Jetzt konnte er sich doch nicht mehr halten und warf einen kurzen Blick zurück. Nur noch ein paar Meter hinter ihm folgte eine düstere Gestalt seinem Schatten.
Sie war in einen wallenden Mantel gehüllt, der sich kaum vom dunklen Hintergrund abhob. Das Gesicht des Mannes war nicht zu erkennen, zumindest schrieb er die funkelnden und hervor- stehenden spitzen Eckzähne seiner Einbildungskraft zu.
Trotzdem war ihm nicht geheuer, denn diese Person verfolgte ihn, Marc Narston, nun schon, seitdem er die kleine Eckspelunke am Polson-Square verlassen hatte.
Schnell rannte er um die Ecke eines der Häuser, daß sich mit seiner schmutziggrauen Fassade und seinen zugehangenen, trüben Fenstern in nichts von den anderen unterschied.
Doch hier ging es nicht mehr weiter, vor ihm ragte ein Wand steil in die Höhe. Nach einem kurzen, suchenden Blick erkannte Marc sofort, daß ihm kein anderer, als der Rückweg offen stand.
Schaudernd wandte er sich um, denn langsam beschlich ihn doch ein irgendwie ungutes Gefühl. Tatsächlich hatten die Schritte für einen Moment aufgehört. Aufmerksam starrte er in die Tor- einfahrt, aber niemand zeigte sich.
Vorsichtig begann er durchzuatmen, als sich mit einem Schaben eine Gestalt vor die schwach leuchtenden Straßenfunzeln schob. "Wer sind sie und was wollen sie von mir ?", stieß er unge- wollt etwas aufgeregt hervor.
Und gleichzeitig einen zähen No-Name-Kaugummi, an dem er sich auch prompt verschluckte. Plötzlich begann er zu keuchen und zu röcheln, bis sich Marc schließlich im feuchten Dreck der Straße wand.
Die Gestalt begann auf ihn zuzustürzen und faßte ihn am Arm, was Narstons Gemütszustand nicht eben verbesserte.
"Heh, hab ich sie erschreckt ?", fragte er mit freundlicher Stimme, "Haben sie etwa einen billigen Billig-Bubble-Gum gebabbelt? Wie sie sehen ist das ungesund in Streß- situationen!"
"Wmblgrf?", würgte Marc Narston mit hervorquellenden Augen. "Ja, wenn ich sie als Vertreter von FriendBlend-Gums vorher erreicht hätte, wäre daß vielleicht nicht passiert. Aber so..."
Betrübt wandte sich der freundliche Vertreter von der erstarrenden Leiche ab, um seine Zähne zu blecken. "Nun ja, damit`s nicht ganz umsonst war", sagte er, während er Marc`s Hals freimachte, "schließlich kriege ich diesmal keine Provision!"
Dann waren schmatzende Geräusche zu hören. In einer einsamen Gasse, in einer verlassenen Stadt.
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