Amiga-Aktuell 1ß/97 - Spiele
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Previews

  • Beambender (Verkosoft - ab sofort erhältlich)

    Das Spielprinzip von Beambender zu erklären ist nicht sehr einfach. Der Spieler muß den Laserstrahl, der von der "Cannon" abgeschossen wird so umlenken, daß er in den "Exit" der gleichen Farbe gelangt. Hierzu stehen ihm Bauteile zur Verfügung, die den Strahl um 90 Grad umlenken, oder welche, die den Strahl in zwei oder drei Teile aufteilen. Außerdem gibt es sog. Spielfeldteile, die nur einen Strahl der richtigen Farbe durchlassen, den Strahl verschlucken, usw. Teile, die den Strahl blockieren, können weggesprengt werden. Aus diesem Spielprinzip ergeben sich Verwicklungen, die ein gutes Denkvermögen erfordern. Abgesehen vom Spielprinzip, das sicherlich Geschmackssache ist, und für das man sich sicher begeistern kann, leidet Beambender vor allem darunter, daß es ein kommerzielles Spiel ist. Ein Shareware-Spiel dieser Kategorie könnte man uneingeschränkt empfehlen, aber 60 DM für das Spiel erscheinen mir ein bißchen sehr hoch gegriffen. Freunde von komplizierten Denkspielen können sich die Demoversion ja einmal anschauen.

  • Final Odyssey (Vulcan Software - erhältlich ab 09. Dezember 1997)

    Final Odyssey ist ein Puzzle-Action-Adventure der besten Art. Der Spieler befindet sich in Form eines kleinen dicken Ritters in einem Labyrinth mit Schaltern, Knöpfen, Teleporten, und vielem mehr. Durch Betreten von bestimmten Schaltern schließen sich an anderen Stellen Löcher im Boden, die das Weiterkommen ermöglichen. Der Weg durch die Level wird durch andere Ritter, seltsame wabernde Gestalten und andere Feinde erschwert. Auch Pfeile, die aus Wänden oder aus dem Boden kommen, wollen den Helden des Spiels daran hindern, Minotaur zu töten, und einige Mädchen, die er entführt hat, zu retten. Der herausragendste Aspekt des Spiels ist die Grafik. Ein solches farbenfrohe Design der Räume sieht man selten. Nette kleine Effekte, wie Spiegel, in denen man sich sehen kann, erhöhen den Spielspaß zunehmend. Hat man sich erstmal etwas in das Spiel "hineinge- spielt", kommt man lang nicht mehr davon los. Auf die Vollversion darf man gespannt sein. Ein großer Hit kündigt sich an.

    Final Odyssey Screenshot


  • Genetic Species (Vulcan Software - erhältlich ab Februar 1998)

    Genetic Species ist ein weitere Doom-Clone für den Amiga. Aber wenn das Spiel verspricht, was das diesem Preview zugrunde liegende schon etwas ältere Demo 2.0 hält, wird es nicht nur ein weiterer Doom-Clone, sondern der beste Doom-Clone für den Amiga. Ein Demo der endgültigen Verkaufsversion von Genetic Species soll übrigens auf der Weihnachts-CD der Amiga Format erscheinen, die am 25.11. in England rauskommt. Ein weiteres Preview des neuen Demos oder bereits ein Review der Vollversion könnt Ihr in einer der nächsten Amiga AGPJ-Ausgaben lesen. Nun aber zurück zum Spiel. Das Demo unterscheidet sich nicht so sehr im Spielprinzip von all den anderen Doom-Clones, wohl aber in der Grafik. Auf der einen Seite sind die Räume und Gänge viel hübscher als in vergleichbaren Spielen, wozu Licht- und Schatteneffekte und weitere visuelle Effekte wie Feuer, Glas und Rauch beitragen. Auf der anderen Seite ist das Spiel schnell. Auf einem 68030/50-Amiga 1200 ist die Grafik selbst bei einer recht hohen Auflösung sehr flüssig. Wird die Grafik noch besser (wie versprochen) und trägt dies nicht dazu bei, daß das Spiel langsamer wird, steht uns ein großer Hit ins Haus. Ankündigungen wie 40 Levels, 30 Minuten Musik direkt von CD und ein 200 MB großes Intro tragen noch mehr dazu bei, daß jedem Freund von 3D-Ballerspielen jetzt schon das Wasser im Mund zusammenlaufen dürfte.

    Genetic Species Screenshot


  • Skimmers (APC & TCP - erhältlich ab 1998)

    Skimmers, das von Team Mango programmiert wird, und bei APC & TCP erscheinen wird, läuft nach einem recht neuen Spielprinzip ab. Ein Teil des Spiels läuft auf einem quadratischen Spielfeld ab. Vier Gegner kämpfen hier darum, das Spielfeld zu erobern, will man ein benachbartes Feld besetzen, kann man vom Gegner in Form eines Autorennkampfes aus der Vogelperspektive davon abgehalten werden. Diejenigen, die teilnehmen wollen, fahren mit ihren Autos auf einer Rennstrecke und versuchen die anderen Autos zu beschädigen. Derjenige, der am Ende die meiste Energie übrig hat, gewinnt. Ist das der Spieler, der das Feld auf dem Spielfeld besetzen wollte, besetzt er nun das Feld, gewinnt ein anderer Spieler beim Rennen, passiert nichts. Reihum können nun die Gegner versuchen, Felder zu besetzen. Wenn an den Autorennen noch etwas gefeilt wird (gewöhnungsbedürftige Steuerung, nicht sehr gute Grafik), könnte Skimmers ein Überraschungserfolg werden. Ein Blick auf die ständig verbesserten Demos, die auf der Homepage von Team Mango heruntergeladen werden können, sollte man sich auf jeden Fall gönnen, da das Spiel sicher etwas gewöhnungsbedürftig ist, und nicht jedermanns Fall sein dürfte.


  • Wheels on Fire (Verkosoft - ab sofort erhältlich ) (mind. 68020 + AGA + OS 3.0 + 2 MB Chip RAM + 4 MB Fast RAM)

    Wheels on Fire ist ein Rennspiel mit Voxelgrafik. Leider ist die Grafik aber nicht sehr gut, die Fahrzeuge sind sehr farblos, und die Voxelgrafik ist sehr grobpixelig. Die Steuerung dagegen ist sehr gelungen. Der Spieler steuert ein Auto gegen drei Gegner durch eine hügelige Strecke. Kann er das Rennen als 1. oder 2. abschließen, qualifiziert er sich für die nächste Runde und bekommt ein Preisgeld, für daß er Schäden an seinem Rennwagen beheben kann, oder bessere Teile kaufen kann. Kann er auch die zweite Runde auf derselben Rennstrecke erfolgreich unter den ersten beiden abschließen, kommt das Finale der besten vier Fahrer. Danach geht es nach demselben Spielprinzip jeweils auf die nächsten Strecken. Auch der Schwierigkeitsgrad von Wheels on Fire wird sehr wohldosiert erhöht. Gewinnt man auf der ersten Strecke mit ein bißchen Üben noch jedes Rennen, sind die zweite und vor allem die dritte Strecke schon trainigsintensiver. Zusätzliche Motivation verschaffen die speicherbaren Rundenzeiten, selbst auf Strecken, auf denen man inzwischen weit überlegen ist, fährt man noch gern, um seine Rundenzeit um einige Hundertstel zu verbessern. Für Rennspielfans, die nicht so einen großen Wert auf die schönste Grafik legen, und für die der Spielspaß wichtiger ist, sollten sich auf jeden Fall das Demo ansehen.


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