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Neuer AMIGA: A5000 von DCEEnde Oktober überraschten AMIGA International und der Hardwarehersteller DCE mit folgender Verlautbarung:
DCE Computer Service GmbH hat eine Lizenz erhalten, Computer auf Basis der Amiga Technologie herzustellen und zu vertreiben Gemaess AMIGA Internationals letzte Ankuendigung, eine offene Unternehmenspolitik in Puncto Lizenzen fuer Amiga durchzufuehren, wurde nun ein weiterer Lizenzvertrag mit DCE Computer Service GmbH abgeschlossen. Der Vertrag bezieht sich auf die Herstellung und den Vertrieb von Amiga Motherboards und Computern, einer selbst entworfenen Produktpalette von DCE GmbH Die in Oberhausen ansaessige Firma DCE Computer Service GmbH, hat ein neues Board entwickelt, das technologisch auf neuestem Stand ist, das auf dem Amiga A4000 und auf dem Operating System OS 3.1 von Amiga basiert und mit dem Amiga Chip Set laeuft. Durch den Lizenzvertrag zwischen AMIGA International, Inc. und DCE Computer Service GmbH ist die Benutzung des Amiga OS 3.1 sowie eine Liefervereinbarung ueber Amiga eigene Chips sichergestellt und die Benutzung des Logos "Powered by Amiga" kann an allen Produkten angebracht werden. Petro Tyschtschenko, Geschaeftsfuehrer von AMIGA International, Inc. in Langen, Deutschland, erklaerte: "wie schon versprochen, werden wir mit unserer offenen Lizenzpolitik weitermachen, um den Amiga Markt zu erweitern.« »DCE Computer Service GmbH ist in Europa fuer seine richtungsweisenden technischen Entwicklungen sehr bekannt. Dieses neu entwickelte Board im Standard ATX Comfort Tower mit Modularem System, MPEG, Zorro 2/3 Slots, ist ein weiterer Meilenstein fuer die Zukunft unserer Amiga Technologie". Herr Thomas Dellert, Geschaeftsfuehrer von DCE Computer Service GmbH erlaeutert: "Ich glaube, dass dieses neu entwickelte Board, das auf dem Motorola CPU 68030/50 MHZ und dem 68060/50 MHZ basiert, mit 64/128MB Ram, einem Standard PC Keyboard, 1,76 MB Floppy Disk, 1,7 Gbyte IDE HDD, 10 - 24 Speed IDE Cd Rom, AGA Chipsatz, Scan Doubler und HF Modulator Optional in einem Standard ATX Comfort Tower Case, fuer Amiga ein weiterer Schritt in die Zukunft ist".
Exclusiver Bericht über unsere neuen Amiga 5000 sowie 6000 nur in der Messe Ausgabe der Amiga Plus Redaktion 12/97. Besuchen Sie uns auch auf dem Amiga International Messestand der Computer 97 und bestaunen Sie den dort bereits vorführbereiten Amiga 5000.
»DCE unterzeichnet Distributionsabkommen mit Power Computing UK.
Mittwoch 29.10.1997
Power Computing LTD Email:sales@powerc.com
Facsimile number available 24 hours for all fax orders and enquiries +44(0)1234 855400«
Freitag 7.11.1997 Vesalia Computer wird die Distribution der neuen Amiga 5000 und Amiga 6000 übernehmen. Kommen Sie zur Computer 97 in Köln und besuchen Sie Vesalia Computer am Stand F32-G33. In Italien werden die Produkte durch DB-LINE vertrieben. Presse Information:
Vesalia Computer Email: VCOMPUTER@CWW.DE«
»PRESSEMITTEILUNG
09. November 1997 Heißen Sie mit uns einen wirklich neuen Amiga kompatibelen Computer willkommen, entwickelt und gefertigt von DCE, Deutschland und weltweit vertrieben von Power Computing Limited, Großbritannien. Dieser Rechner stellt ,seit dem Bankrott von Commodore, den ersten echten neuen AMIGA Computer dar, der kompatibel zu den früheren AGA Maschinen und mit den neusten Technologien aufrüstbar ist. Dem Power A5000 wird der Power A6000 folgen, ein Modell, daß sich speziell an professionelle Videoanwender richtet. Power Computing ist der festen Überzeugung, daß immer noch ein Marktsegment für Amiga- Systeme vorhanden ist und verhandelt bereits mit Amiga Softwareentwicklern um Updates und Wiedereinführungen auf den Markt zu bringen, die die aktuellen, als auch die zukünftigen Modelle (incl. PowerPCs) unterstützen. Im Unterschied zu anderen Produkten, liegt dem Power A5000, wie auch dem A6000, ein hochwertiges, völlig neu entwickeltes Motherboard zu Grunde, welches sich, um Inkompatibilitäten am Zorro Bus zu vermeiden, am A1200 (A4000 für den A6000) orientiert. Der A5000 wird auf der Computer '97 in Köln, vom 14. bis zum 16. November 1997 am Stand von Amiga International und auf dem Ständen F32 und G33 unseres deutschen Distributors, Computer Vesalia zu sehen sein. Die Markteinführung des A5000 (mit 68030 50MHz und Zorro II Slots) wird voraussichtlich Mitte Januar erfolgen. Features
Spezifikationen
Externe Schnittstellen
Preise, Verfügbarkeit und weitere technische Details werden nach der Computer´97 erhältlich sein.« Im Rahmen einer Messenachlese gibt DCE konkrete Informationen zu den zwischenzeitlich vorgenommenen Änderungen (u.a. war anfangs ein 68030/50MHz als Hauptprozessor vorgesehen) bekannt: »Die wohl wichtigste Neuerung ist die Tatsache das der A5000 nun sofort mit einem 68040/25 - 40 Prozessor ausgestattet wird. Auch wird eine SCSI-II Schnittstelle neben den IDE Ports verfügbar sein. Um allen Kunden eine Aufrüstung zur ermöglichen wird in enger Zusammenarbeit mit PHASE5 eine PPC Schnittstelle entwickelt und auf dem Board vorhanden sein. Durch unser modulares Schnittstellen System sind wir in der Lage dem Kunden verschiedenartige Zorro bzw. in Zukunft PCI Schnittstellenerweiterungen anzubieten. Durch dieses offene System ist eine Änderung des Slotsystems jederzeit möglich. Die Zukunft des Rechners ist somit gesichert. Wir werden Sie über die Entwicklung hier auf unsere Homepage auf dem laufenden halten.« ... und nicht nur auf der Homepage: Thomas Dellert, Geschäftsführer von DCE, hat in der Öffentlichkeit weitere Informationen preisgegeben. Demnach wird der A5000 auch den aus dem CD³² bekannten Akiko-Chip enthalten, der u.a. bei gewissen Aufgaben (schneller Grafik usw.) den Hauptprozessor entlasten soll. Ob Zorro II- oder Zorro-III-Slots zum Einsatz kommen, hänge v.a. davon ab, ob es gelingt, genügend Buster Rev. 11 (wird für die ZorroIII-Ansteuerung benötigt) zu beschaffen. Der Preis für einen A5000/040-33MHz soll, inkl. 1,7GB-Festplatte, schnellem CD-ROM-Laufwerk und 16 MB Fast-RAM, bei etwa DM 1600,- liegen, die 40MHz- Version wird laut dem DCE-Geschäftsführer etwa DM 120,- teurer sein.
Selten äußere ich meine Meinung dazu, wenn ein Produkt scharf kritisiert
oder sehr gelobt wird, da dies meist zurecht geschieht. Daß jedoch einige
AMIGA-Anwender dieses Gerät öffentlich geradezu in der Luft zerfetzt haben,
hat mich nicht nur sehr gewundert, sondern, ich gebe es offen zu, schlicht
geärgert.
Zwar wurde das Gerät anfangs mit etwas anderen Spezifikationen geplant, so
sollte z.B. ein 68030/50MHz zum Einsatz kommen, jedoch ist der
Leistungsunterschied zwischen dieser CPU und einem 68040/25MHz im Integer-
Bereich minimal, und nur bei Fließkomma-Operationen gravierend. Diese werden
wiederum v.a. von professionellen (Grafik-) Programmen benutzt, deren
Anwender wohl in der Regel sowieso einen 68060-Rechner vorziehen.
Sicher ist eine Aufwertung der Technik bei beinahe unverändertem Preis
positiv, aber die ursprünglichen Spezifikationen waren nicht so schlecht,
daß man das Gerät derart niedermachen mußte.
Es scheint wirklich Anwender zu geben, die meinen, eine Firma wie DCE könne
im Alleingang und innerhalb kürzester Zeit eine neue, revolutionäre AMIGA-
Technologie (Super-Grafikchips usw.) entwickeln und zu Spottpreisen
(womöglich noch unter DM 1000,-) als "den neuen AMIGA" auf den Markt
bringen. Ich fordere nur alle AMIGA-Anwender auf, den Sinn für Realität nicht zu verlieren. Ihr braucht ihn vielleicht noch! |
Ausgabe 12/97 |