Amiga-Aktuell 10/97 Amiga-News
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Neuigkeiten in Kürze

  • 1998 soll AMIGA OS 3.5 erscheinen. Wann genau, dazu gibt es unterschiedliche Aussagen, die von "erstes Drittel des Jahres" bis "Sommer 1998" reichen. Konkreter sind da schon die Angaben über die geplanten Verbesserungen:

    • Es sollen alle bekannten Fehler des OS 3.1 beseitigt werden.
    • Die Überarbeitung der Benutzeroberfläche "Workbench" ist geplant.
    • Ein TCP/IP-Stack sowie weitere Anwendungen zur Nutzung des Internets sollen integriert werden.
    • Das Druckertreibersystem einschl. des "printer.device" sollen auf heutigen ("Turboprint"-) Stand gebracht werden.

    Es wird sich um ein reines Software-Update handeln, das das/die Kickstart3.1-ROMs voraussetzt. Der Verkaufspreis soll früheren Aussagen Petro Tyschtschenkos zufolge bei etwa DM 100,- liegen. Im Winter 1998 soll es dann das nächste Update geben. Dieses und die folgenden sollen deutlich mehr Verbesserungen enthalten, u.a. Portierbarkeit auf andere Prozessoren (v.a. PowerPC und DEC Alpha), Implementation der Grafik- und Audiostandards RTG bzw. AHI, Unterstützung von neuen Technologien (wie z.B. MPEG, DVD) u.v.m.

  • Für Weihnachten 1998 ist die Einführung der neuen AMIGA-Generation geplant. Laut Petro Tyschtschenko wird es ein Gerät zwischen einem PC und einem Spiele-Computer werden, konkret Computer, Spielekonsole, Fernseher, Set-Top-Box, Internet-Zugangsrechner usw. in einem. Die neuen AMIGAs sollen etwa zwischen DM 400,- und DM 1500,- kosten.

    Fazit: Ehrlich gesagt bin ich äußerst skeptisch, ob es gelingt, einen neuen AMIGA zum Preis von DM 400,- anbieten zu können, es sei denn, es handelt sich um ein technisch veraltetes Gerät, das zudem weder Festplatte noch CD-ROM-Laufwerk enthält. Meiner Meinung nach wäre dies das letzte, was die AMIGA-Gemeinde braucht!


  • Ungeklärt ist nach wie vor die Personalfrage. Gateway 2000 verfolgt die Strategie, zunächst die Führungsebenen personell auszustatten, und erst daraufhin die unteren Positionen. Das bedeutet: Solange AMIGA, Inc. die gesuchten Vizepräsidenten und den Chef der AMIGA-OS-Entwicklung nicht gefunden und unter Vetrag hat, werden keine Entwickler eingestellt.

  • Laut Petro Tyschtschenko befindet sich AMIGA International in den schwarzen Zahlen, er habe bereits Geld an den Mutterkonzern Gateway 2000 überwiesen. Die AMIGA-Verkäufe seien angestiegen, v.a. in Indien und Australien, aber auch das Nordamerika-Geschäft verbessere sich.

  • Um die AMIGA-Situation zu stabilisieren sollen auch die heutigen Geräte besonders günstig verkauft werden. Dies konnten Besucher der Computer '97 bereits erfreut zur Kenntnis nehmen, denn das A1200-Magic-Paket ging für etwa DM 400,- (ohne HD) bzw. DM 500,- (mit 170MB-Festplatte) über die Ladentische.


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