  mit den Effekten kann man dies etwas verbessern so das ein
  echter Profi daraus alles rausholen kann.

                                Effekte

  Die  ganzen  Effekte  die  uns  Protracker zur Verfügung stellt
  müssen  wir  natürlich  selber  von Hand eingeben.  Die letzten
  drei  nullen  in  jeder  Linie und Pattern, sind für die ganzen
  Befehler   welche   dann  denn  gewünschten  Effekt  auslösen
  reserviert.

  Viele   benutzen   die  Befehle  deswegen  nicht  weil  die  in
  Hexadezimalen  Zahlen  eingetragen  werden,  doch das hört sich
  tatsächlich viel schlimmer als es aussieht.

  Die  Hexadezimale  Zahl  kann Werte von 0 bis 255 annehmen.  In
  der  Hexadezimalen  Schreibweise würde das dann so aussehen $00
  bis $FF.  Doch wie gesagt das wird hier viel einfacher sein als
  viele    denken,    wer    sich   jedoch   trotzdem   mit   der
  Hexadezimalenschreibweise  beschäftigen  will  der  sollte  auf
  unseren  Assembler  Workshop  zugreifen,  dort wird sowas öfter
  benötigt.

  Doch fangen wir endlich mal mit dem ganzen Zeug an. 

  Befehl 0 - Arpeggio

  Dieser  Effekt  wiederholt  paar Noten so das die dann wie eine
  Note  klingen, mit einem ähnlichem Accord Effekt.  Damit dieser
  Effekt  auch  wirklich  gut  wirkt,  muß  der  Pattern  schnell
  abgespielt  werden.   In  der  Regel  wirkt  dieser Effekt auch
  irgendwie  so  als  ob sich ein Ufo mit einem komischen Antrieb
  nähern wurde.
  
  Dieser  Befehl  hat natürlich die Nummer 0 mit den Paramteren
  xy. Die Variabllen xy sind für die Werte vorgesehen. 

  Variable x kann Werte von $0 bis $F annehmen, also von 0 bis 15. 

  Der Wert X informiert das Programm um wieviele Halbnoten die Note 
  höher ist als die Basisnote. 

  Der Wert Y bezieht sich auf die zweite Note, und gibt auch an 
  um wieviele Halbonoten diese dann höher ist.

                _______ Linien-Nummer
               |
               |   _________ Note und Sample-Nummer
               |  |      _____  
               |  |     |     Effekt 0 (Arpeggio) und die Werte xy
  Beispiel    00 F-201 024
              01 ----- 023
              02 ----- 023 


  Hier  wäre die erste Note um 2 Halbtone höher als F-2, als wäre
  das  dann  die  Note  G-2.   Die  zweite  Note ist dagegen um 4
  Halbtone höher, also A-2.

  Es  ist  sehr  wichtig  zu  wissen  das  man  den  Effekt nicht
  unbediengt  gleich  mit  dem Start der Note ausführen muß.  Man
  kann  die  Werte auch paar Zeilen später eingeben, und die dann
  auch mehrmals ändern.



  Der  Arpeggio  Effekt  wir  sehr selten genutzt, doch er eignet
  sich  sehr  gut  für  verschiedene  Spielereien  mit Percussion
  Instrumenten.
 
  Es  ist  sehr schwierig diese Effekte in Worten zu beschreiben,
  deshalb empfehle ich jedem immer jeden Effekt mit verschiedenen
  Parametern zu testen, nur so lernt man die dann besser kennen.


  Befehl 1 - Slide Up

     Format: 1xy


  Dieser  Befehl  erhöht  unsere  Note.   Man  könnte  es mit dem 
  sogenannten  Pitschen  vergleichen,  wenn  das hier gleichmäßig
  staatfinden  würde.   Die  Note  hier  wird einfach stufenmäßig
  erhöht.   Damit  läßt sich sozusagen dieser Pitch Band Schalter
  symulieren,  welcher  normalerweise  in  jedem  gutem  Keyboard
  eingebaut ist.

  Hier  bilden  die x und y Variable nur einen Wert.  Das ist die
  Hexadezimale Zahl $00 bis $FF (0 bis 255).  Dieser Wert gibt an
  wie  schnell  die Note erhöht werden soll.  Ist diese Zahl sehr
  klein,  dann  passiert das natürlich sehr langsam, ist die Zahl
  dann  höher  dann  wird  auch  die  Note entsprechend schneller
  erhöht.

  Dieser  Effekt  sollte  man  am  besten  bei Gitarren ähnlichen
  Instrumenten  benutzen,  dadurch  erhält das Sample eine höhere
  Realität.

     Hier ein Beispiel für die Verwendung:

             00 Gb201 109
             01 ----- 109
             02 ----- 109
             03 ----- 109


  Beachtet  aber  das  die  höchste  Note  die uns Protracker zur
  Verfügung  stellt,  das  ist  dann H-3 nicht mehr weiter erhöht
  werden kann.  Dieser Effekt hatt dann keine Wirkung.

  Befehl 2 - Slide Down

     Format: 2xy


  Da  dieser Effekt genauso funktioniert wie der Befehl Slide Up,
  mit dem Unterschied das hier die Note erniedriegt wird ersparen
  wir uns die Erklärung.

    Beispiel: 

              00 Gb201 209
              01 ----- 208
              02 ----- 207

    Auch hier sollte man darauf achten das die niedriegste Note, also 
    C-1 vom Protracker nicht mehr erniedrigt werden kann. 



  Für  Heute reicht das erstmal, nächstes mal geht es dann weiter
  mit  den anderen Effekten.  Wenn wir das alles hinter uns haben
  werden,  dann  werden  wir uns auch mit der Musik beschäftigen.
  Da  der Protracker und seine Befehle zukunftssicher sind, lohnt
  sich dieser Workshop auf jedenfall.

  Inzwischen   wird  an  dem  neuem  Protracker  gearbeitet,  und
  außerdem  gibt  es  da  noch  den DigiBooster, welcher wirklich
  tolle Funktionen anbietet.


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