Infinitiv A-1300 Tower



  Die Aufregung war groß, als wir nach so  langer  Zeit  wieder  einen
  neuen bzw. fast neuen Rechner für einen Test bekommen haben. Kaum zu
  glauben, daß nach nicht einmal drei Monaten MicroniK es  als  erster
  geschafft  hat, eine Lizenz zu erwerben und gleich dazu den fertigen
  Rechner geliefert. Was ist aber so Besonderes an dem Infinitiv A1300.

  Zum einen ist es mit Sicherheit der  Preis,  denn  vor  nicht  allzu
  langer  Zeit  hat  soviel noch ein ganz normaler Amiga1200 gekostet.
  Jetzt kriegt man für den selben Preis einen A1200  in  einem  Tower,
  der  speziell für den Amiga entworfen wurde, so daß alle Komponenten
  reibungslos und problemlos funktionieren. In dem Tower selbst steckt
  die   Original-Platine   des   Amiga   1200,  wodurch  sich  an  der
  Geschwindigkeit selbst nichts geändert hat.

  Zum anderen ist das Tolle, daß in dem Tower  ein  150  Watt  starkes
  Netzteil  steckt,  sodaß  man den Amiga ohne Stromprobleme erweitern
  kann. Vorhanden sind auch  alle  nötigen  Stromkabel,  die  für  den
  Anschluß  interner  Geräte  benötigt  werden.  Das Diskettenlaufwerk
  liest Amiga- und PC-Disketten problemlos, allerdings handelt es sich
  dabei  nur  um ein 880/720 KByte Laufwerk. Doch das ist nicht weiter
  schlimm, denn wer ein HD-Laufwerk benötigt, der wird auch damit  bei
  MicroniK  bedient.  Praktisch  ist  auch, daß man bei MicroniK einen
  Adapter bekommen kann, mit dem man zwei Laufwerke intern anschließen
  kann.

Infinitiv A1300


Wer eine Festplatte benötigt, kann diese mitbestellen und sich beim Kauf des Infinitiv A1300 von MicroniK gleich mitliefern lassen, denn ohne Festplatte läuft heute fast gar nichts mehr. Dafür hat MicroniK spezielle Angebote zusammengestellt. Daß man die Festplatte nicht automatisch in den Rechner integriert hat, liegt daran, daß MicroniK es dem Kunden selbst überlassen möchte, sich den Amiga nach seinen Wünschen erweitern zu lassen. Das hat auch den Vorteil das sich jeder einen Rechner entsprechend seinen Anforderungen und seinem Geldbeutel zusammenstellen kann. Software wird nicht mitgeliefert, außer dem Betriebssystem 3.1 mit den entsprechenden Büchern. Die Tastatur steckt in einem angepaßten Gehäuse, welches einen wirklich guten und vor allem stabilen Eindruck macht. Auch hier steckt natürlich eine Besonderheit, denn falls die Tastatur irgendwann einmal kaputt gehen sollte, kann man ohne Probleme auch eine PC-Tastatur an den Amiga anschließen, denn diese sind heute schon manchmal für unter 50DM zu kriegen. Das dies möglich wurde, liegt an dem Adapter, welcher sich in der Tastatur befindet und die Signale wandelt. Im Tower selbst werden die Signale wieder entsprechend dem Amiga zurückverwandelt. Kommen wir jetzt aber zu einem anderen Thema, über das oft in den Netzen diskutiert wurde. Dort wird manchmal behauptet, daß der Infinitiv-Tower von MicroniK oft Störungen verursacht, weil er voll aus Kunststoff besteht. Diese Behauptung stimmt nicht, bei unserem Test lief alles einwandfrei, ohne daß es irgendwelche Störungen gab. Der Tower wurde speziell deswegen mit einer Lackschicht überzogen, die genau das verhindert. Wer jetzt denkt, daß ein Kunstoff-Tower nicht stabil genug sein kann, der irrt gewaltig. Da es sich um eine härtere Kunststoffsorte handelt, ist der Tower genauso stabil, wie vergleichbare Metall-Tower. Weiterhin wurden einige Stellen mit Metallschienen verstärkt, um möglichen Schwachstellen vorzubeugen. Das Erweitern ist genauso einfach, wie alles andere. Woanders löst man Schrauben, um den Tower zu öffnen und beim Infinitiv-Tower braucht man nur Einrast-Laschen zu bewegen. Mit wenigen Handgriffen kann man jede beliebige Komponente in den Tower einbauen. Wenn einmal der Platz in dem Tower nicht mehr ausreicht, dann macht auch das nichts, denn durch die Top-Cases läßt sich das Gehäuse nach oben hin beliebig erweitern. Wir sind davon überzeugt, daß der Infinitiv-Tower zur Zeit die beste Lösung ist, die es für den Amiga gibt. Das einzige, was leider nicht serienmäßig mitgeliefert wird, ist der PCMCIA-Adapter, welcher nötig ist, weil sich die Schnittstelle ganz unten befindet und so keine Möglichkeit bietet, etwas daran anzuschließen. Doch alles andere funktioniert bestens und mit Sicherheit wird jeder mit diesem neuem Amiga zufrieden sein.

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Die Box - Infinitiv A1300
Positiv: - viel Platz für Erweiterungen - starkes Netzteil - auch für PC- Tastaturen geeignet - Preis

Negativ: - PCMCIA-Adapter nicht serienmäßig


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