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Kommentar zur WarpUp-Meinung in Ausgabe 11/97 (von Andreas Küssner)

»Zum Artikel:

WarpUp aus der Sicht eines Anwenders (von Christian Hoklas)

>WarpUP zeigt eigentlich nur, daß irgendwo Mißstände in der
>ppc.library sein müssen, denn sonst hätte wohl niemand ein derartiges
>Projekt mit all seinen Kosten als Freeware veröffentlicht.


Hierzu sind mehrere Dinge anzumerken.
WarpUP wurde begonnen, als nur die ersten Alpha-Versionen der ppc.library vorhanden waren. Niemand kann von einer frühen Alpha-Version erwarten, daß sie sehr schnell und stabil läuft.

Weiterhin muß man dazu sagen, daß zur Zeit kein anderes System als StormC das WarpUP unterstützt, auch die Ankündigung, fremde Anbieter bei der Implementation von WarpUP zu unterstützen, ist mit Vorsicht zu genießen, da es bekanntlich kaum noch andere Compiler-Systeme gibt, die weiterentwickelt werden.
Bei der Phase5 Lösung besteht die Möglichkeit, GCC zu benutzen. Und auch SAS soll ja nun bald erweitert werden.
Man muß dabei beachten, daß, wenn man Programme für WarpUP erzeugen möchte, und diese auch (mindestens als Shareware) verkaufen will, man immerhin für knapp 500 DM das StormC Paket und weiterhin das PowerPC Modul für 300 DM kaufen muß.
Somit relativiert sich der Vorteil der FreeWare-Version von WarpUP, denn auch die ppc.library erhält jeder frei. Nur ist man dabei nicht auf StormC angewiesen.

Abschließend ist zu bemerken, daß die freie Verfügbarkeit der WarpUP Lösung doch mehr als geschickte Marketingkampagne aufgefaßt werden kann. Ich denke, man kann dies objektiv so betrachten und sollte zumindest darauf hinweisen.
Dies ist in keinster Weise als `negativ` aufzufassen, da ja jedermann versucht, seine Software an den Kunden zu bringen. Nur sollte man so ehrlich sein, und dies auch zugeben. Jegliche Veröffentlichungen lesen sich so, als ob man WarpUP nur aus `Freundlichkeit` programmiert hat und es keinen Eigennutz gibt.

Wir vom Wildfire Team sehen zur Zeit keinen Grund in der Erstellung einer WarpUP Version. Dies ist auch nicht geplant. Auch das oft zitierte `Problem` mit den Kontext-Switches ist für uns nicht relevant, da meistens nur 2 Switches bei uns benötigt werden (der erste, wenn die PPC-Routine die Berechnungen übernimmt, und der zweite, wenn die Resultate zurückgegeben werden). Da die wenigsten Special-Effect Berechnungen in Millisekunden ablaufen, kann man dies bei der Programmierung von rechenzeitintensiven Tools vernachlässigen. Es kann sein, daß dies bei Spielen anders aussieht, jedoch empfehle ich zum Spielen immer noch eine Playstation :-)

Andreas Küssner, Wildfire Project Manager«


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