Interview mit Haage&Partner
Ein Interview mit dem Manager von Haage&Partner Markus Nerding
Haage&Partner gehören heute inzwischen zu dem besten Lieferanten
von sehr guter Amiga Software. Bald kommt auch der neue Raytracer
Tornado3D raus, was an dem Programm so gut ist werdet Ihr gleich
hier erfahren.
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FT: Ihre Firma konnte sich in sehr kurzer Zeit auf dem Amiga
Markt durchsetzen, und hat auch bewiesen das es nicht so
schwierieg ist gute Programme für den Amiga zu liefern,
haben Sie schon andere Pläne für die Zukunft?
Es ist schon schwierig, für den Amiga zu entwickeln, denn die
Ansprüche der Kunden sind z.T. sehr hoch. Unsere Produkte sind
nicht das Ergebnis von 1 oder 2 Jahren, sondern basieren auf
den Erfahrungen und Leistungen der Programmierer von rund
5 Jahren (StormC, ArtEffect).
Wir haben gerade eine spezielle Version von StormC für die p.OS
und eine für die PowerPC/PowerUP-Entwicklung fertiggestellt.
Auch StormWizard kann jetzt Oberflächen für p.OS erzeugen.
Damit können Entwickler recht einfach Anwendungen für alle
Systeme (AmigaOS, p.OS, PowerUP) entwickeln.
Mit Java steht den Amiga-Anwendern bald auch dieser neue
Trend offen. Und Tornado3D wird sicherlich bald auch für
Aufsehen sorgen...
Neben diesen Projekten laufen bei uns noch viele kleinere
und größere, über die man jetzt aber noch nicht reden kann.
Letztlich versuchen wir all die Dinge zu forcieren, die
unsere Meinung nach auf dem Amiga fehlen oder nicht
in ausreichender Qualität vorliegen.
FT: Wie sehen Sie die Zukunft des Amigas, und glauben
Sie das es richtig ist die Lizenzen so zu vergeben wie
vor kurzem an Micronik?
Neben Micronik haben ja nun auch zwei englische Firmen
Lizenzen erworben. Dies ist sicherlich richtig, denn so
kann jede Firma den Amiga bauen, den die Kudnen wünschen.
FT:Seit kurzem kann man sich auf Ihren Seiten über den neuen
Raytracer informieren, wie sehen Sie die Chancen des
Programms, immerhin existieren schon sehr viele gute
raytracer.
Tornado3D ist nicht irgendein Raytracer, sondern ein sehr
mächtiges und schnelles Render- und Animationspaket.
Es wird von der italienischen Firma Eyelight entwickelt, mit
dem Ziel, die Lücke zu schließen, die nach dem Weggang von
Lightwave entsteht. Wenn man sich den Markt ansieht, dann
wird z.Zt. nur noch Reflections aktiv weiterentwickelt,
die anderen Hersteller machen kaum noch etwas für den Amiga.
Tornado3D wird diesen Markt sicherlich neu beleben und
neue Akzente setzen.
FT:Können Sie uns was interessantes zum dem Raytracer sagen?
Tornado3D wird in den nächsten Wochen verfügbar sein.
Dazu gibt es dann auch eine Demoversion mit allen
Informationen. Ich möchte daher jetzt noch nicht
weiter dazu sagen. Jeder Grafikinteressierte sollte sich
auf jeden Fall die Demo ansehen.
Nach der Veröffentlichung der ersten Version wird sofort an einer
speziellen PowerPC-Version für PowerUP gearbeitet werden. Das wird dann
einen enormen Geschwindikeitsschub bringen.
FT:Mit ArtEffect bekam der Amiga endlich ein Programm das sich
problemlos mit denen der PC Welt messen kann, man denke
nur an Photoshop welcher wahrscheinlich als Vorbild
für Art Effect diente. Können wir noch erwarten das ArtEffect
die selben Funktionen bekommt wie Photoshop z.B. Lichteffekte?
Bei der Entwicklung von ArtEffect haben wir uns tatsächlich sehr an
Photoshop orientiert, weil sich dieses Programm in der Praxis seit Jahren
bewährt hat. ArtEffect kombiniert Photoshop-typische Funktionen mit
Amiga-typischen. ArtEffect wird dabei ständig weiterentwickelt.
Neu Effekt sind für ArtEffect in Form von PlugIn-Paketen erhältlich.
Wir bieten mit PowerEffects 1 und 2 schon zwei dieser Effekt-Pakete
an. In beiden Paketen befinden sich Lichteffekte.
FT:Wie man hört arbeiten Sie schon seit kurzem auch an Java für
Amiga, können Sie uns dazu schon mehr sagen?
Wir arbeiten schon seit Ende 1996 an Java. Das Projekt ist nicht ganz
einfach und wird daher noch den ein oder anderen Monat benötigen. Wir
hoffen, gegen Ende des Jahres eine Version vorstellen zu können.
Dann gibt es hoffentlich auch anständige Java-Anwendungen, denn
bisher gibt es davon auch nur Betaversionen.
Für das Interview bedanke ich mich recht herzlich.
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