Leserbrief: Wolfgang G. Wettach
«Aakt.2/97 war das erste der Reihe, das ich gelesen habe, aber für die 8/97
möchte ich mich doch mal lobend zu Wort melden. Ich lese ja eigentlich die
meisten über das AmiNet verbreiteten Amiga-Zines, von AmigaMonitor,
AmigaMetaFileFormat, ExecBase über -vor allem- den AmigaReport bis zum
StarMag und AmZeiger. Dazu immer das AmigaMagazin, meist die APlus und nie
die Spezial (keine Spielezeitschriften). Ich habe dafür das Lesen der FIDO-
und UseNet-Foren zum Amiga derzeit aufgegeben, weil die Diskussionen mit
frustrierten ExAmiganern und pubertierenden Wintel-Spielefreaks einfach zu
nervig sind.
Ob es zu kritisieren ist, dass die AAkt jetzt auch Pressemitteilungen
bringt? Wahrscheinlich, weil es für mich oft Wiederholungen sind. Da wird's
nicht besser, wenn das AMag sich auch vornehmlich auf Pressemitteilungen
stützen muß und umgekehrt die EZines dann wieder das AMag zitieren (oder
kritisieren).
Insgesamt bietet das Aakt das was es verspricht: Informationen zum Amiga,
die recht aktuell und vor allem knapp genug gehalten sind, so daß mensch
sich schnell einen Überblick verschaffen kann. Vielleicht ein deutscher AR?
Wär' ganz gut.
Was die Zukunft des Amiga angeht, so frage ich mich, ob Gateway2000 nicht
zu bedächtig ist darin, auf andere zu reagieren, etwa auf die vielen
Wünsche und Anfragen nach Kooperation bezüglich des Amiga. Ich hätte mir
bei der vorhandenen Marktmacht durchaus einen Amiga-Eigner vorstellen
können, der mit weiterem Kleingeld die Streithähne Dietrich und Huber
zwangsvereinigt - als Tochterfirmen und Entwicklungsabteilungen von AI...
Es lohnt sich, den Amiga-Händlern genau zuzuhören, um Tendenzen ablesen zu
können. Nur wenige trauen Petro zu, den Amiga wieder dorthin zu führen
wohin er gehört - an die technische Spitze als Maschine von der viele
träumen und von der viele eine Light-Version (TransAM?) erwerben möchten
und können.
Ich glaube an die Zukunft der Amiga-Technologie - wenn sie nur in genügend
Hände gelangt. Umso wichtiger, daß jetzt rasch weitere Lizensierungen
stattfinden... Ich glaube auch an die Zukunft von pOS - sobald es mit mehr
als 150 Mhz getaktet wird. PIOS und pOS liegen ja schon klanglich sehr nahe
beieinander... Ein wirklicher Erfolg kann pOS aber nur werden, wenn es eine
existierende Benutzergruppe erobert und nicht wie BeOS eine neue treue
Fangemeinde aufbauen muß (oder wie ReBOL will). Das bedeutet pOS mit
PowerUP-Unterstützung auf meinem A4000T ist meine Wunschlösung, ein Wunsch,
der erfüllbar sein sollte und auch den Nutzen der PowerUP-Karten erhöhen
würde, wenn nämlich nicht nur einzelne Programme sondern ein ganzes (das
ganze) Betriebssystem von der neuen Rechenleistung profitieren würde.
Die Amiga Translators' Organization ATO übersetzt nicht nur die wichtigsten
Internet-Programme in die vielen Sprachen der Amiga-Nutzer (und trägt so
dazu bei, daß der Amiga auch in Zukunft die benutzerfreundlichste Plattform
bleibt), sondern hat mit der Übersetzung der pOS-Entwicklerdokumente ins
Englische auch einen Beitrag für die Amiga-Zukunft geleistet und vielen
Entwicklern so die Programmierung für pOS erst möglich gemacht.
Arbeiten wir weiter für unseren Amiga - auf unserem Amiga!
Oder wie es jemand im AmigaReport so richtig sagte: JUST USE IT!»