Der Medion Flachbildschirm
Ich beschreibe euch einmal den Flachbildschirm der Firma Medion.
Die Medion Produkte werden ja bekanntlich von der Firma ALDI in ihren Läden vertrieben.
Der Flachbildschirm hat ein 15" (38 cm) grosses TFT Display. Und die 38 cm hat der wirklich,
man hat keinen Rand wie bei einer Bildröhre.
Das Gehäuse präsentiert sich im einheits Computergrau und hat eine Breite, Höhe und Tiefe von
39 x 43 x 16 cm incl. Standfuss. Der Monitor wird über ein externes Netzteil (12 x 6 x 3.5 cm)
mit Strom versorgt. Die Zuleitungen der Stromversorgung und des VGA-Anschlusskabels sind
ausreichend lang und damit hat auch der Tower Benutzer mit keinen Problemen zu
rechnen.
Für mich war eines der Kaufargumente die integrieten Lautsprecher im dem stabilen Standfuss. Ich
wollte einfach keine Zusatzlautsprecher auf meinem Schreibtisch. Jetzt habe ich sie doch, denn
diese kleinen Quäcker (3 cm) sind nicht einmal etwas für für weniger anspruchsvolle Zeitgenossen.
Und dass schlimme ist eigentlich, das es noch nicht einmal einen Lautstärkeregler dafür
gibt.
So, nun komme ich endlich zur Hauptaufgabe eines Monitors, nähmlich das sichtbar machen von
(bewegten) Bildern.
Und ich war angenehm überrascht.
Vielleicht muss ich vorrausschicken, das ich vorher einen 17" Monitor unterer Preisklasse mit sehr
guten, Integrierten Lautsprechern besass.
Der schaffte die 1024 x 768 Auflösung nur mit grässlichen 62 Hz.
Meine Workbench lief mit 800 x 600 Pukten Auflösung und 85 Hz auf dem alten Monitor.
Die Bildwiederholfrequenz hatte ich vorher auf die für den TFT-Monitor erforderliche Grenze von
max. 75 Hz. mit CGXMode reduziert.
Wie gesagt, das Bild des TFT-Monitor überraschte mich positiv. Ich hätte nie geglaubt, das so ein
Flaches Ding (25mm) solch ein helles und kontrastreiches Bild abliefert. Also gleich einmal die
Helligkeit reduzieren. Das funktioniert über die drei Tasten (+ Select -) und einem OSD-Menü (On
Screen Display).
Zur Auswahl stehen folgende Optionen (überwiegend in dem Bereich von 0 - 100%):
Helligkeit und Kontrast
Horizontale Grösse und Phase
Pixeltakt (ändert die Frequenzeinstellung um Buchstaben schärfer abzubilden)
Vertikale und Horizontale Position
Auto Setup (der Monitor stellt z.B. das Bild auf die max. darstellbare Grösse ein)
Auto Adjust (passt sich automatisch veränderten Bildeinstellungen an)
Reset
Energiesparfunktion (Power Save) und Farbe
Bildschirmmodus (Wahl von Text auf Grafik, erhöht den Kontrast bei Text)
OSD Position und OSD Sprache (Deutsch und Englisch)
Ausserdem werden im OSD noch Horizontale und Vertikale Frequenz sowie die Aulösung
angezeigt.
Falls der Monitor mit einer falschen Bildschirmfrequenz oder Auflösung angesteuert wird, meldet
sich ein OSD mit einer rothinterlegten Warnmeldung und schaltet nicht gleich ab wie
beispielsweise mein altes Gerät. Desgleichen meldet sich ein OSD in weiss wenn der Monitor in
den Stromsparmodus geht.
Der Monitor hat einen Ein / Ausschalter rechts unter dem Display. Der schaltet aber nicht das
Netzteil an und aus, sondern nur den Monitor. Ich habe daher von meinem alten Monitor das
Netzkabel in das neue Netzteil gesteckt, so das sich der Monitor sich mit dem Anschalten des
Amiga einschaltet.
Ach ja, zur Sichtbarkeit des Bildes: Seitlich ein ausreichend grosser Bereich, nach oben und unten,
also beim änder der Sitzhöhe z.B., wird das Bild schnell Blass.
Die Buchstaben eines Textes erscheinen mir etwas gröber als bei einem Röhrenmonitor, aber
Grafiken werden gut dargestellt.
Zur Geschwindigkeit der Anzeige kann ich nur sagen: schnell. Ich habe bislang nur ein Spiel
erlebt, bei dem ich den Anschein hatte, das Display zeigt bei einem schnellen Text eine leichte
Schliere: DeLuxe Galaga. Ich spiele sehr gerne Heretic II, auch hier keine Nachteile.
Auf der Negativ-Seite fielen mir bislang nur zwei Dinge auf.
1. Die maxmale Auflösung von 1024 x 768. Mein alter schaffte da mehr, auch wenn diese
Auflösung als max. angegeben wurde. Der Medion gibt die Warnmeldung raus, man solle die
Auflösung ändern.
2. Die Benutzung von Pal: Hires Interlace bei DPaint ist nicht möglich, obwohl ich über einen
ScanDoubler verfüge.
So, ich hoffe, ich konnte jemanden mit meinem Bericht eine Entscheidungshilfe für das eine oder
andere Gerät (Röhre oder TFT) geben.
Anbei noch zwei Bilder


Jürgen Sperling
sperlingbergen@freenet.de
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