Amiga International und die Taten



  Nun wollen wir mal schauen, was bei  Amiga  International  so  alles
  passiert  ist.  Wie  ich es schon in einem anderem Artikel anmerkte,
  ist bisher nichts wirklich herausragendes passiert.  Es  wurden  ein
  paar Lizenzen vergeben und einige Sachen geklärt.

  So darf sich  z.B.  MicroniK  stolzer  Besitzer  einer  Amiga-Lizenz
  nennen,  und  hat  auch  bereits drei sich nur wenig unterscheidende
  Amigas  im   Angebot.   Die   Basis   sind   alles   Amiga1200   mit
  unterschiedlicher  Ausstattung. Da ist zunächst der Infinitiv A1300,
  den wir in dieser Ausgabe getestet haben. Es handelt sich  um  einen
  einfachen  A1200  in einem MicroniK-Tower zu einem angenehmen Preis.
  Dann gibt  es  noch  den  Infinitiv  A1400  mit  ZII-Board  und  den
  Infinitiv A1500 mit Z3-Board. Alles in allem sind das zumindest gute
  Ansätze und die Preise stimmen auch soweit.

  Die andere Lizenz ging an Index Information. Von denen soll schon zu
  Weihnachten  ein sozusagen neu gestalteter Amiga 1200 kommen. Dieser
  wird sich in einem sehr kleinem Tower befinden und  mit  CD-ROM  und
  sonstigen  Zusätzen  ausgestattet  sein. Das ganze will man zu einem
  sensationellen  Preis  anbieten  und  ist  mehr   für   multimediale
  Anwendungen gedacht.

  Die dritte Lizenz soll angeblich die Firma ICS  bekommen.  Zwar  hat
  ICS  selber  schon  damit  geworben,  aber laut Amiga Int. ist diese
  Lizenz noch nicht vergeben, es gab nur  ein  Angebot.  Doch  wie  es
  aussieht,  wird die Firma die Lizenz trotzdem bekommen. Von ICS soll
  dann auch der Amiga1200 in mehreren  unterschiedlichen  Ausführungen
  kommen,  natürlich  nur mit Tower. Wahlweise wird es eine Ausführung
  mit dem 680XXXer-Prozessor oder aber schon mit PPC geben.  Natürlich
  sind  auch  welche  mit Grafikkarte und anderen Zusätzen geplant. Ab
  Werk soll bereits eine Festplatte und ein CD-ROM-Laufwerk  eingebaut
  sein.

  Das sind erstmal die Lizenzen  die  vergeben  wurden  oder  vergeben
  werden.  Dann  hat  man noch einen neuen Distributor für die Benelux
  Länder gefunden und zwar Computer City aus den Niederlanden. Für das
  Amiga  OS3.1  hat man mehrere Distributoren gefunden und zwar ist da
  erstmal  Vesalia,  dann  Software  Hut  und  Power  Computing   Ltd.
  Weiterhin  hat  man  sich  klar und deutlich zu der Firma Rightiming
  Electronics und Lotus Pacific geäußert.
 
  Und hier erstmal die offizielle Erklärung von Gateway2000

  24.07.1997
  Klarstellung über einen Rightiming Electronics/Lotus Pacific-Bericht,
            der Verwirrung in der AMIGA-Gemeinde verursacht hat
 

  Als Besitzer aller weltweiten Amiga, Inc. Patentrechte  wollen  wir,
  Gateway   2000,   einen   kürzlich  erschienenen  Bericht  über  den
  angeblichen Verkauf aller Amiga Patente, Markennamen und  Copyrights
  von  Rightiming  Electronics  an  Lotus Pacific, Inc. zur Nutzung in
  China, Taiwan, Macao und den angrenzenden Ländern zwischen China und
  der ehemaligen Sowjetunion richtigstellen.

  Rightiming behauptet, eine Lizenz  zur  Herstellung  von  Amigas  zu
  besitzen und hat anscheinend versucht, diese vermeintliche Lizenz an
  Lotus Pacific zu verkaufen. Wir bestreiten deren Lizenzrecht,  deren
  Recht,  irgendeine  Lizenz  zu  verkaufen,  und wir bestreiten jeden
  Anspruch, den sie  in  Bezug  auf  Amiga  Patente,  Copyrights  oder
  Markennamen  gemacht haben. Gateway 2000 besitzt weltweit alle Amiga
  Patente,  Copyrights  und  Markennamen  und  wird  weiterhin   Amiga
  Technologie an qualifizierte Unternehmen lizensieren.

  Dr. Jim Taylor, Gateway 2000

  Quelle: Amiga Int. Homepage --> http://www.amiga.de

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  So eine Erklärung war wichtig, denn wie soll es zwei  Firmen  geben,
  welche  das Recht haben, alles was sie wollen, mit dem Amiga und den
  damit verbundenen Rechten zu machen.

  Doch fahren wir weiter fort, anscheinend dachten zu viele  Menschen,
  daß  das  Amiga OS irgendwie zu PD-Ware geworden sei. Amiga Int. hat
  auf deren Homepage klargestellt, wem dies alles gehört.

  Dann überraschte mich eine andere Nachricht  wirklich  sehr,  welche
  mich persönlich gleich an die Vermarktung eines Kinofilms erinnerte.
  Die Firma Vidamus Multimedia  hat  für  die  Herstellung  von  Amiga
  Werbeartikeln eine Lizenz bekommen; endlich etwas Neues. Zwar gab es
  schon früher die Amiga-Tassen oder auch  Kulis  und  T-Shirts,  aber
  jetzt  dürften  wohl  noch  andere  Sachen  dazu  kommen.  Wer weiß,
  vielleicht wird bald nicht ein Diesel-T-Shirt cool sein, sondern ein
  Amiga.  Wir  werden  sehen, was Vidamus daraus macht. Immerhin sehen
  wir, daß es genug Firmen gibt,  die  ein  großes  Interesse  an  der
  Amiga-Technik sowie dem Zubehör haben.

  Das  Amiga-OS  könnte  irgendwann  mal   an   die   Stelle   anderer
  Betriebsysteme  kommen, was zwar sehr unwahrscheinlich ist, aber bei
  den Vorteilen,  die  dieses  Betriebssystem  hat,  ist  sowas  schon
  möglich.  Mal  schauen,  was  als Nächstes kommt; immerhin hat jeder
  klein angefangen und so schlecht sehen die Chancen  gar  nicht  aus,
  man muß das alles nur sinnvoll einsetzen können.


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