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Previews
- Beambender (Verkosoft - ab sofort erhältlich)
Das Spielprinzip von Beambender zu erklären ist nicht sehr einfach. Der
Spieler muß den Laserstrahl, der von der "Cannon" abgeschossen wird so
umlenken, daß er in den "Exit" der gleichen Farbe gelangt. Hierzu stehen
ihm Bauteile zur Verfügung, die den Strahl um 90 Grad umlenken, oder
welche, die den Strahl in zwei oder drei Teile aufteilen. Außerdem gibt
es sog. Spielfeldteile, die nur einen Strahl der richtigen Farbe
durchlassen, den Strahl verschlucken, usw. Teile, die den Strahl
blockieren, können weggesprengt werden. Aus diesem Spielprinzip ergeben
sich Verwicklungen, die ein gutes Denkvermögen erfordern. Abgesehen vom
Spielprinzip, das sicherlich Geschmackssache ist, und für das man sich
sicher begeistern kann, leidet Beambender vor allem darunter, daß es ein
kommerzielles Spiel ist. Ein Shareware-Spiel dieser Kategorie könnte man
uneingeschränkt empfehlen, aber 60 DM für das Spiel erscheinen mir ein
bißchen sehr hoch gegriffen. Freunde von komplizierten Denkspielen können
sich die Demoversion ja einmal anschauen.
- Final Odyssey (Vulcan Software - erhältlich ab 09. Dezember 1997)
Final Odyssey ist ein Puzzle-Action-Adventure der besten Art. Der Spieler
befindet sich in Form eines kleinen dicken Ritters in einem Labyrinth
mit Schaltern, Knöpfen, Teleporten, und vielem mehr. Durch Betreten von
bestimmten Schaltern schließen sich an anderen Stellen Löcher im Boden,
die das Weiterkommen ermöglichen. Der Weg durch die Level wird durch
andere Ritter, seltsame wabernde Gestalten und andere Feinde erschwert.
Auch Pfeile, die aus Wänden oder aus dem Boden kommen, wollen den Helden
des Spiels daran hindern, Minotaur zu töten, und einige Mädchen, die er
entführt hat, zu retten. Der herausragendste Aspekt des Spiels ist die
Grafik. Ein solches farbenfrohe Design der Räume sieht man selten. Nette
kleine Effekte, wie Spiegel, in denen man sich sehen kann, erhöhen den
Spielspaß zunehmend. Hat man sich erstmal etwas in das Spiel "hineinge-
spielt", kommt man lang nicht mehr davon los. Auf die Vollversion darf
man gespannt sein. Ein großer Hit kündigt sich an. 
- Genetic Species (Vulcan Software - erhältlich ab Februar 1998)
Genetic Species ist ein weitere Doom-Clone für den Amiga. Aber wenn das
Spiel verspricht, was das diesem Preview zugrunde liegende schon etwas
ältere Demo 2.0 hält, wird es nicht nur ein weiterer Doom-Clone, sondern
der beste Doom-Clone für den Amiga. Ein Demo der endgültigen
Verkaufsversion von Genetic Species soll übrigens auf der Weihnachts-CD der
Amiga Format erscheinen, die am 25.11. in England rauskommt. Ein weiteres
Preview des neuen Demos oder bereits ein Review der Vollversion könnt Ihr
in einer der nächsten Amiga AGPJ-Ausgaben lesen. Nun aber zurück zum
Spiel. Das Demo unterscheidet sich nicht so sehr im Spielprinzip von all
den anderen Doom-Clones, wohl aber in der Grafik. Auf der einen Seite sind
die Räume und Gänge viel hübscher als in vergleichbaren Spielen, wozu
Licht- und Schatteneffekte und weitere visuelle Effekte wie Feuer, Glas
und Rauch beitragen. Auf der anderen Seite ist das Spiel schnell. Auf
einem 68030/50-Amiga 1200 ist die Grafik selbst bei einer recht hohen
Auflösung sehr flüssig. Wird die Grafik noch besser (wie versprochen) und
trägt dies nicht dazu bei, daß das Spiel langsamer wird, steht uns ein
großer Hit ins Haus. Ankündigungen wie 40 Levels, 30 Minuten Musik direkt
von CD und ein 200 MB großes Intro tragen noch mehr dazu bei, daß jedem
Freund von 3D-Ballerspielen jetzt schon das Wasser im Mund zusammenlaufen
dürfte. 
- Skimmers (APC & TCP - erhältlich ab 1998)
Skimmers, das von Team Mango programmiert wird, und bei APC & TCP
erscheinen wird, läuft nach einem recht neuen Spielprinzip ab. Ein Teil des
Spiels läuft auf einem quadratischen Spielfeld ab. Vier Gegner kämpfen
hier darum, das Spielfeld zu erobern, will man ein benachbartes Feld
besetzen, kann man vom Gegner in Form eines Autorennkampfes aus der
Vogelperspektive davon abgehalten werden. Diejenigen, die teilnehmen
wollen, fahren mit ihren Autos auf einer Rennstrecke und versuchen die
anderen Autos zu beschädigen. Derjenige, der am Ende die meiste Energie
übrig hat, gewinnt. Ist das der Spieler, der das Feld auf dem Spielfeld
besetzen wollte, besetzt er nun das Feld, gewinnt ein anderer Spieler beim
Rennen, passiert nichts. Reihum können nun die Gegner versuchen, Felder zu
besetzen. Wenn an den Autorennen noch etwas gefeilt wird
(gewöhnungsbedürftige Steuerung, nicht sehr gute Grafik), könnte Skimmers
ein Überraschungserfolg werden. Ein Blick auf die ständig verbesserten
Demos, die auf der Homepage von Team Mango heruntergeladen werden können,
sollte man sich auf jeden Fall gönnen, da das Spiel sicher etwas
gewöhnungsbedürftig ist, und nicht jedermanns Fall sein dürfte.
- Wheels on Fire (Verkosoft - ab sofort erhältlich ) (mind. 68020 + AGA +
OS 3.0 + 2 MB Chip RAM + 4 MB Fast RAM)
Wheels on Fire ist ein Rennspiel mit Voxelgrafik. Leider ist die Grafik
aber nicht sehr gut, die Fahrzeuge sind sehr farblos, und die Voxelgrafik
ist sehr grobpixelig. Die Steuerung dagegen ist sehr gelungen. Der Spieler
steuert ein Auto gegen drei Gegner durch eine hügelige Strecke. Kann er
das Rennen als 1. oder 2. abschließen, qualifiziert er sich für die
nächste Runde und bekommt ein Preisgeld, für daß er Schäden an seinem
Rennwagen beheben kann, oder bessere Teile kaufen kann. Kann er auch die
zweite Runde auf derselben Rennstrecke erfolgreich unter den ersten beiden
abschließen, kommt das Finale der besten vier Fahrer. Danach geht es nach
demselben Spielprinzip jeweils auf die nächsten Strecken. Auch der
Schwierigkeitsgrad von Wheels on Fire wird sehr wohldosiert erhöht.
Gewinnt man auf der ersten Strecke mit ein bißchen Üben noch jedes Rennen,
sind die zweite und vor allem die dritte Strecke schon trainigsintensiver.
Zusätzliche Motivation verschaffen die speicherbaren Rundenzeiten, selbst
auf Strecken, auf denen man inzwischen weit überlegen ist, fährt man noch
gern, um seine Rundenzeit um einige Hundertstel zu verbessern. Für
Rennspielfans, die nicht so einen großen Wert auf die schönste Grafik
legen, und für die der Spielspaß wichtiger ist, sollten sich auf jeden Fall
das Demo ansehen.
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Ausgabe 12/97


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