PreView: Scalos


Bericht: Andreas Schlick

Für diesen Bericht wurde uns freundlicherweise eine Preview-Version von Scalos zur Verfügung gestellt. Ich möchte mich dafür bei Aliendesign (Stefan Sommerfeld und Michael Knoke) herzlich bedanken.

Was ist Scalos?

Scalos geht es an, die nun langsam auch alt werdende Workbench zu ersetzen. Es wird jedoch kein völlig neues Prinzip wie bei DOpus5 sein, sondern Scalos stellt alle alt gewohnten Funktionen der Workbench zur Verfügung und erweitert sie an entscheidenden Stellen. Dadurch gibt es auch auf den ersten Blick auch keinen Unterschied zwischen der Workbench und Scalos.

Die Kompatibilität ist sehr gut, so daß Scalos im Gegensatz zu DOpus5 auch die Parameterübergabe durch Multiselekt beherrscht.

Was bringt Scalos dann?

Erstmal unterstützt Scalos das Multitasking, so daß die Oberfläche nicht durch einen einzelnen Vorgang angehalten wird. Das geschieht, indem jedes Fenster von Scalos ein eigener Task ist.

Dadurch lassen sich auch mehrere Dateioperationen gleichzeitig ausführen. Jedes der Fenster hat auch ein Gadget zum Ikonifizieren.

Ebenso wie DOpus5.62 unterstützt Scalos auch NewIcons direkt. Es lassen sich bei Scalos auch sämtliche Menüs konfigurieren, so daß jeder Benutzer sich ein eigenes, ihm am besten gefallendes Menü zusammenstellen kann.

Der Version lag jedoch eine Voreinstellung der Menüs bei, die in etwa den Menüs der originalen Workbench entspricht, so daß man nicht gezwungen ist, sofort eine völlig eigene Version zu erstellen.

Ansonsten verfeinert Scalos die Workbench noch, indem z.B. auch MagicWB-Icons verwendet werden können, ohne das ein entsprechender Patch läuft. (Dieses Feature konnte ich jedoch nicht direkt verifizieren :(

Es lassen sich auch die Beschriftungen der Fenster völlig frei konfigurieren. Diese Einstellung läuft über diverse Platzhalter. Scalos bietet davon eine Vielzahl, von der Anzahl der laufenden Tasks, über den Pfad des dargestellten Verzeichnisses, über die Kickstart Version oder über die Anzahl der Libraries, bis hin zum freien Speicher.

Scalos führt nicht direkt ein neues Konzept ein, sondern erweitert nur an bestimmten Stellen die alte Workbench. Vor Allem ist es nicht so ein erschlagendes All-In-One Programm, wie DOpus5. So beinhaltet es z.B. nicht die Buttonleisten. Die so fehlenden Zusatzfeatures können jedoch über zusätzliche Tools, wie z.B. Toolmanager3, MagicMenü etc. "nachgerüstet" werden. Scalos besitzt auch eine API, so daß es sich auch um fehlende Features leicht erweitern läßt.

Man wird aber halt nicht gezwungen, sie zu benutzen. Interessant an Scalos ist auch die Handhabung der Backgroundpatterns, die sich sehr stark konfigurieren lassen. Zum Beispiel können sie für die verschiedenen Fenster auch verschieden konfiguriert werden und sich syncron zu den Icons bewegen, d.h. wenn man im Fenster hin- und herscrollt, bewegt sich der Hintergrund mit.

Die Version, die wir erhalten haben, lief zwar noch nicht stabil und stürzte gelegentlich ab, aber hinterließ bei mir schon einen guten Eindruck. Die Vollversion von Scalos soll DM30 kosten, was ich als sehr guten Preis empfinde. Unserer Version mangelte es zwar an einer Anleitung, so daß ich vielleicht etwas falsch konfiguriert habe, aber ich hoffe doch stark, daß die Vollversion eine Dokumentation hat. :-)


Produkt:ScalosProgrammierer:Aliendesign
Preis:ca. 30DMVersion:k.A.


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