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Cyberstorm-PPC-Karten sind auf dem Markt
Nachdem phase 5 digital products am 5. September den Beginn der
Serienproduktion bekanntgab, wurden eine Woche später die ersten 35
Cyberstorm-PPC-Karten für A 3000, 4000 und Rechner mit kompatiblem
Prozessorslot an Oberland Computer ausgeliefert. Am 15. September war es
dann endlich soweit: Oberland versandte die ersten PowerUp-Karten an seine
Kunden.
Wer vorbestellt hat, wird bei der Auslieferung bevorzugt bedient, alle
anderen Interessierten müssen sich wegen der großen Nachfrage noch etwas
gedulden.
Zunächst wird nur die 200MHz-Version der Cyberstorm-PPC-Karten produziert,
die 150- und 180MHz-Varianten sollen in Kürze hinzukommen.
Alle Karten haben folgende Merkmale:
- PPC 604e als Hauptprozessor
- Steckplatz für 68040/25, 68040/40 bzw. 68060/50 als Companion-CPU zur
Nutzung von 68K-Programmen
- 64Bit-Speichererweiterungsmöglichkeit für bis zu 128 MB Fast-RAM durch
vier, paarweise zu belegende PS/2-SIMM-Steckplätze
- Ultra-Wide-SCSI-II-Controller zum Anschluß von bis zu sieben Geräten
- umfangreiche Software auf CD-ROM
PowerUp-optimierte Programme sind auf einem PPC 604e / 200 MHz, verglichen
mit einem 68060/50 MHz, in der Regel bis zu zehnmal so schnell. In
Ausnahmefällen liegt die Leistungssteigerung sogar bei Faktor 20 und mehr.
Der verbesserte Speicherzugriff bewirkt übrigens auch beim 68K-Prozessor
eine deutlich (bei einigen Programmen um bis zu 15 Prozent) höhere Leistung
im Vergleich zu herkömmlichen 32Bit-Turbokarten.
Fazit:
Der erste Schritt ist getan. Um einen optimalen Erfolg von PowerUp zu
gewährleisten, sollte phase 5 nun schnellstmöglich folgendes machen:
- Produktion ausreichender Stückzahlen der verschiedenen Cyberstorm-
Versionen (150 / 180 / 200 MHz + 25 / 40 / 50 MHz)
- Fertigstellung der Entwicklung der Blizzard 603e+ und Produktion
ausreichender Stückzahlen bis zur Computer '97.
- Fertigstellung der Entwicklung der übrigen Modelle (Blizzard 603e,
Blizzard 2604, CyberVisionPPC, BVisionPPC) und Aufnahme der Produktion
- Beginn der Entwicklung eines neuen HighEnd-Modells für A3000/4000 mit
mind. 300 MHz (besser: 350 MHz oder mehr) Taktfrequenz. Wenn der AMIGA
verlorengegangenes Terrain wieder zurückerobern will, muß er auf jeden Fall
in der Geschwindigkeit mit anderen Systemen mithalten können. 300 MHz sind
z.B. im Macintosh-Bereich schon jetzt erreicht.
Gleichzeitig muß phase 5 seine Informationspolitik, insbesondere die für
Entwickler, drastisch ändern. Viele Programmierer beklagen sich über eine
fehlende Unterstützung durch phase 5 bezüglich der PowerUp-Programmierung.
Ebenso sollte es eine Übereinkunft zwischen phase 5 und AMIGA, Inc. zur
Nutzung der PowerUp-Technologie in neuen AMIGAs geben.
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Ausgabe 10/97




![[PowerUp-to-date]](../gfx/powup1.gif)









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