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Kurzanalyse: Computer '97
Die Computer '97 war eine Messe der Gegensätze:
- Es gab viele Neuheiten - aber davon wenig in verkaufsfertigen Versionen.
- Darunter waren durchaus interessante Produkte - aber keine Sensationen.
- AMIGA International war durchaus präsent - hatte aber kaum neue
Informationen, in welche Richtung es mit dem AMIGA weitergehen soll.
Jedoch ist in fast allen Bereichen ein leichter Aufschwung zu verzeichnen:
- Die Anzahl der Büroanwendungen ist wieder im Steigen begriffen.
Haage&Partner entwickelt z.B. »easywriter«, eine Firma namens Decision
Developments plant, 1998 eine ganze Palette von Büroprogrammen für den
AMIGA auf den Markt zu bringen.
- Die Zahl der Grafikprogramme steigt wieder an, d.h. die Zahl der
Neuerscheinungen (Tornado 3D; Wildfire als kommerzielles Programm usw.)
ist größer als die Zahl der Projekt-Einstellungen.
- Es erscheinen deutlich mehr Spiele als noch vor einem Jahr. Die
durchschnittliche Qualität hat explosionsartig zugenommen.
Auch auf dem AMIGA-Zeitschriftenmarkt gibt es positive Tendenzen. So wird
es ab Anfang Februar ein neues deutschsprachiges Spielemagazin namens
"AMIGA Future" geben. Es erscheint zweimonatlich im ICP-Verlag und setzt
die AMIGA-Plus-Sonderheftreihe fort.
- PowerUp hat sich im Grafikbereich bereits etabliert. Auch auf anderen
Gebieten beginnt es sich durchzusetzen, und das, obwohl die A1200-Boards
noch nicht einmal erschienen sind.
- Neue AMIGAs zu günstigen Preisen, wie z.B. der A5000 von DCE (oder das
"BoXer"-Motherboard von Index Information, das dem A5000-Mainboard recht
ähnlich ist) sollen das Warten auf den geplanten Technologiesprung
verkürzen und gleichzeitig für eine quantitative Stabilisierung des
AMIGA-Marktes sorgen.
- Die Zahl der Hardware-Erweiterungen nimmt zu; erwähnenswert sind z.B.
"Firestarter" (eine Grafikkarte für den 4Bit-Uhrenport des A1200) von
Titan und eine Soundkarte für denselben Port von A.C.T.
Fazit:
Der Computer '97 nach zu urteilen, scheint der Abwärtstrend im Hard- und
Softwarebereich gestoppt. Nun ist es an der Zeit, sich a) schnellstmöglich
um die Weiterentwicklung des AMIGAs zu bemühen und b) gleichzeitig
weiterhin alle Anstrengungen zu unternehmen, um die derzeitige Technologie
günstiger herzustellen und das letzte Quentchen Leistung aus ihr
herauszuholen. Wenn das alles gelingt, dann dürfte allmählich auch die Zahl
der AMIGA-Anwender wieder ansteigen - und damit die längerfristigen
Überlebenschancen unseres Systems.
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Ausgabe 12/97






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