Der grosse Tintenstrahl-Workshop- Teil 1Hallo und Willkommen in unseren mehrteiligen Drucker-Workshop, indem wir uns rund um das Thema der Tintenstrahldrucker kümmern werden. Wir werden uns mit den Vor- und Nachteilen des Tintendruckes befassen und genau auf die unterschiedlichen Verfahren eingehen. In den letzteren Teilen sehen wir dann unter die "Motorhaube" der verschiedenen Druckerhersteller. 1. Grundlagen der Tintenstrahltechnologie 2. Viel Druck, aber nur zwei Techniken Das zweite Verfahren ist der piezoelektrische Druck, der lediglich von der Firma Epson und einigen wenigen Herstellern verwendet wird. Durch zusätzliche kleine Tricks besonders, um heutigen Fotodruck zu ermöglichen können unterschiedliche Tröpfchengrößen auf das Papier geschleudert werden. Auch mehr Farben kommen mittlerweile immer häufiger zum Einsatz. 3. Thermischer Tintenstrahldruck Für die schwarze Tinte wird ein Druckkopf aus einer Reihe von bis zu vierhundert Düsen verwendet. Einige Druckermodelle verwenden sogar für jede weitere Farbe soviel Düsen. Jede einzelne Druckdüse ist mit einem Heizelement ausgestattet, dass im Betrieb auf mehrere hundert Grad erhitzt werden kann. Dadurch wird die Tinte in einem winzigen Bruchteil einer Sekunde erhitzt und es entsteht dadurch ein regelrechte Dampfblase, sowie ein Überdruck in der Druckdüse. Dann wird der Tintentropfen durch die Düse auf das Papier geschossen. Heutige Druckermodelle schiessen mit Frequenzen von 18KHz und erreichen dabei Tropfenzahlen von über sieben Millionen Tintentropfen in jeder Sekunde alleine mit den drei Druckfarben. Manches aktuelle Druckermodell wird sogar mit zwei Heizelementen ausgestattet, wodurch unterschiedlich große Tröpfchengrößen möglich sind und das Druckbild noch detailreicher wird. Die thermische Technik hat einen entscheidenden Nachteil. Durch die extremen millionenfachen Temperaturwechsel verschleißen die thermischen Elemente und müssen nach einiger Zeit ersetzt werden. Darum werden meistens mit den Tintenpatronen auch gleich die Druckköpfe mit ausgewechselt, die dann mit der Farbkartusche eine Einheit bilden. Leider sind dadurch die Verbrauchskosten auch höher. Bei Druckern, wo Druckkopf und Tintentanks getrennt sind, müssen die Druckköpfe nach einer bestimmten Seitenzahl ausgetauscht werden. Bei einigen Druckermodellen werden elektronisch die ausgedruckten Seiten gezählt und akustisch oder per Software auf einen nötigen Wechsel hingewiesen. 4. Piezo Tintenstrahldruck Das zweite wichtige Verfahren, das von Epson und wenigen anderen Herstellern verwendet wird, ist der piezoelektrischer Tintenstrahldruck. Piezo-Elemente sind aus Feuerzeugen bekannt, wo sie durch plötzliche Kompression eine hohe Spannung erzeugen, die den Zündfunken ergibt. In einem Druckkopf wird das Prinzip umgekehrt. Durch eine angelegte Spannung verformt sich das Piezo-Element. Dadurch wird ein Druckstoß erzeugt, der den Tintentropfen aus der Düse ausstößt. Wird die Spannung ausgeschaltet, kehrt das Piezo-Element in seine Ausgangsform zurück. Damit nicht weitere kleine Tropfen unkontrolliert aus der Düse heraustreten können, wird das Piezo-Element durch negative Spannung in die entgegengesetzte Richtung verformt, was die Tinte an der Düsenöffnung leicht zurückzieht. Ein Vorteil der Piezotechnik liegt darin, dass man durch unterschiedliche Spannungen an den Piezo-Elementen auch unterschiedlich große Tröpfchengrößen erzeugen kann. Ein Grund dafür, warum Epson lange Zeit immer einen leichten Vorsprung bei fotorealistischen Ausdrucken hatte. Ein weiterer Vorteil ist die eigentlich verschleißfreie Technik der Druckköpfe gegenüber dem thermischen Verfahren. So werden die Druckköpfe fest im Drucker verbaut und arbeiten dort ein Druckerleben lang. Allerdings hat sich dieser Vorteil auch schon manches mal zum Nachteil umgekehrt, wenn dann doch mal ein Druckkopf zu früh defekt war, musste der komplette Drucker entsorgt werden, während bei der Konkurrenz lediglich der Druckkopf ausgetauscht werden konnte. Auch die Schussfrequenzen liegen bei der Piezotechnologie mit 20 bis 30 KHz höher, als beim thermischen Verfahren. Verpasst nicht den nächsten Teil, idem wir uns mit der Auflösung und anderen Feinheiten befassen werden. Allseits guten Druck wünscht Euch |