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Alan Redhouse, Chef des britischen Hardwareherstellers Eyetech, hat vor kurzem in der AmigaOne-Mailingliste einen neuen Statusbericht zu dem in Entwicklung befindlichen PPC-Mainboard AmigaOne veröffentlicht:
»Viele Käufer des Development-Boards wurden eher motiviert vom 10%-Nachlass als von ihrer Fähigkeit, wertvolle Beiträge zum Entwicklungsprozess zu leisten. Die ersten Boards wurden deshalb an Leute ausgeliefert, von denen wirklich ein Beitrag bei der Entwicklung von Treibern usw. und zur Portierung der Linux/UAE-Veröffentlichungen zu erwarten war. Ihre Leistung ist meiner Meinung nach erstaunlich, es wurden innerhalb weniger Wochen nicht weniger als fünf verschiedene Linux-Distributionen (SuSE, Debian, Mandrake, Yellow Dog and TurboLinux) angepasst.
Jedoch weist die freie Firmware Softex, die wir ursprünglich mit den Development-Boards ausgeliefert hatten (man kann sie auch im Pegasos-Video sehen), einige Mängel auf (obwohl sie zum Booten der fünf Linux- Distributionen und des OS4-Kernels verwendet werden konnte), und wir entwickeln/erweitern zur Zeit die alternative freie PPCBoot-Firmware, die wir bei der Produktion der AmigaOne-Boards verwenden werden. Damit werden wir Amiga-spezifische Boot- und weitere Optionen einbauen können ebenso wie eine noch umfassendere Multi-Boot-Einrichtung.
Wir liefern die übrigen Development-Boards (oder erste User-Boards) nicht aus, bevor dieser Code fertig ist, um die Kosten für die Nachlieferung der Update-ROMs und der Chip-Auswechselwerkzeuge zu sparen. Wir erwarten, dass das bis Ende August so weit sein wird.
Diese Korrektur des Boot-ROM wird von Hyperion als Teil der notwendigen Arbeiten zum Booten des OS 4 auf dem A1 erledigt.
Inzwischen erkennen wir an der Initiative von AMIGA, Inc. für den Club- Beitritt/Coupon-Erwerb (verbunden mit unseren eigenen Markt-Auswertungen), dass für die Zukunft des AmigaOne absolut keine Zweifel bestehen.
Schließlich möchte ich noch auf die Fragen einiger Leute eingehen, die wissen wollten, warum wir das A1-Board nicht vor der Veröffentlichung von OS 4 an Linux-Anwender ausliefern. Nun, dafür gibt es zwei Hauptgründe:
1 - Es handelt sich um ein Produkt, das für den Amiga-Markt gebaut wird, und meiner Meinung nach gehört es sich, dass die Amiga-Gemeinschaft es zuerst in die Hand bekommt.
2 - Ich kann überhaupt nicht erkennen, dass ein bedeutender Markt für Linux auf dem A1 bestehen könnte, wenn berücksichtigt wird, dass die Haupt- Zielrichtung von Linux die x86-Plattform ist, welche - allein durch die Höhe ihrer Verkaufszahlen - immer um eine Größenordnung billiger sein wird als ein Produkt, das auf PPC aufbaut.«
Die Übersetzung aus dem Englischen stammt von Gernod Schomberg.