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10. Review: Uropa2 - The Ulterior Colony

Screenshot Uropa2
Uropa2 wurde ursprünglich als Shareware-Spiel veröffentlicht, bevor Vulcan Software die Rechte erwarb und eine erweiterte und verbesserte Version des Spiels nun als kommerzielles Spiel herausbrachte.
Das Spiel Uropa2 zu beschreiben, ist gar nicht so einfach. Handelt es sich doch um eine Mixtur aus mehreren Spielprinzipien. Aber fangen wir am Anfang an. Das Spiel kommt im schlichten Jewel Case daher, ohne Pappkarton, was zur Folge hat, daß man auf eine gedruckte Anleitung verzichten muß. Als Ausgleich befindet sich auf der CD allerdings eine recht gut gelungene Anleitung im AmigaGuide-Format in sage und schreibe 10 Sprachen. In genau derselben Anzahl der Sprachen ist auch das Spiel spielbar. Die umfangreiche Sprachausgabe ist aber nur in Englisch verfügbar. Bevor man das Spiel startet, kann man sich wahlweise noch ein ca. 7 Minuten langes gerendertes Intro ansehen. Man kann das Spiel aber auch ohne das Intro starten. Schauplatz des Spiels ist der Mond Uropa. Auf diesem Mond befindet sich die Kolonie Uropa2, die aus 12 Stationen besteht, die durch ein Netzwerk miteinander verbunden sind. Der Spieler erhält die Aufgabe, die bösen Kapones zu bekämpfen, deren Anführer zu finden und so viele Kolonisten wie möglich zu retten.
Das Spiel verfügt über 10 Einzelmissionen, die jeweils beendet werden müssen, bevor man die nächste Mission in Angriff nehmen kann. Jede Mission verfügt über sehr unterschiedliche Aufgaben, wie Zerstörungen, Rettungen, Reparaturen usw. Der größte Teil des Spiels findet dabei in den Räumen der Kolonie statt, die aus einer isometrischen 3D-Grafik bestehen. Die Sicht führt am Anfang des Spiels zwar zu Schwierigkeiten mit der Steuerung, je länger man Uropa2 spielt, um so mehr gewöhnt man sich aber daran. Man steuert übrigens einen Roboter, der anfangs über ein Laserschwert verfügt, aber auch andere Waffen und Gegenstände aller Art einsammeln kann bzw. muß. Dieser Teil des Spiels erinnert vom Spielprinzip etwas an den Bitmap Brothers-Klassiker Cadaver. Man läuft durch verschiedene Räume, macht Gegner unschädlich, löst Rätsel, durchsucht Gegenstände, benutzt Computer zum Download von Daten und Informationen, usw.
Der andere, geringere Teil des Spiels ist ein Shoot Em Up in einer 3D-Vektorlandschaft. Diese Abschnitte des Spiels sind zwar in der Minderheit, die erfolgreiche Absolvierung ist jedoch für den Erfolg einiger Missionen zwingend erforderlich. Diese Spielabschnitte sind auch die einzigen Möglichkeiten des Reisens von Basis zu Basis. Dieser Spielabschnitt steht in einem Gegensatz zum Hauptteil des Spiels, werden hier doch keine Rätsel gelöst. Statt dessen hat der Spieler nahezu nur die Aufgabe zu ballern.
Im sogenannten HoverWar kann man das 3D-Shoot-Em-Up auch losgelöst vom eigentlichen Spiel mittels serieller Verbindung zweier AMIGAs zu zweit gegeneinander spielen. Ein netter Bonus, der aber mit dem eigentlichen Spiel nicht viel zu tun hat.
Alle Aspekte der Story und des Spielablaufs von Uropa2 aufzuführen, würde den Rahmen sprengen, zu durchdacht ist jedes Detail des Spiels. Uropa2 verfügt zwar nicht über eine brilliante Grafik, dafür aber über ein gutes Intro und eine sehr gute Sprachausgabe.
Der sehr logische Spielablauf und die umfangreichen Missionen führen dazu, daß die Langzeitmotivation sehr hoch ist. Alle Fans von Action-Adventures mit Rätsel-Elementen können zuschlagen, andere Interessierte sollten sich einfach das Demo des Spiels, das auch im Aminet verfügbar ist, anschauen.

Grafik:       7/10
Sound:        8/10
Handhabung:   8/10
Spielspaß:    8/10

GESAMT:       78 %

Systemvoraussetzungen:
Festplatte + mind. 2 MB RAM

erhältlich im Handel/Versand
empfohlener Verkaufspreis: 29.99 englische Pfund

Fazit:
gut gelungenes Spiel, das alle Fans von Action-Adventures voll auf ihre Kosten kommen läßt.

Anmerkung zum Wertungssystem: AMIGA AGPJ möchte sich nicht dem Trend in vielen (allen ?) Amiga-Zeitschriften anschließen, die nahezu allen Produkten von vornherein 90 Prozent geben. Je nachdem, wie gut das Spiel ist, bekommt es dann noch einige Prozent dazu.
Ein Spiel, das in AMIGA AGPJ 70 Prozent bekommt, ist keineswegs schlecht. Nur wirkliche Spielehits bekommen in AMIGA AGPJ eine Wertung von über 85 Prozent und somit einen AMIGA AGPJ Award.


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