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Neuigkeiten in Kürze
- 1998 soll AMIGA OS 3.5 erscheinen. Wann genau, dazu gibt es
unterschiedliche Aussagen, die von "erstes Drittel des Jahres" bis
"Sommer 1998" reichen. Konkreter sind da schon die Angaben über die
geplanten Verbesserungen:
- Es sollen alle bekannten Fehler des OS 3.1 beseitigt werden.
- Die Überarbeitung der Benutzeroberfläche "Workbench" ist geplant.
- Ein TCP/IP-Stack sowie weitere Anwendungen zur Nutzung des Internets
sollen integriert werden.
- Das Druckertreibersystem einschl. des "printer.device" sollen auf
heutigen ("Turboprint"-) Stand gebracht werden.
Es wird sich um ein reines Software-Update handeln, das das/die
Kickstart3.1-ROMs voraussetzt. Der Verkaufspreis soll früheren Aussagen
Petro Tyschtschenkos zufolge bei etwa DM 100,- liegen.
Im Winter 1998 soll es dann das nächste Update geben. Dieses und die
folgenden sollen deutlich mehr Verbesserungen enthalten, u.a.
Portierbarkeit auf andere Prozessoren (v.a. PowerPC und DEC Alpha),
Implementation der Grafik- und Audiostandards RTG bzw. AHI, Unterstützung
von neuen Technologien (wie z.B. MPEG, DVD) u.v.m.
- Für Weihnachten 1998 ist die Einführung der neuen AMIGA-Generation
geplant. Laut Petro Tyschtschenko wird es ein Gerät zwischen einem PC und
einem Spiele-Computer werden, konkret Computer, Spielekonsole, Fernseher,
Set-Top-Box, Internet-Zugangsrechner usw. in einem. Die neuen AMIGAs
sollen etwa zwischen DM 400,- und DM 1500,- kosten.
Fazit: Ehrlich gesagt bin ich äußerst skeptisch, ob es gelingt, einen
neuen AMIGA zum Preis von DM 400,- anbieten zu können, es sei
denn, es handelt sich um ein technisch veraltetes Gerät, das zudem
weder Festplatte noch CD-ROM-Laufwerk enthält. Meiner Meinung nach
wäre dies das letzte, was die AMIGA-Gemeinde braucht!
- Ungeklärt ist nach wie vor die Personalfrage. Gateway 2000 verfolgt die
Strategie, zunächst die Führungsebenen personell auszustatten, und erst
daraufhin die unteren Positionen. Das bedeutet: Solange AMIGA, Inc. die
gesuchten Vizepräsidenten und den Chef der AMIGA-OS-Entwicklung nicht
gefunden und unter Vetrag hat, werden keine Entwickler eingestellt.
- Laut Petro Tyschtschenko befindet sich AMIGA International in den
schwarzen Zahlen, er habe bereits Geld an den Mutterkonzern Gateway 2000
überwiesen. Die AMIGA-Verkäufe seien angestiegen, v.a. in Indien und
Australien, aber auch das Nordamerika-Geschäft verbessere sich.
- Um die AMIGA-Situation zu stabilisieren sollen auch die heutigen Geräte
besonders günstig verkauft werden.
Dies konnten Besucher der Computer '97 bereits erfreut zur Kenntnis
nehmen, denn das A1200-Magic-Paket ging für etwa DM 400,- (ohne HD)
bzw. DM 500,- (mit 170MB-Festplatte) über die Ladentische.
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Ausgabe 12/97




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