Netscape unter Druck


               und Microsoft steuert die Computerbranche


  Noch hat Netscape den größten Marktanteil, wenn es um  das  Internet
  geht.  Der  Navigator  ist  noch  immer  der meistbenutze Browser im
  Internet, sogar unsere  Fun  Time-Homepage  wird  meistens  mit  dem
  Navigator abgerufen, nur IBrowse erreicht fast den selben Anteil.

  Doch die Zukunft des Navigators sieht leider  nicht  so  rosig  aus,
  denn  der  Internet  Explorer  von  Microsoft  gewinnt immer mehr an
  Beliebtheit,  zumal  er  kostenlos  zu   haben   ist.   Mit   diesen
  Schwieriegkeiten  konnte Netscape noch irgendwie fertig werden, aber
  jetzt kam vor  kurzem  die  schlechte  Nachricht,  welche  der  Welt
  verkündete,  daß  sich  Microsoft  für 150 Millionen US Dollar Apple
  Aktien gekauft hat. Zwar hat Microsoft mit diesen Aktien keine Recht
  darauf,  sich  in die Firmenpolitik von Apple einzumischen, aber mit
  dem Kauf verpflichtet sich Microsoft, für  jede  Version  des  neuen
  Apple    Betriebssystems    Rhapsody    auch    eine   Version   des
  Internet-Explorers zu liefern. Das wird mit Sicherheit  früher  oder
  später  zu  dem  Niedergang  des  Navigators  führen,  und  wenn das
  passiert,  dann  können  wir  das  Internet  schon   mal   teilweise
  vergessen.

  Microsoft strebt schon lange die Herrschaft über  das  Internet  an,
  was  allerdings  nur  geht, wenn man auch das Werkzeug dazu besitzt,
  mit dem man das Internet steuern kann. Netscape hat jetzt  nur  eine
  Möglichkeit  zur  Lösung  dieses  Problems,  indem man den Navigator
  möglichst  schnell  für  alle  Plattformen  zur  Verfügung   stellt.
  Darunter wäre dann auch bestimmt der Amiga, denn wenn es Gateway2000
  und Amiga International schaffen, den Amiga wieder auf dem Markt  zu
  positionieren,  steht  nichts  mehr  im  Weg. Immerhin hat der Amiga
  dabei wirklich gute Chancen, groß rauszukommen. Es  ist  nur  nötig,
  daß sich wirklich große Software-Unternehmen finden, die ihm auf dem
  Weg zum Erfolg helfen. Es darf nicht  sein,  daß  nur  eine  einzige
  Firma, nämlich Microsoft, die ganze Computerbranche steuert.

  Einen ähnliches Beispiel haben wir in Deutschland. Die  Telekom  hat
  das  Monopol  und  kann die Preise erhöhen, so oft sie will, wenn es
  keine Konkurrenten gibt. Das wird sich zum Glück bald ändern.

  Der nächste Schritt von Microsoft  wird  bestimmt  in  die  Richtung
  Apple  übernehmen  laufen,  und das wird mit Sicherheit auch kommen.
  Microsoft könnte z.B. das Windows Betriebssystem für  den  Macintosh
  umsetzen,  für  den dann wie verrückt Software produzieren und schon
  haben sie,  was  sie  wollten.  Den  Macintosh  wird  es  dann  zwar
  weitergeben,  aber das Betriebssystem wird von Microsoft kommen, und
  so wird man in der Lage sein, auch dort alles steuern zu können.

  Bisher führte alles, was von Microsoft kam, zum Erfolg. Die  Umsätze
  und  Gewinne  der Firma steigen jedes Jahr und das nicht nur um paar
  Prozent! Laßt Euch nicht unterkriegen und kämpft gegen Microsoft an,
  denn   Microsoft   macht  die  Menschen  arbeitslos  und  gehirnlos.
  Normalerweise will ich nichts  mit  PC-Firmen  zu  tun  haben,  aber
  Netscape  ist für mich eine Firma mit Charakter und es wäre wirklich
  schade, wenn sie wegen einem Mann, der einmal ein  kleines  Programm
  geschrieben  hat,  welches  zufällig  erfolgreich  wurde, untergehen
  würde. Daß Microsoft Schrott liefert, sieht man auch  an  dem  Amiga
  Basic, oder nennt Ihr das Software?


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